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Plattenspieler alt vs neu

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Autor
Beitrag
wavelover
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Aug 2016, 17:46
Liebe Forenmitglieder,

könnt ihr mich bei einer Entscheidung beraten?
Ich möchte mir einen Plattenspieler gönnen. Ich habe bereits um die 20 Platten (neu sowie gebraucht) und es werden immer mehr.
Für einen Spieler bin ich bereit 280-380€ auszugeben.
Ein Freund empfiehlt mir einen gebrauchten Vintage-Dreher a la Dual 1229, 1219 oder 701. Mein Verkäufer aus dem HiFi-Fachladen rät mir zu einem Rega RP1. Er meint alte Spieler sind oft schlecht gewartet und brauchen viel Liebe. Oft sind die TAs und Nadeln durch. Ein neues Gerät spielt auf Anhieb sauber und die neuen Tonabnehmersysteme sind den alten überlegen.

Mir gefällt das moderne Design besser, aber entscheidend ist der bessere Klang in dieser Preisklasse.
Will der Verkäufer nur verkaufen oder hat er Recht?
10 Garantie auf den RP1 klingt verlockend.
Spielt der RP1 den 1229 an die Wand?

Schon mal einen herzlichen Dank!
CARSTEN
*Hwoarang*
Stammgast
#2 erstellt: 13. Aug 2016, 18:07
Dein Freund ist ein kluger Mensch und Verkäufer müssen verkaufen!
Erik030474
Inventar
#3 erstellt: 13. Aug 2016, 18:16
Anstatt in einen technisch unterlegenen alten DUAL zu investieren, würde ich eher einen gebrauchten TECHNICS mit Direktantrieb ins Auge fassen.

Ansonsten, guck die mal den AUDIO TECHNIKA 120 an oder ein STANTON T.62 ... technisch kaum zu schlagen und für ein besseres System ist dann auch noch Geld da.
hifrido
Stammgast
#4 erstellt: 13. Aug 2016, 18:31
Also, technisch unterlegen sind die alten dual niemals. Schau dir mal die Werte für gleichauf und rumpel an.
Es gibt viele threads die sich damit beschäftigen.
Heutige Abnehmer sind die gleiche wie vor 40 Jahre, nur anders verpackt.
Bei Dual soll man vielleicht nicht zur Ulm arm greifen.
Die genannten Modelle gehen aber in Ordnung. Auch 704 und 721 solltest du unbedingt anschauen. Duals sind leicht zu pflegen. Die Haupt technik ist grundsolide.
Tywin
Inventar
#5 erstellt: 13. Aug 2016, 18:50
Hallo Carsten,


könnt ihr mich bei einer Entscheidung beraten?


ich habe die Moderation gebeten Dein Thema in den Analogbereich des Forums zu verschieben. Dort geht es insbesondere um Plattenspieler.


Für einen Spieler bin ich bereit 280-380€ auszugeben.


Gib doch das an was Du maximal ausgeben willst. Gerade hinsichtlich der Schallplattenwiedergabe ist Dein Budget nicht üppig wenn es guten Klang geben soll.


Ein Freund empfiehlt mir einen gebrauchten Vintage-Dreher a la Dual 1229, 1219 oder 701. Mein Verkäufer aus dem HiFi-Fachladen rät mir zu einem Rega RP1.


Keinen davon - schon gar nicht den Brettchendreher - würde ich mir kaufen. Wenn es praktisch und gut sein soll, schau nach guten gebrauchten direkt angetriebenen Drehern mit S-förmigem Tonarm und SME-kompatibler Headshell. Z.B. Technics SL-Q2/3/33.

Da insbesondere der gute/scharfe/teure Schliff der Nadel für den guten Klang von der Platte sorgt, ist fast immer eine ordentliche Nadel oder ein Tonabnehmer mit ordentlicher Nadel fällig. Plane dafür etwa 200 Euro ein, dann hast du schon etwas brauchbares.

Und mache Dir nichts vor ... Phonotechnik ist nicht Plug&Play, hier gibt es viel zu lernen, wissen, beachten + können wenn man damit ein gutes Ergebnis erzielen will.

Denke ggf. an Bürsten, Tücher, Plattenwäsche/reinigung, Innenhüllen, Schutzhüllen, Tonarmwaage, Wasserwaage, Schablone ... auch das kostet Geld.

Auf Händlergeblubber würde ich an Deiner Stelle nichts bis gar nichts geben.


Mir gefällt das moderne Design besser,


Wenn Dich Design mehr als Technik und Preis interessiert, kannst Du Dich ja für neue Dreher interessieren. Allenfalls den Pioneer PLX-1000 würde ich hinsichtlich des Preis- und Leistungsverhältnis überhaupt für meine Überlegungen berücksichtigen wenn es ein neuer Dreher sein muss.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 14. Aug 2016, 08:51 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 13. Aug 2016, 19:27
Hallo,

Dual 1219/1229 oder ein 701 sind auf dem Gebrauchtmarkt sehr beliebt und daher auch teuer, da es sehr gute Dreher sind wenn sie ein wenig Pflege in den letzten 40 Jahren bekommen haben.
BTW haben sich vor allen Dingen die Amis mit Lobpreisungen über die Duals fast überschlagen, aber der Prophet im eigenen Land...

Günstiger und einfacher sind Halbautomaten wie z.B. der Dual 604, der auch klanglich unterbewertet wird. Die Wartungsarbeiten an denen sind auch recht simpel und man hat wieder jahrzehntelang einen sauber funzenden Plattenspieler.

Systeme selber altern nicht, da erzählt der Verkäufer hanebüchenen Unsinn, ebenso sind die Brettchenspieler empfindlich und ohne jeglichen Luxus, sprich - nix Endabschaltung, nix Geschwindigkeitswechsel - nur Riemenumlegen.

