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Thorens TD 115 MK II

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Finglas
Inventar
#1 erstellt: 15. Jul 2005, 13:19
Hallo Analogfreunde,

beim Aufräumen fand eine Freundin einen völlig vergammelten TD 115 Mk II, der nicht mehr funktionierte und schenkte ihn mir. Nun habe ich ihn soweit, dass er bis auf die Automatikfunktionen (Endabschaltung, Start beim Bewegen des Tonarms über den Plattenteller) wieder läuft. Bekomme ich vielleicht noch hin, muss aber auch nicht unbedingt sein.

Da ich weder Bedienungsanleitung noch Servicemanual dazu habe, mal ein paar Fragen:

1. Antiskating: An der Tonarmbasis ist ein Einstellrädchen mit einer Skalierung von 1-7. Ich vermute, dass dies nicht in die Antiskatingkraft in "p" ist, sondern dass man einfach nur durchnummeriert hat. Vermuten würde ich beginnend bei 0.5p (= Zahl 1) in Schritten von 0.5p, oder halt beginnend bei 1p ( = Zahl 1) in Schritten von 0.25p, wobei ersteres wohl plausibler ist. Weiß hier jemand genaueres?

2. Tonarm TP30/Tonkopf TP70: Hier scheint mit fast der Tonkopf um 180 Grad gedreht zu sein. Normalerweise sind ja rot und weiß für die Signale "recht" und "links" und gehen dann auf die Pins der Cinch-Stecker, während "grün" und "blau" auf Masse recht und Masse links gehen. Vom Anschluß am TP30 bis zu den Cinch-Kabeln ist auch alles in Ordnung, nur von den Tonarmkabeln an der Headshell bis zum Ende des TP70 stimmt es nicht. Es scheint so, als wenn der Tonkopf am TP70 um 180 Grad gedreht wäre. Es ist zwar kein Problem, das durch entsprechende umstecken der Kabel am Tonabnehmer auszugleichen, irritierend ist es trotzdem. Daher die Frage: Kann der Tonkopf vorne am TP70 oder das hintere, silberner Verbindungsstück zum TP30 gedreht werden? Ich habe es mit sanfter Kraft probiert, da ging nichts; mehr Kraft wollte ich nicht anwenden.
Geht das nicht, müsste ich wohl annehmen, dass da was gebrochen war und verkehrt herum wieder zusammengefügt wurde ...

3. Gibt es noch Bezugsquellen, für die alten Thorens-Tonarme? Soweit ich weiss, hat Thorens in der Schweiz ja den Vertrieb alter Ersatzteile aufgegeben. Ich hörte aber, dass eine Firma in Deutschland das übernommen hätte. Stimmt das?

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Im übrigen bleibt festzustellen, dass der TD 115 Mk II mit einerm Ortofon OM20 Super deutlich besser als mein Dual 627Q (derzeit mit Ortofon VM Red) klingt: Das Klangbild ist ruhiger, stabiler, präziser. Die Bässe kommen kräftiger und konturierter.

Cheers
Marcus
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 15. Jul 2005, 14:13
Hallo!
Ersatzteile für Thorensplattenspieler gibts hier:
Rolf Kelch Electronic GmbH
Hansastrasse 1
D-77933 Lahr
Telefon: 07821 907411
Fax : 07821 42209
mail : rolf.kelch@t-online.de
Da bekommst du mit Sicherheit auch ein Servicemanual
MFG Günther
Michael-Otto
Stammgast
#3 erstellt: 15. Jul 2005, 15:53
Hallo Marcus,

schau mal hier:

http://www.thorens-info.de/index.html

Gruß

Michael-Otto
Finglas
Inventar
#4 erstellt: 15. Jul 2005, 16:49

Michael-Otto schrieb:
Hallo Marcus,

schau mal hier:

http://www.thorens-info.de/index.html



Danke für den Tipp, aber die Seite hatte ich schon rauf und runter durch. Es scheint nur relativ wenig Infos im Netz zum TD115 zu geben, zu anderen Modellen findet man erheblich mehr. Er war wohl nicht so der Renner als Modell.

