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Pre-Out an Soundkarte, Spannungsverhältnisse ?

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Beitrag
duhering
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 31. Mrz 2007, 00:19
Hallo Tüfftler, Bastler und Fachleute,

da ich schon längere Zeit im Forum lese und dies mein erster Beitrag ist, erstmal etwas zu meinem Namen : einer erzählte mal etwas von Dual, worauf der andere antwortete, was heißt hier eigentlich dual, duhering Du. Das hat mir so gut gefallen, daß ich es aufgegriffen habe und nun hier verwende. Tatsächlich heiße ich Klaus.

In den 70ern habe ich mir einen Thorens TD 160 mit SME-Arm und Shure V-15 (II od. III?) zusammengespart, 20 Jahre in vollen Zügen genossen und dann in die Tonne getreten, weil ich dachte, nur noch CD´s zu hören. Anfang letzten Jahres wollte ich dann aus Platzmangel meine Schallplattensammlung (ca. 650 LP`s) loswerden, diese aber vorher noch digitalisieren. Den dann angeschafften Plastikbomber von Conrad konnte ich noch rechtzeitig umtauschen und einen sehr schönen Thorens TD 320 mit TP 16 IV in ebay ersteigern. Beim Platten aufnehmen über einen 20-Euro-Vorverstärker kam ich dann natürlich wieder auf den Geschmack, weshalb ich nun außerdem noch einen 1a-funktionierenden TD 160 (zum Ausschlachten angeboten), einen TD 125-II in Superzustand für 50,00 Euro, einen Tonarm TP 16 IV, 10-Zoll und einen TD 126-III für den Tonarm besitze. Mit zunehmenden statt abnehmenden Platzmangel trat natürlich auch noch der Zeitmangel hinzu, da die Plattenspieler ja geputzt, umgebaut, eingestellt und an die Wand gedübelt werden mußten.

Bevor ich nun weiter digitalisiere, habe ich mir einen Marantz 2230 Receiver ersteigert, da ich denke, er hat einen besseren Entzerrer-Vorverstärker als mein no name Produkt. Über den Tape-Ausgang des Verstärkers funktioniert auch alles bestens, wobei ich über die Qualität aber erst urteilen möchte, wenn ich ein paar Stunden Musik gehört habe.

Lieber wäre mir jedoch, das Ausgangssignal vom Pre-Out-Anschluß zu bekommen, da ich dann sämtliche Funktionen des Vorverstärkers nutzen könnte.

Und dazu habe ich nun eine Frage an Euch:

Kann ich meine Soundkarte "C-Media Rear Panel Audio" meines Aldi-PC´s bedenkenlos an den Pre-Out des Marantz anschließen ohne den PC aufzurauchen? Leider habe ich im Netz weder etwas über die Ausgangsspannung des Vorverstärkers an Pre-Out noch etwas über die (maximale)Eingangsspannung der Soundkarte (ist glaube ich gar keine Karte sondern im Motherboard integriert) gefunden.

Bin mal gespannt, Klaus
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 31. Mrz 2007, 07:42
Hallo!

Im Prinzip ist das einzige war passieren kann wenn du einen Auftrennbaren Receiver mit dem Pre Out an den Line In deiner Soundkarte hängst das du -Falls dein Line Out mit der Enstufe verbunden wird und du somit den Rechner quasi wie ein Effektgerät einschleifst- daß deine Endstufe durch die zusätzliche Verstärkung übersteuert wird und daß -wenn du die Lautstärke soweit aufreißt daß Digitale Verzerrungen entstehen können. Rätselhaft ist mir allerdings welche Vorteile beim Aufnehmen dieses Verfahren haben soll, die Möglichkeiten der Soundbearbeitung die dir der Rechner bei der Verwendung einer entsprechenden Software liefert gehen bei weitem über alles hinaus was du mit einem einfachen Receiver jemals erzielen kannst und lassen im Grunde eigentlich keine diesbezüglichen Wünsche offen.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 31. Mrz 2007, 09:53
Hi, ich versteh schon, es geht darum, die analoge Klangregelung mit einzusetzen. Außer der Gefahr einer Übersteuerung sehe ich da auch kein Risiko. Aber einen anderen Punkt der Qualitätsverbesserung solltest Du bedenken, und zwar ist die A/D-Wandelung bei preiswerten Soundkarten und insbes. Onboard-Soundlösungen häufig nur bedingt geeignet für hochwertige Musikaufnahmen. Aber erstmal ausprobieren.

