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Schulnoten für Tonabnehmer

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.JC.
Inventar
#1 erstellt: 07. Okt 2016, 15:17
Hallo zusammen,

die Idee dazu kam mir bei diesem Beitrag von Andreas:

akem (Beitrag #...) schrieb:

- Cadenza Bronze
- Cadenza Blue
- Rohmann
- Rondo Bronze
- MC 70
- Quintet Black
- 2M Black
Und es gibt noch ne ganze Menge mehr, die ich mal hatte...
Gruß Andreas


da hab ich mir sofort gewünscht, dass da Noten hinter stehen.


was ich von meiner Seite anbieten kann sind die Audio Technica Ta der AT 100 Series:

das AT 100 E = 3 - ordentliche Einstiegsklasse

AT 120 E = 2-3 - schon ganz gut, reicht eigentlich

das AT 135 E (NOS Nadel auf AT 120 E (von 2012) = 2 - da fängt es an Laune zu machen, die Musik wird deutlich deutlicher

das AT 140 LC (NOS wie oben) = 1,4 - da denkt man, ach so, das steckt also noch in der Rille (denkt man eh jeweils)

das AT 150 E (NOS w.o.) = 1,5 - brlliant und sehr klar, etwas zu hell (mein Klassik Ta)

das AT 150 MLX (2014) = 1,3 - doch noch ein Tickchen mehr Auflösung und Präzision (es spielt einfach das, was in der Rille ist)

das AT 155 LC (1982) = 1,2 - wie das MLX, aber etwas runder, gefälliger, mit mehr Swing sozusagen

und das ist auch mein Hör Ta (in CH), in SB höre ich mit dem 150 MLX
akem
Inventar
#2 erstellt: 07. Okt 2016, 15:56
Wenn ich schon zitiert werde...
Nach dem Schulnotensystem und gemessen an dem, was schlechte Tonabnehmer so von sich geben, haben alle auf ihre Art eine glatte 1 verdient. Die schlechteren Ortoföner hab ich alle wieder verkauft wobei da auch welche dabei waren, die gar nicht sooo schlecht waren...

Ich schreib mal ne kleine Kurzkritik in Prosaform zu allen Ortofönern, die ich mal hatte und an die ich mich einigermaßen gut erinnern kann. Quasi nen kurzen Testbericht.
Zuerst die, die ich noch habe:
- Cadenza Bronze: Spielt bei mir "artgerecht" an einem Ortofon-Arm neueren Datums mit dynamischer Auflagekraft. Spielt extrem sauber und verzerrungsarm, dabei hoch auflösend (Replikant-Schliff halt). Dabei sehr sachlich und neutral wobei es aber durchaus den Spaß an der Musik nicht unterdrückt. Tonarmempfehlung oberes Ende von mittelschwer bis unteres Ende von schwer.
- Cadenza Blue: Spielt bei mir an einem SAEC-Arm (W308 oder so ähnlich). Ähnlich dem Bronze wobei es ein bischen mehr "rockt" und ein bischen "dreckiger" spielt. Der Gyger löst halt nicht ganz so gut auf und macht mehr Abtastverzerrungen. Dafür aber auch spürbar billiger. Tonarmempfehlung dito.
- Rohmann: Tja, ein System an dem sich die Geister ein wenig scheiden. Klingt mir ein bischen zu blutleer weshalb ich es derzeit nirgends montiert habe. Löst sehr gut auf, ist aber ein wenig auf der nervösen Seite. Tonarmempfehlung eher schwer und gut bedämpft.
- Rondo Bronze: Ist auch etwas kratzbürstig an nicht ganz so guten Armen, an gut bedämpften Armen aber nicht. Klingt recht kraftvoll von unten raus, Auflösung gut aber nicht "auf dem Silbertablett".
- MC 70: Älteres, nicht mehr erhältliches System mit Keramikbody und Replikant-Schliff. Spielt bei mir an einem Jelco 750 (9"-Version" auf einem Thorens TD321. Eine Kombi mit der man glücklich werden kann. Spielt auch sehr hoch auflösend ohne die geringste Nervosität, die Details klingen einfach wie selbstverständlich. Untenrum nicht zu viel und nicht zu wenig, eher neutral. Schade, daß es das nicht mehr neu gibt...
- Quintet Black: "Alte" Version mit Bor-Nadelträger. Eines der wenigen MCs, die an mittelschweren Armen wirklich gut klingen (bei mir an einem Technics M1). Klingt auch ein bischen energischer von unten raus, dabei aber doch tonal geschlossen bei guter Auflösung.
- 2M Black: Sehr ähnlich dem Quintet Black - deswegen schreib ich gerne mal, daß es sich mit guten MCs messen kann.

