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Motor laufen lassen??

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Beitrag
floehr2002
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Nov 2004, 15:38
Hallo,

ich habe einen älteren Audio-Linear TD4001-Super.
Da ich den Motor schonen möchte frage ich mich im Moment, ob es sinnvoller ist, ihn immer wieder an und aus zu schalten, wenn ich zum Beispiel mal für eine Stunde oder zwei CD hoere, oder ob ich ihn tagsüber nach der ersten Platte einfach laufen lassen soll. Der Motor gehört glaube nicht zu den Drehmomentstarken(Teller braucht schon 20-30 Sekunden um auf Speed zu kommen).

Schon mal Danke

Frank
jogi-bär
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 12. Nov 2004, 19:57
Also ich hab ehrlich gesagt speziell von Plattenspieler-Motoren wenig Ahnung.

Ich weiß aber von "normalen" kleinen Elektromotoren (RC-Modellbau) dass sich mit der zeit die Köhlen runterschleifen etc...

Also wie gesagt ich hab nicht wirklich Ahnung davon, aber ich würde meinen nicht "sinnlos" so lange laufen lassen.
Für 10 Min oder so denk ich schon, aber länger?

Hoffentlich gibt hier jemand ne Antwort der sich auskennt, würde mich auch interesieren...
Arminschen
Stammgast
#3 erstellt: 12. Nov 2004, 22:14
Hallo!

Mein Thorens Td 520 läuft seit 14 Jahren fast ununterbrochen!!
Bei manchen Platten schaltet er sich am ende ab, Hochlaufzeit danach 5 s!

Arminschen
Wolfgang_K.
Inventar
#4 erstellt: 12. Nov 2004, 23:41
Diese Motoren in den Thorens-Spielern haben keine Kollektoren die sich abnutzen, die Dinger haben eine unbegrenzte Lebensdauer, genauso wie die Motoren in den ReVox-Maschinen. Da ist auch der Grund warum Plattenspieler 14 Jahre und länger laufen. Kollektoren würden nur Störgeräusche fabrizieren, außerdem verschlechtert sich der Gleichlauf durch Reibung.
floehr2002
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Nov 2004, 10:28
Hmm,
und was heißt das jetzt für meinen Audio-Linear??

Habe leider gerade keine Zeit, werde versuchen über den Motor etwas zu erfahren, dürfte aber schwierig sein.
Halt, in meinem Prospekt steht:
Synchron-Langsamläufer - 24 Pol
Der Teller wiegt 5,5 kg (Alu)

Gruß Frank
Telium
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Nov 2004, 17:00
Hi Arminschen,
14 Jahre ununterbrochen!!! Also ungefähr 12 kW/h Stromverbrauch nur wegen dem Plattenspieler boahh ehh

Chris
Genau
Stammgast
#7 erstellt: 13. Nov 2004, 22:05
@floehr2002

Dem Motor sollte es nichts ausmachen ihn laufen zu lassen, da ist nicht viel was sich abnutzen könnte.

Also ich hab noch nie einen Plattenspieler gesehen, der mit einem Gleichstrom- bzw. Universalmotor angetrieben wird, die haben entweder Asynchron- oder Syncronmotoren.
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 13. Nov 2004, 23:05
Moin Genau,

Asynchronmotoren sind meines Wissens bei Plattenspielern keineswegs üblich - vielmehr wurden und werden hier Synchronmotoren oder eben geregelte Gleichstrommotoren verwendet.
Gerade die Gleichstrommotoren mit Servoregelung wurden in den 70ern als Durchbruch beworben.