Über die technische "Überlegenheit" der heutigen Neudreher sag ich mal lieber nix.

Peter
tinnitusede
Inventar
#7 erstellt: 13. Aug 2016, 19:37
Hi Carsten,

was kostet ein Rega RP1 incl. System und welches ist verbaut?

Ist es weniger als dieser CS 5000 von Dual, der dich vom Design wahrscheinlich auch ansprechen wird?

https://www.ebay-kle...-/485889201-172-5073

Noch eine Variante: Dieser 601, für 120 € incl. Versand dem Verkäufer aus den Ärmeln gerissen, plus 80 € für eine Origonal-Nadel, (falls notwendig), macht glatte 200 € und Du hasst einen erstklassigen Vollautomaten.

https://www.ebay-kle...-/499702146-172-1093

Hans
tinnitusede
Inventar
#8 erstellt: 13. Aug 2016, 19:51

8erberg (Beitrag #6) schrieb:
Hallo,



Systeme selber altern nicht, da erzählt der Verkäufer hanebüchenen Unsinn,

Peter


Hi Peter,

nicht ganz, auf Grund des Alters kann es schon mal zu einem Windungsschluss kommen, wenn auch extrem selten, ich hab hier ein V15/3, wo dass der Fall ist. Auch bei diversen ELAC und AKG Nadeln verhärten auf Grund des Alters die Gummis, sodass die Abtastfähigkeit, besonders bei tiefen Frequenzen, eingeschränkt ist.

Hans
Goldenes_Ohr
Stammgast
#9 erstellt: 13. Aug 2016, 21:01

tinnitusede (Beitrag #8) schrieb:
Auch bei diversen ELAC und AKG Nadeln verhärten auf Grund des Alters die Gummis, sodass die Abtastfähigkeit, besonders bei tiefen Frequenzen, eingeschränkt ist.

Hallo,
bzgl. Elac ESG/EMM Nadeln kann ich diese Aussage getrost in den Bereich der Märchen einordnen, die Nadelnachgiebigkeit verändert sich höchstens evtl. nach 30 Jahren insoweit, als dass die jetzt sogar noch besser an die heute eher vorhandenen Mittelschweren Arme passen würden ... (bei AKG sieht dies allerdings angeblich anders aus ..)

Z.B hat ein ELAC 290HB30 eine dynamische Compliance bei 10 Hz von ca. 14µ, ein 190HB von ca. 16µ und tasten bei 1,5p Auflagekraft die 300Hz noch bis min. 70µ sauber ab … das schafft manch ein neues High End MC nicht!
Und die ursprünglichen 30µ statische Compliance entsprechen den von mir jetzt gemessenen Werte ziemlich genau, und lt. Elac tasten die 70-80µ bei 315Hz ab … also, letztlich könnten die 30-40 Jahre alte Elacs mit diesen Werten auch frisch aus der Fabrik gekommen sein!!!
MfG Tom


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 13. Aug 2016, 21:07 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#10 erstellt: 13. Aug 2016, 21:33
Hi,

wenn die ELAC´s, die mit ihrer z. T. extrem hohen Nadelnachgiebigkeit speziell an leichten Armen zur Höchstform aufliefen, (Revox-Tangential z. B.) und nun nach mehr als 30 Jahren sich an sogenannten mittelschweren Armen wohl fühlen, muss sich doch wohl so einiges in Richtung härtere Gummilagerung getan haben.
Bei den AKG P8 ES-Systemen war bekannt, dass sich die Weichmacher im Gummi verflüchtigten, der fragwürdige Tip, die Nadel ein paar Tage in Spülmittel zu baden, war bei den AKG-Jüngern bestens bekannt

Hans
Goldenes_Ohr
Stammgast
#11 erstellt: 13. Aug 2016, 22:23

tinnitusede (Beitrag #10) schrieb:
.. wenn die ELAC´s, die mit ihrer z. T. extrem hohen Nadelnachgiebigkeit speziell an leichten Armen zur Höchstform aufliefen, (Revox-Tangential z. B.) ...

Hallo,
Du liegst falsch!
Im Prinzip waren die rein nach den Daten schon immer besser an Mittelschweren Armen, die Leute haben sich einfach von der recht hohen Angabe für die stat. Compliance blenden lassen ... vergleiche etwa mal heute ein AT150MLX mit einer stat. Compliance von 40µ und einer dyn. Bei 10Hz von ca. 17,5µ mit den Werten oben … wenn man das mal als Grundlage zum Umrechnen nähme, dann käme man bei einem Elac ...H30 auf 13µ … dann schau mal die von mir gemessenen Werte an …!
Demnach sind die Lagergummis gar eher weicher geworden!
MfG Tom


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 13. Aug 2016, 22:25 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 14. Aug 2016, 08:24

wavelover (Beitrag #1) schrieb:
Er meint alte Spieler sind oft schlecht gewartet und brauchen viel Liebe. Oft sind die TAs und Nadeln durch. Ein neues Gerät spielt auf Anhieb sauber und die neuen Tonabnehmersysteme sind den alten überlegen.