Gruß von Silberfux
duhering
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 31. Mrz 2007, 23:20
Hallo Günther, hallo Silberfux,

jetzt habt ihr mir Mut gemacht, sodaß ich Sonntag nachmittag die Verbindung herstellen werde.

Da ich den Receiver während der Aufnahmen als reinen Vorverstärker nutzen will und die Endstufe praktisch ohne Funktion bleibt, hoffe ich keinen Effektgerät-Effekt zu erzeugen.

Der Grund für die Nutzung der Vorverstärkerfunktionen liegt in der Erwartung, einen höheren Eingangspegel als über Rec out zu erhalten, damit bei meinem Programm (Music-Cleaning) die Pegel bei der Aufnahme auch mal fast an den roten Bereich kommen.

Meine Soundkarte dürfte eigentlich ganz gut sein, da sie immerhin 320 kbit/s und 44.100 Hz verarbeiten kann.

Zwischenzeitlich habe ich weiter recherchiert und die Ausgangsdaten von dem größeren aber wohl ähnlichen Marantz 2270 gefunden. Der liefert an Rec-Out ca. 150 mV und an Pre-Out 1,5 V - also das 10-fache. Was die angegebenen Ohm-Werte jeweils dazu bedeuten, weiß ich aber nicht.

Meine Angst kam hauptsächlich daher, weil ich bei neueren Vorverstärkern etwas von 9 oder 15 Volt Ausgangsspannung gelesen hatte. Mit solchen Werten hätte ich mich nicht getraut meinen PC zu belasten.

Vielen Dank für die Hilfe und wenn alles läuft, melde ich mich hier noch mal kurz,

Gruß Klaus
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 01. Apr 2007, 09:46
Hallo!

Eigentlich sollten die 150 Millivolt deines Rec-Out Ausganges hinreichend sein deine Soundkarte auszusteuern, den Rest kannst du ohnehin leichter durch Normalisieren der fertig bearbeiteten Sounddateien erreichen. Bei den Abtastwerten deiner Soundkarte wirfst du im übrigen etwas durcheinander, zwar kannst du mit einem entsprechenden Programm MP3 Dateien mit dem Wert 320 KB/Sec aufzeichnen, das hat allerdings nichts mit der A/D-Wandlung zu tun sonder ist ein Format, allerdings lässt deine genante Abtastrate (44,1 KHz) den Schluß zu daß du in normaler 16 Bit Qualität wandeln kannst. Digitale Übersteuerungen machen deine aufgezeicheten Dateien übrigens unbrauchbar, deswegen sollte man darauf achten das die Aussteuerungsanzeige eben nicht nahe am roten Bereich ist sondern sich etwa in der Mitte des gelben Bereiches bei Rock/Popmusik oder bei Jazz/Klassik -und anderer Dynamikreicher Musik- am Anfang des gelben Bereiches bei leisen Stellen befindet. Ansonsten hast du unter Umständen zuwenig Headroom für Dynamikspitzen und für die nachfolgende Bearbeitung der Wave Dateien.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#6 erstellt: 01. Apr 2007, 10:47
Hi, dass der Rec Out häufig nicht ausreicht, um voll auszusteuern, habe ich auch schon in mehreren Kombinationen erlebt. Übrigens auch schon am analogen Kass-Rekorder. Ich setze deswegen einen skalierbaren Vorverstärker (Supa) ein.

Gruß Silberfux
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 01. Apr 2007, 11:00
Hallo!

@silberfux

Hattest du den Effekt auch bei Geräten mit integriertem Phonoverstärker oder nur bei Geräten mit auschließlich Hochpegeleingängen? Ich beschäftige mich eigentlich nur noch mit Vintage-Geräten und konnte bei denen bisher immer eher einen zu hohen Pegel bei Phono feststellen. Vorstellen kann ich mir das allerdings gut bei moderneren Geräten deren Hochpegeleingänge vor allem auf Digitalgeräte mit Ausgangsspannungen zwischen 1 und 2 Volt abgeglichen sind. Die alten Geräte haben dagegen eine Eingangsempindlichkeit von 150-200 Millivolt.

MFG Günther
duhering
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Apr 2007, 16:26
Hallo Günther, hallo Silberfux,

die Verbindung pre-out/PC ist hergestellt - ich bin begeistert !!

Sowohl mit dem rec-out als auch mit dem externen VV habe ich zwar immer einen Pegel im gelben unteren Bereich bei voll aufgedrehten PC-Reglern erreicht aber kam nie darüber.

