Sony führt neue Plattenspieler ein - PS‑LX3BT & PS‑LX5BT

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LeDeNi
Inventar
#1 erstellt: 23. Jan 2026, 14:37
Ganz unerwartet hat Sony heute zwei neue Plattenspieler vorgestellt.

Sony stellt zwei neue Plattenspieler vor. Die PS-LX3BT und PS-LX5BT arbeiten beide vollautomatisch und sind simpel in der Handhabung. Es gibt einen Umschalter für die Geschwindigkeit (33 und 45 Umdrehungen pro Minute), einen für die Plattengrösse (7 oder 12 Zoll), dazu eine Bluetooth-Taste und drei Tasten für die Steuerung des Tonarms. Das ist alles.

Beide Modelle bieten einen klassischen Phono-Ausgang sowie einen Line-Ausgang, bei dem das Signal bereits entzerrt ist. Somit lassen sich die Plattenspieler auch an Verstärker anschliessen, die keinen Phono-Eingang haben. Der Output ist in drei Stufen regelbar.

Die Bluetooth-Übertragung funktioniert mit aptX, aber nicht mit AAC oder LDAC. Damit die Musik kabellos gut klingt, brauchst du einen Kopfhörer oder einen drahtlosen Lautsprecher, der aptX unterstützt. Die neuen Modelle beherrschen neben aptX auch den Codec aptX-Adaptive, der eine variable Bitrate, eine höhere maximale Rate und eine effizientere Komprimierung aufweist

PS-LX3BT


PS-LX5BT

Die Unterschiede zwischen dem PS-LX3BT und dem etwas teureren PS-LX5BT sind nicht allzu gross. Beim PS-LX3BT ist das Cinch-Kabel fix mit dem Gerät verbunden. der PS-LX5BT hat dagegen vergoldete Cinch-Buchsen, an die du ein eigenes Kabel anschliessen kannst. Zudem hat er eine schwerere Antirutschmatte aus Gummi. Auch der Tonabnehmer ist offensichtlich anders, Sony macht dazu aber keine genaueren Angaben.
Yamahonkyo
Inventar
#2 erstellt: 23. Jan 2026, 15:47
Ich kann nicht mehr. Noch zwei neue Plattenspieler für Anspruchslose.

PS-LX3BT*
mit einer ATN-3600L Nadel für 299€
Der perfekte Einstieg in die Welt der Schallplatten – mühelos, kabellos, mitreißend
Ob ruhige Morgenstunden oder coole Vibes bis spät in die Nacht, der PS-LX3BT passt perfekt zu jeder Tageszeit. Vollautomatische Wiedergabe mit nur einer Taste, Bluetooth® Verbindung und eine schnittige Staubabdeckung im eleganten Design – gehobene Musik für gehobene Räumlichkeiten.

PS-LX5BT**
mit einer ATN-91 Nadel für 399€
Schallplatten auf neuem Niveau – besserer Sound, noch mehr Style
Vom ersten Sound bis zur letzten Note, der PS-LX5BT macht Ihre Schallplattensession zu etwas Magischem. Vollautomatische Wiedergabe mit nur einer Taste, Bluetooth® Verbindung und präzise designte Funktionsweise im ausgeklügelten Design sorgen für einen satten, hochauflösenden Sound.

Was man so alles mit dem richtigen Design so alles aus einem AT3600L und einem AT91 rausholen kann.
Und im Tonarm integrierte 08/15 technisch veraltete Einstiegs-Tonabnehmer von audio technica sind natürlich auch nicht zu unterschätzen.

Ansonsten sind die Geräte von den technischen Daten annähernd gleich,
bis auf 100g Gewichtunterschied den Nadel-bedingten Trackingstärken (interessanter neuer Begriff, meint wohl die Auflagekraft):
*3,5 ± 0,5 g
**2,0 ± 0,5 g

Der Generator beider Tonabnehmer ist identisch und man soll für das Gerät mit der ATN91 Nadel (20-25€) 100€ mehr latzen, nur weil das Auflagegewicht und die Tracking Force dafür angepasst wurden, er eine Gummimatte und variable Anschlüsse hat..

Ich kriege die Motten, wenn ich sowas sehe. Und dann das dämliche Geschwurbel. 🤮

audio technica verkauft auch sowas.
AT-LP70XBT
Und das sogar.it einem aktuellen und klanglich deutlich stärkeren AT-VM95C, den man durch einen Nadeltausch richtig schön aufwerten kann, weil sich die Auflagekraft einer einfachen C-Nadel, oder einer hochwertigen ML oder SH Nadel nicht unterscheiden.
Und das für 249€.

