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Tonabnehmer für Sony PS-X6?

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altesOhr49
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Feb 2016, 19:27
Hallo Freunde.

Ich will nun wieder meine alten Vinylschätzchen hören.
Mein Plattenspieler ist nach jahrelangem Nichtgebrauch nun aus der Reparatur zurück.
Die Geschwindigkeit pendelte. Nach Tausch von ein paar Kondis ist nun wieder alles ok.
Aaaaber...... ich habe etwas den Überblick bei den Abnehmern verloren.
Da sind:
Ortofon SL15E MkII
Ortofon VMS20EO MkII
und Sony XL15

Welches ist das qualitativ beste?
Mit den Daten bei Vinylengine bin ich überfordert.
Nach ca 20 Jahren ist wohl mal mindestens ein Nadeltausch fällig. Wohl nicht sinnvoll für das schlechteste.
Kann man die Nachbaunadel beim VMS für 25 Euro nehmen oder lieber das teure Original für 150 Euro?
Wie siehts bei den anderen aus?
Ach ja, falls wichtig,der Arm ist original.

Danke für eure Hilfe.

Herbert
evilknievel
Inventar
#2 erstellt: 01. Feb 2016, 23:08
Hallo.

das Sony XL ist das schwächste. Originalnadeln Fehlanzeige. Nachbauten sind aber ok, da das original auch keinen aufwändigen Schliff hatte.
Das VMS ist für deinen Dreher recht unpassend. Es bevorzugt leichte Tonarme. Der Sony hat einen mittelschweren.
Nachbaunadeln haben nicht den nackten Diamanten wie das Original und sind auch nicht so weich aufgehängt, weshalb es dann für den Sony wieder einigermaßen passt. Klanglich gegenüber dem Original sicher ein Rückschritt
Das SL 15E System kenne ich nicht. Dazu ist die Nadel nicht austauschbar. Retippen könnte man machen, aber ob das lohnt? Aber auch hier, eher zu hohe Compilance.
http://www.vinylengi...=¬es=&prlo=&prhi=

Alternativen:

Audio Technica AT120eb, At440mlb
Denon DL110
Sumiko Pearl

Gruß Evil


[Beitrag von evilknievel am 01. Feb 2016, 23:11 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 02. Feb 2016, 12:04
Der Einäugige unter den Blinden ist das VMS. Allerdings ist wie Du schon sagst eine Original-Ersatznadel ziemlich teuer und für das Geld gibt es definitiv Besseres. Ein AT120 kann ich jetzt nicht empfehlen, das klingt mir zu dünn, zu leblos. Mit einer der erhältlichen Aufrüstnadeln (bei mir eine ATN 140LC) sieht das wieder anders aus, aber dann bist Du preislich auch in einer ganz anderen Region... Wenn Du den Generator der AT 1xx Familie ohne Nadel auftreiben kannst, wäre das vielleicht ne Option, sonst eher nicht. Das AT440 wäre schon ganz gut. Allerdings verlangen die Audio Technikas nach einer niedrigen Abschlußkapazität von <200pF, wobei allein das Anschlußkabel des Drehers üblicherweise schon 100-150pF hat. Damit darf die Phonostufe / der Phonoeingang maximal 100pF haben, sonst klingt es zu hell.
Das Sumiko Pearl ist hier ein wenig gutmütiger aber auch nicht viel. Das Denon DL110 ist ein High-Output MC, dem die Kapazitäten herzlich egal sind. Es läuft aber auch am MM-Eingang obwohl es ein MC ist.

Gruß
Andreas
altesOhr49
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 02. Feb 2016, 17:42
Danke schon mal.

Dann wart ich noch bis Ende der Woche auf weitere Vorschläge.
Zum Glück eilt es nicht so sehr.
Mal sehen was die örtlichen Dealer so vorrätig haben.

Herbert
evilknievel
Inventar
#5 erstellt: 02. Feb 2016, 19:00
Viel mehr Vorschläge werden nicht kommen, außer du teilst dein Budget mit.

Hier noch ein Billigheimer:

http://www.ebay.de/i...1:g:cAoAAOSwGotWo1Ig

Ist der Vorgänger vom Sumiko Pearl, gleicher Nadelschliff und Pearl Nadeln passen auch drauf.
Straffer ausgeprägter Bass, sehr sauber in der Abtastung, Hochtonbereich könnte für mein Empfinden besser auflösen (Geschmacksfrage).
Benötigt eine recht lange Einspielzeit. Gefiel mir am Anfang überhaupt nicht bis dann nach 40 Alben der Hochton nicht mehr so verhangen klang.

