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Technics SL-Q2 tunen oder gleich neuen Plattenspieler kaufen?

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amideboncoeur
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Okt 2006, 09:32
Hallo an alle,
ich bin neu hier im Forum und absoluter Vinyl-Laie. Nun befasse ich mich ernsthaft mit dem Gedanken meine alte Schallplattensammlung nochmal zu reaktivieren.
Es gäbe folgende Möglichkeiten:

1. ein alter Technics SL Q2 ist noch vorhanden (1. Besitz seit 15 Jahren im Keller). Gibt es die Möglichkeit dieses Laufwerk zu "tunen", indem Tonarm und Tonabnehmer ausgewechselt werden? Und...lohnt sich das, wenn man einen mittelklassigen Thorens zum Vergleich heranzieht?

Leider habe ich über die Suchfunktion über den SL Q2 nicht viel finden können.

Möglichkeit Nr. 2 eventuell alles neu kaufen, was finanziell in einer ganz anderen Liga sein würde.

Vielleicht noch ein paar Infos zu meiner Anlage:
Primare Vor- und Endstufe
Dynaudio Crafft

Musikrichtung Jazz und Ambient (vorwiegend leise bis mittlere Lautstärke)

Für ein paar Denkanstösse wäre ich sehr sehr dankbar.

Viele Grüsse
Amideboncoeur
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 28. Okt 2006, 12:12
Der Techniks ist doch nicht schlecht
Da musst du schon tief in die Tasche Greifen um dich da zu verbessern
Da sollte es eigentlich mit etwas Öl und einer Neuen Nadel Oder einem neuem System getan sein
Gruss Peter
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 28. Okt 2006, 13:43
Hallo!

Also beim SL-Q2 gibts nicht viel zu "Tunen", ist m.E. auch nicht nötig das ist eigentlich ein recht guter plattenspieler -wenn man sich mit dem Desigen anfreunden kann. Klanglich kann er -mit dem richtigen System bestückt- sehr wohl mit einem keinen Thorens (z.B. TD 145 MK II) mithalten. Der Antrieb ist zwar einer der Kleineren von Technics und der Tonarm ist nicht in der Höhe verstellbar aber zumindestens beim Tonarm lässt sich das Manko zum Teil mit verschieden hochbauenden Headshells abhelfen. Als System käme ein Denon DL 160 oder auch ein Benz-Micro MC-20 E2 in Frage. Eventuell auch ein Benz-Micro Silver oder wenn ein MC-Eingang vorhanden ist auch ein Gold, allerdings kosten die gleich so um die 270-300 Euro rum. Ein DL 160 kostet dagegen etwa 120 Euro und ein MC 20 E2 etwa 130-140. Klanglich und Dynamisch wäre das Gold/Silver gerade bei kleinen Jazzformationen vorzuziehen. Das DL 160 finde ich sehr sauber und etwas zurückhaltent und m.E. eigentlich eher für Klassische Musik geeignet. Das MC-20 geht da etwas ruppiger an die Arbeit hat eine gute Dynamik kann dem DL 160 aber in Punkto Päzision nicht daß Wasser reichen. So, ich hoffe dir damit ein wenig weitergehofen zu haben.

MFG Günther
amideboncoeur
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 29. Okt 2006, 09:57
Hallo Peter, hallo Günther,
vielen Dank für eure Antworten. Ich glaube ich versuch's dann ersteinmal mit einem Upgrade. Jetzt muss ich noch einen Phonopre anschaffen. Wahrscheinlich wird es ein Smartphono, weil billiger als der Primare R20. Ausserdem kann ich über den Primare nirgendwo eine Rezession finden.

Schönes Wochenende
Gruss
Michael
DOSORDIE
Inventar
#5 erstellt: 29. Okt 2006, 13:00
Also ich habe selbst einen SL-Q2 und das Laufwerk finde ich großartig, es ist einfach und robust und der Gleichlauf ist astrein, dazu hat man keine hörbaren Resonanzen durch Motorengeräusche o.Ä. und der Tonarm ist exzellent verarbeitet.

