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Probleme mit Tonabnehmer / PE 2020

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p_w
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Okt 2008, 10:40
Hallo, zusammen.

Nachdem ich für meinen PE 2020 auf euren Tipp ein neues Tonabnehmersystem habe, bin ich klanglich recht begeistert; Für einen Euro habe ich einen alten Philips-Plattenspieler mit einem Philips GP 412 ersteigert, der Tonabnehmer klingt deutlich besser als das alte AKG-System !

Gleichzeitig habe ich das Standard-Dinkabel gegen ein Cinchkabel getauscht; jetzt habe ich aber ein ständiges Brummen, das Erdungskabel habe ich aber angebracht.
Ausserdem verzerrt´s am Ende der Platte deutlich, obwohl ich alles mit einer Schönschablone eingestellt habe. Woran könnte es denn noch liegen, hat denn jemand eine Idee ?
Grüsse Peter
CyberSeb
Inventar
#2 erstellt: 19. Okt 2008, 11:31
Hallo Peter,

oh nein, noch ein PE-Wahnsinniger! Wenn das der Guru erfährt ...

Was für Kabel hast Du montiert? Wenn das nur eine "billige Strippe" ist, kann es sein, dass es nicht richtig abgeschirmt ist. Es darf auch nicht zu lang sein!

Außerdem solltest Du beim Umrüsten die Massen trennen (also Masse links, rechts und Gerätemasse). Das ist unter der kleinen schwarzen Abdeckung am "Kurzschließer". Dort müsstest Du auch die Kabel angelötet haben. Um die Massen zu trennen muss man die Blechteile etwas auseinander biegen. Fummelig ... Das Massekabel kommt in die Mitte.

Gruß
Sebastian

PS: Gute Kombi mit PE und den Philips-Schnäppchen!
p_w
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Okt 2008, 12:41
Oh, wie meinst du ???

Ich habe ein 1m langes Silberline Cinchkabel von Monitor Audio eingebaut, habe aber den Schalter nicht mehr eingebaut, sondern das Tonarmkabel direkt an das Cinchkabel. Dann habe ich ein Massekabel an die Masse an dem Schalter im PE gelötet und bin an den Verstärker. Wenn der Plattenspieler läuft, brummt´s, wenn ich das Chassis berühre, ist dass Brummen fast weg ! Peter
CyberSeb
Inventar
#4 erstellt: 19. Okt 2008, 13:19
Hallo Peter,

also das klingt ja gut, was Du gemacht hast. Mir fallen eigentlich nur zwei mögliche Fehlerquellen ein:

(1) Die Kontakte an der Headshell sind oxidiert und haben keinen richtigen Kontakt
(2) Du hast die "heiße Leitung" auf die Abschirmung des Kabels gelegt

Gruß
Sebastian
p_w
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 19. Okt 2008, 13:34
Schön, dann bin ich ja auf dem richtigen Weg, aber was heisst heiße Leitung, meinst du die falsche Masse ?

Soll ich mal die Hauptmasse mit der Mechanik verbinden ?

Und hast du noch ne Idee mit den Verzerrungen ?
Bin zwar nicht der Profi in Sachen Tonabnehmer einstellen, aber mit meinen bisherigen Resultaten immer ganz zufrieden...
Könnte es an einer alten Nadel liegen ( weiss nicht, wie alt die ist !), oder eher doch Auflagegewicht.....?

Gruß Peter
CyberSeb
Inventar
#6 erstellt: 19. Okt 2008, 13:41
Naja, jeder Kanal hat doch zwei Drähte. Einer davon ist die Masse, der andere die "heiße Leitung". Ich vermute, dass du beide vertauscht hast.

Bevor Du alles umlötest, kannst du auch die Anschlussdrähte pro Kanal am Tonabnehmer vertauschen ...



Das extra Massekabel schließt du im PE an der Gerätemasse (dort wo der Schalter war) an.

