Elac Plattenspieler Information?

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Don_Stracciatella
Neuling
#1 erstellt: 01. Jan 2005, 23:49
Hallo!

Bin ein Audio-Frischling und suche Informationen zu Plattenspielern von Elac, zu den einzelnen Modellen. Am liebsten natürlich sowas im Stil der Dual- und Thorens-Beratungen hier im Forum.

Wie sieht es ansonsten allgemein mit Elac Plattenspielern aus? Gute Qualität, oder sollte man die gleich vergessen?

Vielen Dank,

Don
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 02. Jan 2005, 00:38
Elac war schon damals eine gute Marke. Allerdings bei Drehern hart am Geschmack der Zeit, mit Vollautomaten usw. Heute schätze ich Elac als Lautsprecherhersteller.
RealHendrik
Inventar
#3 erstellt: 02. Jan 2005, 02:43
*grins* Was anderes produziert Elac (leider) auch nicht mehr...

Gruss,

Hendrik
Don_Stracciatella
Neuling
#4 erstellt: 02. Jan 2005, 15:49
Jo, deshalb stand ich den Plattenspielern von Elac von vorneherein erstmal skeptisch gegenüber. Wenn sie sich völlig aus dem Geschäft für Abspielgeräte zurückgezogen haben, dann wird das schon seinen Grund haben, dachte ich mir...
Und selbst auf deren Homepage verraten sie nicht, dass sie auch mal was anderes als Boxen gemacht haben...

Bekommt man denn noch Ersatzteile für Elac-Dreher?

Gruß,

Don
Dennis_R.
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Jan 2005, 18:13
Hallo allerseits,
Elac Plattenspieler sind gute und hochwertige Geräte, werden aber leider nicht mehr gebaut.
Mir ist im Internet derzeit keine Seite bekannt die sich mit den Hintergründen von Elac Plattenspielern auseinandersetzt.
Ich selbst habe mal im Rahmen meiner Dual-HP auch die anderen Hersteller (u.a. Elac) berücksichtigt und ein bischen was dazu geschrieben (auch Bilder etc.)

Zu finden hier : http://mitglied.lycos.de/dennisrolllinger/


Gruß
Dennis
DrNice
Inventar
#6 erstellt: 02. Jan 2005, 18:14
Moin Don!


1948kommen alle Siemens-Rundfunkgeräte aus Kiel. Die Electroacustic beginnt wieder zu leben:
1948 ist nicht nur das Jahr der neuen Währung. Es ist zugleich das richtungsweisende Jahr für den zukünftigen Weg der ELAC. Am 14. Dezember 1948 ist der erste Plattenspieler fertig. Und nach einem Jahr gibt es bereits 5.600 Plattenwechsler der Marke ELAC. Die ersten von 4 Millionen. Die Schallübertragung wird perfektioniert:
Schon Ende 1945 stellen die Kieler Seignette-Salz-Kristalle großer Reinheit wieder selbst her. Der erste Kristall-Tonabnehmer, KST 1, mit einschraubbarer Saphirnadel, auf einem Träger aus Elektron, kommt mit nur 270 mN Auflagekraft aus. (Vergleichbarer Standard jener Tage: 600 bis 1200 mN.)


1956ist die Kieler ELAC die erste Adresse bei Plattenspielern. Den gesamten Weltmarkt teilen sich drei deutsche Firmen: Dual, ELAC und Perpetuum Ebner mit 90 % Marktanteil.


1957Am 30. Oktober 1957 wird ein "elektromagnetischer Tonabnehmer zur Abtastung von Zweikomponentenschallschrift" zum Patent angemeldet. Das Patent mit der Nummer 1 105 628 wurde Wegbereiter für die gesamte Schallplattenwiedergabetechnik und begründet den Ruf der Kieler ELAC als führender Tonabnehmer-Spezialist. Weltweit wurden Lizenzen an namhafte Firmen wie z.B. Shure erteilt. Dieses und die Folgepatente begründeten das Prinzip der Tonabnehmer, das man heute unter "Moving-Magnet-Systemen", schlicht MM-Systeme genannt, versteht.


1967schon konnten ELAC-HiFi-Magnettonabnehmer mit Auflagekräften unter 10 mN betrieben werden. Hand in Hand wurden mit immer feiner entwickelten Tonabnehmern, die von Generation zu Generation höhere Abtastpräzision erlaubten, die Plattenwechsler weiter vervollkommnet.


