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Vinylmaster auf TP63

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Beitrag
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Dez 2003, 09:09
Hallo Gemeinde,

ich versuche, einen Vinylmaster Blue auf dem Thorens TP63
zu montieren und zu justieren.
Dabei ergibt sich folgendes Problem:

stelle ich die Tonarmgeometrie so ein, dass das
TonarmROHR parallel zur Plattenoberfläche liegt,
dann ist das System selbst sichtbar "schief", in der Form,
das es zur Nadel hin niedriger auf der Platte steht,
d.h. der VTA müsste um einige Grad zu hoch sein.
(wieviel Abweichung ist hier tolerabel?). Kann man beim
Vinylmaster die untere Kante des Systemkörpers als
"Referenzkante" nehmen?

Lege ich den TP63 umgekehrt mit der Headshell auf eine
ebene Fläche, dann verläuft das Tonarmrohr nicht 100%ig
parallel zu der Fläche. Eher ist es so, dass die Headschell
minimal nach vorne / unten abgekippt ist.

Um den TA entsprechend "grade" zu bekommen, muss ich
ca. 6 mm Distanzplättchen dazwischenlegen. Das sieht
optich komisch aus und ist wohl auch akustisch
suboptimal. Ich habe jetzt einfach ein Distanzplättchen
schräg gefeilt, und jetzt passt es, und der TA sitzt
gerade / parallel zur Platte, das Tonarmrohr nächerungsweise
auch, die Headschell nicht ganz...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ? Eigentlich sollte
doch der TA entsprechend gerade sitzen, wenn das Tonarmrohr
entsprechend ausgerichtet ist. Hat Thorens "absichtlich"
eine kleine Neigung in die Headshell eingebaut ?
Ist evtl. die TA-Führung des TP63 etwas geneigt?
Wie kritisch ist das überhaupt zu sehen, vielleicht
bin ich ja auch nur "überpenibel" ??

Danke im Voraus und Gruß
Stephan
Albus
Inventar
#2 erstellt: 16. Dez 2003, 14:33
Tag,

verstehe ich richtig, dass die Headshell um Millimeter abgeknickt ist? D.h., die Befestigungsebene der Hedshell hat ein Gefälle, vom Tonarmrohr her gesehen - was nicht sein darf, auch nicht bei bekannter Thorens-Qualität.

Der VTA ist genormt mit 20 -0/+5 Grad, bis 30 Grad kann noch brauchbar funktionieren, heißt ohne übermäßige Verzerrungen.

Beides zu beachten ist nicht pingelig.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 16. Dez 2003, 14:34 bearbeitet]
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Dez 2003, 19:12
Albus,

ja, es ist so, dass die Headshell ein klein wenig
nach vorn miniml abfällt. Sie ist nicht justierbar,
da die fest ans Rohr angepresst ist. Dabei kann
eigentlich auch nichts schief gehen.
Es sieht so aus, als wäre die Shell selbst nach
vorne abfallend. Da die Shell aber ein Gussteil ist,
würde es dann so gehören (kann ja sein, dass Thorens das
extra so gemacht hat)

Wo hast Du die 30 % her, das kommt mir doch recht viel vor. Jedenfalls wäre ich dann wohl locker in der
Toleranz.
Andere Quellen behaupten, wenn man den Tonarm an der
Basis um einige (wenige) Millimeter ändert, hätte das
deutliche Klangveränderungen zu Folge. Wenige mm an
der Basis ergeben aber keine 10 Grad zusätzlich
am Tonabnehmer. Grob : Tonarmlänge 25 cm,
5 mm Änderung an der Basis :
winkel = invsin (5 / 250 )= 1,3 Grad, die sich schon
stark bemerkbar machen sollen
drbobo
Inventar
#4 erstellt: 16. Dez 2003, 19:32
Hallo
also bei meinem Player kann ich mich nicht erinnnern, dass die Headshell nach vorne abfällt, bin allerdings nicht zu Hause, so dass ich nachsehen könnte, auf der Sizze hier

siehts aber auch nicht so aus.
Vielleicht doch etwas verbogen?
Albus
Inventar
#5 erstellt: 17. Dez 2003, 08:50
Morgen,

kurz: es gab eine Plattenschneidemaschine mit 30 Grad Schneidwinkel. - Hinzu kommt, dass die Systeme selbst mit Toleranzen montiert sind, kleinere Verschiebungen realisieren gelegentlich erst das Optimum des jeweiligen Exemplares. Jetzt: nur Pedanten wählen Schneidwinkel der Platte und VTA des Tonabnehmers nominell kongruent; die tatsächlichen Verhältnisse müßten je erst mikroskopisch und/oder ozilloskopisch ermittelt werden (zB Phasenabweichungen zwischen den Kanälen des Systems).

Headshell-Gefälle halte ich, aus Erfahrung, für einen Fehler (nur DUAL hatte einst eine variable derartige Konstruktion).