Ich möchte mal diese Aussagen kommentieren:
- " alte Spieler sind oft schlecht gewartet": Das stimmt grundsätzlich, das sieht man den Drehern aber normalerweise auch an. Wenn ein Dreher wie aus dem Ei gepellt dasteht ist das zwar noch keine Gewähr, jedoch ein Indiz dafür, daß der Dreher gut behandelt wurde. Ansonsten gibt es zu sagen, daß die Technik von Plattenspielern im Allgemeinen recht robust ist und abgesehen von einzelnen Ausnahmen funktioniert auch jahrzehnte-alte Technik, die nie gewartet wurde, immer noch tadellos.
- "oft sind TAs und Nadeln durch": Das ist richtig. Bei einem Gebrauchtkauf mußt Du eigentlich immer davon ausgehen, daß Du zumindest eine neue Nadel brauchst, vorzugsweise eine Originalnadel, da billige Nachbaunadeln meist nicht viel taugen. Aber das gleiche gilt für die Tonabnehmer, die bei Neugeräten montiert sind! Das sind auch nur billige Alibi-Tonabnehmer die man ersetzen muß, wenn man es mit der Klangqualität ernst meint! Vor einem Nadelkauf sollte man erst testen, ob der Tonabnehmer noch auf beiden Kanälen spielt. Es ist zwar selten, kann aber vorkommen, daß ein Kanal ausfällt. Testen kann man das im Prinzip durch Hören an beiden Boxen, wenn man mit ner Nadelbürste über die vorhandene Nadel streift, selbst wenn der Nadelträger abgebrochen oder verbogen ist.
- "ein neues Gerät spielt auf Anhieb sauber": Da sprechen so einige Erfahrungsberichte hier im Forum eine gänzlich andere Sprache...
- "die neuen TA sind den alten überlegen": Eine glatte Lüge! Betrachten wir mal die TAs, die üblicherweise bei bezahlbaren Neugeräten montiert sind: Audio Technika AT 91, AT 95 oder AT 3600 oder wie das heißt und auf "der anderen Seite" Ortofon OM5, OM10 oder 2M Red. Alle genannten TAs gibt es seit den 80er Jahren wenn nicht noch länger und auch das "moderne" 2M Red ist im Prinzip ein OM10 im anderen Plastik...

Gruß
Andreas
Erik030474
Inventar
#13 erstellt: 14. Aug 2016, 09:39
Bezüglich "Mir gefällt das moderne Design besser, aber entscheidend ist der bessere Klang in dieser Preisklasse."

Spricht alles für den STANTON!
.JC.
Inventar
#14 erstellt: 14. Aug 2016, 11:57
Hi,


.JC. (Beitrag #17) schrieb:
.. selbst ein einfacher SL D-3 hat schon alles was man braucht

den für 80 + 65 für´s AT 100 E + um 80 für den Phonopre
hast Du für um 250 € einen echt ordentlichen (Anfänger) Phonozweig ..


Stereoist
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Aug 2016, 12:47
Hallo
Ich kann zwar jetzt nicht viel über die Modelle sagen auch nicht was der beste Alt bzw. Neuplayer ist.

Aber als ich mal meinen Händler vor Ort fragte was ein Neueinbau des Systems in meinem "schon 20 Jahre alten Thorens, wohl nicht mehr so modern aber noch ein Subchassis..."
Kurz gesagt von Neugerät abgeraten und Revision bevorzugt.
OK, das Gerät stand vielleicht nicht im feuchten Keller oder im ungedämmten Dachgeschoß...

Gruß Günther
*Hwoarang*
Stammgast
#16 erstellt: 14. Aug 2016, 12:48
Bei mir spielt ein Dual 1219 mit DM-103 ME TA und Shure Nadel.
Viele Platten klingen so gut, dass kaum ein Unterschied zur CD hörbar ist.
Einige wenige Platten klingen gerade in den Höhen etwas verzerrt.
Wenn ich klinisch sauberen Klang haben möchte spiele ich eine SACD ab.
Tywin hat recht, die Schallplatte ist ein aufwendiges und empfindliches Medium. Da braucht es Pflege und Liebe.
Aber genau das bewußte und intensive Beschäftigen mit dieser Art von Tonträgern macht den Reiz von Schallplatten aus, insbesondere in unserer digital dominierten Welt.

Natürlich habe ich auch überlegt, was an meinem 1219 noch so an Klang rauszuholen ist.
Mein HiFi-Spezialist empfahl mir dann den Perpetuum Ebner PE 2525 als Plug n' Play Lösung statt Geld in ein über 40 Jahre altes Gerät zu stecken.
Ich behalte den 1219 BJ 12/1970, da ich den Vollautomaten in mein Herz geschlossen habe.
Dual 1219
Erik030474
Inventar
#17 erstellt: 14. Aug 2016, 13:40
Phonopre: BEHRINGER PP 400
ToDesWurSchT
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 14. Aug 2016, 14:48
Technics

Als Tonabnehmer würde ich dir das Audiotechnica AT 95 System empfehlen. Für den Preis spielt es unglaublich gut.

Als Plattenspieler habe ich einen Technics SL-1310 im Einsatz. Der war defekt (so wie jeder von dem Typ) und hat mich deshalb lediglich 150€ gekostet.
Ist ein tolles Gerät und ich habe mich an die Automatik gewöhnt, bzw. ich möchte sie nichtmehr missen.

Würde dir auch etwas altes empfehlen. Thorens ist etwas überteuert, Dual vllt. brauchbar, mit Technics machste nichts falsch.
cnorholz
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 14. Aug 2016, 15:06
Grundlagen zur Wahl eines Plattenspielers (aus meiner Sicht) vereinfacht

Unterscheidung nach Antriebsart
Der Reibradantrieb wird auch bei schwingungsfreien Motoren und elektronisch schaltbarer Drehzahl (33/45) ein wenig unter höheren Lager- und möglichen Abrollgeräuschen des Zwischenrades leiden – mit entsprechender Sorgfalt ist das aber in den Griff zu bekommen.
Der Riemenantrieb braucht genau wie der Direktantrieb hohe Tellermassen zur Kompensation der relativ geringen Kraftkoppelung. Die schnell laufende Antriebsscheibe und der Riemen können hier noch für Unruhe sorgen.
Der Direktantrieb kann am störärmsten arbeiten, da alle Bewegungs- und Regelvorgänge sehr langsam vor sich gehen können. So lässt sich das Postulat eines «antriebslosen» Plattentellers am ehesten erreichen.
Quelle: http://www.aaa-switz..._plattenspielern.pdf