Cheers
Marcus
Michael-Otto
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jul 2005, 17:01
Hallo Marcus,

dann stell Deine Fragen mal hier ein, da der 115 nicht so mein Fall ist.

http://www.analog-forum.de/

Gruß

Michael-Otto
Finglas
Inventar
#6 erstellt: 15. Jul 2005, 17:16
Hallo Michael-Otto,


Michael-Otto schrieb:
Hallo Marcus,

dann stell Deine Fragen mal hier ein, da der 115 nicht so mein Fall ist.

http://www.analog-forum.de/



ich habe gerade auf Deinen Tipp hin mal ein bisschen dort gestöbert und gelesen, was es an Infos zum TD115 und zur "Wiederbelebung" gibt. Danke für den Tipp, dort scheine ich richtig zu sein

Cheers
Marcus
Holger
Inventar
#7 erstellt: 15. Jul 2005, 17:23
Hi Marcus,

Eine BA kann ich dir schicken, gib mir einfach deine eMail-Adresse.

Für's erst diese Info : bei Verwendung von Tonabnehmern mit elliptischem Nadelschliff muss die AS-Einstellung bei 10mN Auflagekraft auf 4 gestellt werden, bei 12,5mN auf 4,5, bei 15mN auf 5, bei 20mN auf 6 und bei 25 mN auf 7.

Mit dem verdrehten Armrohr kann ich jetzt nicht ganz folgen : da kommen doch vorne einfach vier farbige Kabelchen raus, und dann kommt das rote an R, das weiße an L, das grüne an Erde R und das blaue an Erde L. Wo ist das Problem ?
Finglas
Inventar
#8 erstellt: 15. Jul 2005, 18:18
Hallo Holger,


Holger schrieb:

Eine BA kann ich dir schicken, gib mir einfach deine eMail-Adresse.

das wäre wirklich super. E-Mail Adresse ist als PN eben an Dich gegangen.



Für's erst diese Info : bei Verwendung von Tonabnehmern mit elliptischem Nadelschliff muss die AS-Einstellung bei 10mN Auflagekraft auf 4 gestellt werden, bei 12,5mN auf 4,5, bei 15mN auf 5, bei 20mN auf 6 und bei 25 mN auf 7.

Super, das beantwortet diese Frage komplett.



Mit dem verdrehten Armrohr kann ich jetzt nicht ganz folgen : da kommen doch vorne einfach vier farbige Kabelchen raus, und dann kommt das rote an R, das weiße an L, das grüne an Erde R und das blaue an Erde L. Wo ist das Problem ?

Ich geb's zu, das ist verwirrend, ich war auch irritiert. Wie man es eben so macht, habe ich zunächst einfach rot an rot (rechts), weiß an weiß (links), grün an grün (rechts Masse) und blau an blau (links Masse) angeschlossen. Dann habe ich einen Durchgangsprüfer genommen und am Ende an den Cinch-Kabel nachgemessen und siehe da: Rot geht an Rechts Masse, Weiß an Links Masse, Grün an Rechts und Blau an Links.
Dann habe ich den TP70 vom TP30 abgeschraubt und dort mal nachgemessen: Vom TP30 Anschluß bis zu den Cinchkabeln alles ok, passt so. Dann von den Headshell-Kabeln am TP70 vorne bis zum Kontaktfeld am Ende des TP30. Und siehe da, da scheint irgendwas über kreuz zu gehen. Sehr eigentümlich. Natürlich kann ich alles so anpassen, dass es wieder stimmt, ich wunderte mich nur, dass da was verdreht ist.
Jetzt habe ich eben die Kabel am Tonabnehmer anders aufgesteckt, so dass wieder rot auf den Pin des rechten Kanals geht, weiß auf den Pin des linken Kanals etc. Geht ja so auch.

Cheers
Marcus
Finglas
Inventar
#9 erstellt: 16. Jul 2005, 08:29
Wer präzise Antworten will muss auch präzise Fragen stellen, also versuche ich es deutlicher zu machen, was ich mit der eigenartigen Tonarmverkabelung meine:

Die Verbindung zwischen dem vorderen Tonarmrohr/Tonkopf TP70 und dem Tonarm TP30 sind vier Pins, die im Quadrat angeortnet sind. Am TP30 sind die oberen beiden Pins mit "rechts" und "links" (rotes und weißes Tonarmkabel, Seele/Pin des Cinchkabels verbunden), während die unteren beiden Pins auf die jeweilige Masse gehen (grün und weißes Tonarmkabel, Masse/Kranz des Cinchkabels). Soweit alles so, wie man es von Plattenspielern kennt.

Wenn ich aber nun die Verbindung der Tonarmkabel vorne an der Headshell der TP70 mit der Belegung am Anschlußstecker zum TP30 überprüfe, geht das rote und das weiße Kabel zu den unteren Pins im quadratischen Anschlußfeld, das grüne und das blaue jedoch zu den oberen Pins. Es scheint also, als sei hier etwas um 180 Grad gedreht.