Ich hab den Plattenspieler sehr lieb und ihm neulich auch ein neues System gegönnt, ein Grado, das hat seine klangliche Leistung ums Vielfache gesteigert, allerdings ist leider ein Brummen zu hören, das auf jeden Fall vom System kommt, merkwürdigerweise höre ich das nicht, wenn die Nadel aufliegt und die Platte läuft, ich weiß nicht ob es durch das Grundrauschen übertönt wird oder ob es aus irgendeinem Grund nur etwas weiter über der Plattenoberfläche auftritt, ist auf jeden Fall durch Einstreuungen entweder vom Netzteil oder vom Motor, deshalb befolge den Rat der anderen und kaufe dir ein anderes System auch wenn das Grado ansonsten klanglich großartig ist, 127 Euro hab ich bezahlt, heißt Prestige Red und ich bin begeistert über die Präzision die auf einmal aus meinen Platten kommt. Mit der 25 Jahre alten Technics Nadel (System: Technics 270 C) hatte ich in den Innenrillen teilweise derartige Verzerrungen, schliesslich sind die meisten Platten ja nun auch schon älter und die meisten gebraucht gekauft, da dachte ich halt oft, dass sie vielleicht schlecht gepresst oder zu oft mit schlechten Kristallsystemen abgespielt worden sind, man weiß ja nie wo sie herkommen, auch wenn sie noch gut aussehen, aber auf dem neuen System sind die Verzerrungen fast ausnahmslos wie weg geblasen, es lohnt sich also schon wirklich, in ein neues besseres System zu investieren, aber nen anderen Plattenspieler würde ich dir auch nicht empfehlen, der SL-Q2 ist einfach nicht totzukriegen und du hast keinen Riemen, sehr wartungsarm, das ganze. Die High Ender raten zwar von Direct Drives ab, aber ich kann echt nich behaupten dass die schlechter klingen als Riementriebler. Ich denke eher dass ein gut harmonierendes System eine größere Rolle spielt.

CU Tobi
wörn
Neuling
#6 erstellt: 28. Nov 2006, 23:47
Hallo Amideboncouer,

Ich habe mir auch lange überlegt, ob ich mir einen neuen Plattenspieler zulegen soll. Aber wieso eigentlich? Ich habe den SL-Q2 seit fast 20 Jahren, und er läuft und läuft. Und das ohne Rumpeln, ohne hörbare Gleichlaufschwankungen. Selbst mit Kopfhörer (Sennheiser HD 650) hört man vom Plattenspieler nichts. Da muss nichts geschmiert werden; das Teil ist absolut wartungsfrei. Ich habe mir vor einem Jahr mal eine neue Nadel fürs Ortofon OMB 20 besorgen müssen, weil sich meine dreijährige Tochter als DJ betätigt hatte. Die alte (Nadel) hatte ich seit 1987.
Dass man das OMB 20 nicht an so einem "schweren" Tonarm betreiben soll, habe ich hier mal irgendwo gelesen, aber mein Holzohr meldet mir trotzdem immer schöne (Jazz-Rock-Blues-)Musik mit "grosser Bühne". Vielleicht manchmal sehr präzise und trocken, aber da mir Vergleiche fehlen und ich diesen Sound mag, bin ich zufrieden. Hab aber wegen der guten Kritiken schon das Denon DL 103 R als Weihnachtsgeschenk vorgemerkt.
Das schöne an der SME-Verbindung ist ja, dass man recht schnell mal den Tonabnehmer wechseln kann (und ganz abschrauben, um ihn vor dem musikbegeisterten Nachwuchs in Sicherheit zu bringen).
Seit ich den SL-Q2 über nen vernünftigen Vorverstärker (NAD PP2 "Rowen Swiss Edition") und nicht mehr über den bescheidenen Phono-Eingang vom Marantz PM7000 laufen lasse, macht er mir gleich nochmal soviel Freude. Jedenfalls: Falls der Technics mal irgendwann den Geist aufgeben sollte, kommt mir nur ein 1210er ins Haus, obwohl der für meinen Geschmack viel zu viel Schnickschnack hat.
Wenn ich die Kiste mal aufbekäme, würde ich wahrscheinlich die Cinch-Kabel gegen Reson-Kabel tauschen (kosten wenig, bringen einiges), aber ansonsten gibts da nichts zu tun(en).
Nilsemann
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 05. Aug 2007, 20:57
Mahlzeit,

würde das hier gerne mal aufleben lassen.