Unterscheidung nach Tonarm
Der Radialtonarm ist um eine vertikale Achse drehend gelagert. Die Lagerung eines – nur endlich langen – Radialtonarms führt prinzipbedingt dazu, dass der Tonabnehmer bei seinem Weg über die Platte keinen konstanten Spurwinkel zur Rille der Platte einnimmt. Dadurch entstehen beim Abspielen unterschiedlich starke Verzerrungen je nach Position des Tonabnehmers auf der Platte.
Unterteilt in gerade oder s-förmigen Tonarm mit oder ohne Skating und Anti-Skating-Einrichtung.
Bei einem Tangentialtonarm ist der Tonarm nicht an einem festen Punkt drehbar gelagert, sondern wird auf einem Schlitten tangential zur Plattentellerachse in gerader (linearer) Richtung mitbewegt.

Unterscheidung nach Befestigung der Tonabnehmer
Tonarme können mit unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten für den Tonabnehmer ausgestattet sein. In der Regel wird der Tonabnehmer jedoch nicht direkt am Tonarm, sondern an einem Systemträger (engl. Headshell) montiert.
Daneben existieren noch weitere herstellerspezifische Schnellwechsel-Systeme für Tonabnehmer und Systemträger, wie z. B. die auswechselbaren TK-Kopfträger für Halbzoll-Tonabnehmer bei älteren Dual-Plattenspielern, der japanische T4P-Standard oder die SME-Bajonettbefestigung.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tonarm

Unterscheidung nach Handmade, Semi-Automatik, Halbautomatik oder Vollautomatik
Semi-Automatik: Manuelles Aufsetzen des Tonarmes und dessen Stop und Abheben am Ende der Platte.
Halbautomatik: Manuelles Aufsetzen des Tonarmes und automatische Rückführung.
Vollautomatik: Automatisches Aufsetzen des Tonarmes und automatische Rückführung.

Unterscheidung von Tonabnehmern
MM-System, auch Moving Magnet oder magnetisches System genannt, hat bewegliche Magneten an die Abtastnadel gekoppelt, die in die feststehenden Spulen die Spannung induzieren.
MC-System, auch Moving Coil oder dynamisches System genannt, hat bewegliche Spulen an die Abtastnadel gekoppelt, in die von feststehenden Magneten die Spannung induziert wird.
Beides sind Tonabnehmer, die nach dem Induktionsprinzip arbeiten, d.h. ein bewegter Magnet verursacht eine proportionale Spannung in einem Leiter. Für MC-Systeme ist ein zusätzlicher Vorverstärker erforderlich.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tonabnehmer

Unterscheidung von Nadeln (Schliff)
Sphärisch = Rundschliff
Elleptisch
Fine Line
Super Fine Line
Linear Contact
MicroLine
Shibata
Nude "Orto Line"
Nude Fine Line
Nude Ortofon Replicant 100
Micro-Ridge
Biradial
v.d.Hul I
v.d.Hul II
v.d.Hul IS

Quelle: http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=42.0
hifrido
Stammgast
#20 erstellt: 14. Aug 2016, 15:37

Erik030474 (Beitrag #13) schrieb:
Bezüglich "Mir gefällt das moderne Design besser, aber entscheidend ist der bessere Klang in dieser Preisklasse."

Spricht alles für den STANTON!



??????Wie bitte!

Begründung?
Erik030474
Inventar
#21 erstellt: 14. Aug 2016, 19:24

hifrido (Beitrag #20) schrieb:

Erik030474 (Beitrag #13) schrieb:
Bezüglich "Mir gefällt das moderne Design besser, aber entscheidend ist der bessere Klang in dieser Preisklasse."

Spricht alles für den STANTON!


Begründung?


Eigentlich ein wenig selbsterklärend ...

Design = modern

Technik = direkt, solide

Tonabnehmer = für den Anfang ordentlich

Preis = 179 €, also günstig
MacPhantom
Inventar
#22 erstellt: 14. Aug 2016, 19:30
@ToDesWurSchT: schöner 1310MK2, habe den gleichen. Habe bei meinem das Ersatzteil von Shapeways verbaut. Hat zwar einiges an Nerven gekostet, aber das Endresultat kann sich sehen lassen.
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 15. Aug 2016, 08:00

tinnitusede (Beitrag #8) schrieb:


nicht ganz, auf Grund des Alters kann es schon mal zu einem Windungsschluss kommen, wenn auch extrem selten, ich hab hier ein V15/3, wo dass der Fall ist. Auch bei diversen ELAC und AKG Nadeln verhärten auf Grund des Alters die Gummis, sodass die Abtastfähigkeit, besonders bei tiefen Frequenzen, eingeschränkt ist.

Hans


Hallo,
jo, das kann aber auch bei neuen Systemen passieren. Ich hab ca. 15 Systeme, fast alle in der Alterklasse 15 - 30 Jahre, in den ganzen Jahren gab es ein System was die Grätsche gemacht hat.

Und die Behauptung des Verkäufers die "modernen" Systeme sind besser - seit 30 Jahren ist nix wirklich Neues gekommen ausser neue Farben oder neue Gehäuse... (und natürlich neue fantasievolle Bezeichnungen).

Peter
Texter
Stammgast
#24 erstellt: 15. Aug 2016, 11:27
Dual 415, 435 und vor allem der 455 sind gut. Die gabs früher schon und gibts wieder, gebraucht für 70-150€. Ansonsten alte Technics Dreher, die Dir hier viele empfehlen. Langlebig und präzise, die technischen Daten erreichen heute nur noch sehr teure Modelle. Ein neuer Pioneer PLX 1000 mit 0,01% und 70 dB SNR kostet 650€ !!! Als Neueinsteiger würde ich einen gebrauchten Dreher um 100€ kaufen und das Geld in Nadel und Vinyl stecken.
akem
Inventar
#25 erstellt: 15. Aug 2016, 11:44

Texter (Beitrag #24) schrieb:
Dual 415, 435 und vor allem der 455 sind gut.

