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RCA (Cinch) -Ausgang auf DIN-Eingang

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oldboy2
Neuling
#1 erstellt: 12. Nov 2006, 00:44
Hallo,

ich besitze einen Grundig Vorververstärker MXV 100.

Dieser besitzt nur DIN-Eingänge, die ich aber für den Anschluss von Geräten mit RCA-(Cinch)-Norm-Ausgang nutzen will, die wegen der unterschiedlichen Pegel und Impedanzen ja so nicht zusammengehen.

Auf

http://www.radiostor...-Cinch_30_15_de.html

habe ich nun gelesen, dass es eine Lösung wäre, einen Anschlußadapter zu haben, der zwischen Cinch-Ausgang und Din-Eingang auf beiden Kanälen einen Widerstand als Spannungsteiler in Reihe legt. Leider wird dort nicht gesagt, welchen Wert diese beiden Widerstände je haben müssen, sind das die berühmten 47 kOhm?

Für den umgekehrten Fall, daß ich mit den DIN-Ausgängen des Vorverstärkers Geräte mit RCA-Eingängen bedienen will, wird geraten, 2 Widerstände im DIN - Gerät zu überbrücken, die an der DIN - Buchse säßen und mit den Ausgangskontakten 1 + 4 verbunden seien

Tatsächlich sitzt im MVX 100 hinter den Eingangskontakten 1 + 4 jeweils ein Widerstand von 1,3 MOhm von dem es dann weiter auf den Ausgang der Tonausgangsstufe geht.

Kann ich diesen Widerstand tatsächlich ersatzlos überbrücken um so den höheren Pegel für den Cinch-Eingang am anderen Gerät zu gewinnen, ohne daß die Transistoren (BC 560 C)in der Tonausgangsendstufe des MVX 100 zuviel Leistung ziehen und abrauchen, oder welche Lösung Könnte hier gefunden werden?

Ich Danke für die Hilfe im Voraus.

MfG, den Lötkolben in der Hand

oldboy2
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 13. Nov 2006, 21:26
Hi, Impedanzen hin und her, ich würde zunächst mal einfach einen normalen Adapter nehmen und mal ausprobieren, wie es klingt.

Gruß Silberfux
oldboy2
Neuling
#3 erstellt: 14. Nov 2006, 22:13
Hallo Silberfux

Danke für den Rat, aber ich habe natürlich schon die "einfache", direkte Verbindung ausprobiert. Natürlich ohne Erfolg: Zu leise und verbrummt. Hochpegelausgang auf Stromeingang geht eben nicht.

Ich würde mich freuen, wenn jemand Erfahrung oder eine Schaltung hat, die die Pegelwandlung bewerkstelligen kann.

Gruß

oldboy2
Uwe_Mettmann
Inventar
#4 erstellt: 14. Nov 2006, 23:27
Hallo oldboy2,

ein einfacher Adapter Cinch-Ausgang auf DIN-Eingang muss passen. Das einzige mögliche Problem ist, dass der Pegel aus dem Cinchausgang zu hoch ist. In diesem Falls ist eine Widerstandanpassung notwendig.

Daher wundert es mich, dass es bei Dir zu leise ist und brummt. Da ist irgendetwas nicht in Ordnung.

Ich habe zwei Saba-Receiver, an denen ich Geräte mit Cinch-Ausgang angeschlossen hatte und bei einem noch habe. Dies hat immer problemlos funktioniert.

Dies mit dem Stromeingang stimmt für den Eingang von Tonbandgeräte, aber nicht für Verstärker. Die von Dir verlinkte Seite beschreibt ja auch den Anschluss eines Tonbandgerätes als Aufnahmegerät und nicht den Anschluss des Verstärkers an ein Quellgerät.

Vielleicht ist ja das Adapterkabel defekt oder falsch belegt (z.B. gedacht für die Aufnahme mit einem Tonband). Ich verwende immer Adapterkabel mit 4 Cinchssteckern. So kann man ausprobieren, welche Cinchstecker funktionieren, ohne dass man sich mit der Anschlussbelegung rumschlagen muss.