Bei den Sony Plattenspielern hat man nur wenige Möglichkeiten andere Nadeln zu verwenden
Beim PS-LX3BT eine ATN3600L oder die elliptische ATN3600LE.
Beim PS-LX5BT eine ATN91. Die ATN3600LE könnte soeben noch funktionieren. Dann gibt es noch eine ATN91HE, mit hyper elliptischem Schliff, ist aber teuer.
Es gibt noch eine Analogis AT3651 Black Diamond Nadel, elliptisch nackt, also nicht gesockelt, die an beide Tonabnehmer passt.
Da hört es eigentlich schon auf.
Es gibt zwar noch Shibata Nadeln für das AT91, die aber hier nicht in Frage kommen, weil diese eine geringere Auflagekraft von unter 2g benötigen.

Zum Schluss noch etwas für diejenigen, die sich unbedingt einen der beiden Sony Plattenspieler kaufen möchten:

Nehmt den PS-LX3BT.

Obwohl die ATN3600L eine höhere Auflagekraft benötigt, klingt der Tonabnehmer damit etwas voller, weniger Hochton lastig und minimal kräftiger im Bass.
audio technica hat vor ein paar Jahren die Empfehlung gegeben, besser eine ATN91 zu verwenden (natürlich nur bei Plattenspielern, bei denen sich das Auflagegewicht einstellen lässt) um den Verschleiß der Schallplatten zu verringern. Das halte ich jedoch nicht für notwendig. Es gibt deutlich hochwertigere Tonabnehmer, die ebenfalls eine hohe Auflagekraft haben. Ich empfehle auf jeden Fall original audio technica Nadeln zu nehmen. Diese haben einen sauberen Schliff.

Analogis Black Diamond Nadeln (BD) sind auch empfehlenswert.
Nackte Nadeln sind nicht langlebiger, da die Spitze, die die Rille berührt, nicht anders ist als bei einem gesockelten Diamantsplitter.
Nackte Nadeln spielen oftmals etwas besser, da der Sockel entfällt und der Diamant direkt mit dem Nafelröhren (Cantilever) verbunden ist.
Prinzipiell kann ich das für viele Nadeln, auch für BDs bestätigen.
Allerdings finde ich, dass speziell die AT3651 BD keine wirkliche Verbesserung gegenüber anderen elliptischen Nadeln für das AT91 darstellt.

Eine Gummimatte (PS-LX5BT) reduziert rein theoretisch Resonanzen und zieht weniger Staub an, ist aber definitiv kein Muss.
Wenn der Plattenspieler in Ordnung ist, ist das Material der Matte völlig Egal.
Staub sammelt sich immer an, die Reinigung ist bei Gummi etwas einfacher.
Matten aus Gummi, Kork oder Materialmix gibt es notfalls auch separat zu kaufen, so denn man sie haben möchte. Bitte beachten, dass eine neue Matte nicht dicker sein darf als die vorhandene.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 23. Jan 2026, 19:08 bearbeitet]
Allante
Stammgast
#3 erstellt: 23. Jan 2026, 17:21

Yamahonkyo (Beitrag #2) schrieb:
Ich kann nicht mehr. Noch zwei neue Plattenspieler für Anspruchslose.

Damit ist eigentlich alles dazu gesagt
8bitRisc
Inventar
#4 erstellt: 24. Jan 2026, 00:26

Yamahonkyo (Beitrag #2) schrieb:
Ich kann nicht mehr. Noch zwei neue Plattenspieler für Anspruchslose.

Diesen Plattenspieler für Anspruchslose könnten aber die Firmen welche Plattenspieler für Anspruchsvolle anbieten niemals bauen.
Grund: Die Sonys haben eine Vollautomatik.

Ich würde so einen Sony auch nicht ins Wohnzimmer stellen obwohl er mir optisch gefällt.
Aber genauso wenig käme mir z.B. ein Rega Planar 3 ins Haus welcher es am Plattenende nicht mal schafft abzuschalten und den Arm anzuheben. Und so ein Rega Leichtgewicht kostet dann mit TA mal eben mind. 1k€.


[Beitrag von 8bitRisc am 24. Jan 2026, 00:33 bearbeitet]
LeDeNi
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2026, 13:58

8bitRisc (Beitrag #4) schrieb:
Und so ein Rega Leichtgewicht kostet dann mit TA mal eben mind. 1k€.


Plattenspieler erleben zwar ein Revival, bleiben jedoch ein Nischenprodukt. Die breite Masse ist weder bereit noch willens, hohe Beträge für komplexe Hi-Fi-Lösungen auszugeben. Genau hier setzen Plattenspieler im Bereich um 300 Euro an: Sie sind Plug-and-Play, bezahlbar und ohne technisches Vorwissen nutzbar – und damit für die Mehrheit nicht nur ausreichend, sondern perfekt.