Wie bitte?? Der 415 hat nicht mal ne verstellbare Auflagekraft, eines der elementarsten Basics überhaupt...
Unter gut verstehe ich was ganz was anderes...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#26 erstellt: 15. Aug 2016, 11:50
Hallo,

der 455 ist OK, was Fehrenbacher "darunter" anbietet - da kann man nur sagen: lieber einen Monat länger sparen.

Peter
tomtiger
Moderator
#27 erstellt: 15. Aug 2016, 12:33
Hi,


wavelover (Beitrag #1) schrieb:
Ich möchte mir einen Plattenspieler gönnen. Ich habe bereits um die 20 Platten (neu sowie gebraucht) und es werden immer mehr.
Für einen Spieler bin ich bereit 280-380€ auszugeben.


für 20 Platten? Das macht um die 15 Euro pro Platte. Bei dem Budget würde ich die Platten digitalisieren lassen und künftig CDs kaufen.



Mir gefällt das moderne Design besser, aber entscheidend ist der bessere Klang in dieser Preisklasse.


Wenn der Plattenspieler den Klang verändert, muss er repariert werden.



Will der Verkäufer nur verkaufen oder hat er Recht?


Beides. Insbesondere wenn man sich nicht auskennt ist es wie mit Gebrauchtwagen, selbst die größte Rostlaube lässt sich so aufpolieren, dass sie einem Laien ordentlich vor kommt. Wie beim Gebrauchtwagen kann man aber einen Plattenspieler überprüfen lassen.

Wenn Dir der Verkäufer einen Plattenspieler für 360 Euro (inkl. MwSt.) verkauft, dann ist da ein Tonabnehmer verbaut, der maximal 50 bis 80 Euro kostet (und das ist viel, oftmals wird ein AT91/95 verbaut sein, also Neupreis von 15 bis 30 Euro). Es spricht nichts dagegen, einen alten Plattenspieler auch mit so einem Neusystem zu bestücken, außer es ist dort von Haus aus ein besseres System verbaut, was oft der Fall ist, dann braucht es einen neue Nadeleinschub und man hat gleich was besseres.



10 Garantie auf den RP1 klingt verlockend.


Ich nehme an, es sind 10 Jahre Garantie, was aber irrelevant ist, ob der Händler in Jahren noch existiert um eine Händlergarantie zu erfüllen, ist immer fraglich in dieser Branche, auch bei Rega würde ich keine Wetten abschließen, ob die in 10 Jahren existieren um eine Herstellergarantie zu erfüllen.

Und selbst wenn, da ist nicht mehr viel, was kaputt gehen kann, und das könnte immer auch durch einen Bedienfehler verursacht sein.



Spielt der RP1 den 1229 an die Wand?


Niemand spielt irgendwas oder irgendjemanden an die Wand. Ein Plattenspieler dreht Platten gleichmäßig der Tonarm führt den Tonabnehmer, da ist nicht viel Spielraum selbst für winzigste hörbare Unterschiede, geschweige denn für "an die Wand spielen".

Wenn überhaupt, dann reden wir von Nuancen, die für Liebhaber wichtig sein mögen, für das alltägliche Musikhören aber unerheblich sind.


Empfehlenswert wäre eher, einen günstigen Gebrauchten zu erwarben, vielleicht um die 50 Euro, Fisher, Sony, Akai, JVC, etc. solange es nicht der größte Kunststoffmüll ist, da kannst Du Dich ja von Deinem Freund beraten lassen. Da kommt ein neuer Nadeleinschub ran, wenn das System ordentlich ist, ansonsten kommt ein neuer Tonabnehmer ran, da bezahlst Du insgesamt also zwischen maximal 100 und 200 Euro. Damit kannst Du Dich mit den Eigenarten und Besonderheiten des Plattenspielens auseinandersetzen, wenn Du in 2 Jahren immer noch begeistert Platten hörst, kannst Du einen (besseren bzw. Dir optisch mehr zusagenden) Zweitdreher anschaffen. Wenn Du den jetzt gekauften Dreher wieder veräußerst hält sich der materielle Verlust in Grenzen.

LG Tom
Goldenes_Ohr
Stammgast
#28 erstellt: 15. Aug 2016, 15:17

wavelover (Beitrag #1) schrieb:
.. könnt ihr mich bei einer Entscheidung beraten?


tomtiger (Beitrag #27) schrieb:

Spielt der RP1 den 1229 an die Wand?

Niemand spielt irgendwas oder irgendjemanden an die Wand. Ein Plattenspieler dreht Platten gleichmäßig der Tonarm führt den Tonabnehmer, da ist nicht viel Spielraum selbst für winzigste hörbare Unterschiede, geschweige denn für "an die Wand spielen".

Hallo Carsten,

da ich dass im "Eifer des Gefechtes" versäumt hatte, erst noch mal ein spätes herzliches Willkommen.

Leider kann ich Dir nicht konkret weiterhelfen in deiner Frage, nur soviel, dass ich Dir auch zu gebrauchten Geräten raten würde, aber da solltest Du Jemanden haben, der Dich beraten kann, ob denn die entsprechenden Geräte noch OK sind, für einen Neueinsteiger dürfte das sonst ein Problem sein ..
Wie ich schon schreib, können alte Tonabnehmer (TA) (z.B. die Elacs) noch sehr gut funktionieren, selbst OHNE Nadeltausch, dass muss man halt überprüfen (lassen)
Ich vermute die meisten sind hier der Meinung, dass eine gute LP-Wiedergabe auch eines hochwertigen TA bedarf, ob der Plattenspieler (PS) da einen großen Anteil dran hat, ist umstritten … Gute PS können durchaus auf dem Niveau von CD spielen, wenn die LP das auch hergibt, oder gar noch besser (ist Anschauungssache)

das obige Zitat von tomtiger unterstreichen hier daher nicht alle, ich halte dies für reine gleichmachende Ideologie!
In der Tat solltest Du Dich fragen, wozu überhaupt LP?
Geht‘s nur um Trends, dann vergess die Sache ganz schnell wieder!

