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Sanyo TP 725 Hilfe

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Autor
Beitrag
Horchämolher
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jul 2005, 21:15
Hallo und guten Tag!

Kann mir jemand etwas zum Sanyo TP 725 sagen?
Welche Funktion hat das Gewicht welches hinten links an einer
dünnen Stange montiert vom Tonarm "weggeht"?
Wie und wo stelle ich Antiskating ein?

DANKE für Antworten!!!!!!
Beste Grüße
Jörg
directdrive
Inventar
#2 erstellt: 29. Jul 2005, 08:11
Moin Jörg,

schönes Gerät, ich habe einen TP-825 im Keller - der direktgetriebene Bruder mit Gußchassis. Den 725er hatte ich noch nie, entspricht von der Konzeption - leichter Teller, kräftiger geregelter Motor - aber meinen Vorstellungen von einem "guten Plattenspieler". Wenn der Tonarm nur ein bißchen länger wäre....

Stammt so ungefähr von 1975/1976 und hat damals ca. DM 500,- gekostet.

Das Gewicht an der Stange ist ein sogenanntes Lateralbalance-Gewicht. Durch die S-Form des Arms und die daraus resultierende Gewichtsverteilung werden die beiden Lager unterschiedlich belastet, das Lateralbalancegewicht versucht die dadurch entstehenden Probleme - je nach Arm Driftneigung und Azimuthfehler - auszugleichen.

Die Einstellung des Gewichts hängt grundsätzlich vom Gewicht des verwendeten Headshells und des Tonabnehmers ab. Durch Kippen des Laufwerks in die Vertikale (bei ausbalanciertem Arm und natürlich: vorsichtig!!!) lässt sich ein eventuelles Driften nach links oder rechts feststellen und durch Verschieben des Gewichts - zumindest tendentiell - ausgleichen. Ein Anwinkeln des Gewichts ist bei Bedarf ebenfalls möglich, im Sinne eines niedrigen Schwerpunktes aber nicht unbedingt wünschenswert.

Der Antiskatingeinstellung dient das seltsame dreiteilige Gestänge mit dem verschiebbaren Gewicht rechts am Arm. Beim Betrieb muß sich die kleine Stange, die am drehbaren Teil des Arms befestigt ist, zwischen den beiden V-förmig angeordneten Stangen befinden. Das "V" kippt nach vorn und belastet den Arm mit einem durch das verschiebbare Gewicht einstellbaren Zug. Zur optimalen Einstellung des AS-Gewichts benötigst Du eine Testschallplatte. Falls nicht vorhanden, finden sich vielleicht ein paar Skalenringe an der AS-Einrichtung? Wenn vorhanden entspricht ein Skalenring womöglich einer Kraft von 0,5 p, alternativ haut die mittlere Einstellung für die meisten Abtaster hin.

Viele Erfolg und viele Grüße

Brent
Horchämolher
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 29. Jul 2005, 09:21
moin Brent!

Danke für Deine Antwort!

Wenn ich das Gerät rechts anhebe und schräg halte ist es dann in die Vertikale gekippt?

Ich hab´mal noch zwei Fotos eingefügt.
Mir ist nicht ganz klar ob die Mechanik hinten am Tonarm(siehe Bilder)
tatsächlich so "schief" nach links hängend ihre Richtigkeit hat.
Vielleicht kannst Du mir dazu ja was sagen.
Evtl.muß da was justiert werden?!

Beste Grüße
Jörg

directdrive
Inventar
#4 erstellt: 29. Jul 2005, 10:44
Hall Jörg,

Horchämolher schrieb:

Wenn ich das Gerät rechts anhebe und schräg halte ist es dann in die Vertikale gekippt?


Nö, theoretisch (!) sollte es möglich sein, den Plattenspieler auf die Seite zu stellen und den Arm dann mittels Gegengewicht und Lateralbalancegewicht so auszubalancieren, daß er schwebt. In der Praxis klappt das meistens nicht - Erfolg hat man eher, wenn man den Plattenspieler lediglich hinten anhebt.


