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Qualität? Goldring 920 IGC vs. DENON DL-160

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Grillblubber
Neuling
#1 erstellt: 16. Jun 2008, 15:27
Hi,

ich habe auf meinem THORENS TD 147 mit TP16 Mark III ein DENON DL-160. Vorher hatte ich 2x ein Goldring 920 IGC. Über diesen TA finde ich nirgends Infos, vor allem keine über die Qualität.
Ich habe noch ein nagelneues Goldring System, das nur als Nadellieferant diente, und es gibt dafür für 20 oder 50 € Nadelnachbauten zu kaufen. Daher die Frage, ob es sich rentiert, hier etwas zu investieren? Das 920 IGC ist ein high output MC System, so wie das DL-160.

Oder was würde die Gemeinde für meinen Plattendreher/Tonarm empfehlen? Mein Verstärker hat auch einen MC-Eingang, muß also kein high output MC sein...

Danke für Eure Tips!
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 16. Jun 2008, 16:14

Das 920 IGC ist ein high output MC System

Bist du dir da Sicher ?
Bin mir eigentlich Sicher das es ein MM ist
Das Denon sollte eigentlich nicht passen mit einer Compliance von: 10 x 10-6
Da komme ich auf 13Hz
Beim Goldring auf Optimale 9 Hz Resonanzfrequenz
Aber Nachbaunadel solltest du nicht gerade verwenden
Denke ein Neues System würde da nicht Schaden Nun die Gretchenfrage wie viel willst du ausgeben
Grüsse Peter


[Beitrag von wastelqastel am 16. Jun 2008, 16:16 bearbeitet]
Grillblubber
Neuling
#3 erstellt: 16. Jun 2008, 22:06
Nö, sicher nicht, und jetzt immer weniger... Wo hast Du Dein Wissen her?
Es gibt im Web über dieses System aber auch fast nichts zu finden. Kein Wunder, ich habe es 1985 und 1987 gekauft, 1990 dann den DL-160. Anfang der 90er bin ich dann - shame on me - auf den CD-Zug aufgesprungen und habe meine Platten vernachlässigt. Daher ist der DL-160 noch drauf, seit 18 Jahren.

Es gibt wohl eine Original-Ersatznadel für das 920 IGC (die hat, wenn ich mich recht erinnere, einen van den Hul-Schliff?) für 149€, aber bevor ich das Geld ausgebe, hätte ich gerne gewußt, ob sich das überhaupt lohnt. Für eine Handvoll € mehr bekomme ich doch sicher was Passables, Neues?
Was würde denn passen für meinen Tonarm TP16-III, der ja als leichter T. gilt? Auf thorens-info.de findet sich z.B. als geeignete Systeme: AKG P8 ES, AKG P25 MD, Audio Technica AT-12 XE, Linn K5, Linn K18 II, Shure M-91 ED, Shure M-105 ED, Shure V15-III, Ortofon OM 10 sowie Yamaha MC-9.
Die Compliance für den TP16-III sollte bei >19 mm/µN liegen.
Testberichte müßte man haben, gib es da was Gutes im Web? Audio und Stereoplay habe ich lange nicht mehr gelesen.

Der DL-160 gefällt mir eigentlich ganz gut, trotz der von Dir angesprochenen Res.frequenz und des eigentlich zu niedrigen Comliancewerts. Zugegebenermaßen muß ich noch mal etwas in Klausur gehen wegen Berechnung Compliance/Res.freq, da ich doch eine erhebliche HiFi-Pause hatte. Du überforderst mich da gerade etwas...

Was will ich ausgeben? Tja, so viel wie nötig und so wenig wie möglich eben...
Was ist mein Tonarm denn wert, denn wenn ich ein 500€ System kaufe, das der Tonarm gar nicht ausreizen kann, wäre das ja auch schade. Ich würde mal sagen, mehr als 250€ sollten es nicht werden...
directdrive
Inventar
#4 erstellt: 17. Jun 2008, 06:41
Moin Grillblubber,

daß das Goldring ein Moving Magnet System ist, kann ich bestätigen. Neupreis war Anfang der 80er DM 250,-, also durchaus schon ein anspruchsvolleres System. 150,- € für eine neue Originalnadel zu bezahlen ist zwar angemessen aber nicht preiswert - jedoch in jedem Fall dem Kauf einer Nachbaunadel vorzuziehen.

Trotzdem würde ich zum Neukauf eines Systems raten, auch das Denon sollte nach 18 Jahren so langsam am Ende sein.