1978Trotz steigender Umsätze zeigen sich in den Siebziger Jahren schon wieder düstere Wolken am ELAC-Horizont. 1978 wird die Firma wird in zwei Teile geteilt. Den Nautik-Bereich übernimmt das weltbekannte Unternehmen Honeywell. Aus dem Phonobereich geht die ELAC Ingenieurtechnik hervor. Mit einem gestrafften Programm und deutlich reduziertem Mitarbeiterstab wird weitergemacht. Man konzentriert sich auf andere Unternehmensbereiche wie z.B. Industrieroboter.


1981Am 08. Juli 1981 übernimmt die Marketing- und Vertriebs-Firma John & Partner die Vertriebsaktivitäten der ELAC-HiFi-Produkte.
Zwei Monate später wird auf der Berliner Funkausstellung das erste Tonabnehmersystem mit v.d.Hul-II-Nadelschliff, das ESG 796 H vorgestellt, das wegen seines Nadelschliffes für Furore sorgt.
Der Erfolg im Unternehmensbereich Unterhaltungselektronik konnte die anderen Aktivitäten nicht kompensieren.
Noch einmal müssen die Gesellschafterverhältnisse neu geordnet werden.

1982Am 01. Januar 1982 nehmen die Gesellschafter der John & Partner Vertriebsgesellschaft mbH die Geschicke der ELAC in die Hand und gründen die heutige ELAC.

Nach Jahren der relativen Ruhe wird die ELAC zu neuen Aktivitäten aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Mit dem versierten Mitarbeiterstab aus dem HiFi-Bereich geht es mit neuem Schwung voran. Ein Moving-Coil-Tonabnehmerpatent, vorgestellt im ELAC EMC 1-Tonabnehmer, knüpft an den Erfindergeist der Vergangenheit an. Schlag auf Schlag folgen die Neuheiten bzw. Erfindungen.
Der Pioniergeist - wie schon in den langen Jahren davor - wird fortgesetzt.
1982 wird die erste Auslandsvertretung - Bleuel Electronic AG wird für den Vertrieb von ELAC in der Schweiz autorisiert.

1984Mitte 1984 erweitern die Kieler ihr Produktionsprogramm um Lautsprecher. Die Lautsprecher-Firma AXIOM Elektroakustik GmbH aus dem Taunus wird in die Kieler ELAC integriert.
Neue Ideen bzgl. der Abstrahlcharakteristik von Lautsprecher-Chassis werden verwirklicht.
[...]
19971.7.1997 ELAC stellt die einstmals erfolgreiche Tonabnehmer-Produktion ein, um Platz für eine Fertigungserweiterung (Tieftonfertigung und neue Spulenfertigung) zu schaffen.


Quelle: www.elac.de
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 02. Jan 2005, 19:02
Hi, aus dem Drehergeschäft haben sich ja sehr viele früher namhaften Anbieter (einschließlich Thorens) zurückgezogen bzw zurückziehen müssen. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Qualität. Der Markt für gute Dreher-Gebrauchsware ist ja durch die Einführung der CD relativ rasant zusammengebrochen. Niemand außer ein paar Freaks wollte noch Plattenspieler kaufen, und schon gar nicht in dem Segment, in dem Dual, PE, Elac usw. ihr Wesen trieben. Übrigens waren vor allem auch die Tonabnehmer von Elac Spitze. Ich verfüge noch über ein Elac 896 HSP, ganz feines Teil. Leider gibt es dafür keine neuen Nadeln mehr, so dass ich es mit seiner vielleicht 300 Std. gelaufenen vdH-Nadel nur an hohen Feiertagen heraushole. Eigentlich viel zu schade zum Herumliegen.
RealHendrik
Inventar
#8 erstellt: 02. Jan 2005, 21:34
Stimmt. Das 796 und das 896 waren mit die feinsten MM-Tonabnehmer, die es gab. Ich würde mein 796 HSp auch nicht hergeben (und bunkere Nadeln, wo ich sie kriegen kann...)

Gruss,

Hendrik
silberfux
Inventar
#9 erstellt: 02. Jan 2005, 22:18
Hi: Ich würde mein 896 schon, wenn auch schweren Herzens, hergeben. So wie jetzt bringt es irgenwie nichts. Vielleicht könnte es jemanden nochmal wirklich Freude bringen.
RealHendrik
Inventar
#10 erstellt: 03. Jan 2005, 01:37
Ist es das ESG 896 HSp? Und ist die Nadel soweit noch halbwegs brauchbar? Dann hätte ich - sofern der Preis einigermaßen stimmt - einen Interessenten für Dich! (Nein, nicht mich. Ich bin mit meinem 796 sehr glücklich.)

Gruss,

Hendrik
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