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Tonköpfe und Kontaktspray?

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PvB03
Stammgast
#1 erstellt: 04. Jul 2015, 22:10
Hallo zusammen,
Ich habe jetzt eine gute Stunde im Internet recherchiert, wie man am Besten Tonköpfe reinigt, aber habe nicht viel zum Thema Kontaktspray gefunden.

Es gibt ja den Alleskönner WD40 und ich wollte nicht immer Isopropanol für die Reinigung meiner Tonköpfe benutzen, da Alkohole ja schon ein wenig aggressiv sind. Meines Wissens aggressiver als Öle wie Kontaktspray.

Bei mir sind Amorphe und Sendust-Köpfe im Einsatz. Kontaktspray tut bei mir vom Hören her einen bessen Job als Alkohol.

Daher meine Frage: Wirkt sich Kontaktspray positiv oder negativ auf solche Tonköpfe aus?
Zweite Frage: Da die Öle einen Film hinterlassen, schützen sie den Tokopf zusätzlich vor Verschleiß? (das wäre schlicht und einfach herrlich)

Mit besten Grüßen, freue mich auf eure Antworten,
Philip


[Beitrag von PvB03 am 05. Jul 2015, 04:37 bearbeitet]
Vinyl_Tom
Inventar
#2 erstellt: 04. Jul 2015, 22:22
Hmm,
interessante Frage, würde mich auch interessieren!
Wie sähe es mit Tuner Spray T6 aus?

Obwohl, man müsste evtl. auch darüber nachdenken, ob evtl. Reste des Sprays Auswirkungen auf das Bandmaterial hätten.
PvB03
Stammgast
#3 erstellt: 04. Jul 2015, 22:56
T6 sollte eigentlich auch gehen, ist wahrscheinlich für Magnetband-Anwendungen noch besser geeignet. Da beides Kriechöle sind, denke ich, ist der Unterschied aber eher gering...

Mit WD40 habe ich keine negativen Auswirkungen auf das Band erlebt... Ich kann nicht sagen, wie das wirklich ist.

Meine Behandlung sieht folgendermaßen aus:
Kontaktspray in Mikrofasertuch einsprühen und Tonkopf damit polieren, danach mit einem "sauberen" Tuch abwischen (sodass Kopf trocken ist) (nicht fest aufdrücken).

Gestern habe ich die gleiche Kassette zwei mal nacheinander gehört (Sony Metal XR 60), ich konnte keinerlei Unterschiede feststellen...
Keine Probleme mit dem Bandlauf (dumpf, scharf, dumpf...), kein Bandsalat durch Festkleben an Andruckrolle, keine Azimuthunterschiede.
Gleiches gilt auch für Ferro-, Chrom-, Chromsubsitut-, Ferrochrom-, oder Kobaltferrobänder...

Wichtig: Ich benutze ausschließlich weiche Bänder (Band glänzt und spiegelt). Ich benutze keine alten Ferros, die eine matte Sandpapieroberfläche haben, einfach weil ich akribisch auf meine Tonköpfe achte. Daher kann ich nicht sagen, wie sich solche Bänder in meinen Decks verhalten.

Übrigens: in der Metal XR sind auch keine Rückstände auf dem Band sichtbar, was bei Reineisenband doch sehr ins Auge stechen würde.

Bei einer Scotch Pure Metal (dem ersten Metallband) wäre diese Behandlung wahrscheinlich noch förderlich, weil dieses dafür bekannt ist zu rosten, da käme der Rostschutz nur allzu gelegen


[Beitrag von PvB03 am 05. Jul 2015, 04:38 bearbeitet]
Vinyl_Tom
Inventar
#4 erstellt: 05. Jul 2015, 07:58
Hallo Philip,

was fuer ein Deck hast Du, dass Du mit einem Mikrofasertuch rankommst?
Vermute, Du hängst die Klappe aus, oder? Das funktioniert richtig effektiv nur bei meinem Akai.
Hmeck
Inventar
#5 erstellt: 05. Jul 2015, 08:29
Hi,
ich könnte mir vorstellen, dass Kriechöle an der Mechanik, vor allem an gewissen Plastik/Metallübergängen, nicht unbedingt einen guten Job tun.
Ich habe früher meine Tonköpfe, Andruck- und Umlenkrollen jedenfalls auschließlich mit Spiritus oder, vermutlich noch besser, Isopropanol gereinigt. (Wattestäbchen oder fusselfreies Läppchen auf Zahnstocher, je nachdem wie es passt)

Wenn schon sprühen, dann vielleicht höchstens Kontakt WL.

Grüße, Hmeck
Vinyl_Tom
Inventar
#6 erstellt: 05. Jul 2015, 08:38
Sprühen traue ich mich auch nicht, benutze Wattestaebchen mit Isopropanol.
Bin mit den Staebchen aber nur bedingt zufrieden, weil gerade, bei den Capstanwellen immer kleine Fusseln hängen bleiben!
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 05. Jul 2015, 09:45
Hallo,

Öle bringen Kunststoffe zum "quellen", das wäre mir bei Bandmaterial grundsätzlich zu risikovoll. Ebenso weiß ich nicht wie die Bindemittel auf dem Bandmaterial reagieren. Bindemittel wie auch Bandmateriial reagiert nicht auf Isopropanol.