Wichtig ist bei der ganzen Sache, dass die einzelnen Massen keinen Kontakt untereinander haben.

Zu den Verzerrungen: Das kommt vermutlich wirklich daher, dass die Nadel uralt und schon verschlissen ist. Insbesondere zur Plattenmitte hin macht sich das durch "zischelnde S-Laute" bemerkbar. Es kann natürlich auch an der Justage und einem zu leichten Auflagegewicht liegen, aber das hast Du ja gewissenhaft eingestellt.

Vermutlich ist die Nadel am Ende. Frag' mal Yorck, da gibts einen NOS-Ersatz, der für das System taugt.

Gruß, Seb
sigma6
Inventar
#7 erstellt: 19. Okt 2008, 13:41
Hallo Peter,

brummt es ohne Massekabel am Verstärker mehr oder weniger?

Hast Du die Nadel schon gereinigt? So alter Dreck kann auch ganz gut den Klang verbiegen.
Wenn alles richtig justiert und die Nadel sauber ist, dann ist die Nadel wahrscheinlich fertig.



MfG, Ronny
p_w
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Okt 2008, 13:53
OK, als heisse Leitung habe ich die innere, dünnere Leitung pro Kanal genommen. Das dann mit dem inneren Kontakt im Cinchstecker und getrennt pro Kanal. Vielleicht habe ich auch die Steckanschlüsse am Tonabnehmer vertauscht, habe von re oben nach li unten entsprechend des alten Systems die Stecker gewechselt. Wenn das Massekabel nicht mit dem Verstärker verbunden ist, dann brummt´s extrem !
Ich tausche mal die Stecker am Tonabnehmer und schau´ was passiert.
Und wie soll ich die Nadel reinigen ! Habe auch L´Art du Son, kann mich täuschen, oder habe ich schonmal gelesen, damit könne man auch die Nadel reinigen....
Grüsse Peter

wenn´s so weitergeht, kann ich heute abend noch ganz entspannt die neuen Platten vom Flohmart hören !!!
CyberSeb
Inventar
#9 erstellt: 19. Okt 2008, 14:16
Peter,

um dir etwas Zeit zu ersparen - hier ist die Belegung am Tonabnehmer:

"heiß":

L+: Weiß
R+: Rot

Masse:

LG: Blau
RG: Grün

Gruß,
Seb
CyberSeb
Inventar
#10 erstellt: 19. Okt 2008, 14:17
Die Nadel machst du am besten mit einem in Alkohol/Spiritus geträkten Pinselchen sauber.


[Beitrag von CyberSeb am 19. Okt 2008, 14:19 bearbeitet]
p_w
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Okt 2008, 16:17
Supersch.....

Endlich war das Brummen weg, die Nadel gereinigt war alles perfekt. Im Vergleich zum Thorens 3001 wärmere Stimmen, etwas weniger Bass, aber super Klang.

Nur geht die Mechanik nicht mehr !!!

Ich dachte mir, es wäre gut das Innenleben zu entharzen, etwas Paraffin auf das große Zahnrad und die beweglichen Teile.....
und jetzt geht weder die Anschaltautomatik noch der Armlift.....alles für die Katz !!!

Hat sich da vielleicht irgendwas ausgehängt, oder war das ein Fehler mit dem Reinigen, habe wie im Forum beschrieben das alte Schmierfett mit WD-40 und Wattestäbchen entfernt.

NAja, der Abend ist ja noch jung und die Freundin freut sich, wenn´s im Wohnzimmer aussieht wie bei Düsentrieb´s unterm Sofa !


Grüsse Peter
CyberSeb
Inventar
#12 erstellt: 19. Okt 2008, 16:21
Was geht genau nicht? Kannst Du beschreiben, was er vorher gemacht hat und was er jetzt nicht mehr so macht?

Wird die Abschaltautomatik gar nicht ausgelöst? Oder bewegt sich der Arm nur nicht mehr seitlich?

