Plattenspieler alt gegen neu ?

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Arktus87
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Dez 2015, 13:28
Hallo liebe Forengemeinde,

ich habe eine einfache Frage und möchte euch mal um einen Rat bzw. Empfehlung bitten.

Technics SL-5 oder Denon DP 300F

Technics SL-5

Denon 300 F

Mir kommt es nur auf folgenden Sachen drauf an:

-nach Möglichkeit vollautomatisch
-ansonsten zählt nur der Sound

Den SL-5 habe ich bereits, er benötigt allerdings erstmal eine Reparatur. (keine Angst wird er auch

Ich wollte nur wissen ob ich mich mit dem Denon klanglich verbessere bzw. auf einer Ebene liege?

Danke und LG Arktus87
akem
Inventar
#2 erstellt: 19. Dez 2015, 15:10
Naja, der Klang kommt in erster Linie vom Tonabnehmer und auf den ist man ja nicht festgenagelt. Wobei natürlich die Auswahl an Halbzolltonabnehmern um Größenordnungen mehr hergibt als für den T4P-Arm des Technics. Andererseits gibt es auch für die Technics-T4P-Systeme sehr gute Nadeln.
Alles natürlich auch ne Geldfrage...

Gruß
Andreas
Arktus87
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Dez 2015, 15:14
Hin danke für deine Antwort

Ich habe zurzeit ein Shure M 92 E verbaut, das passt an beide Systeme. Ist eine Art Adapter dabei.

Dies würde ich dann auch an den neuen Plattenspieler bauen.
raphael.t
Inventar
#4 erstellt: 19. Dez 2015, 17:25
Hallo!

Bei T4P-Systemen hat die Nadel eine recht weiche Nadelaufhängung, da die Ärmchen von der kurzen und leichten Sorte sind.
Solch ein Adapter (ich habe zwei da) ist in erster Linie schwer, nun soll das weich aufgehängte System auf einem "normalen" Arm, der ohnehin schwerer ist als das tangentiale Stummelchen, angebracht werden.
Ich sage dir, mein Grundig-Tangentialspieler, dem SL5 ganz ähnlich, spielt mit der Ortofon 320-Nadel alleine gut auf, wenn ich das T4P-System jedoch auf einen Ortofon-Adapter pflanze, um einen Radialarm zu versorgen, geht der Nadelträger in die Knie und das alles bei der geforderten Auflagekraft, die T4P-Systeme benötigen, ich meine mich an 12 Millinewton erinnern zu können.
Übrigens klingt das gar nicht gut. Die Adapter-Lösung ist nur an einem sehr leichten Arm sinnvoll, ich bezweifle, ob der Denon einen solchen hat.
Tonarm und Tonabnehmer bilden ein Feder-/Massesystem, die Nadelaufhängung spielt dabei eine große Rolle, sie muss der Tonarmmasse angepasst sein.

Dein SL 5 ist zwar kein Großer, das ist der SL 10 aus der Reihe, aber mit einer guten Nadel wird er, wie mein Grundig, anständig klingen.

Grüße Raphael
lini
Inventar
#5 erstellt: 19. Dez 2015, 22:29
Arktus: Bleib beim Technics, denn der ist das bessere Gerät. Und für das Shure gäb's die ein oder andere Nadel-Aufrüstmöglichkeit, um das System auf ein höheres Qualitätsniveau zu hieven. Bei meinem eigenen SL-5 hab ich damals das serienmäßige EPC-P24S durch ein AT132EP ersetzt, womit das kleine Dingelchen schon auf höchst anständigem Niveau spielte. Im Grunde bedauer ich heute noch, dass ich den SL-5 später verkauft hab...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Arktus87
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 20. Dez 2015, 11:54
Hallo und schon mal Vielen Dank für eure schnellen und professionellen Antworten. Das ist ja echt der Hammer wie schnell und gut ihr hier auf meine Frage eingeht. Danke

Also bleibe ich wohl beim Technics, das serienmäßige EPC-P24S habe ich eben durch das Shure M92E ausgetauscht. Klanglich bin ich so zufrieden. Ich habe keine HighTech Komponenten verbaut.

Zugegeben bin ich noch am Anfang meiner "Vinyl-Erfahrungen".

Macht der Tonabnehmer 100% vom Klang aus oder ist der Rest vom Plattenspieler auch für "etwas" vom Klang verantwortlich?
Vorausgesetzt der Rest des Systems (Verstärker und Boxen) bleibt gleich.

Sorry bin halt noch ein Anfänger was das betrifft.
lini
Inventar
#7 erstellt: 20. Dez 2015, 12:18
Arktus: Man könnt's so sagen, dass der Tonabnehmer umso mehr vom Klang ausmacht, je weniger der Rest des Plattenspielers aber auch der Rest der gesamten Wiedergabe-Kette falsch macht. Der SL-5 macht aber schon ziemlich wenig falsch und ist somit schon für recht hochwertige Systeme/Nadeln geeignet. Eigentlich war sogar der SL-3 noch ziemlich ok...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Arktus87
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 20. Dez 2015, 12:32
Vielen Dank lini, leuchtet mir ein.

