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CD-Player - ein Vergleichstest

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Badhabits
Inventar
#1 erstellt: 08. Mai 2005, 16:03
Hallo Leute

Gestern Nachmittag habe ich mit einem Freund (Franz) diverse CD-Player verglichen und möchte Euch unsere Höreindrücke nicht vorenthalten.

Ziel: wir wollten hören wie gross die klanglichen Unterschiede der einzelnen CD-Player sind und ob sich Tuningmassnahmen lohnen und wenn JA - welche. Verglichen wurden einfach die CD-Player, welche bei uns "rumstanden".

Wie z.B. die einzelnen NADs qualitativ und/oder preislich zu positionieren sind weiss ich nicht, weil ich im Netz über die diese Modelle wenig bis nichts gefunden hab. Vielleicht kann ein NAD-Spezialist unter Euch da Licht ins Dunkel bringen.

Um jeweils zwei Player direkt miteinander vergleichen zu können, haben wir jeweils einen an den AUX- und den andern an den Tuner-Eingang angeschlossen. Wir haben die Eingänge auch getauscht, konnten aber keinen hörbaren Unterschied feststellen.

Zwischen den Player wurde verdeckt umgeschaltet so dass zumindest einer von uns nicht wusste, welche Player aktuell lief. Selbstvertändlich wechselten wir uns hier jeweils ab.

Testanlage:
Verstärker: Pioneer SA-8500-II
Boxen: Rowen R3
Boxenkabel: Noname (gute Qualität)
externer DAC: California Audio Labs, Modell SIGMA, "Tube Analog Processor
Chinchkabel: 1 x Rowenkabel, 1 x Noname (gute Qualität)

Die CD-Player:
NAD 510 mit folgenden Modifikationen:
- bessere Opamps OPA2134
- praktisch alle Kondis im Audioteil ersetzt
- alle Dioden mit C's überbrückt
- Ausgangstransistoren (Muteschaltung) entfernt
- MKP Kondi im Ausgang
- Schäfer HF Filter eingebaut
- Ringkerntrafo für die DAC/Audiostufe

NAD 541i mit folgenden Modifikationen:
- von Rowen modifiziert, andere Opamps (Burr-Brown, Typ??? da unkenntlich), bessere Kondensatoren
- Ausgangstransistoren (Muteschaltung) entfernt
- Elkos im Signalweg durch MKP ersetzt

NAD 5240 und 5420 ohne Modifikationen
Marantz CD-40 und CD-60 ebenfalls ohne Modifikationen

Musik: u.a. Marla Glenn, Kill Bill

Zuerst haben wir die beiden NADs (5240 und 5420) miteinandern verglichen. Wir konnten keinen hörbaren Unterschied feststellen.

Dann liessen wir den modifizierten 510-er gegen den originalen 5420-er laufen. Franz der die Modifikationen beim 510-er vorgenommen hatte, musste enttäuscht eingestehen, dass sich diese nicht gelohnt hatten. Ein Unterschied war nicht festzustellen. Warum? Lag es am DAC? Oder lag es an der Audiostufe, die beim 510-er drei Stufen umfasst? Oder die Clock? War der 510-er auch im Originalzustand schlechter als die 54xx Serie? Keine Ahnung, macht aber nichts, zeigt's uns doch, dass man gezielt vorgehen muss. Der NAD510 hat übrigens ein Philips 1210 Laufwerk drin.

Also weiter; nun haben wir den NAD 5240 mit dem von Rowen modifizierten NAD 541i verglichen. Da hat die Rowen-Edition 541i klar die Nase vorn. Bessere Auflösung, kräftigerer Bass etc. Der Tausch der Chinchkabel brachte nur einen geringfügigen Unterschied. Der liegt wohl im esoterischen Bereich.

Nächster Schritt: Vergleich NAD541i mit einem unmodifizerten Marantz CD-40. Hier war schwer zu Entscheiden, die beiden Player schenkten sich klanglich wenig. Vielleicht ist der NAD541i eine Spur lebendiger.

Jetzt haben wir die beiden unmodifizierten Marantz-Player miteinander verglichen. Da scheint uns der 60-er klar besser.

Nun der logische Vergleich: Marantz CD-60 mit dem NAD541i. Seltsamerweise scheint uns jetzt der NAD541i wieder besser. Obwohl beim vorherige Vergleich mit dem CD-40 kein so grossen Unterschied festzustellen war. Bewegen wir uns etwa im Kreis?

So und nun kommt noch der externe Röhren-DAC ins Spiel. Ran an den NAD541i und verglichen mit dem Marantz CD-60. Der externe DAC war DIE Offenbarung in unserer Session. Ein Quantensprung. Alles klingt jetzt wesentlich dynamischer und druckvoller - einfach besser. Klar dass es keine Rolle spielt, ob der DAC am NAD oder Marantz angeschlossen ist, der Unterschied ist deutlich hörbar.

Konklusion: Teilmodifikationen wie sie bei den beiden NAD's vorgenommen wurden bringen gemessen am Aufwand wenig bis gar nichts. Sehr wahrscheinlich "muss" ein zusätzliches Clock-Tuning immer mit dabei sein. Ein externer DAC scheint uns die Lösung. Jetzt müssen wir nur noch wissen was da drin ist. Franz der technisch wesentlich begabter ist als ich wird sich der Sache annehmen. Ich werd dann hier berichten.

Gruss Badhabits...und Franz

P.S. Franz baut übrigens hervorragende Röhren- und Chip-Amps! Wer interesse hat, dem kann ich gerne die Mailadresse vermitteln.
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