Falls letzteres zutrifft, ist der Steuerpimpel kaputt. Das ist ganz normal und kann gerichtet werden.

Gruß, Seb


[Beitrag von CyberSeb am 19. Okt 2008, 16:21 bearbeitet]
p_w
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Okt 2008, 16:47
Ahh, das klingt gut !!!

Also, vorher hat die Abschaltung so funktioniert:
Platte aus, Arm geht hoch, Tonarm bewegt sich in Parkposition, und manchmal hat sich der Powerschalter nicht ausgeschaltet ( Motor lief weiter )

Jetzt kann ich den Motor nur manuell mit START anmachen, wenn die Platte aus ist, hebt sich der Arm, wird aber nicht zurückgeführt, der Arm senkt sich irgendwo auf der Platte ( meist ziemlich am Ende), aber der Motor schaltet sich aus.
Die Automatik-Einschaltung startet auch den Motor, aber der Arm bewegt sich nicht, vorher hat alles funktioniert !
Der Tonarmlift bewegt sich zwar auch ( ohne Plattenteller gut erkennbar ), auf der Platte allerdings nicht, so, als ob er zu tief läge.

Ich habe nur das grosse Steuerrad ein paar mal gedreht, gereinigt und neu gefettet !

so, dann hoffe ich auf eure rettenden Ideen ! Grüsse Peter
CyberSeb
Inventar
#14 erstellt: 19. Okt 2008, 17:59
Hallo Peter!

Typische Pimpelitis. D.h., der Steuerpimpel ist kaputt.

Den kann man mit einem Klecks Heißkleber ersetzen.

Ich mag das jetzt nicht alles niederschreiben, da es schon 1000x gemacht wurde.

Hier in meinem Dual-Reparatur-Thread findest siehst Du, wo der Steuerpimpel bei den Duals ist. Beim PE sitzt der an der gleichen Stelle. Allerdings auf einem kleinen Kupferblech. Der Pimpel ist eine flache Plastikscheibe. Wenn die bei dir weg ist, findet sich dort nur ein Loch.

http://www.hifi-foru...um_id=26&thread=2091

Du findest spezielle PE-Beschreibungen z.B. hier:

http://www.dual-board.de/board.php?boardid=81

Gruß
Sebastian
torbi
Inventar
#15 erstellt: 19. Okt 2008, 19:16
Hi,

wegen des Philips 412: Falls eine neue Nadel notwendig sein sollte - es gibt bei williamthakker noch welche für das GP412 MK III - die passen, anders als bei Shure auch in die MKII-Version.

Ich werd mir nächste Woche auch ein 412 in meinen bis dahin angekommenen Dual 1219 schrauben. Bin auch schon SEHR gespannt. Den PE-Hype gehe ich nicht mit, sehe da kein Merkmal, dass andere Reibradplayer nicht auch haben. ZB soll beim 1219 der Tonarm besser sein, naja - werd ich ja ausprobieren

Lg, Torben
p_w
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 21. Okt 2008, 15:56
So, Steuerpimpel ist dran, zwar noch keine optimale Lösung

-> Zahnstocherspitze von unten ins Blech, von beiden Seiten dann Heisskleber zum Fixieren, leider ist das ganze nicht lotrecht, dass sich wahrscheinlich deshalb die Tonarmabsenkung auf die Seite verzieht!

Leider kommmt jetzt das nächst Problem: die Tonarmhöhe ist verstellt........eine Baustelle behoben, ist die nächste da....und je mehr man Zeit und Mühe investiert, desto weniger will man das ganze aufgeben !

Weiss jemand weiter, wie ich die Tonarmhöhe per Lift justieren kann ) Bei der Automatik funktioniert alles !

Grüsse Peter
p_w
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Okt 2008, 13:02
Die Höhe der Tonarmjustierung kann man verändern, indem man auf den kupferfarbenen Zylinder eine passende Beilegscheibe bringt, damit das Schiffchen, das mit dem Hebel verbunden ist, früher greift........ woanders war ja eine abenteuerliche Lösung mit Feder rausbauen....