Gruß Evil
altesOhr49
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Feb 2016, 19:12
Ok. Budget liegt um 500.-Euro.
Da sollte doch was brauchbares bei sein.

Herbert
evilknievel
Inventar
#7 erstellt: 03. Feb 2016, 10:54
Hallo,

das ist eine Hausnummer.
Welchen Verstärker benutzt du und hat er auch einen MC Eingang?
Mit diesem Budget kannst du fast aus dem vollen schöpfen und solltest kein Kompromisse eingehen, was Eingangskapazität am Verstärker angeht oder mit wieviel Ohm der MC Eingang daherkommt.

Ich selber kenne mich oberhalb der 250 Euro Region nicht aus und würde nur anhand von technischen Daten etwas dazu beisteuern können.

Gruß Evil
altesOhr49
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Feb 2016, 11:33
Am Vergleich der techn.Daten scheitere ich eben. Darum mein Hilfegesuch.

Verstärker: ELV Röhrenvorverstärker, nur MM. Kapazität oder Widerstand gehen aus der BA leider nicht hervor.

Für meine, doch schon recht oft gespielten, aus den 70ern habe ich mir gestern schnell noch das AT120eb geholt.
Heute morgen eingebaut, und......................... unglaublich, da sind ja Töne drauf die ich so lange nicht gehört habe.
Hey, das macht ja richtig Spaß.
Es wurde also allerhöchste Zeit für einen Wechsel.

Also, für die weniger gespielten, und noch neu anzuschaffenden Platten, muss noch ein zweites System her.


Grüsse
Herbert
akem
Inventar
#9 erstellt: 03. Feb 2016, 11:53
Im www.analog-forum.de wird ein Reson Reca mit (angeblich) nur rund 30h Laufzeit angeboten. Das ist ein sehr gutes MM auf Basis der Goldring 1xxx Familie.
Wenn es neu sein soll: entweder auch das Reca oder ein Ortofon 2M Black, welches mit ein bischen Suchen auch unter 500€ zu haben ist.

Gruß
Andreas
altesOhr49
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 03. Feb 2016, 16:57
Ok, da auch das Ortofon 2M Black genannt wurde, folgende Frage:

Worin besteht der Unterschied zwischen Shibata, nackt beim 2M Black und Fine Line, nackt beim 2M Bronze?
Die beiden klingen im Moment für mich interessant genug da beim örtlichen Dealer im Regal.

Herbert
akem
Inventar
#11 erstellt: 03. Feb 2016, 17:47
Der Fine-Line ist zwei, drei Klassen schlechter als der Shibata. Der Fine-Line ist klanglich kaum besser als die Ellipse, kostet aber empfindlich mehr und hält auch nur etwa 1,5 mal so lange, wie die Ellipse (etwa 1200h ggü. 800h). Imho die Nadel mit dem schlechtesten Preis-Leistungsverhältnis bei Ortofon...
Die Shibata bietet ggü. der Fine-Line und der Ellipse erheblich bessere Auflösung, erheblich geringere Abtastverzerrungen und hält etwa 2,5 mal so lang wie die Ellipse (etwa 2000h). Ja, das Black kostet erstmal viel Geld und ich hab mich auch lange geweigert, so viel Geld für ein MM auszugeben. Aber ich hab's getan und ich muß sagen, es ist das beste MM das ich kenne (imho auch besser als ein Nagaoka MP500 für schlappe 860€ auch wenn da die Luft schon dünn wird und das schon ein Stück weit Geschmackssache ist...). Und paradoxerweise hat es von allen mir bekannten Ortofon MMs (und ich hatte schon fast alle außer die DJ-Teile mal da) das beste Preis-Leistungs-Verhältnis Es kann sich durchaus mit einem Quintet Black messen und das kostet Liste immerhin 800€ und ist ein MC...

Gruß
Andreas
altesOhr49
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 06. Feb 2016, 12:26
Hi Freunde.

Da hab ich doch beim Aufräumen noch ein AT20SLa gefunden. Korrekt an Headshell montiert
Nadelschutz zu, dünne Schaumgummimatte drum, wackelfrei im Karton.

Wie ist das einzuschätzen?
Würde das an den Sony PS-6X passen?