Viele Grüße

Uwe
pet2
Inventar
#5 erstellt: 14. Nov 2006, 23:42
Hallo,

diese Adapter werden offensichtlich nach dem Zufallsprinzip zusammengebruzzelt .
Einfach alles durchprobieren, irgendwann passts .
Im Übrigen gab es in den 70ern viele Verstärker die für einen Tapeanschluß beide Buchsen besassen.
Bei meinem Kenwood KA-5700 kann an Tape 2 auch ein Gerät mit Din-Steckern angschlossen werden.

Gruß

pet
oldboy2
Neuling
#6 erstellt: 15. Nov 2006, 02:53
Hallo Uwe,

vielen Dank für die Antwort.

Bezüglich des "Brumms" muss ich zurückstecken, da habe ich mich wohl tatsächlich beim ersten Ausprobieren "verstöpselt".

Tatsächlich kann ich an die DIN-Eingänge des Grundig problemlos Hochpegelsignale von einem anderen Gerät kommend anlegen.

Wenn ich allerdings an den Tapebuchsen des Vorverstärkers (DIN-Buchsenpins 1+4) ein tadellos über einen anderen DIN-Eingang hereinkommendes Signal wieder auf den Hochpegeleingang eines anderen Gerätes (z.B. AUX-Eingang eines Vollverstärkers) gehe, dann erhalte ich nur ein relativ leises, wenn auch unverzerrtes Signal am Ausgang des Vollverstärkers zu hören. Der Stromausgang 1+4 an der DIN-Tapebuchse des Vorverstärkers ist wohl zu niedrig im Pegel für den RCA-Eingang des wiedergebenden Vollverstärkers.

Im Sinne der Lösung dieses Problems fragte ich schon in meinem ersten Posting:


Für den umgekehrten Fall, daß ich mit den DIN-Ausgängen des Vorverstärkers Geräte mit RCA-Eingängen bedienen will, wird geraten, 2 Widerstände im DIN - Gerät zu überbrücken, die an der DIN - Buchse säßen und mit den Ausgangskontakten 1 + 4 verbunden seien

Tatsächlich sitzt im MVX 100 hinter den Eingangskontakten 1 + 4 jeweils ein Widerstand von 1,3 MOhm von dem es dann weiter auf den Ausgang der Tonausgangsstufe geht.

Kann ich diesen Widerstand tatsächlich ersatzlos überbrücken um so den höheren Pegel für den Cinch-Eingang am anderen Gerät zu gewinnen, ohne daß die Transistoren (BC 560 C)in der Tonausgangsendstufe des MVX 100 zuviel Leistung ziehen und abrauchen, oder welche Lösung Könnte hier gefunden werden?


Bleibt noch meine Frage nach den Widerstandswerten (in Ohm) für die auch von Dir angesprochene "Widerstandsanpassung" bei zu hohen Pegeln am RCA-Ausgang der am Grundig angeschlossen Quelle. - Vielleicht kannst Du mir da was sagen?

Vielen Dank für die Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

oldboy2

PS: Danke auch an pet2.
Uwe_Mettmann
Inventar
#7 erstellt: 15. Nov 2006, 10:28
Hallo oldboy2,

mit der Belegung des DIN-Anschlusses ist das so eine Sache. Bei manchen Geräten liegt an den gegenüberliegenden Pins, also 3 und 5; ein höherer Pegel an. Also probiere die Pins mal aus.

Ansonsten löte anstelle der MOhm-Widerstände 1 kOhm-Widerstände ein. Du kannst sie auch parallel löten, so dass Du die MOhm-Widerstände nicht entfernen musst.

Vergesse die Kondensatoren nicht, die in Reihe mit den Widerständen sind. Diese sollten 1,5 µF oder größer sein.

Falls es knackt, wenn Du beim Vollverstärker den Grundig anwählst, so löte von Pin 1 und Pin 4 jeweils 100 kOhm gegen Masse.


