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Vinyl Essentials von Image Hifi: Verstehe die Anleitung nicht

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**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jul 2016, 12:23
Moin,
ich habe mir die besagte Testschallplatte von Image Hifi gekauft. Schön und gut, aber ich verstehe teilweise die Anleitungen nicht. Ich finde die Anleitungen ehrlich gesagt total verklausuliert und unklar. Begriffe werden nicht "richtig / vollständig" erklärt. Also ...

a) Was wird mit Track 3 und 4 "Übersprechtest" bewirkt? Wie macht man das genau?

b) Track 6 "Tonarm/System Resonanztest": Wann ist die richtige Einstellung gefunden? Wenn das System wackelt und jaulende Geräusche macht oder wenn das System eher ruhig in den Rillen läuft und der Ton etwas weniger jault?
Kann mir da jemand weiterhelfen? Wäre nett.

Grüße Karl
juergen1
Inventar
#2 erstellt: 23. Jul 2016, 18:57
Hallo Karl, der Resonanztest zeigt dir die Resonanzfrequenz deines Gesamtsystems.
Bei einer bestimmten Frequenz hörst du (die stärksten) Verzerrungen, und das ist dann eben die gesuchte Resonanzfrequenz. Einstellen kannst du da nichts. Nur überprüfen, ob sie im Rahmen liegt.
Gruß
Jürgen
Bepone
Inventar
#3 erstellt: 24. Jul 2016, 07:43
Hallo,

im Resonanzfall sieht man den Tonarm samt Tonabnehmer sogar sehr deutlich schwingen, mitunter fliegt er dann aus der Rille.
Die Resonanzfrequenz soll, meiner Erinnerung nach, zwischen 6 und 10Hz liegen. Ansonsten ist eine ungünstige Tonarm-Tonabnehmer-Kombination verbaut.


Gruß
Benjamin
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Jul 2016, 08:39
Aha (man lernt doch nie aus),

ich habe vier verschiedene Plattenspieler-Checks (mit jeweils verschiedenen Tonarmen und Systemen) gemacht. Dabei wackelten die Systeme stets bei ca. 10 bis 8 Hertz am stärksten. Bei 6 Hz wurde es dann merklich ruhiger.

*** Bedeutet das nun, dass alles okay ist, wenn es zwischen 8 - 10 Hz. besonders jault und wackelt? ***

Na ja, und dann habe ich den Abtasttest (Track 5) gemacht. Schön ist, dass man hier das Antiskating gut einstellen kann. Überrascht war ich, dass meine alten Thorens-Tonarme offensichtlich recht gut sein müssen, denn die Skala der Antiskating-Einstellung passte ziemlich genau zur eingestellten Auflagekraft. Bei Rega-Armen (RB 251) ist das nicht so genau.

Dann habe ich außerdem die Abtastfähigkeit von drei Systemen geprüft: Meine Nagaokas (150 und 110) und mein Audio Technica F7 schaffen ca. 80 Mü, während mein Ortofon M2Blue bereits bei 50 Mü anfing zu resonieren. Mit weiteren AS-Einstellungen waren beim 2MBlue maximal 60 Mü verzerrungsfrei machbar (jeweils am RB251). Das hat mich schon ein bisschen "geschockt".

Könntet ihr bitte noch einmal auf meine o.g. Frage (siehe ***) Bezug nehmen?

Besten Dank und schönes WE
Grüße Karl
ParrotHH
Inventar
#5 erstellt: 24. Jul 2016, 09:18

**Turntabletuner** (Beitrag #4) schrieb:
*** Bedeutet das nun, dass alles okay ist, wenn es zwischen 8 - 10 Hz. besonders jault und wackelt? ***

Kurz: ja!

Unter 8Hz sollte es allerdings nicht mehr resonieren.

Dann habe ich außerdem die Abtastfähigkeit von drei Systemen geprüft: Meine Nagaokas (150 und 110) und mein Audio Technica F7 schaffen ca. 80 Mü, während mein Ortofon M2Blue bereits bei 50 Mü anfing zu resonieren. Mit weiteren AS-Einstellungen waren beim 2MBlue maximal 60 Mü verzerrungsfrei machbar (jeweils am RB251). Das hat mich schon ein bisschen "geschockt".

Du meinst sicher "verzerren" und nicht "resonieren" oder?

Beim 2m Blue gebe ich zu bedenken, dass es deutlich höhere Ausgangsspannungen liefert, also "laut" ist. Je nach Kombi von nachgeschaltetem Vorverstärker/Verstärker, kann das zu Übersteuern führen. Das war z. B. bei mir mit dem 2m der Fall, weil der genutzte Aux-Eingang (aus dem Kopf) eine Empfindlichkeit von 0,5V aufweist, statt 2V wie die anderen Hochpegeleingänge, und der Trigon Vanguard eine recht hohe Mindestverstärkung von 42dB hat.