Zum Thema Neukauf stöberst Du am besten 'mal hier im Forum, die Frage nach einem geeigneten Abtaster für den TP-16 III Arm kommt mit ziemlicher Regelmäßigkeit.


Grillblubber schrieb:

Der DL-160 gefällt mir eigentlich ganz gut, trotz der von Dir angesprochenen Res.frequenz und des eigentlich zu niedrigen Comliancewerts. Zugegebenermaßen muß ich noch mal etwas in Klausur gehen wegen Berechnung Compliance/Res.freq, da ich doch eine erhebliche HiFi-Pause hatte.


Die Klausur kannst Du Dir ersparen, die Resonanzfrequenz errechnet man nicht, man ermittelt sie mit einer Testplatte.

Klar gibt es die Möglichkeit, diese auch rechnerisch zu bestimmen, als Problem stellen sich dabei jedoch die Faktoren Compliance und effektive Tonarmmasse dar - und genau die sind ja Grundlage der Berechnung. Die Compliance wird von verschiedenen Herstellern auf verschiedene Art und Weise gemessen, die Angaben sind oft nicht vergleichbar. Schlimmer noch ist die effektive Masse des Tonarms, denn diese ist keine Konstante, sondern ändert sich bei herkömmlichen Tonarmen mit der Stellung des Gegengewichts zum Drehpunkt, ist somit abhängig von Tonabnehmergewicht und Auflagekraft.

Viel Spaß wünscht

Brent
Archibald
Inventar
#5 erstellt: 17. Jun 2008, 07:17
Hallo Brent,

wie hier im Forum schon des Öfteren (auch von mir) gesagt wurde, ist der TP 16 III sehr viel besser als ihm allgemein zugestanden wird. Er ist dynamisch ausbalanciert und somit tritt der von Dir erwähnte Effekt
Schlimmer noch ist die effektive Masse des Tonarms, denn diese ist keine Konstante, sondern ändert sich bei herkömmlichen Tonarmen mit der Stellung des Gegengewichts zum Drehpunkt, ist somit abhängig von Tonabnehmergewicht und Auflagekraft.
eben nicht auf !

Für die Berechnung der Resonanzfrequenz ist die dynamische Compliance zu verwenden; in diesem Punkt gebe ich Dir Recht : Die Prospektaussagen sind nur bedingt verwendbar. Als besonders problematisch habe ich hier die Angaben von Audio Technica in Erinnerung. Das AT 20 SLa wurde z.B. mal als extrem hart aufgehängt beschrieben, mal als durchaus für leichte Tonarme geeignet.

Gruß Archibald
Grillblubber
Neuling
#6 erstellt: 17. Jun 2008, 09:06
Hallo Leute,

erst mal vielen Dank und großes Lob, ich fühle mich hier wirkklich gut aufgehoben. Schnelle Antwort von kompetenten Leuten, das macht Spaß.

OK, das 920 IGC ist ein MM, ist mir jetzt auch klar, da nur MMs Nadeltausch erlauben. Wieder was gelernt. Danke. Werde ich wohl nicht mehr aktivieren, die Systeme sind ja noch älter als das DENON.

Ihr habt sicherlich recht, daß ein System nach 18 Jahren auch ohne viel Gebrauch nicht mehr das Beste ist, von wegen Alterung der Gummi(lagerung), wie auch immer...
Und technisch paßt es ja auch nicht so gut zu meinem TA. Also muß was Neues her.

Bevor ich jetzt weitere Fragen stelle, wende ich mich mal der Suchfunktion zu...

Was ich hier im Forum gefunden habe, ist eine Seite zur Berechnung z.B. der Resonanzfrequenz: http://www.cartridgedb.com/tools.asp
Ansonsten habe ich auch die Formel gefunden, gabs ja schon zur Genüge in diversen threads.

Mit welcher Testplatte kann man die RF denn messen? (ja ja, die Suchfunktion...). Ich habe eine vom DHFI-Institut für Rumpeln, Phase, Frequenzgang, Antiskating etc, leider keine TA-Resonanz mit drauf.

Thanx und bis bald...
Archibald
Inventar
#7 erstellt: 17. Jun 2008, 10:20
Hallo Grillblubber,

sortiere Dein Altsystem nicht vorschnell aus. Das System kann altersbedingt nicht mehr ganz frisch sein, aber die Systeme altern sehr unterschiedlich. Bei AKG, Denon und EMT soll es nach allem, was man so liest nicht so ganz toll sein mit der Altersbeständigkeit der Gummilager. Andererseits habe ich vor eineinhalb Jahren mehr oder weniger aus Vergangenheitsbewältigung ein Vintage-System in Betrieb genommen und ich bin begeistert. Solltest Du mit dem Klang Deines Goldring zufrieden sein, dann spricht aus meiner Sicht nichts dagegen es weiter zu benutzen. Spare gegebenenfalls das Geld und kaufe Dir dafür lieber LPs !