Die Kritik an solchen Geräten orientiert sich häufig an audiophilen Massstäben und verkennt das reale Konsumverhalten. Schon in der CD-Ära zeigte sich dieses Muster deutlich: Obwohl eine Audio-CD unkomprimiert mit rund 1’411 kbps arbeitet, konsumierte die Mehrheit Musik als MP3 mit 128 kbps.
Dasselbe Bild zeigt sich heute im Videobereich: Physische UHD-Blu-rays liefern Bitraten von 60–80 Mbps, während sich Streaming-Dienste mit 10–20 Mbps durchgesetzt haben – trotz sichtbar geringerer Qualität.
Historisch betrachtet hat sich im Massenmarkt kaum je die technisch beste Lösung durchgesetzt, sondern fast immer die günstigste und bequemste. 300-Euro-Plattenspieler sind daher kein Kompromiss, sondern eine konsequente Anpassung an die Realität des Marktes.
Jörg_A.
Inventar
#6 erstellt: 24. Jan 2026, 22:56
Da muss ich Dir leider vollkommen recht geben.
Im Videobereich war es ja das selbe. Betamax und Video 2000 waren qualitativ besser. Was hat sich durchgesetzt?
VHS…. also das qualitativ schlechteste weil es das billigste war.


[Beitrag von Jörg_A. am 24. Jan 2026, 22:57 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#7 erstellt: 25. Jan 2026, 21:23
Man muß fairerweise auch sagen. daß die breite Masse für einen Großteil des Absatzes von Vinyl und Geräten sorgt.

Hätte das Revival der letzten ca. 10 Jahre nicht stattgefunden wäre das Thema nur noch für zahlungskräftige Kundschaft zugänglich. Das Angebot an Vinyl und Geräten wäre deutlich geringer. Das Preis-/Leistungsverhältnis der Produkte wäre noch schlechter als es eh schon ist.
Ano_Malie
Stammgast
#8 erstellt: 25. Jan 2026, 22:56
Hallihallo


Ich kann nicht mehr. Noch zwei neue Plattenspieler für Anspruchslose.



Damit ist eigentlich alles dazu gesagt


Wo ist jetzt hier das Problem? Wo soll der Hifi-Nachwuchs denn einsteigen? Bei einem Dreher ab 1000€? Ohne Ahnung bei Kleinanzeigen? Die Kunden für diese Teile kaufen viel mehr Schallpaltten als die mit den Regas, Technics, Thorens, Linn, was auch immer...! Ohne die würde jede Platte inzwischen 100€+ kosten, da es sich um wirkliche Nischenprodukte handeln würde.

Und wo ist das Problem mit einer Automatik? Das letzte Quentchen Klang, Gleichlauf usw.? Spielt in dieser Preisklasse keine Rolle. Hier geht´s um Lifestyle und nicht den letzten Fitzel Klang. Das mag der Purist nicht verstehen (wollen), aber aus diesen Leuten rektuieren sich hoffentlich die Mitglieder einer zukünftigen Hifi-Gemeinde. Sonst sterben wir demnächst aus.

Diese Arroganz...

LG


[Beitrag von Ano_Malie am 25. Jan 2026, 22:59 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#9 erstellt: 26. Jan 2026, 22:00
@Ano_Malle:
Ich stimme dir voll und ganz zu.
Ein Automatikplayer muß nicht schlechter klingen als ein manueller Dreher. Der Hersteller Dual beweist das ja wieder mit seinen neuen Playern.
Das Problem ist halt, daß die meisten "hier angesehenen" Firmen sowas nicht bauen können und dann die Automatik schlecht reden.
Sony haut mal eben einen Automatikplayer raus ohne groß darüber nachzudenken.
Und wenn die wollten gäbe es auch mal einen hochwertigen Vollautomaten im Sortiment. Aber sowas ist wahrscheinlich aus Sicht des Produktmangements zu wenig lukrativ oder einfach nicht mehr im Fokus.
Wenn Sony einen manuellen Player von der Komplexität eines Rega Planar oder Pro-Ject Debut bauen würde hätte das Vorteile für uns. Die Dinger würden dann nur noch die Hälfte kosten.

Plattenspieler für Anspruchsvolle gibt es zuhauf. Meistens von irgendwelchen Klein- und Kleinstfirmen welche in einem Jahrzehnt evtl. gar nicht mehr existent sind. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit gegeben. Und wenn man einen teuren Dreher aus einer Manufaktur hat und mal was dran kaputt geht ist die Ersatzteillage evtl. prekär weil die Firma nicht mehr existiert.


[Beitrag von 8bitRisc am 26. Jan 2026, 22:01 bearbeitet]
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