Also nochmal vielen Dank und man ließt sich bestimmt in Zukunft öfter.
akem
Inventar
#9 erstellt: 20. Dez 2015, 15:35
Wenn Du das originale Technics ECP 24 noch hast: dafür gibt es von Jico hervorragende Nadeln mit denen sich das Technics zu einem tollen System machen läßt, das locker mit heutigen Spitzentonabnehmern mithalten kann.

Gruß
Andreas
Arktus87
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 20. Dez 2015, 18:43
Hallo Akem,

ja das Originalsystem habe ich natürlich noch da liegen.

Was kannst du denn da empfehlen? Ich dachte das Saure M92E wäre schon mit in der oberen Liga?
akem
Inventar
#11 erstellt: 20. Dez 2015, 19:30
Leider gibt's die in Deutschland nicht zu kaufen. Die Nadeln sind alle von der japanischen Firma Jico und bis auf die SAS-Nadel gibt's die nicht mal bei Jico selbst in Japan zu kaufen.
Hyperelliptisch: http://www.turntable...DHE-copy_p_3817.html
Shibata: http://www.turntable...-718-DSH_p_3717.html
http://www.turntable...-EPS-202_p_3974.html
Die SAS-Nadel ist ein Jico-eigener Schliff und ähnelt dem Micro Ridge Schliff. Die hat auch einen nackten Diamanten während zumindest die Shibata (vermutlich auch die Hyperelliptische) eine dünne Bondingschicht haben.

Das Shure M92E hat eine gebondete elliptische Nadel mit 11x18µm, also eine recht stumpfe Nadel mit wenig Auflösung und hohen Verzerrungen. Shure gibt den Frequenzgang sogar nur bis 18kHz an. Dazu kommt, daß Shure eine Art Familienklang haben. Sie stehen in dem Ruf, im Baß etwas zu übertreiben. Viele Shures hatte ich noch nicht, aber bei denen, die ich hatte, kann ich das durchaus bestätigen. Gut, das kann man aber auch mögen...

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#12 erstellt: 20. Dez 2015, 22:43
Arktus: Nö, das M92E war nur das kleinste Modell der der T4P/P-Mount-Modelle von Shure. Darüber rangierten noch einige andere bis hinauf zum M110HE/M111HE und M97LT - und darüber gab's dann auch noch ein paar wie etwa das V15HR-P, das V15LT, das V15V-P und das VSTIII-P.

Grüße aus München!

Manfred / lini
tomtiger
Moderator
#13 erstellt: 21. Dez 2015, 01:40
Hi,


Arktus87 (Beitrag #10) schrieb:
Ich dachte das Saure M92E wäre schon mit in der oberen Liga?



es ist das einzige T4P System von Shure, dass es seit langem zu kaufen gibt (soll bedeuten: andere T4P Systeme von Shure gibt es schon lange nicht mehr).

Das M92E kostet neu um die 50 oder 60 Euro, "obere Liga" geht da nicht gut.

Das M92E ist ein ordentlicher Tonabnehmer aus aktueller Produktion, mit dem kann man schon gut hören. Wenn man denn möchte (!) gibt es dafür auch eine SAS Ersatznadel.


Bei den alten Shure T4P Systemen bin ich mir nicht ganz sicher, die sehen alle so gleich aus. Da sollten auch - mehr oder weniger modifiziert - die selben Ersatznadeln passen.


LG Tom
lini
Inventar
#14 erstellt: 22. Dez 2015, 03:01
Tom: Soweit ich informiert bin (und das ist an der Stelle nur mäßig weit, denn Shure-Systeme haben mich irgendwie nie so recht interessiert...), gibt's bei den besseren Modellen gewisse Unterschiede bei der Größe des rückwärtigen Teils der Nadelträgereinheit, also dem Vierkantrohr, sodass also nicht alle T4P-Shures Body- bzw. Nadel-kompatibel sind. Aber zumindest bei den kleineren Modellen bis hinauf zum M111HE sollten im Grunde eigentlich alle Nadeln an alle Bodies passen, nur halt nicht die hohen Nadeln an die Bodies mit der weit über die Nase gezogenen Plastikblende, sofern man die nicht entfernt.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Papa_San
Inventar
#15 erstellt: 22. Dez 2015, 14:38

Arktus87 (Beitrag #1) schrieb:

Technics SL-5 oder Denon DP 300F


Am besten gehst mal in einen Laden und schaust Dir den DP300F an. Wackeliger Tonarm,Gehäuse aus Vollplastik - das Ding ist echt gruselig! Für die kohle würde ich an Deiner Stelle ein neues System für den Technics kaufen,denselbigen reparieren lassen und für den Rest gehst schick essen.

Gruß
Siggi
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