Das Anti-Skating muß dabei übrigens unbedingt deaktiviert sein.

Deine Photos sehen leider nicht so gut aus - wirkt auf mich wie eine defekte Vertikallagerung... Lager im Eimer oder einfach enormes Spiel - durch das Lateralbalancegewicht kippt der Arm dann nach links....
Klappert der Arm lustig vor sich hin, wenn Du ihn vorsichtig an der Headshell vor- und zurück bewegst? Ist er überhaupt einigermaßen leichtgängig und lässt sich problemlos ausbalancieren?

Grüße sendet

Brent
Horchämolher
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 29. Jul 2005, 12:38
Hallo Brent

Nein, der Arm klappert nicht lustig vor sich hin und ließ
sich auch gut ausbalancieren!

Links und rechts an dem "Aluklotz" an dem auch das Lateralgewicht befestigt bzw. der Tonarm angebracht ist
befinden sich zwei Madenschrauben/Stifte. Diese halten wohl die ganze
Apparatur an der Vertikalachse/Lagerung.
So wie ich das im Moment sehe, kann mann diese lösen und
die ganze Sache dann korrigieren. D.h. links hoch schieben
oder rechts runter lassen !????!

Grüße
Jörg
directdrive
Inventar
#6 erstellt: 29. Jul 2005, 12:49
Hallo nochmal Jörg,

Horchämolher schrieb:

Nein, der Arm klappert nicht lustig vor sich hin und ließ
sich auch gut ausbalancieren!


Fein!


Links und rechts an dem "Aluklotz" an dem auch das Lateralgewicht befestigt bzw. der Tonarm angebracht ist
befinden sich zwei Madenschrauben/Stifte. Diese halten wohl die ganze
Apparatur an der Vertikalachse/Lagerung.
So wie ich das im Moment sehe, kann mann diese lösen und
die ganze Sache dann korrigieren. D.h. links hoch schieben
oder rechts runter lassen !????!

Im Prinzip eher nicht: die Madenschrauben sind praktisch die Lagerstifte. Im Lagerblock, also dem Aluklotz, sind zwei Miniaturkugellager eingebaut, in deren Mitte die spitzen Lagerstifte eintauchen. Eigentlich kann und darf da nichts schief sein, es sein denn, eines der Kugellager oder aber einer der Lagerstifte ist beschädigt.

Aufschrauben kannst Du sie in jedem Fall - der äußere Ring dient der Sicherung und ist gelegentlich verklebt - hier hilft etwas Hitze oder Aceton. Aber Vorsicht!

Viele Erfolg wünscht

Brent
Horchämolher
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 29. Jul 2005, 13:26
Brent,

könnte es sein, dass diese Schieflage vom Werk aus so
gewollt ist?!
die Tonarmhalterung (Aufsetzer) neigt auch nach links.
Headshell scheint mir parallel zum Boden zu sein-
also nicht schief.
D.h. wenn die Mechanik justiert werden könnte wie
wird das Headshell wieder richtig gestellt?!
Kann mir nicht vorstellen das alles einen Schlag o.ä.
bekommen hat. Ich erkenne nirgens Stauchungen,Feine Risse
im Lack oder sonst was.
Jörg
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 30. Jul 2005, 19:32
Hallo Jörg,

eine Schiefstellung ab Werk kann ich mir nicht so recht vorstellen, sähe ja etwas seltsam aus... Die Headshellaufnahme ist in der Regel mittels einer oder zweier Schrauben von unten fixiert. Kann dann nach dem Lösen der Schraube(n) verdreht werden.

Wenn der Arm aber leichtgängig ist und problemlos funktioniert, würde ich das Basteln im Zweifelsfall lieber lassen und die verbogene Optik einfach so hinnehmen.

Viele Grüße von

Brent
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