Willst Du dich damit intensiver beschäftigen, und vor allem auch ältere Musik/LPs sammeln, dann könnte das sinnvoll sein, aber ohne dass Du Dich hier nochmal äußerst, brauch/kann man Dir hier keine Tips geben ..

i.ü., sich hier dann nicht mehr zu melden, fände ich extrem unhöflich, um nicht drastischere Worte zu benutzten …

MfG Tom


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 15. Aug 2016, 15:23 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#29 erstellt: 15. Aug 2016, 16:37
Hi,


Goldenes_Ohr (Beitrag #28) schrieb:

In der Tat solltest Du Dich fragen, wozu überhaupt LP?


weil man Platten sammeln will,
weil man Spaß an der Technik hat,
weil man einfach etwas in der Hand haben will, wenn man Musik auflegt,
weil man ein Tuning Freak ist (Dreher eignen sich dafür ausgezeichnet),
...
Goldenes_Ohr
Stammgast
#30 erstellt: 15. Aug 2016, 16:46
Hallo .JC.,
stimme Dir ja zu, aber gilt das auch für den TE??
MfG Tom

P.S.: und weil viele / einige LPs einfach besser klingen!! (auf einem richtigen Dreher)
ToDesWurSchT
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 15. Aug 2016, 17:00
....... was ? ... CDs ?
Ich wusste garnicht, dass die Dinger noch hergestellt werden

Also wenn man heutzutage noch Musik hören möchte... dann sollte man unbedingt umsatteln

Das digitale Medium ist doch im HiFi Bereicht toal überholt wenn man bedekt, dass FLAC Downloads so viel besser sind.

sy, das musste sein.

@MacPhantom, ich habe diesen 3D Druck leider auch bestellt und das Teil liegt jetzt hier rum. Denn ich habe das Bauteil einfach selbst repariert... funktioniert einwandfrei und es war sehr einfach wenn man nicht nach den Quatschanleitungen vorgeht die überall kursieren.


[Beitrag von ToDesWurSchT am 15. Aug 2016, 17:04 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#32 erstellt: 15. Aug 2016, 17:46
Hallo,

für besseren Klang gibt es eindeutige Hinweise (Störabstand, Klirr, usw)... wir reden nicht von verhuschten Fußwippfaktoren oder offenen Bühnen sondern von HiFi.

Was stimmt sind das viele gute Master aus den 70er Jahren für Vinyl genommen wurden und die nicht so aufgeblasen daherkommen wie "remastered" auf CD oder frecherweise auf SACD zum erhöhten Kursus...

Allerdings nimmt heutzutage wieder die Menge von neuen Vinyl zu wo garkein eigenes "Vinylmaster" gemacht wird sondern das Zeuchs was auf CD landet auch in die Schneidfolie...

Naaaa ja... wer sich dann verarschen lässt und dafür die doppelte Kohle abdrückt soll das dann mal machen.

Peter
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 15. Aug 2016, 18:57

Goldenes_Ohr (Beitrag #30) schrieb:
.. aber gilt das auch für den TE?


diese Frage sollte er sich stellen


wir kennen das doch, kann ich grad mal deine Festplatte haben
mit Platten geht das natürlich nicht, die muss man schon in echt haben

und wenn man dann xxx LPs hat und nachdenkt, was die gekostet haben
...

es gibt kaum bessere Einstiegsdreher als die Technics für um 30 €
wenn man Glück hat noch mit gutem TA

wenn man sich eine Grundlage für einen Spitzendreher kaufen will:

Technics
Quo
Inventar
#34 erstellt: 15. Aug 2016, 19:07
Hallo Carsten,
bei mir liegt das "Problem" etwas anders, aber das Ergebnis war eindeutig.
Mein Dual CS-721 ist kaputt gegangen.
Einer der berühmten "Knallfrösche" in der Stromversorgung.
Da ich so etwas nicht selbst reparieren kann, habe ich mich nach einem Neugerät umgesehen.
Es sollte ein 1 zu 1 Tausch werden, was Qualität und Komfort angeht.

Für MICH bleibt da fest zu halten, nein so viel Geld möchte ich nicht ausgeben um eines meiner Hobbies weiter zu betreiben.
Ich möchte nicht bestreiten, dass es mir mit einem günstigeren Neugerät genau so viel Spaß machen könnte, Platte zu hören.

Trotzdem werde ich meinen 721 aufarbeiten lassen, liege damit preislich weiter unter einem Neugerät
und bin trotzdem "besser" unterwegs

Gruß Stefan
Texter
Stammgast
#35 erstellt: 15. Aug 2016, 19:32

.JC. (Beitrag #33) schrieb:
es gibt kaum bessere Einstiegsdreher als die Technics für um 30 €


So ein Technics hier ist sehr präzise und die T4P Nadeln sind sehr gut. Für einen Anfänger völlig ausreichend und prima Klang.
*Hwoarang*
Stammgast
#36 erstellt: 15. Aug 2016, 20:48
Ein gebrauchter Dreher hat noch den Vorteil, dass der Wertverlust nicht so hoch ist falls du merkst, dass Vinyl doch nicht dein Ding ist, sondern nur eine temporäre Laune.
tomtiger
Moderator
#37 erstellt: 16. Aug 2016, 00:33
Hi Tom,


Goldenes_Ohr (Beitrag #28) schrieb:
Ich vermute die meisten sind hier der Meinung, dass eine gute LP-Wiedergabe auch eines hochwertigen TA bedarf, ob der Plattenspieler (PS) da einen großen Anteil dran hat, ist umstritten … Gute PS können durchaus auf dem Niveau von CD spielen, wenn die LP das auch hergibt, oder gar noch besser (ist Anschauungssache)


was ein "hochwertiger Tonabnehmer" zu leisten im Stande ist, kann jeder für sich selbst z.B. da prüfen.

