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Welche Nadel denn jetzt?

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Cojones
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Jan 2008, 17:41
Hallo Leute!!

Mal wieder könntet ihr meine letzte Hilfe sein, denn ich hab ne menge Fragen die Google und dieses Forum nicht beantworten konnten....

Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher das sich die Nadel meinesPlattenspielers, nämlich der Jaytec DJ2-T (jaja, ich weiß.... aber ich bin halt nur Azubi und hab keine Kohle...) langsam verabschiedet, ich hör schon so oft kratzende und unschöne andere Geräusche dass ich mich schon garnicht mehr traue irgendeine Platte abzuspielen. Mein aktueller Tonabnehmer war beim Gebrauchtkauf des Spielers dabei, is von Audio Technica (hab leider keine Ahnung welches Modell das ist) mit ner 1/2"-Befestigung.

Den möchte ich nun austauschen. Ich hab mich da nu schon ein paar Tage mit beschäftigt und eingelesen, aber es wird mir alles nie wirklich klar.
Ich benutze meinen Plattenspieler zum reinen Platten hören, kein scratchen, mixen oder aufnehmen, ich will nur den warmen und schönen Klang einer Platte genießen.

Dazu sagt man natürlich im allgemeinen das ein Tonabnehmersystem mit einer elliptischen Nadel vom Klang her viiieeel besser sein soll, weil der sphärische Schliff eher zum scratchen geeignet ist. Da wird einem immer wieder erzählt das elliptische Nadeln teurer sind. Is mir aber nicht aufgefallen, oder hab ich vertan? Ich mein, es geht um die Preisklasse bis 80€, und irgendwie sind da fast mehr elliptische Tonabnehmersysteme vorhanden!
Es gibt aber auch Seiten, die behaupten das der Klang-Vorteil der elliptischen Nadel in einem Frequenzbereich stattfindet der im Normalfall kaum hörbar ist. Stimmt das?
Denn sollte da kaum ein Vorteil sein, lass ich mir doch mein schwarzes Gold nicht von so einer Nadel kaputt machen! Aber das Interessiert mich auch noch: Kann man das irgendwie, also "pi * daumen" zahlenmäßig festmachen wie sehr so eine Nadel im Vergleich zu der sphärischen die Platten mehr abnutzt? Es ist wichtig für mich recht lange was von meinen Platten zu haben, und ich höre sie auch fast täglich! Ich meine, sagen wir mal so, wenn ich eine Platte 50 mal gehört habe, und zwar mit ner elliptische Nadel, ist die Abnutzung dann da schon merklich, also so, das wenn ich mir ne sphärische Nadel gekauft hätte, die das elliptische System mit dieser 50 mal gespielten Platte wieder aufholt weil die inzwischen kaputt ist?

Ungeklärt blieben auch meine Fragen zum Thema Einbau. Muss man bei einer elliptischen Nadel die Justierung komplett verändern? Oder auch schon dann, wenn ich einen anderen Tonabnehmer benutze? Wenn man von Physik nicht die größte Ahnung hat, sollte man sich da dann ne Justierschablone kaufen? Und sollte man dann auch das lieber von einem Fachmann erledigen lassen?

Außerdem wird auch oft behauptet das man sich da auch nach dem eigenen Musikgeschmack richten sollte. Aber das wär bei mir nur schwer möglich, ich hab keinen festen Musikgeschmack, hauptsächlich ists aber Rock und Hip Hop. Und Raggae. Und Electro. Und Live-Sounds. Und alte Klassiker... Ach....

Nun gut, wenn es möglich ist, wäre ich euch sehr dankbar wenn ihr mir mal ein paar Tonabnehmermodelle in meiner Preisklasse vorschlagen könntet.

So, ich hoffe ich habe euch mit diesem Haufen von Fragen nicht direkt erschlagen! Für Antworten danke ich euch schonmal im Voraus, denn ihr scheint wirklich meine aller letzte Hilfemöglichkeit zu sein!! Danke Danke!

Greetz!
pet2
Inventar
#2 erstellt: 29. Jan 2008, 18:20
Hallo,

die 80 € die Du investieren möchtest, entsprechen ziemlich genau dem ehemaligen Neupreis dieses Jaytec.
Eigentlich lohnt sich da nicht mehr als die Standarttonabnehmerbestückung.
Hier:
http://www.thomann.de/de/audio_technica_tts_1_system.htm
ist mal ein sehr interessantes Angebot.
Nicht das Du ein neues Headshell und System brauchen würdest, aber eine originale Ersatznadel wird auch nicht günstiger und:
Es macht sich auch beim Verkauf besser, wenn du ein zweites Headshell dazulegst.