Systeme, die ich nicht mehr habe:
- OM5: Hab ich nur mal der Mutter eines Kumpels auf nen Dual geschraubt, die partout nicht mehr ausgeben wollte (die wollte sich schon nen Auna kaufen... ). Klingt grottenschlecht, sehr verzerrt, kaum Hochton.
- OM10: Die Wundertüte, da kann man von Hifi bis Mittelwellenradio alles erwischen wobei es die besseren Exemplare wohl vornehmlich in den 80ern zu kaufen gab. Hab ich vor ein paar Jahren für den Verkauf eines Dual 620 gekauft und da hat es mich doch recht enttäuscht.
- OD2: War (angeblich) eine selektierte Version des OM20, hatte ich als Schüler und später nochmal als Student. War ganz okay, ich kannte aber auch nicht besonders viele andere TAs...
- VM Red: Klang mir zu nervös und kratzbürstig, hab ich dann durch Nadelupgrade zum VM Silver gemacht.
- Super OM20: dito, ist ja auch das Gleiche in grün...
- VM Silver: Am richtigen Dreher macht es durchaus Spaß, kann aber auch gepflegte Langeweile vermitteln. Immerhin klingt es recht sauber.
- OM40: dito (ist ja auch das gleiche System in anderem Plastik)
- (Super) OM30: Klangen mir zu langweilig und zu wenig Auflösung, immerhin nicht ganz so kratzbürstig wie das VM Red (/OM20) aber trotzdem deutlich hörbare Abtastverzerrungen (wenn man Besseres gewöhnt ist).
- MC1 turbo: erstes Exemplar (hab ich als Student als Nachfolger für das OD2 gekauft): klang miserabel, klang wie eine Kassettenaufnahme ohne Dolby, die mit Dolby B abgespielt wird (kaum Höhen, seltsam komprimiert); hab ich dann reklamiert und an Ortofon geschickt, die haben es gemessen und für gut befunden, den Rückversand hat es dann nicht mehr überlebt (Ortofon hat mir dann kulanzhalber aus Ersatzteilen wieder ein OD2 aufgebaut...). Zweites Exemplar deutlich späteren Datums: naja, eher langweilig, kaum Auflösung, immerhin deutlich besser als das erste Exemplar.
- MC3 turbo: hab ich mir mal neu gekauft, hab es nach 10min wieder abgebaut und verkauft... Sagt alles, oder?
- MC25E: naja, klang irgendwie füllig aber auch etwas lahm und wenig spielfreudig und ohne echten Tiefbaß (auf verschiedenen Armen unterschiedlicher Masse - bevor jemand fragt...)
- MC Nr.2: je nach Tonarm sehr anständig bis grottenschlecht; auf einem Thorens TP90 (am TD2001) so ne Art Best-Match, da klang es echt gut, später hab ich es mal an einem SME312 gehabt, da hat es seltsam verfärbt
- Valencia: erstes Exemplar: extrem biestig, je nach Tonarm gingen die Ergebnisse von grottenschlecht bis sehr anständig: an einem Feickert DFA105 klang es ganz manierlich, obenrum halt etwas unterbelichtet, untenrum etwas zu viel Schub mit deutlicher Tendenz zum One-Note-Bass, an einem SME312 hat es geklungen, als hätte man bei der 3-Wege-Box den Mitteltöner um 30dB gedämpft und den Hochtöner komplett abgeklemmt... (ich hab's auch reklamiert und hab dann ein Vorführsystem über meinen Händler bekommen - das war witzigerweise keinen Deut besser); hab ich dann verkauft und der Käufer war wohl glücklich damit; später hab ich mir neugierdehalber nochmal ein Gebrauchtes gekauft, das war deutlich besser, auch wenn es oberum trotzdem deutlich gefehlt hat (Fine-Line-Schliff halt...)
- SPU Royal N: wollte ich gebraucht kaufen, der Verkäufer hat es mir fairerweise vorher zum Testen überlassen; hat mir klanglich nicht so sehr gefallen auch wenn es nicht wirklich schlecht war, da hat mir einfach Spielfreude gefehlt
- X5-MC: war ganz gut, kernig von unten raus, gute aber nicht überragende Auflösung und Abtastverzerrungsniveau; noch im Handel befindliche Restexemplare sind aber imho etwas zu teuer

So, das waren so meine Erfahrungen mit Ortofon-Tonabnehmern...

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 07. Okt 2016, 16:02 bearbeitet]
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