MfG
Albus
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 17. Dez 2003, 09:26
naja, stutzig geworden bin ich ja,
weil der TA mit seiner Unterkante
sichtbar nicht parallel zur Platten-
oberfläche war. Ausserdem kann man eine
Abweichung erkennen, wenn man am TA
vorbei auf die Mittelachse peilt:
Der Spalt zwischen der Mittelachse und
der TA-Kante sollte wohl auch gleichmässig
verlaufen und nicht spitz zulaufen.
Das Headshell-Gefälle
ist minimal (aber bei 2 Tonarmen
feststellbar, scheint also so
zu gehören), trägt aber zur
nicht-parallelität des TA bei.
Ausserdem habe ich den Eindruck
(kann es aber nicht richtig erfassen)
dass beim Anschrauben des TA an die
Shell der TA zusätzlich etwas schräg wird
(obwohl der TA selbst rechtwinklig ist
und die Führung für die Schrauben auch
parallel mit der Headshell-Oberkannte
ist, denn die "Gesamtschrägheit" (!!)
ist grösser als die Abweichung der Headshell.


Gibt es denn hier niemanden, der ein Vinylmaster
am TP63 betreibt, das müsste doch eine gängige
Kombination sein? Wie sieht es denn mit anderen TA
aus ? Ranschrauben und parallel?
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Dez 2003, 08:07
Nachtrag :

so, mit einem anderen Tonarmrohr sieht die Sache
besser (nicht perfekt, aber akzeptabel aus).
Was mich wundert: ich kann mir kaum vorstellen,
der Einzige mit diesem Problem zu sein.
Enweder ist es mit der legändären Thorens-Qualität
an dieser Stelle nicht so weit her, oder es
handelt sich um normale Fertigungsgtoleranzen und
ich bin doch etwas überpenibel. Dann sehe ich aber
auf er anderen Seite den Widerspruch zu der
geforderten VTA-Genauigkeit, und dass minimale
Fehljustierung erheblichen Einfluss auf den Klang
haben sollen.

Anyway, jetzt sieht der Thorens richtig aus und hört sich
gut an ...

Frohen Weihnachten,
Stephan
Albus
Inventar
#8 erstellt: 19. Dez 2003, 09:06
Morgen Stephan,

Deine Beobachtungen haben Dich auf die bekannte Thorens-Qualität aufmerksam gemacht ("Irgendetwas fehlt immer!", Stoßseufzer des Händlers angesichts des geöffneten Kartons und der verabredeten Wochendauslieferung).

In Deinem Fall ist die Headshell schlicht nicht fest mit dem Tonarmrohr verbunden.

Thorens wußte (?) vermutlich, warum die Geräte mit den robusten Stanton Tonabnehmern ausgerüstet wurden; mit den Stanton-Typen mußte man es nicht so genau nehmen.

MfG
Albus
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Dez 2003, 09:50
Albus,

danke für Deine Antwort. Die Headshell ist zwar
FEST, aber durch das aufquetschen der Shell ans
Rohr enstehen scheinbar gewisse Toleranzen.
(von Alterung würde ich mal nicht ausgehen)

Für mich wäre es einfach hilfreich wenn einige andere
Thorens-User ihre Erfahrungen hier berichten
würden. Wie eng sehen es die anderen User denn ?

Es gibt immerhin Leute, die diskutieren über die Auswirkungen verschiedener Platten-Dicken auf den VTA, und
die damit verbundenen Klangveränderungen!

Es gibt auch aussagen wie : "gehe mal zu <bekannter
Phonoshop in Berlin> und lass' Dir mal den Einfluss
von einigen mm an der Tonarmbasis vorführen"

Das macht mich stutzig.

Oder ist es einfach so, dass bei 'nem Thorens mit
einem Vinylmaster "ungefähr gerade" genau genug ist ?,
und diese Effekte erst bei viel hochwertigeren
Spielern / Systemen zum Tragen kommen.

Ich lese auch, dass schärfere (bessere?, jedenfalls
teuerer) Nadelschliffe hier anspruchsvoller sein sollen,
d.h. bei nem VM BLUE macht man sich schon mehr Gedanken
als beim VM RED, beim VM white ist sowieso alles egal
und das VM silver ist hyperkritisch ???

Kann jemand evtl. mal die Thorens-Tonarmlehre
ausmessen und mir die mm-zahlen geben ?

Danke & Gruß
Stephan
Albus
Inventar
#10 erstellt: 19. Dez 2003, 10:05
Morgen,

will einer sich selbst Antworten verschaffen, dann nehme man die alte Ortofon Testplatte zur Hand und durchlaufe die Testbänder auf Seite 1, insbesondere Kanaltrennung (!), Laufgeräusch, Geräuschabstand, Abtastfähigkeit, Tiefenrsonanz (horizontal, vertikal). Oder, die Shure TTR 117, die Abtastniveau-Testbänder, Tiefenresonanztests insbesondere.

Zweckmässiges Abhören der Tests per Kopfhörer.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Dez 2003, 10:06 bearbeitet]
drbobo
Inventar
#11 erstellt: 19. Dez 2003, 16:34
Hallo
also meine Kombination (siehe Profil) scheint optimal eingestellt und auch völlig gerade. So sollte es auch sein.
Am Einzelfall, insbesondere beim Gebrauchtgerät (vielleicht auch noch mit der Post geschickt?) lässt sich über übliche Toleranzen natürlich nichts aussagen (weder negativ noch positiv)
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