Soltest du nämlich den Wunsch nach einem besseren Klang verspüren, wirst Du kaum um den Kauf eines anderen Plattenspielers herumkommen .

Gruß

pet
Cojones
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Jan 2008, 09:44
Danke erstmal für die schnelle Antwort!

Aber ist das wirklich so das es sich überhaupt garnicht lohnt mein System aufzuwerten? Nicht einmal mit nem Tonabnehmer für z.B. 30€?

Kann denn auch keiner meine anderen Fragen zum Thema Tonabnehmer beantworten? Nicht das ich, wenn ich mir irgendwann doch nen anderen Plattenspieler holen würde, die gleichen Fragen hier nochmal stellen müsste....
Cojones
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 30. Jan 2008, 10:39
Und was mir beim Suchen grad noch auffiel:

Was ist ein BiRadialer Schliff und welches sind seine besonderen Eigentschaften?
fibbser
Inventar
#5 erstellt: 30. Jan 2008, 11:46
Hi,

also ich denke, Du kannst schon versuchen, Deinen Dreher aufzuwerten mit einem System bis 80€

ein gutes und trotzdem günstiges System ist das Audio Technica AT95, das gibts recht günstig,

eine ganze Klasse höher spielt das AT 110, ist auch etwas teurer, solltest Du trotzdem bis 80€ bekommen

dann kannst Du zumindest Deine Platten hören, ohne Angst zu haben...

...verlorenes Geld ist das auch nicht, da Du diese Systeme auch sehr gut an einem höherwertigen Spieler verwenden kannst...

justieren sollte man die Systeme schon, wenn Du zu einem Händler gehst (NICHT Geiz & Blöd-Markt!!) sollte der das schon tun, das ist kein Act...

...den Dreher solltest Du dann aber mitnehmen und vor Allem resistent gegen die Versuchung anderer Dreher sein...

...WIIEE leicht wird man infiziert

infizierte Grüße
Volker
Archibald
Inventar
#6 erstellt: 30. Jan 2008, 12:41
Hallo Cojones,

mir ist mal erklärt worden, dass der Unterschied zwischen elliptischem und biradialem Schliff darin besteht, dass es sich einmal um eine echte Ellipse und sonst um eine über zwei Kreise genäherte Ellipse handelt. Eine echte Ellipse hat zwei Brennpunkte. Bei biradialen Schliff wird um die beiden Brennpunkt ein Kreis gebildet und die beiden Kreise werden mit einer gebogenen Linie annäherungsweise elliptisch verbunden. Ich habe keine klanglichen Unterschied zwischen beiden Schliffen feststellen können. Verantwortlich für den Verschleiß von Platten ist die Auflagefläche der Nadel, der Auflagedruck, die Nadelnachgiebigkeit sowie die träge Masse des Tonarms. Wie Du sehen kannst, einige Parameter an denen man "drehen" kann. Ich bin bekennender Leichttonarm-Nutzer (Thorens Isotrack TP16 III, 7,5 g träge Masse) und habe in der Folge ein "weiches" und leichtes (6,75 p) Tonabnehmersystem (hohe Nadelnachgiebigkeit oder Compliance, ADC XLM III) mit elliptischer Nadel und 1,25 p Auflagekraft. Nach meinem Verständnis ist das ein guter Weg um die Platten zu schonen. Achtung : Reduziere die Auflagekraft nicht unter den vom Hersteller empfohlenen Wert, denn zu geringe Auflagekraft ist ein sicherer Weg seine Platten zu zerstören.

Ich hoffe Dir geholfen zu haben.

Viel spaß mit Deinem "schwarzen Gold"

Gruß Archibald
TomSawyer
Stammgast
#7 erstellt: 31. Jan 2008, 08:38
Hallo Cojones,

ein kurzer, leicht verständlicher beitrag zu Tonabnehmern, Nadeln, Abtastfehler von rund vs. elliptisch etc.:
fl-electronic - Tonabnehmer

Allgemein sind bei fl-electronic/analog etliche Beiträge, die für den Einstieg gut geeignet sind.

LG

Babak
Cojones
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Feb 2008, 09:01
Also Leute, erstmal ein fettes fettes Danke für eure Antworten! Das hat mir auf jeden fall geholfen.