Parrot
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Jul 2016, 09:29
Vielen Dank, Parrot!
Ja, natürlich meine ich "verzerren" - bezogen auf das 2MBlue. Ansonsten klingt es recht gut am Rega-Arm - finde ich.

Mal `ne andere Sache: Ich habe gesehen, dass du aus Hamburg (wg. HH) kommst. Vorgestern war ich bei Saturn in der City. War überrascht über die super Vinyl-Auswahl. Preislich ist soweit auch alles okay!

Grüße Karl
ParrotHH
Inventar
#7 erstellt: 24. Jul 2016, 09:41
Ja, der Saturn hat schon eine recht große Auswahl. Auf der anderen Seite haben sie die Klassik-Abteilung praktisch halbiert. Das habe ich dem Laden ECHT übel genommen.

Außerdem bin ich eher der 2. Hand Käufer. Mein Revier ist die Schanze. Allein am Schulterblatt sind 3 hervorragende Plattenläden, das Zardoz, Rekord.net und Slam. Von da aus kann man ins Karo-Viertel laufen, wunderschöner Spaziergang, da kommst Du bei Hanseplatte vorbei. Am Samstag ist da auch immer großer Flohmarkt, wobei da keine Schnäppchen zu erwarten sind. Im Karoviertel gibt es auch ein paar Plattenläden, habe ich aber gerade nicht im Kopf.

Du siehst: obwohl ich tendenziell eher "durchgespiesst" bin, ist mein Hamburg nicht das der schnöseligen Hanseaten, sondern das bunte versiffte der Alternativen, deren Schrecken ich trotz allem bin.

Parrot
kinodehemm
Inventar
#8 erstellt: 24. Jul 2016, 09:41
Moin

der 'abtatstest' ist keine schlussendliche 'Bewertug' des TA, es gibt günstig TA, die 90u und mehr abtatsten, und teure MCs, die bei 60u die Flügel strecken.
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Jul 2016, 10:01
Jo, ich weiß Bescheid! Bei Zardoz habe ich auch schon echte Schätze gefunden. Vor vielen Jahren bereits. Auch an der Kieler Str. kann man fündig werden. Und was die Hamburger betrifft: ... "Dor kann jeder eener moken, wat he will." Ob Spießer oder Freak - dat is`mir egal. Hier in Lüneburg gibt es zumindest einen guten Laden: Sonic Sound.
Grüße Karl
akem
Inventar
#10 erstellt: 24. Jul 2016, 10:09
Zum Antiskating zwei Anmerkungen:
- Die Einstellung, die man mit gängigen Testplatten erzielt, sind nicht selten falsch! Der Test mit der blanken Plattenoberfläche ist sowieso Murks weil die Reibung der Nadelspitze auf der blanken Platte und die Reibung der Nadelflanken an den Rillenflanken zwei Paar Stiefel sind. Aber auch die bespielten Testtracks verleiten dazu, die Einstellung für absurde Pegel zu optimieren, was bei normalen Platten (die in der Regel unter 60µ bleiben) dann viel zu viel ist und zu vorzeitigem einseitigen Nadelverschleiß führt.
- Die Skalierung der Rega-Tonarme war früher (Generation RB250) immer falsch - etwa um den Faktor 2 zu hoch. Da, wo die 1 steht, sollte eigentlich eine 2 stehen...
- Das benötigte Antiskating ist meiner Erfahrung nach auch eine Frage des Nadelschliffs. Je schärfer die Nadel (also je kleiner der horizontale Verrundungsradius ist) desto weniger Antiskating braucht man meiner Meinung nach. Ich habe schon Tonabnehmer mit scharfen Schliffen gebraucht gekauft, bei denen die platten-äußere Nadelseite komplett abrasiert war, während die Seite richtung Plattenmitte noch nagelneu aussah... Gute Erfahrungen habe ich mit folgenden Startwerten gemacht:
- Rundnadel: AS = AK (AS: Antiskating, AK: Auflagekraft)
- elliptische Nadel, Fine-Line: AS = 0,8 x AK
- scharfe Schliffe: AS = 0,6 x AK
Davon ausgehend dann nach Gehör optimieren (mit realer Musik!): gibt es eine stabile Stereomitte und sind beide Seiten gleich laut?

Gruß
Andreas
mkoerner
Stammgast
#11 erstellt: 24. Jul 2016, 10:16
Die Aussagen von Andreas kann ich aus eigener Erfahrung unterstützen. VanDenHul sagt ja das selbe...

Mike
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 24. Jul 2016, 11:02
Danke für den Hinweis,
das probiere ich heute Abend mal aus. Wäre ja schade, wenn man sich die teuren Nadeln versaut.

Grüße Karl
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