Viele Grüße sendet

Brent
Genau
Stammgast
#9 erstellt: 13. Nov 2004, 23:16
Ältere Plattenspieler haben so gut wie immer Asynchronmotoren, halt alle die direkt mit Netzspannung laufen.
Wolfgang_K.
Inventar
#10 erstellt: 13. Nov 2004, 23:42
Asynchronmotoren (sogenannte Kurzschlußläufer) haben in ihrem Rotor (der drehbare Teil mit der Motorachse) eine eingebaute Spule. Sobald jetzt von der Feldspule des Ständers ein Magnetfeld aufgebaut wird, induziert die Spule im Rotor ebenfalls ein Magnetfeld das auf das Magnetfeld in der Feldspule des Ständers abstossend wirkt, der Rotor setzt sich in Bewegung. Dieses Prinzip braucht keine Kollektoren und keine Stromabnehmer, und ist nur für kleinere Motorleistungen ausgelegt. Die Spulen sind so angeordnet das die Spannung dem Magnetfeld zeitlich hinterher läuft(Asynchronizität). Asynchronmotoren sind von der Netzfrequenz in weiten Bereichen unabhängig. Nachteile: sie sind schwer und wuchtig. Diese Wechselstrommotoren haben sich in der Tonbandtechnik ausgesprochen bewährt, einige Firmen wie Dual (HS 30) hatten sie auch in den Plattenspielern verbaut. Für Kassettenrekorder sind diese Art von Motoren allerdings ungeeignet, dafür entwickelte man dann diese elektronischen Servo-Motoren, die mit Gleichstrom betrieben wurden. Die 24 poligen Asynchromotoren bei Thorens-Plattenspielern sind nichts weiter als eine Weiterentwicklung von diesen Asynchronmotoren. Die Netzteile an den Thorensdrehern liefern alle Wechselstrom für den Player.
BillBluescreen
Stammgast
#11 erstellt: 13. Nov 2004, 23:48
und wie funktionieren sychronmotoren? mag das auch noch wer erklären, würd mich grad ma interessieren
directdrive
Inventar
#12 erstellt: 14. Nov 2004, 01:04
Hallo nochmal,

sorry, für eine physikalisch korrekte Beschreibung der Funktionsweise von Synchronmotoren reicht es bei mir nicht, bleibt mir nur der Verweis auf's selber-googeln.

Ansonsten bin ich gern bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen - aber in welchen Thorens Drehern sind denn 24-Volt Asynchronmotoren verbaut? 24 Volt sind mir durchaus von den Motoren der späten 3xx und x001 Modelle ein Begriff, aber in der Regel sprach der Hersteller - sowohl Thorens als auch Berger - ausdrücklich von Synchronmotoren.

Außer Elac, PE und manchen Duals sind mir bisher noch nicht sooo viele Plattenspieler mit Asynchronmotoren begegnet, zumindest nicht im Hifibereich.

Viele Grüße sendet

Brent
floehr2002
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 14. Nov 2004, 13:19
Danke erstmal,

die tech. Beschreibung eines Synchronmotors würde ich allerdings auch gern lesen.
Hat von euch schon mal einer was von Audio-Linear gehört?
Meines Wissens nach wurde der normale TD 4001 durch Transrotor unterbunden, da er eine ziemlich deutliche Kopie war.
Vermutlich würde auch ein neuer Riemen nicht schaden, dürfte aber, da es die Firma nicht mehr gibt auch nicht ganz leicht werden. Gibt es Hersteller die Riemen nach Wunsch herstellen?

Gruß Frank
Genau
Stammgast
#14 erstellt: 14. Nov 2004, 18:59
Dann Probier ich es mal:
Ein Syncronmotor hat auf dem Läufer Permanentmagneten wechselnder Polung. Somit richtet sich der Rotor immer nach dem Magnetfeld der Statorspulen aus. Baut man nun ein Drehfeld (man braucht halt min. 3 Spulen und Drehstrom) auf, bewegt sich der Rotor mit genau der gleichen Frequenz mit, vorrausgesetzt er schafft es mitzukommen. Einen Syncronmotor muß man eigentlich immer aktiv ansteuern, d.h. man muß das Dehfeld immer der Drehzahl des Rotors anpassen.
DB
Inventar
#15 erstellt: 14. Nov 2004, 19:02

Einen Syncronmotor muß man eigentlich immer aktiv ansteuern, d.h. man muß das Dehfeld immer der Drehzahl des Rotors anpassen.


Nicht unbedingt, man kann den Motor auch einfach netzsynchron laufen lassen. Der Anlauf ist simpel: asynchron. Wenn die Drehzahl hoch genug ist, wird der Läufer in den Synchronlauf hineingezogen.

MfG

DB
s_m_e
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 15. Nov 2004, 12:04

floehr2002 schrieb:
Danke erstmal,

die tech. Beschreibung eines Synchronmotors würde ich allerdings auch gern lesen.
Hat von euch schon mal einer was von Audio-Linear gehört?
Meines Wissens nach wurde der normale TD 4001 durch Transrotor unterbunden, da er eine ziemlich deutliche Kopie war.
Vermutlich würde auch ein neuer Riemen nicht schaden, dürfte aber, da es die Firma nicht mehr gibt auch nicht ganz leicht werden. Gibt es Hersteller die Riemen nach Wunsch herstellen?