Viele Grüße

Uwe
oldboy2
Neuling
#8 erstellt: 15. Nov 2006, 14:24
Hallo Uwe,

vielen Dank für die prompte Antwort.

zur Sache:


Uwe sagte: mit der Belegung des DIN-Anschlusses ist das so eine Sache. Bei manchen Geräten liegt an den gegenüberliegenden Pins, also 3 und 5; ein höherer Pegel an. Also probiere die Pins mal aus.


Die Pins 1-3 sind beim MVX alle als Eingang (DIN) geschaltet, allerdings lassen sich, wie bereits gesagt, tatsächlich in der Regel Hochpegelgeräte problemlos anschließen. (Ausnahme ein LINE-Ausgang auf separater DIN-Buchse, dort pins 1+3, aber der funktioniert sowieso in meinem Sinne).


Uwe sagte: Ansonsten löte anstelle der MOhm-Widerstände 1 kOhm-Widerstände ein. Du kannst sie auch parallel löten, so dass Du die MOhm-Widerstände nicht entfernen musst.


Das werde ich bei Gelegenheit mal machen (ZEIT müsste man haben, jetzt gehts erst mal für 1 Woche auf Dienstreise). Das Ergebnis würde ich dann posten.


Vergesse die Kondensatoren nicht, die in Reihe mit den Widerständen sind. Diese sollten 1,5 µF oder größer sein.


Lt. Schaltplan liegen mit den 1,3MOhm Widerständen Kondenstoren mit 47nF in Reihe, die wären ja dann zu klein, oder?

Nochmals vielen Dank für die Hilfe

Mit freundlichen Grüßen

oldboy2
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 15. Nov 2006, 19:58
Hallo oldboy2,

bei 47 nF kann es passieren, dass die Bässe fehlen.

Das lässt sich auch leicht berechnen.

Der Kondensator berechnet sich nach folgender Formel:

C = 1 / (2 x 3,14 x f x Ri)

Ri: Eingangswiderstand des Vollverstärkers, denn ich mit 10 kOhm angenommen habe (wird tatsächlich größer sein).
f: untere Grenzfrequenz, bei der ein Pegelabfall von 3 dB auftritt. Ich haben 10 Hz angenommen.
C: Kapazität des Kondensators

Wenn Du die Werte einsetzt, erhältst Du 1,59 µF.


Viele Grüße

Uwe
Passat
Moderator
#10 erstellt: 15. Nov 2006, 23:50
Ohne zu basteln, kannst du auch bei z.B. Conrad einen kleinen Baustein kaufen, der diese Pegel- und Impedanzanpassung macht. Da ist der Pegel mit Potis auch regelbar, so das es eigentlich immer passend ist.

Grüsse
Roman
oldboy2
Neuling
#11 erstellt: 17. Nov 2006, 20:17
Hallo Uwe,

Vielen Dank für dein detaillierten Angaben, die sehr lehrreich sind.

Ich habe noch einen alten Test aus HIFI stereophonie mit Meßwerten für den Grundig, sodaß ich den Kondensator wohl genau genug berechnen werden kann.

Allerdings ist mir nicht klar, welche Art von Kondensator da nötig ist: Keramik-, Tantal-, Schicht- oder ElekrolytKondensator?

Thx

Gruß

Uwe (oldboy2)




Hallo Roman,

Danke für den Tipp.

Ich nehme an, Du meinst den Baustein

Conrad-Art.-Nr. 19 53 59-66 (akt. Katalog, S. 1052)?

Eingangsspannung: 100 mV
Ausgang: 150 mV - 4 V (regelbar)
Frequenzbereich: 20 Hz - 20 kHz

Das ist der Einzige, den ich in der Art dort gefunden habe. Der braucht aber mindstens 100mV am Eingang, während die TB-DIN-Ausgänge des Grundig nur ca. 5mV an 10 kOhm abgeben.

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Gruß

Uwe (oldboy2)


[Beitrag von oldboy2 am 17. Nov 2006, 20:27 bearbeitet]
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