Am Verbingungsstecker TP70 zu TP30 sieht es also etwa so aus, wobei rot=rechts, weiß=links, grün=rechts Masse, blau=links Masse

TP30 Anschlußfeld:

oben: rot --- weiß

unten: grün --- blau


TP70 Anschlußfeld:

oben: blau --- grün

unten: rot --- weiß

Ich kann ja nicht einfach den TP70 um 180 Grad gedreht aufstecken, dann steht der Tonabnehmer in die Luft, was die Abtastung etwas erschwert
Ich hatte also vermutet, dass hier irgendwas gedreht worden ist. Wenn man das Anschlußfeld nicht von Hand drehen kann, muss ich annehmen, dass vielleicht mal was gebrochen und verkehrt geflickt worden ist. Dann wäre es vielleicht besser zu sehen, ob man noch ein TP70 als Ersatzteil bekommt - oder einen gleichwertigen Tonkopf.

Cheers
Marcus
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 16. Jul 2005, 10:36
Hallo!
Wäre es möglich den TD 115 zu öffnen und nachzuschauen wie die Kabel am Tonarmfuß verlötet sind? Am Kostengünstigsten würde mir erscheinen an dieser Stelle, so verlötet das Kabel schlicht und ergreifend umzuklemmen. Soweit ich weiß hat der TD 115 kein Steckbares Tonarmkabel sondern das ist fest Angewachsen, hoffe du kanst Löten.
MFG Günther
Holger
Inventar
#11 erstellt: 16. Jul 2005, 10:51
Ich würde davon ausgehen, dass da möglicherweise jemand mal an dem TP70 rumgefummelt hat, kann ja sein.
Der Rest des Plattenspielers, also ab dem Anschluß am TP30, scheint ja okay zu sein.
Und hier gilt dann : if it ain't broke, don't fix it.

Also ggf. lieber mal in der e-Bucht mal nach einem Ersatz-TP70 Ausschau halten, die gibt's meist für deutlich weniger Geld als den 63er-Pendant.
Oder gar nach einem TMC70, das ist die Krönung für den TD 115.
Finglas
Inventar
#12 erstellt: 16. Jul 2005, 11:33
Hallo!


Hörbert schrieb:

Wäre es möglich den TD 115 zu öffnen und nachzuschauen wie die Kabel am Tonarmfuß verlötet sind? Am Kostengünstigsten würde mir erscheinen an dieser Stelle, so verlötet das Kabel schlicht und ergreifend umzuklemmen. Soweit ich weiß hat der TD 115 kein Steckbares Tonarmkabel sondern das ist fest Angewachsen, hoffe du kanst Löten.

Am Tonarmfuß hatte ich auch schon nachgesehen, da ich ja wissen wollte, an welcher Stelle die Vertauschung der Kabel passiert ist. Das Cinchkabel und die Tonarminnenkabel sind dort verlötet. Hier einfach umzuklemmen hatte ich auch als Lösung in Betracht gezogen. Ich müsste es halt dann wieder ändern, wenn ich den TP70 wieder austauschen würde. Ich wollte aber erstmal sehen, ob es eine einfachere Lösung als Löten gibt. Aber früher oder später hatte ich sowieso überlegt, das alte, etwas angegammelte Kabel durch ein neues zu ersetzen.



Holger schrieb:
Ich würde davon ausgehen, dass da möglicherweise jemand mal an dem TP70 rumgefummelt hat, kann ja sein.

Das war auch mein Eindruck. Vielleicht am Ansatz zwischen Tonarmrohr und eigentlicher Headshell ...


Der Rest des Plattenspielers, also ab dem Anschluß am TP30, scheint ja okay zu sein.

Im Prinzip ist es nicht soo tragisch. Was ein klein wenig stört, ist der 2. Stecker am grünen Massenkabel des Tonkopfes, der offensichtlich auf einen Pin oben auf der Innenseite der Headshell gesteckt wird und Kontakt zum metallenen Fingerheber hat. Das macht wohl Sinn so, wenn grün die Masse ist, aber da nun grün "Signal rechts" ist, brummt es, wenn ich den Fingerheber berühre. Daher ist der Stecker momentan auch offen.

Ich denke, ich schaue erstmal nach einem TP70 Ersatz oder gar einem TMC70. Falls ich da nichts finde, werfe ich evtl. doch noch mal meinen Lötkolben an.

Vielen Dank nochmal für Eure Tipps und Hilfe!

Cheers
Marcus
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