Herbert


[Beitrag von altesOhr49 am 06. Feb 2016, 12:27 bearbeitet]
akem
Inventar
#13 erstellt: 06. Feb 2016, 12:37
Nominell ist das AT20 Sla ein hervorragendes System wenn die Nadel noch in Ordnung ist. Original-Ersatznadeln gibt es noch, sind aber nicht ganz billig...
Ich würde darauf achten, daß das Headshell einigermaßen leicht ist und daß die Phonostufe eine möglichst niedrige Eingangskapazität hat. Man sagt von diesem System auch, daß es davon profitiert, wenn der Eingangswiderstand der Phonostufe von 47 Kiloohm auf z.B. 68 Kiloohm erhöht wird.
Klanglich liegt es eher auf der schlanken Seite, es ist eher Feingeist denn Rocker. Geschmackssache, ob man es mag.

Gruß
Andreas
Smoke_Screen
Stammgast
#14 erstellt: 06. Feb 2016, 15:50
Ja nach verwendetem Headshell (6-11gr) liegt die effektive Masse beim PS-X6 so zwischen 12-16gr.
Sehr weich aufgehängte MMs mag der Arm nicht. Am besten sollte die Nadelnachgiebigkeit um 12-18µm/mN
liegen und das Eigengewicht des Tonabnehmers inkl. Schrauben zwischen 5-8 gr. liegen.
Dann liegst du auf jeden Fall im grünen Bereich. Jedenfalls theoretisch.
Praktisch ist der Arm nicht so ein Sweet-Spot Teil und läßt sich mit allem gut gebrauchen was nicht explizit
für einen sehr leichten oder sehr schweren Arm gedacht ist. Die erwähnten AT440MLb und DL110 werden
gut an dem Arm werkeln.
altesOhr49
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 06. Feb 2016, 16:39
@ Smoke Screen

Sind die von dir angegebenen Gewichte Erfahrungswerte?
Sonst komm ich nämlich in Verlegenheit.
Das Sony Service Manual gibt an:
Shell Weight 10,5 g (Ich habs Original)
Cartridge Weight Range 2,5 - 9,5g bzw. 8 - 14,5g (with extra Weight) Das wären max. 24g??????

Das verwirrt mich jetzt doch etwas.

Herbert
evilknievel
Inventar
#16 erstellt: 06. Feb 2016, 17:33
Hallo,

das kommt schon hin.
Man nimmt ca. 15 Gramm für den Tonarm inklusive Headshell an und ist damit im mittelschweren Bereich.
Ein AT20Sla bevorzugt aufgrund seiner hohen Nadelnachgibigkeit Tonarme bis ca 9,5g die als leicht oder ultraleicht gelten.
Um es für den Sony passend zu machen, bräuchtest du ein sehr leichtes Headshell.

Gruß Evil
Smoke_Screen
Stammgast
#17 erstellt: 06. Feb 2016, 20:40

altesOhr49 (Beitrag #15) schrieb:
@ Smoke Screen

Sind die von dir angegebenen Gewichte Erfahrungswerte?
Sonst komm ich nämlich in Verlegenheit.
Das Sony Service Manual gibt an:
Shell Weight 10,5 g (Ich habs Original)
Cartridge Weight Range 2,5 - 9,5g bzw. 8 - 14,5g (with extra Weight) Das wären max. 24g??????

Das verwirrt mich jetzt doch etwas.

Herbert


Effektive Masse ist nicht gleich dem Gewicht. Näherungsweise lässt sich die effektive
Masse mit Hilfe einer elektronischen Waage,einem Bandmaß und z.B. Luckydogs Excelsheets
aus dem Vinyl Engine Forum kalkulieren. Auf diese Weise hab ich auch die oben genannten
Werte ermittelt. Selber messen ist imho besser als auf Hörensagen Dritter angewiesen zu sein.
Das AT20SLa ist aufgrund seiner eigenen Parameter (hohe Nadelnachgiebigkeit bei hohem Eigen-
gewicht) besser für leichte Tonarme mit einer effektiven Masse unter 10gr. geeignet. Wohlgemekt
inklusive Headshell. Also eher etwas für z.B. ADC LMF-2 oder Black Widow als für den Arm des
PS-X6. Andererseits gibt es sehr gute MMs wie z.B. das Sony XL-35 das gut zum Sony Arm passt.


[Beitrag von Smoke_Screen am 06. Feb 2016, 21:00 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 06. Feb 2016, 23:26
Nabend, Herbert !

Ganz anderer Gedankengang:

Laß' Dir das Ortofon SL15E MKII von Herrn Göttmann oder Herrn Schürholz mit einer elliptischen Nadel retippen und kaufe Dir zusätzlich einen ordentlichen Preamp mit niederohmigem MC-Eingang.

Nach korrekter Justage und dem anschließenden analogen Sonnenaufgang wirst Du für lange Zeit keine Systeme bis ca. 500,00 Euro benötigen.

MfG,
Erik
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