Viel Grüße Archibald

PS.: Du machst etwas falsch, wenn Dein Grill blubbert !
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 17. Jun 2008, 13:50
Hallo Archibald,

Du meinst, daß beim TP-16 aufgrund der Tatsache, daß er dynamisch ausbalanciert ist, die effektive Masse konstant bleibt, wenn ich das richtig verstanden habe. Das bezweifle ich, denn auch beim TP-16 hängt doch die Stellung des Gewichts von der auszubalancierenden Masse des verbauten Systems ab - oder habe ich da 'was übersehen?

@Grillblubber: meine älteren Denons machten keine Probleme, was die Nadellagerung betrifft, ich dachte bei 18 Jahren eher an die übliche Nadelabnutzung...

Zur Überprüfung der Resonanzfrequenz sind z.B. die Image-Hifi Testplatte oder auch die Shure Platten (Audio obstacle course) geeignet, sicher auch noch andere, aber das müßte ich jetzt selbst ergoogeln....

Grüße sendet

Brent


[Beitrag von directdrive am 17. Jun 2008, 14:21 bearbeitet]
Grillblubber
Neuling
#9 erstellt: 17. Jun 2008, 14:54
Hi Folks!

@Archibald:
nicht Goldring, momentan arbeitet das DENON...
Du hast vielleicht recht, das System nicht zu tauschen, aber ich habe immer das Gefühl, etwas zu verpassen, noch etwas optimieren zu können...
Das mit dem Grillblubber ist eine längere Geschichte...machmal blubberts auch während des Grillens...

@Brent:
Kaum zu glauben, aber bei mir hält ein System auch mal 18 Jahre...
Aber nur, weil mein Plattendreher seitdem nur ab und an zur Demo oder aus Lust und Laune angeworfen wurde. Was sich jetzt wieder ändert!

Ich werde versuchen, noch ein TP 63 Tonarmrohr zu bekommen und darauf ein Audio Technica AT 120 E oder Ortofon 520 MkII zu montieren (Tips von Silberfux), um einen direkteren Vergleich mit meinem DL-160 zu bekommen. Die beiden scheinen mir vom Preis/Leistungsverhältnis her sehr interessant zu sein. Ich weiß nur noch nicht, welches ich nehmen soll...
Archibald
Inventar
#10 erstellt: 18. Jun 2008, 07:14
Hallo Brent,

in der Formel zur Berechnung der Resonanzfrequenz werden die träge Masse des Tonarms (7,5 g beim TP 16 II und III) und das Systemgewicht addiert und in die Formel eingetragen.

Der TP 16 einschließlich System, Schrauben etc wird einmal ausbalanciert; die träge Masse entspricht jetzt exakt der Summe der Massen. Das Auflagegewicht des TP 16 wird über Federkraft und nicht über Zusatzgewichte eingestellt und die Skatingkompensation über Magnetkraft an Stelle von Gewichten, deshalb findet keine weitere Massenänderung statt.

Gruß Archibald
lini
Inventar
#11 erstellt: 18. Jun 2008, 15:52

Grillblubber schrieb:
(...) Ich werde versuchen, noch ein TP 63 Tonarmrohr zu bekommen und darauf ein Audio Technica AT 120 E oder Ortofon 520 MkII zu montieren (Tips von Silberfux), (...)


Ich würd eher zum AT raten - und sei's nur, weil's deutlich mehr Aufrüstoptionen bietet. Ortofon wartet in der 5x0II/VinylMaster-Serie nur mit ingesamt vier verschiedenen Nadeln auf. Beim AT komm ich im Kopf allein an direkt für die Serie gedachten Nadeln auf mindestens 12 - hinzu kämen noch die Varianten für die T4P/P-Mount-Schwestermodelle (passen auch direkt (also ohne weitere Modifikation), sind aber durch ihre etwas andere Form und das fehlende Klappvisier etwas leichter...).

Achja, und dass MCs keine austauschbaren Nadeln zu bieten haben, stimmt zwar für die Mehrzahl, ist aber keine 100%-Regel - denn es gibt/gab auch einige Ausnahmen (m.W. u.a. von Audio Technica, Denon, Pioneer und Sony).

Grüße aus München!

Manfred / lini
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