Mit dem pre-out komme ich nun endlich in den mittleren- und wenn ich wollte auch in den Übersteuerungsbereich. Um die Musik nicht zu verfälschen, benutze ich dazu aber nur den Lautstärkeregler; die Höhen-, Mitten und Bassregler und -filter bleiben in neutraler Stellung, stehen aber theoretisch voll zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil ist der genaue Kanalabgleich. Habe nämlich im Mono-Versuchsbetrieb festgestellt, daß der linke Kanal etwas schwächer kommt als der rechte, was eventuell an meinen Kabeln oder deren Lötstellen liegt. Mit dem Balanceregler kein Problem !

Des weiteren habe ich einen zweiten Plattenspieler über den externen Vorverstärker und den Aux-Eingang des Marantz im Wechsel mit dem ersten Plattenspieler angeschlossen. Der hörbare Unterschied zum Entzerrer des Marantz ist verblüffend. Der Marantz klingt für mein Gehör x-mal besser!

Meine Soundkarte kann bei Wave sogar 24 bit 48 kHz, was ich aber selten nutze, da es mir darauf ankommt, möglist viel Musik auf DVD´s für unterwegs, den PC oder im Pachtgarten zur Verfügung zu haben. Also mache ich MP3 in 192 kbit/s, was für meine Ohren und die Telefunkenanlage im Garten reicht.

Dachte übrigens, daß die 48 kHz etwas mit dem oberen Frequenzbereich der verarbeitbaren Musik zu tun hätten.

Also ohne einen von den wohl besseren Entzerrer-Vorverstärken wie NAD oder Pro-jekt je gehört zu haben, würde ich jedem empfehlen, sich lieber einen guten Verstärker aus der Zeit der guten alten Platten zu ersteigern und deren Vorverstärker zu nutzen.

Gruß Klaus
duhering
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 01. Apr 2007, 16:50
Ach, noch als Nachtrag:

Die Nachbearbeitung meiner aufgenommenen Schallplatten beschränkt sich eigentlich nur auf das Beseitigen von Knistern, Knacksern und Rauschen. Ich denke die Anhebung oder Absenkung von Höhen und Tiefen würden doch die Originalaufnahmen mächtig verändern. Die Höhen-/Tiefeneinstellung nehme ich lieber beim Abhören der fertigen Musik individuell vor.

Gruß Klaus
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 02. Apr 2007, 10:21
Hallo!

Zumindestens besser als eine NAD PP2 müßte der Entzerrer des Marantz auf alle Fälle sein, das ist im grunde eine Billiglösung mit Doppel Op und zwei vorgeschalteten Transistorstufen für MC aus der Mitte der 80ger. Inwieweit man noch vom Orginal sprechen kann wenn man das Musikmaterial ohnehin auf ein Komprimiertes Format bringt? Einige zusätzliche Bearbeitungsschritte sind da m.E. durchaus Vorteilhaft um die ganze Geschichte dem jeweiligen Abspielgeröät anzupassen. Die 48 KHz stellen die Doppelte Frequenz das höchsten Abtastbaren Wertes dar, die 16 Bit stellen die Auflösung dar die Notwendig ist um diesen Wert auch Nutzen zu können. Aber hauptsache du bist mit dem Ergebniss zufrieden alles andere ist ohnehin Geschmackssache.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#11 erstellt: 03. Apr 2007, 08:18
Hallo Günther,

hatte Deine Frage oben leider bisher übersehen. Habe das offen gesagt nicht mehr ausprobiert, weil ich eben die externen VVs nutze. Werde den internen VV meines Denon 2000R demnächst mal probeweise in Betrieb nehmen und dann berichten. Ist allerdings nicht so einfach, weil ich an meinen hauptsächlich benutzten Drehern nur noch sehr kurze Kabel habe, die gerade bis zum unmittelbar daneben platzierten VV reichen, aber nicht bis zum 2000R.

Gruß von Silberfux
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 03. Apr 2007, 12:58
hallo!

@silberfux

Ich bin schon mal auf das Ergebniss gespannt, externe Enzerrer sind für mich immer nur ein Notbehelf (ich weiß das ist ein Vorurteil, aber da kann und will ich nicht über meinen Schatten springen) Ich denke die optimale Anpassung von Phonoteil und Hochpegelstufe innerhalb des Vorverstärkers ist durch nichts zu ersetzen.

MFG Günther
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