Laute Resonanzen vom Tonabnehmer

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scerms
Stammgast
#1 erstellt: Gestern, 08:53
Hallo zusammen.

Ihr kennt doch sicher dieses "Phänomen", das man die auf einer Schallplatte enthaltene Musik auch direkt am Tonabnehmer hören kann. Also bei ausgeschaltetem Verstärker mit dem Ohr nah an der Nadel...
Ich habe einen Tonabnehmer (Acutex 310 II E mit spärischer Nachbaunadel), bei dem sind diese Resonanzen extrem laut, also wirklich gefühlte 10 mal lauter als bei anderen Tonabnehmern. Da kann ich die Musik deutlich aus der 5m entfernten Küche hören, ohne das die Boxen mitlaufen...
Der Klang dieses Tonabnehmers gefällt mir sehr gut, also diese starken Resonanzen machen sich zumindest für mein Gehör nicht negativ bemerkbar.
Kann mir jemand erklären warum sich dieser TA so verhält?

Gruß Sebi
einstein-2
Inventar
#2 erstellt: Gestern, 16:28
Hallo
Um was für einen Plattenspieler handelt es sich.
8erberg
Inventar
#3 erstellt: Gestern, 17:21
Hallo,

das sind keine Resonanzen,, Vinyl ist halt mechanische Abtastung.


Erhöhe einmal probeweise die Auflagekraft an den oberen Rand des Auflagekraftbereichs. Die Originalnadel hatte 1-2 Pond, bei Nachbaunadeln immer eine Frage der Nachgiebigkeit

Peter
djsepulnation
Stammgast
#4 erstellt: Gestern, 22:08
Stimmt, das ist der ECO Modus
einstein-2
Inventar
#5 erstellt: Heute, 01:45
Hallo
Dieses Problem hatte vor einiger Zeit doch schon
mal ein Forenmitglied hier. Leider finde ich diesen
Beitrag nicht mehr. Der Themenersteller hat noch
nichts zu seinem Plattenspieler gesagt.
einstein-2
Inventar
#6 erstellt: Heute, 01:47
Hallo
Dieses Problem hatte vor einiger Zeit doch schon
mal ein Forenmitglied hier. Leider finde ich diesen
Beitrag nicht mehr. Der Themenersteller hat noch
nicht gesagt, um was für einen Plattenspieler es
sich handelt.
scerms
Stammgast
#7 erstellt: Heute, 06:00
Guten Morgen zusammen!

Der Plattenspieler ist ein Sansui SR 5090.
Ich habe eine ganze Reihe andere Tonabnehmer die dieses nicht Verhalten zeigen. Es spielt auch keine Rolle welche Platte ich auflege, das Phänomen zeigt sich grundsätzlich bei allen Platten, aber eben nur mit diesem TA. Die Auflagekraft ist bei 1.5 eingestellt, Antiskating etwas niedriger bei 1.

Gruß Sebi


[Beitrag von scerms am 13. Jan 2026, 06:02 bearbeitet]
einstein-2
Inventar
#8 erstellt: Heute, 07:27
Hallo
Könnte es sein, dass dieser Tonabnehmer,
Nadeleinschub eine sehr schlechte Nadelnachgiebigkeit
hat und somit das gesamte System inklusive Tonarm
in Resonanz gerät. Ich würde es mal mit einem
anderen Nadeleinschub testen. Sollte dies der Fall sein,
so müsste eigentlich die Wiedergabe total verzerrt sein.
scerms
Stammgast
#9 erstellt: Heute, 07:45
Zur Nadelnachgiebigkeit kann ich nichts sagen.
Das ist eine relativ günstige Nachbaunadel, die originale "Tri-Pole" mit elliptischem Schliff ist leider nicht mehr auftreibbar.
Ich als Laie habe auch vermutet, das solch starke Schwingungen sich negativ auf die Klangqualität auswirken (vielleicht tun sie das auch).
Ist da vielleicht sogar eine Beschädigung der Schallplatte zu erwarten?
Habe auch unter anderem ein Denon DL110 und Sumiko Pearl an diesem Plattenspieler im Betrieb, der Klang vom Acutex gefällt mir aber tatsächlich besser, trotz dieser starken Schwingungen.
Ist schon merkwürdig das Ganze.
Ich werde mal versuchen einen anderen Nadeleinschub aufzutreiben, wobei das nicht ganz einfach ist.
Jedenfalls schonmal vielen Dank für den Input bisher !

Gruß Sebi
8erberg
Inventar
#10 erstellt: Heute, 08:04
Hallo,

hast Du höhere Auflagekraft/Antiskating probiert?

Peter
einstein-2
Inventar
#11 erstellt: Heute, 08:34
Hallo Themenersteller
Überprüfe mal, ob der Nadeleinschub formschlüssig
Im System sitzt. Sollte dieser wackeln, könnte dies
auch Vibrationen erzeugen.
scerms
Stammgast
#12 erstellt: Heute, 08:38

8erberg (Beitrag #10) schrieb:

hast Du höhere Auflagekraft/Antiskating probiert?


Ups, das habe ich gestern versäumt, wird nach der Arbeit nachgeholt. Viel ist da aber nicht mehr drin, kann maximal auf 2 gehen...(Momentan 1.5)


einstein-2 (Beitrag #11) schrieb:

Überprüfe mal, ob der Nadeleinschub formschlüssig
Im System sitzt.


Der sitzt schön "schnack" drauf.
sealpin
Inventar
#13 erstellt: Heute, 08:59
Wenn der Tonabnehmer hörbar mit klingt, ggf. sogar die Resonanzen am gesamten Tonarm zu hören oder zu fühlen sind, dann passt der Tonabnehmer mit seiner Nadelnachgiebigkeit nicht zum Tonarm.
scerms
Stammgast
#14 erstellt: Heute, 09:40
Das wird wohl so sein.
Leider gibt es zur Nadelnachgiebigkeit der Nachbaunadel keine Angaben, ebenso wenig zur Masse des Tonarms.
Der Tonarm ist recht ähnlich zum Sansui SR636/838, die gelten wohl als mittelschwer...
Ich habe eben einen anderen Nadeleinschub bei Thakker bestellt und werde berichten, ob sich was ändert.
Ich werde auch heute Abend mal die Auflagekraft erhöhen und ebenfalls berichten.

Nur zum Verständnis: wenn die Nadelnachgiebigkeit nicht zum Tonarm passt und diese Resonanzen verursacht, brauche ich einen "weicheren" Einschub mit >mehr< Nachgiebigkeit, richtig?
Bzw. andersherum, diese Nadel braucht einen Tonarm mit mehr Masse?

Gruß Sebi
sealpin
Inventar
#15 erstellt: Heute, 10:04
Korrekt.

Ist die Nadel „zu hart“ (niedrige Compliance) für deinen eher leichten Arm, liegt die Resonanzfrequenz zu hoch – dann bräuchtest du entweder einen weicheren Einschub (höhere Compliance) oder einen Tonarm mit mehr effektiver Masse.
Umgekehrt: Eine sehr weiche, hochcompliance Nadel gehört eher an einen leichten Arm; an einem schweren Arm rutscht die Resonanz zu weit nach unten.
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