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Plattenspieler an AV Receiver mit 15m Kabel?

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Beitrag
Fanaticchill
Neuling
#1 erstellt: 13. Jan 2014, 16:18
Hallo Zusammen,

ich würde mir gerne einen Plattenspieler kaufen, bin mir aber nicht sicher ob das komplexe Thema Plattenspieler
überhaupt mit meinen Vorstellungen zusammenpasst.

Der Plattenspieler sollte sich in mein Hobby/Heimkinoraum eingliedern, ich habe zwar einen
Verstärker mit einem Phono MM Eingang, weiss aber leider nicht ob dieser auch wirklich taugt.
Im Internet findet man von Erfahrungsberichten leider nur, das er wirklich einen hat ;-).
--> DENON X4000

Das zweite und wahrscheinlich grössere Problem ist, ich würde den Plattenspieler gerne 15m entfernt vom Verstärker
betreiben. Grund ist, Verstärker und Beamer befinden sich hinter der Couch und den Plattenspieler finde
ich zu schade um ihn hinter dem Sofa untergehen zu lassen.

In anderen Beiträgen habe ich gelesen das dies durchaus möglich ist, wenn man einen Vorverstärker zwischen Plattenspieler
und Verstärker klemmt, auf einen normalen Eingang.
15m ohne Vorverstärker gehen garnicht, ohne Qualitätsverluste?
Mit welchen Kosten kann ich hier ca. rechnen für einen Vorverstärker?

Bei dem Plattenspieler denke ich an ein Einsteigermodell um die 500€, mir wäre neu lieber, aber so wie ich es aus div. Foren habe,
raten eigentlich fast alle zu einem gebrauchten 1210er, auch wegen den Aufrüstmöglichkeiten.
Was für einen Tonabnehmer sollte er denn von Haus aus haben wenn ich mir einen zulege, nicht das ich gleich auf die Nase falle?
Oder kann ich evtl. doch zu neuen Alternativen greifen wie einen Project Debut Carbon Esprit oder einen Dual CS 505-4???

Bin leider komplett überfragt........vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.
Gut währe auch wenn jemand schon Erfahrungen hat mit einen AV-Reiceiver, nicht das dies nachher das schwächste Glied in der Kette
ist und ich dort keinen guten Ton rausbekomme.



Gruss Benni
Wuhduh
Inventar
#2 erstellt: 13. Jan 2014, 16:31
Ohne in physikalische Details abzuschweifen: 15 Meter Cinchkabel sind im Home-Hifi-Bereich bei den paar Millivolt absolut absurd.

Bevor jemand tolle Tipps gibt und widersprechen muß: Home-Hifi, nicht PA !

MfG,
Erik
akem
Inventar
#3 erstellt: 13. Jan 2014, 20:38
Das funktioniert nicht:
- Ein so langes Kabel hat eine hohe Kapazität. Diese hat eine Wechselwirkung mit MM und MI Tonabnehmern und verbiegt den Frequenzgang gewaltig. Da reden wir nicht von wenigen dB sondern von 20dB und mehr.
- Bei solchen Längen und der niedrigen Signalspannung sind Störungen im Signal vorprogrammiert.
Du kommst bei der Länge um einen externen Phono-Vorverstärker nicht herum.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 14. Jan 2014, 11:14
Hallo,

Phonovorverstärker gibt es ab 20,- Euro. (z.B. Behringer http://www.thomann.de/de/behringer_pp400.htm ).

Für ein 15 mtr. langes Kabel würd ich ein gut geschirmtes RCA/Cinch-Kabel nehmen, gibt es z.B. von Hama für gut 15 - 16 Euro.

Peter
Fanaticchill
Neuling
#5 erstellt: 14. Jan 2014, 17:08
Hallo,


wenn ich einen Vorverstärker anschliesse und 15m gutes Chinchkabel habe, ist die Soundqualität
dann fast verlustfrei zu einem guten 1,5m Kabel? Oder muss man bei der Länge einfach Abstriche
beim Klang machen?

Bei einem höherwertigen Vorverstärker, der 100€ Klasse, wird das Ergebnis besser oder zahle ich hier
den Namen mit, bei meinem "15m Projekt".