Aber selbst unter der Voraussetzung, dass man Deine Ansichten als Prämisse für die gestellten Fragen festlegen wollte, käme man zu dem Schluss, dass man für die vorgegebenen 280 bis 380 Euro weder einen "hochwertigen Tonabnehmer" noch einen "hochwertigen Plattenspieler" bekommt.

Der "hochwertigste" TA in dem Preisbereich dürfte das AT 440 sein, dann bleiben noch etwa 200 Euro für den Plattenspieler. Ich gehe davon aus, dass Du nicht behaupten willst, dass man im Bereich bis 200 Euro, neu oder gebraucht, richtigen Müll einmal ausgenommen, bei Plattenspielern deutliche Klangunterschiede bis hin zum "an die Wand spielen" wahrnehmen können soll.


Wolltest Du das nahelegen, hättest Du das Problem der Relationen: Wenn in jedem Preisbereich erhebliche Klangunterschiede wären, und natürlich auch zum jeweils nächst höheren Preisbereich erhebliche Unterschiede, dann müsste der Unterschied zwischen einem z.B. 5.000 Euro Gerät und einem 200 Euro Gerät so gewaltig sein, dass die Messgeräte rotieren würden. Realistisch betrachtet - wenn man überhaupt von Unterschieden ausgeht - wären die Unterschiede zwischen den besten Plattenspielern und soliden Einsteigergeräten schon nicht sehr groß. Und dann können die Unterschiede zum jeweils nächsthöheren Preis-/Leistungsbereich nur noch sehr sehr klein sein, und die Unterschiede innerhalb eines solchen Bereichs müssen verschwindend gering sein.


Und das habe ich ausgedrück mit: im Preisbereich bis ca. 200 Euro "ist nicht viel Spielraum selbst für winzigste hörbare Unterschiede, geschweige denn für "an die Wand spielen".".

Ich denke doch, dass das konsensfähig ist, oder?


LG Tom
Goldenes_Ohr
Stammgast
#38 erstellt: 16. Aug 2016, 02:29

tomtiger (Beitrag #37) schrieb:
Ich denke doch, dass das konsensfähig ist, oder?

Hi Tom,

nur eins, meinst Du nicht auch, dass da (Neukauf-) Kandidaten, die etwa beim Gleichlauf evtl. mit 0,1% gerade die HiFi Norm einhalten (soweit ich mich erinnere), oder wo fast 20dB Unterschied beim Rumpelgeräuschabstand sind vllt. gegenüber guten gebrauchten DDs, wie z.B. den Duals, doch klanglich deutlich abfallen könnten? (hatten wir hier doch letztens, oder..?), vom Tonarm gar nicht zu sprechen ... und so ein Dual ist mitunter gar deutlich unter 100€ zu bekommen .. für 380€ könnte man z.B. so einen Dual und noch ein AT150MLX bekommen, ich denke in der Tat, dass diese Kombi das meiste was hier in Frage käme, und alles was da an Neugeräten gäbe, "an die Wand spielen" würde!
MfG Tom


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 16. Aug 2016, 02:33 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#39 erstellt: 16. Aug 2016, 06:58
Hallo,

für eine saubere Bewertung des Fremdspannungsabstands bei Plattenspielern nimmt man den unbewerteten (niedrigeren) Wert.

Beim "bewerteten" also "Geräuschspannungsabstand" oder "Rumpel-Geräuschspannungsabstand" genannten Wert gab es in der Mitte der 70er Jahre einen "wundersamen Sprung", also von Mess-Schallplatte auf Meßkoppler umgestellt wurde. Da "rumpelten" urplötzlich selbst Billiggeräte angeblich nicht mehr.

Merke: am kräftigsten rumpelt noch immer die Schallplatte!

Das heutige Billig-Geräte "rumpeln" liegt einfach an Fertigungstoleranz, Feinmechanik bekommt man nur durch große Mengen günstig hin wenn man das Know-How hat. Aber anscheinend ist das ausgestorben oder zu teuer.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 16. Aug 2016, 07:00 bearbeitet]
Goldenes_Ohr
Stammgast
#40 erstellt: 16. Aug 2016, 07:54
Hallo,
Peter, egal welcher Wert, bei aktuellen Neugeräten und guten alten DDs, die man jetzt billig bekommen kann, da liegen Messtechnisch mitunter Welten dazwischen .. auch von daher, würde ich nicht neu kaufen.
MfG Tom
wavelover
Schaut ab und zu mal vorbei
#41 erstellt: 16. Aug 2016, 09:24
Ich werde mir zunächst einen billigen gebrauchten Plattenspieler zulegen.
Sollte ich an Vinyl Gefallen finden und mehr Zeit habe werde ich mehr Geld in einen teureren neuen Player investieren.
*Hwoarang*
Stammgast
#42 erstellt: 16. Aug 2016, 11:57

wavelover (Beitrag #41) schrieb:
Ich werde mir zunächst einen billigen gebrauchten Plattenspieler zulegen.
Sollte ich an Vinyl Gefallen finden und mehr Zeit habe werde ich mehr Geld in einen teureren neuen Player investieren.