Ich habe hier auch einen Technics SL-Q2 stehen und habe auch zwei Tonabnehmer die sicher so alt sind wie der SL selber (ca.20 Jahre)

Nun wollte ich neue Nadeln kaufen - und habe nur welche als DJ Eq. gefunden... und viel gutes von einem OMB 20 gehört - den hab ich mir dann mal irgendwo im Internet angesehen und nun frage ich mich - wie soll ich den an meinen Arm bekommen?! Meine Tonabnehmer sehen so aus:

http://img68.imageshack.us/img68/7974/technic1bl4.png
http://img68.imageshack.us/img68/7974/technic1bl4.png

Und die Nadeln dazu so:



und hier bei einem Händler den OMB 20...



aber wie bekomm ich den an den Arm? Kann mir da jemand einen Tipp geben? Und einen Händler?

Gruß,
Nils


[Beitrag von Nilsemann am 05. Aug 2007, 21:00 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 05. Aug 2007, 22:40
Hallo!

Mal davon abgesehen daß das OMP 20 von der Nadelnachgiebigkeit her nicht gut an den Arm passt ist die Montage mit Hilfe einer kleinen Zange, eines Schaubenziehers und einer Justageschablone leicht zu bewerkstelligen. Das alte System schraubst du aus der abnehmbaren Headshell raus und ziehst die Kabelschuhe von den Pins des alten Systems ab, steckst sie auf die Pins des neuen Systems wieder auf (dabei auf den Farbcode achten) Schraubst das neue System in die Headshell und justierst das ganze dann mit der Schablone. Schablonen bekommst du auf dem Netz, zum Beispiel hier: http://www.ovi.ch/hifi/schablone/ Da gibt es auch eine Anleitung wie du das System mit Hilfe der Schablone justierst. Aus Technischer Sicht wäre im Übrigen ein System wie das Goldring Elektra wegen der niedrigeren Nadelnachgiebigkeit für den Tonarm sehr viel besser geeignet, hier noch ein Link zu einem Anbieter der das Goldring Elektra im Programm hat: http://www.phonophono.de/YA12104_1.php3?Kennung=


MFG Günther
Nilsemann
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 06. Aug 2007, 07:26
Oh ist das peinlich. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt wofür bei dem OMB oben dieser schwarze Klotz mit der Kerbe ist... tja. Es war wohl zu spät/früh für solch logische Herausforderungen.

Schönen Dank für Deine Empfehlung mit dem Goldring - werde die 80 Euro mal investieren.

Von der Adjustage habe ich ja noch nie etwas gehört - werde ich mich wohl mal einlesen müssen. Wäre auch die Möglichkeit gegeben das ganze ohne Adjustage zu betreiben
doc_barni
Inventar
#10 erstellt: 06. Aug 2007, 15:24
hallo,

beim goldring elektra lässt sich etwas sparen...

schau doch mal bei ebay - grossbritannien, dort habe ich letzte woche ein neues mit garantie für 50,-- incl. versand bekommen...

liebe grüsse vom

doc-barni
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 06. Aug 2007, 17:14
Hallo!

Ohne entsprechende Justage geht nix, aber das ist kein Hexenwerk. Es handelt sich hier immerhin um einen mechanischen Abtastvorgang der ohnehin stark fehlerbelastet ist. Zumindestens die beiden Parameter Überhang und Kröpfung müssen einigermaßen Stimmen damit weder das Abtastsystem noch der Tonträger irreparabel beschädigt wird.

MFG Günther
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