Was mich auch noch brennend interessiert, lohnt es sich überhaupt für meinen AV-Receiver, nicht das ich hier mit
dem Klang nie zufrieden bin. In einem anderen Beitrag las ich, das der X4000 gute digitale Eingänge hat,
aber Analog ziemlich bescheiden sein soll.
Hatte jemand schon einmal einen Plattenspieler an einem AVR, vielleicht sogar an einem Denon.

Vielen dank für die Unterstützung und die schon geschriebenen Beiträge.


Gruss Benni
akem
Inventar
#6 erstellt: 14. Jan 2014, 17:25
Zu dem AV-Receiver kann ich nichts sagen.
Rein physikalisch ist es so, daß es bei einer verlustarmen Signalleitung auf die elektrischen Parameter des Quellgerätes und des Signalempfängers ankommt. Nur leider findet man solch wichtige Daten kaum jemals in den Datenblättern der Hersteller, weil die Wenigsten was damit anfangen können und die technischen Zusammenhänge verstehen und weil sich fette Wattzahlen einfach besser verkaufen...

Die Signalquelle muß möglichst niederohmig sein und muß ein gewisses Maß an Strom treiben können. Der Signalempfänger muß hochohmig sein, zumindest sehr viel hochohmiger als die Quelle.
Normen sind bei Hifi ja Pfui-Bäh, insbesondere dann, wenn deren Einhaltung ein paar Cent mehr kostet oder den Entwicklungsaufwand erhöht. Deswegen nimmt man lieber einen billigen Operationsverstärker, der den Ausgang der Quelle treibt, und setzt dafür (um ihn im Kurzschlußfall zu schützen) lieber einen hohen Ausgangswiderstand rein. Ausgangswiderstände von <50Ohm wären technisch überhaupt kein Problem, gängig sind mehrere hundert Ohm und im Billigbereich (oder im Abzocker-"High-End") sind auch Werte von mehreren Kiloohm nicht selten. Umgekehrt beim Eingang des Empfängers (also bei Dir der AV-Receiver) ist es so, je niederohmiger der Eingang, desto weniger rauscht es. Wenn es also wenig rauschen soll, kann ich bessere Bauteile verwenden und mehr Entwicklungsaufwand reinstecken - oder einfach den Eingangswiderstand senken. Dreimal darfst Du raten, wie die gängige Praxis aussieht... Umso wichtiger ist also ein niederohmiger Signalausgang der Quelle.

Wie gesagt, diese Werte werden meistens verschwiegen. Daher ist das immer ein Stück weit Glückssache. Wenn jetzt auch noch ein langes Kabel ins Spiel kommt, kann dessen Kapazität den Klang endgültig versauen. Daher würde ich bei der Signalquelle (hier also der Phonostufe nicht allzusehr sparen... Unter 100€ würde ich keinen Phonopre anschaun, geschweige denn kaufen...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 14. Jan 2014, 18:13
Hallo,

naaaaa ja. In den aller-allermeisten Phonopres findet man immer die gleichen Schalten, ob "Diskret" oder mit OPs.... Die Schaltungen gibt es seit über 40 Jahren und viel neuen Gehirnschmalz hab ich schon lange nicht mehr gesehen.

Beim Behringer ist es "08/15 OPs", die gleichen Lümmel hab ich schon in einer "High-End-Platine" zum Einbau in einen Verstärker zum schlappen Aufpreis von 500 Euro gesehen.... ob die OPs dort dann selektiert wurden ????

http://www.avartix.de/deutsch/TC-760LC-Vorverstaerker.html

ein wirklich gutes Kompromissgerät...

Ach ja, ein Supermodel sagte vor 20 Jahren auch mal, dass sie unter 10.000 Dollar/Tagesgage nicht aufsteht.... heute ist sie billiger...

Peter
akem
Inventar
#8 erstellt: 14. Jan 2014, 19:53
Tja, leider ist technische Qualität in den letzten 20 Jahren nicht billiger geworden...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 15. Jan 2014, 09:07
Hallo,

wohl wahr, vor allen Dingen bei fast "ausgestorbener" Technik.

Man muss sich überlegen was für Spielzeuge heute als "High-Tec-Plattenspieler" vertickelt werden - da hätten wir Anf. der 80er den Hersteller ausgelacht.

Peter
akem
Inventar
#10 erstellt: 15. Jan 2014, 09:25
Ich glaube, in den 80er Jahren hätte sich gar nicht erst jemand getraut, sowas anzubieten

Gruß
Andreas
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