Eine Sache, aber leider eine sehr eintscheidene, ist mir immernoch nicht ganz klar geworden.
Es geht immernoch um den unterschliedlichen Verschleiß der Platten durch den Nadelschliff. Das hat einen großen Anteil bei meiner Kaufentscheidung.
Ich möchte, bevor ich mir ne Nadel kaufe, einfach wissen wie groß nun der Unterschied zwsichen sphärisch, eliptisch und inzwischen auch biradial ist. Hört man das schon nach 20x hören einer Platte, bei 50, oder erst bei über 100-200x? Und wie stark wird die Platte durch nen elliptschen Schliff beschädigt? Wird sie dadurch dann wirklich unbrauchbar? Wie ist der biradiale Schliff in dieser Kategorie?

Wenn ihr mir das noch beantworten könntet macht ihr mich richtig glücklich!
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 01. Feb 2008, 10:08
Hallo!

Der Verschleiß von Schallplatten ist eine der Tatsachen die sehr oft übertrieben dargestellt werden. Unter normalen Umständen kannst du eine Schallplatte mehere hundert mal Abspielen bevor du vom Verschleiß derselbigen etwas bemerkst. Hauptursache für übermäßigen Verschleiß sind hohe Auflagekräfte, abgenutzte oder beschädigte Abtastnadeln, und schlechte Führungseigenschaften des verwendeten Tonarmes. Sowie auch grobe Fehljustage bei scharfen Schliffen. Scharfe Schliffe an sich nutzen Schallplatten zwar um ein geringes mehr ab als Rundnadelschliffe, holen gleichzeitig aber auch ein mehr an informationen aus der Rille. Allerdings bin ich kein Freund von Billigsaystemen mit elliptischem Schliff, hier wird oftmals reine Augenwischerei betrieben und ein grob elliptisch
geformter Diamantsplitter eingesetzt der in diesem Falle weder schadet noch nutzt sondern ein reines Verkaufsargument darstellt. Die Ansicht daß schärfere Schliffe die Schallplatten übermäßig abnutzen geht nach meinem Wissen im übrigen darauf zurück das zum einem beim verbreiteten Aufkommen der scharfen Schliffe gegen Ende der 60ger Jahre die Hersteller von Rundnadelsysteme ihre Systeme als besonders Plattenschonend beworben haben und es zum anderen Anfang der 80ger Jahre eine Serie eines damals recht rennomierten Herstellers gab bei denen schlicht und ergreifen die Dämpfergummis in der Nadelaufhängung versehentlich nicht eingesetzt wurden und die im wahrsten Sine des Wortes eine Spanabhebende Wirkung auf die damit abgetasteten Schallplatten hatte, dieses für damalige Verhältnisse recht teuere System wurde unglücklicherweise mit einem besonders scharfen Schliff beworben der danach den Ruf des Schallplattenzerstörers hatte. So ich hoffe mal daß dir das weiterhilft.

MFG Günther
Cojones
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 01. Feb 2008, 12:18
Danke Danke Danke! Das war genau das was ich wissen wollte! Danke für eure Hilfe!

Ich denke ich tendiere dann nu entweder zum AT 95 oder AT 110. Das "Preis-Leistungs-Verhältnis" (wenn man das so nennen kann...) scheint ja bei denen ganz OK zu sein. Oder hat jemand noch ne andere Empfehlung für meinen Plattenspieler?

Ach ja! Eine Frage fällt mir dann doch noch ein:
Mein Plattenspieler ist im Moment direkt an meinem Verstärker (Pioneer A-717) angeschlossen. Ich hab zwar noch ein kleines "Mischpult" (Jaytec DJM-2), aber ich hab irgendwie das Netzteil verloren. Lohnt es sich (vorallem vom klanglichen Aspekt her), den Plattenspieler erst über nem Vorverstärker an den Verstärker anzuschließen oder lohnt das wirklich nur wenn man verschiedene Quellen anschließen und so ansteuern will?
Ich kanns im moment nicht selbst ausprobieren weil ich das Netzteil von dem Gerät nicht mehr hab. Könnt ihr mir auch zufällig noch sagen wo ich das herbekomme, wie das Teil heißt und was mich das kosten würde?

Danke nochmal & nen schönen Gruß
fibbser
Inventar
#11 erstellt: 01. Feb 2008, 18:46
Hi,

ich würde direkt in den Pioneer gehen, der hat doch Phono und ist schon bissel älter?

Ich schätze dessen Phonovorstufe bei Weitem besser ein...

Gruß
Volker
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