Das geht wieder, aber die Lösung mit dem Zahnstocher bzw Heisskleber ist gar nicht so einfach !!!

Inzwischen habe ich Version 3, aber die Automatik ist immer noch nicht, wie sie funktionieren soll ! Der Start klappt einwandfrei, nur die Endabschaltung nicht ...

Soll der Steuerpimpel eher glatt oder griffig sein, also gleiten oder Widerstand bietet ? Was passiert, wenn der Pimpel zu lange, was, wenn er zu kurz ist ???

Grüsse Peter
CyberSeb
Inventar
#18 erstellt: 26. Okt 2008, 13:08
Hallo Peter,

das mit dem Zahnstocher hatte ich auch zunächst so, doch der nutzt sich schnell ab.

Ich habe erst einen 2015 (ebenso den 2020) mit Heißkleber behandelt.

Dazu musst du auf dem Kupferblech oben und unten Heißkleber aufbringen, am besten so, dass es durch das Loch geht (dann hält es besser). Dann das Blech mit dem Lötkolben erhitzen, der Kleber läuft dann schön zu einem Tropfen zusammen. Dabei den Plattenspieler natürlich so halten, dass der Tropfen richtig hängt. Wenn der Kleber dann fast fest ist, das Blech nach unten auf die Reibefläche drücken. Der Tropfen wird dann zusammengequetscht und flach.

Bei meinem 2015 ist der Tropfen ca. 1-1,5 mm hoch und die Fläche recht groß, ca. 2x2 mm. Da muss man etwas experimentieren.

Was ist mit der Endabschaltung? Greift die nicht? D.h., wird sie nicht ausgelöst? Wenn du den Teller abnimmst und den Tonarm einschwenkst, müsstest du sehen, wie in der Mitte beim Tellerlager (von oben betrachtet) ein Mitnehmer in die Aussparung am Zahnrad (Kurvenrad) geschoben wird ... Der wird dann vom Teller erfasst und das Zahnrad weitergedreht, auf die Zähne, und die Automatik läuft.

Gruß, Seb
p_w
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 26. Okt 2008, 13:18
OK, das mit dem Heisskleber mach ich, wie du beschrieben, denn alles andere war recht wackelig ! Dankeschön, mach mich gleich ran !

Die Endabschaltung wird nicht eingeleitet, weil de Tonarm am Ende der Platte Wiederstand hat, manuell muss ich etwas anschieben, den Tonarm bis in die Auslaufrille bringen, dann schaltet der PE ab. Ohne Eingreifen gleitet die Nadel in die Auslaufrille, dann wird der Tonarm wieder etwas nach innen gedrückt, als wäre innen ein Wiederstand, der den Tonarm hindert, weiter zu schwenken......
Nach jedem neuen Pimpelversuch ein neues Problem, jedesmal denke ich mir, jetzt funzt´s dann das nächste Problem.

Da merkt man erstmal, wieviel Knowhow in diesen alten Geräten steckt !

Grüsse Peter
p_w
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 31. Okt 2008, 03:26
Uppsss, der Pimpel passt, aber der Alc hat sich an meiner Nadel zu schaffen gemacht, jetzt ist der ´Diamant´ weg.......

also eine neue Nadel muss her....
CyberSeb
Inventar
#21 erstellt: 31. Okt 2008, 08:22
Moin Peter!

Der vom Philips 412? Doof!

Es gibt einen neuen Ersatz, der passt. Die Nadel sieht aber anders aus. Schlägt mit ca. 50 Euro zu Buche. Frage mal das Boardmitglied "Yorck", der kann Dir näheres dazu sagen.

An Vinylsystemen hab ich bisher nur das Nagaoka JT511-DJ und AT120E betrieben.

Gruß, Seb
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