Mit geschäumten Applikatoren kriegt man das Isopropanol problemlos und ohne Fussel auch auf die Wellen, empfehle offenporigen Schaum, gibts in jedem Bastelladen.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 05. Jul 2015, 09:50 bearbeitet]
PvB03
Stammgast
#8 erstellt: 05. Jul 2015, 13:28

Vinyl_Tom (Beitrag #4) schrieb:
...was fuer ein Deck hast Du, dass Du mit einem Mikrofasertuch rankommst?...


Ich mache das bei folgenden Geräten so (alles Sony)
TC-K770ES, TC-K71, WM-D6C (alte Version mit amorphem Kopf).

Bei dem TC-K71 kann man ganz einfach die ganze Klappe aushängen,
bei dem 770ES kommt man da auch leicht ran (habe nicht allzu große Hände), einfach die Klappe aufmachen,
Bei dem D6C ist es ja kein Problem

Zum Thema Sprühen und Kunststoffe:
Ich sprühe es ja nicht einfach in das Deck rein, ich sprühe es in ein Tuch und wische damit nur die Oberseite des Tonkopfs ab, das Öl kommt mit keinem Kunststoff in Berührung...

Ich bin überhaupt nur auf die Idee gekommen Öl zu benutzen, weil ich immer Angst von Alkoholen habe... Wenn man Metalle damit poliert, verlieren sie ihre Textur und Alkohole sind mir allgemein zu aggressiv. Öl dagegen nimmt die Reibung, löst Rost und reinigt einfach so makellos während es Metalle nicht angreift.


[Beitrag von PvB03 am 05. Jul 2015, 13:30 bearbeitet]
akem
Inventar
#9 erstellt: 05. Jul 2015, 14:33
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß reiner Alkohol Metalle angreift, dazu verdunstet er viel zu schnell. Ein Tropfen Wasser wäre schädlicher für den Kopf.
Meine Tonbandzeit ist zwar schon ne Weile her und ich weiß nicht mehr im Einzelnen, wann ich was im Einsatz hatte. Ich bin auf jeden Fall irgendwann bei Isopropyl-Alkohol gelandet und geblieben. Seltsamerweise hatte ich früher, als ich noch solche Sprays verwendet habe, immer wieder Probleme mit abgehender Bandbeschichtung. Kann sein, daß es an den Bändern selbst lag, kann aber auch sein, daß das die Öle waren...

Gruß
Andreas
PvB03
Stammgast
#10 erstellt: 05. Jul 2015, 14:51

akem (Beitrag #9) schrieb:
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß reiner Alkohol Metalle angreift, dazu verdunstet er viel zu schnell.


Das sieht man doch. Man poliert einfach ein Stück mattes Metall mit Alkohol und danach kann man sich darin spiegeln.

Ich probiere das jetzt mal ein paar Wochen und habe wenig Bedenken dabei... Bisher hat es einfach wunderbar funktioniert...

Btw: asascascvawsecvf
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 05. Jul 2015, 16:50
Hallo,


Polyester (meist das Trägermaterial für Bandmaterial) gilt zwar als robust aber ich möchte es nicht probieren.

Na ja, nicht meine Aufnahmen.

Peter
Hmeck
Inventar
#12 erstellt: 05. Jul 2015, 18:33
Ansich sollten das/die Putzmittel möglicht komplett weg sein, wenn da wieder Band langläuft.
Dürfte bei allen leicht flüchtigen Sachen auch der Fall sein.

Aber selbst das, nach dem sorgfältigen Abputzen, wenn man wiedersinnigerweise eine Art Kriechöl verwendent, dann noch als Spurenelement drauf sein sollte, das verteilt sich ja immerhin auf ein etliche hundert Meter Band oder mehr.
PvB03
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jul 2015, 18:40
Na gut, ich sehe, meine Idee kommt nicht an.

Mir geht es halt darum, dass ich die Köpfe so gut wie möglich erhalten kann.
Dank des Bandkissens ist da so eine starke Reibung auf dem Kopf und die will ich so weit es geht verhindern.

Ich benutze diese Geräte intensiv und ich will nicht nach 10000 Stunden den Kopf wechseln müssen.

Wobei auch diese Angabe sehr fragwürdig ist.
Es gibt Leute, die meinen dass ihr 30 Jahre altes Deck mit Permalloy-Kopf, intensiv genutzt immer noch wie neu klingt.

Könnt Ihr mir vielleicht mal eure Praktiken zum instandhalten von (Kassetten-)Tonköpfen darlegen?
Wie oft und wie exakt ihr die Köpfe reinigt etc

Kann das echt sein, dass Alkohol einem Metalltonkopf nichts anhaben kann?
Das ist für mich schwer vorstellbar...
8erberg
Inventar
#14 erstellt: 05. Jul 2015, 19:16
Hallo,

Isopropanol wird z.B. bei Kühlmitteln in Motoren zugesetzt, als Reinigungsmittel von Wachsen und bestimmten Ölen und beim Offsetdruck. Ein Bekannter (Radio- und Fernsehtechniker) reinigte damit schon vor jahrzehnten die Videoköpfe von VHS-Recodern.

Ich reinige damit auch u.a. meine Modellbahngleise seit Jahrzehnten, wie auch die Tonkopfe meiner Cassettendecks seit ca. 1978 - 79 - hab noch ein Deck aus der Zeit (weil das auch DIN-Ein/Ausgänge hat) und funzt wie Wildsau.

Ich wüsste nicht wie 2-Propanol mit Nickel-Eisen-Molybdän reagieren sollte...

Peter
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