Gruß Frank


das audio-linear-laufwerk ist in anlehnung an den transcriptor "saturn" von einer kleinen belgischen firma seinerzeit gebaut worden.
bei mir läuft er seit jahren sehr zufriedenstellend.
ersatzteile passen vom "saturn", da er fast baugleich, teilweise sogar mit original transcriptorteilen aufgebaut ist.
einen antriebsriemen hab ich auch schon erneuert.
bestellt direkt bei transcriptor; http://www.transcriptors.co.uk/


übrigens für alle plattenspielerinteressierten.
auf dieser seite entdeckt ihr ein laufwerk mit einer aussergewöhnlichen konstruktionsidee; hier ist der tonarm fest und unbeweglich mit dem chassi verbunden. der plattenteller selbst wird unter der nadel hin und hergeführt....
floehr2002
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 15. Nov 2004, 16:34
Danke S_M_E

werde dort sofort einen Riemen oder zwei ordern, habe irgendwo in USA einen gefunden, der mehr als das doppelte kosten sollte.
Läßt du deinen Motor an? Nachts auch?

Gruß Frank
s_m_e
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 16. Nov 2004, 08:16
nein.
der motor hat weder kohlen noch kollektor die abnutzen könnten. ausserdem könnte man ja jederzeit bei transcriptor nen neuen kaufen.
die plattentellerachse läuft auf einem teflonplättchen in einer auf passung gefertigten, ölgetränkten hülsenführung. diese konstruktion ist schon abnutzungsgefährdet.

mein plattenteller braucht ca. 5 umdrehungen um auf "endgeschwindigkeit" zu kommen. aber ich denke das war von anfang an so und gehört auch so. ( is schließlich ja auch kein kreissägenantrieb. )

übrigens; mein antriebsriemen hat rund 22 jahre gehalten.
dann war er so geweitet das die motorseitige antriebsscheibe beim anschalten durchrutschte.

leider musst du zu den 12 fund kaufpreis nochmal ca. dieselbe summe an gebühren für die auslandsüberweisung einrechnen. aber die lieferung klappte schnell und zuverlässig. man antwortete sofort auf meine e-mail anfrage und war sehr hilfsbereit und freundlich. und das, obwohl es sich nur um ein "konkurenzgerät" handelte. sowas ist heutzutage, zumindest für 12 takken umsatz, nicht unbedingt selbstverständlich.

floehr, was für ein system fährst du, und an welchem arm?
bei meinem grado system höre ich manchmal störgeräusche die anscheinend von den "plattentellergewichten" verursacht werden. anscheinend sind es induktive spannungen die ein rythmisches "wummern" verursachen.
beim alten goldring, shure und ortophonsystem ist dagegen ruhe im karton.
floehr2002
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 16. Nov 2004, 18:19
Hallo S_M_E

wie oben erwähnt nennt sich meiner TD 4001 Super, das "Super" steht für den großen Plattenteller des 5001/6001/7001 (Vollalu ca 5,5kg). Daher kann ich natürlich nix zu Störgeräuschen durch die Plattentellergewicht sagen. Ich habe einen Excel ES-1000 Tonarm (Einpunkttonarm der preislich wohl zwischen einem Rega 250 und einem SME 3009 liegt. Da der Vorbesitzer diesen gegen den 3009 getauscht hat, wird er im wohl besser gefallen haben. Ist schon ein hübsches Teil, mit eingbauter Dosenlibelle und klasse Justiermöglichkeiten. Als Abnehmer ist ein Denon DL 300 eingebaut. Gefällt mir sehr gut, nicht zu analytisch (würde mit meiner BM12 nicht passen). Kann man aber nicht mehr kaufen, daher muß ich erst mal sehen, was in einer angemessenen Preisklasse ähnlich gefallen könnte.
Ist das Grado viel schwerer oder leichter als die anderen? Vielleicht fällt eine durch die Gegengewichte ausgelöste Resonanz mit der Eigenresonanz des Tonarm zusammen, die der Abnehmer durch sein Gewicht evtl. beeinflußt??? (graue Theorie)

Der Motor paßt auch??
Welche Teile noch?

Gruß Frank
s_m_e
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 17. Nov 2004, 08:36
salve.
eigenresonanz eher nicht, die störgeräusche sind auch da wenn der tonarm an der stelle über der platte schwebt. ich schätze mal einfach das das grado schlecht gegen äußere einflüsse geschirmt ist.

der motor sollte auch passen. es gibt 50-, und 60hz motoren, was wohl die theorie von DB bestätigt.

aber wie gesagt; e-mail einfach deine wünsche zu transcriptor. in meinem fall waren die sehr hilfsbereit und fair.
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