Oder mehr Geld in einen hochwertigeren Gebrauchten!
😃
8erberg
Inventar
#43 erstellt: 16. Aug 2016, 12:05
Hallo,

natürlich kennt man nicht die Geschichte von Geräten die 30 oder 40 Jahre alt sind, daher sollte man auf den Zustand achten: eine verkratze Haube, verdellte Zarge und völlig versiffter Tonarm sprechen nicht wirklich von guter Pflege. Wer so mit einem Gerät umgeht wird wohl das Wort "Wartung" nicht kennen.
HiFi-Plattenspieler wurden als sie noch Hauptmedium waren sorgfältig gebaut, denn der Wettbewerb war hart und die Fachpresse damals noch nicht so kuschelweich wie sie es heute ist.
Wenn ich heute Geräte auch in hochpreisigen "Dimensionen" sehe krieg ich doch häufiger einen Lachkrampf für was für ein Spielkram ernsthaft Geld verlangt wird...

Peter
golf2
Inventar
#44 erstellt: 16. Aug 2016, 12:10

tomtiger (Beitrag #27) schrieb:


10 Garantie auf den RP1 klingt verlockend.


Ich nehme an, es sind 10 Jahre Garantie, was aber irrelevant ist, ob der Händler in Jahren noch existiert um eine Händlergarantie zu erfüllen, ist immer fraglich in dieser Branche, auch bei Rega würde ich keine Wetten abschließen, ob die in 10 Jahren existieren um eine Herstellergarantie zu erfüllen.

Bei einer Firma, die seit 1973 existiert kann man sehr wohl davon ausgehen.
Smoke_Screen
Stammgast
#45 erstellt: 16. Aug 2016, 21:54
Hatten wir das Thema nicht vor kurzem schon mal ? Wurde das nicht ausführlichst diskutiert ?

Und zwar in diesem Thread.


[Beitrag von Smoke_Screen am 16. Aug 2016, 21:57 bearbeitet]
Mikam
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 17. Aug 2016, 08:23
Hallo zusammen,

manchmal muss ich mich über einige Kommentare zu einem Thread sehr wundern. Carsten fragt nach, welchen Plattenspieler er nehmen soll und einige antworten, er solle sich doch erst einmal Gedanken darüber mach, ob er einen Plattenspieler braucht oder nicht und was überhaupt sinnvoll ist? Genauso gut könnten wir jetzt eine Diskussion über den Sinn des Lebens anstellen, es ändert aber nichts an der originalen Fragestellung.
Daher zurück: Einen neuen "kleinen" Rega oder einen älten "ausgewachsenen" Dual. Ich denke, man kann schon an den Wörtern in Ausrufezeichen sehen, welche Plattenspieler meiner bescheidenen Meinung nach zu präferieren sind. Schon in den 60er-70er Jahren wurden Plattenspieler gebaut, die sich gerade auch klanglich nicht vor den heutigen Modellen zu verstecken brauchen, abgesehen vom Design. Die heutigen Dreher sehen m.E. deutlich stylischer aus, klanglich und auch gemäß ihres Bedienkomforts hinken sie großenteils ihren älteren Kollegen nach.
Mein Rat daher: Ruhig einen älteren Dual "an Land ziehen", mit einem neuen System ausstatten (lassen) und genießen.
Weiter am Anfang wurde der Tipp zu einem AT 95 gegeben. Ja, als Anfängersysrem brauchbar und vor allem billig (hatte ich auch mal), wenn man allerdings in andere klangliche Regionen verstoßen will, darf's gerne etwas mehr sein. Ich kann nur von den Systemen berichten, die ich persönlich in Gebrauch hatte oder habe aber doch etwas mehr kosten würden. Wärmstens empfehlen kann ich ein Ortofon Vinylmaster Silber, ein Ortofon-Auslaufmodell, meines Wissens noch über 250 €. Aber hier hier sind auch noch andere, gute und wohlmmöglich auch billigere Systeme möglich.

Viele Grüße

Michael
theMic
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 19. Aug 2016, 19:23
ich muss hier noch kurz meine erfahrung mit dem RP1 teilen.
den hatte ich mal vor langer zeit mit Pearl tonabnehmer. gesamtpreis etwa 450 glaube ich - ganz ok, dachte ich.
dann habe ich einen Thorens TD 280 für 150 in der bucht geschossen. mir blieb fast die spucke weg, der der spielte den Rega an die wand! aber sowas von!!!
ruckzuck vom Rega verabschiedet... bin wieder bei alten Thorens Plattenspielern gelandet.

Rega RP1

Rega RP1
*Hwoarang*
Stammgast
#48 erstellt: 20. Aug 2016, 06:54
Wie würdest du den Unterschied beschreiben?
Verwendest du am Thorens den gleichen TA?
theMic
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 20. Aug 2016, 07:51
der klang des Thorens war wärmer und voller / voluminöser. der Rega, die kleine spanplatte klang irgendwie steril.
ich weiß nicht mehr welcher ta am 280 dran war. irgend ein standard.
an meinen jetzigen plattenspielern sind
- ein ortofon vm red am TD 160 MKII und
- ein shure M75 6s am TD 150MKII
8erberg
Inventar
#50 erstellt: 20. Aug 2016, 09:15
Hallo,

tja, nur das man Vergleiche mit dem gleichem System und sogar gleicher Nadel machen sollte...

Wir haben früher bei Blindtests die Nadeln getauscht zwischen den beiden Drehern, damit auch diese Differenz keine Rolle spielt.

Der Dreher macht vom Klang wenn er die Mindestanforderungen nach DIN 45 500 erfüllt vielleicht noch 2 - 3 % des Klangs aus, Tonarm ca. 10 %, der Rest ist System und Nadel (OK, System muss zum Tonarm passen).

Peter
.JC.
Inventar
#51 erstellt: 20. Aug 2016, 09:26

8erberg (Beitrag #50) schrieb:
System muss zum Tonarm passen


UND zum PhonoPre !!
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