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Abtastgrenzen oder Fehler?

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Robert
Gast
#1 erstellt: 16. Okt 2002, 21:52
Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines Benz ACE H Systems (siehe auch untere Postings), mein erstes MC-System, welches mich vor nicht unerheblich Probleme stellt. Als erstes habe ich mich über die so lange Einspielzeit gewundert, die fiel bei meinen MM-Systeme bisher kaum ins Gewicht. Nun sind etliche Stunden vergangen, das System klingt recht anständig, hat aber noch Probleme bei sehr hochpegeleigen Signalen im inneren Rillenbereich. Bei meiner Testplatte konnte im folgende Abtastgrenzen feststellen (Seitenschrift): links 90 my, rechts: 70 my (bei 2,2 g). Dafür ist aber schon eine sehr hohe Skatingkraft erforderlich.
Was mich nun etwas wundert ist, dass das Spulenkreuz ganz leicht nach rechts gedreht ist. Bei einem anderen ACE war es etwas nach links verdreht, wie ich mich bei meinem Händler überzeugen konnte. Ist dies also egal oder arbeitet Benz ? was ich mir schwer vorstellen kann ? hier schlampig? Und woher kommen die so unterschiedlichen Antastgrenzen?
Das System wurde von mir selbst sehr sorgfältig auf einen Thorens TD 2001 montiert.
Robert
lahola
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 20. Okt 2002, 10:26
Hallo Robert

Ist zwar schon eine Weile her, dass ich mich von der Vinilscheibe getrennt habe, die grundlegenden Dinge habe ich aber noch intus. Dein Problem könnte eine problematische Arm-Tonabnehmer-Kombination sein. Ist es möglich, dass dein Benz eine niedere Nadelnachgiebigkeit hat (wie die meisten MC-Systeme) und auf dem Thorens ein sogenannt leichter (massearmer) Arm montiert ist. Dann hättest du ein veritables Problem diese Kombination zum Laufen zu bringen. Ansonsten montiere den TA so (mit einer Lupe kontrollieren), dass die Nadel sekrecht in der Rille steht, auch wenn der Kopf leicht verdreht werden muss.

Gruß
la hola
Robert
Gast
#3 erstellt: 21. Okt 2002, 19:39
Hallo La Hola!
Vielen Dank für Deine Antwort. Ich war inzwischen bei meinem Händler, der mir u.a. empfahl, den Tonarm leicht zur Nadel hin geneigt einzustellen und 2,2 g Gewicht einzustellen. Ich weiß nicht, ob es alleine das war, aber die kritischen Stellen (hohe Impulse bei inneren Rillen) klingen jetzt sauberer.
Dass der Tonarm vom Thorens 2001 gut ist, denke ich schon. Vielleicht weiß wer da mehr. Das mit der niederen Nadelnachgiebigkeit (1,8 - 2,2 g Auflagekraft) dürfte aber stimmen,
Der Arm (TP-90) besitzt eine effektive Masse von 17 Gramm.
Um die Einstellung mit der Lupe zu kontrollieren funktioniert nicht, dazu ist das Ding einfach zu klein. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust, hier rumzudoktern. Entweder das System ist ordentlich gefertigt oder es ist ein Garantiefall. Kann mir jemand die Adresse von Benz mitteilen, damit ich gleich dort frage, im Internet habe ich sie noch nicht entdeckt.
Grüße
Robert
Holger
Inventar
#4 erstellt: 21. Okt 2002, 21:17
Das müsste die hier sein :
Lukaschek HiFi-Elektronik
Zelgstr. 15
8212 Neuhausen am Rheinfall/SH
Tel 0041 52 672 45 45
Fax 0041 52 672 46 50
lahola
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 22. Okt 2002, 06:13
KORRIGIERTE FASSUNG!

Hallo Robert

Schön, dass du schon ein Stück weiter gekommen bist. Noch ein Tipp. Ich denke du kannst den Azimut (so nennt sich die von mir angesprochene Einstellung) nicht sehen, wenn der Tonarm abgesenkt ist. Nimm einen Plastikwinkel, wie du ihn im Geometrieunterricht einst gebraucht hast, oder sonst was "90grädiges" und stelle es so auf den Plattenspieler, das die senkrechte Linie vor dem (angehobenen!) Tonabnehmer ist. Vielleicht musst du dazu den Teller abnehmen. Ist beim Thorens kein Problem. Nun hast du eine "Referenzlinie" mit der du die Nadel (am besten mit der Lupe) senkrecht stellen kannst. Oftmals liest man, der Tonkopf sei absolut wagrecht einzustellen, z.B. mithilfe einer aufgeklebten Bleistiftmiene. Ich machte jedoch die Erfahrung, dass die Nadel Priorität hat und unbedingt senkrecht stehen muss, auch wenn der Tonkopf letztlich etwas verdreht steht. Ich würde dir empfehlen, eine Testplatte zu kaufen, mit der du diese und viele andere Einstellungen machen kannst. Ich denke, so etwas gibt es immer noch. Die dürfte zwar nicht ganz billig sein, bedenke aber, dass ein korrekt eingestellter TA nicht nur länger hält, sonder auch die LPs schont. Das nächste Mal nimmst du die Lupe mit zum Händler, kontrollierst die Nadel und verlangst notfalls einen anderen TA. Der Händler kann nämlich solch einen TA problemlos an den Hersteller zurück senden. Bei einem Benz (nomen est omen) darf man eine rigorose Endkontrolle verlangen, sie kassieren dafür ja auch einen stolzen Betrag.

Gruß
La hola
ehemals_hj
Administrator
#7 erstellt: 22. Okt 2002, 06:23
Hallo lahola,


KORRIGIERTE FASSUNG!


dann lösche doch bitte in Zukunft die "alte" Version - nachbearbeiten kann man seine eigenen Beiträge auch.
lahola
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Okt 2002, 06:58
Hab Dank, hj. Hifi ist mir halt vertrauter als Compu.

Gruß
la hola
Robert
Gast
#9 erstellt: 22. Okt 2002, 15:54
La Hola schrieb:
...Azimut (so nennt sich die von mir angesprochene Einstellung) nicht sehen, wenn der Tonarm abgesenkt ist. Nimm einen Plastikwinkel, wie du ihn im Geometrieunterricht einst gebraucht hast, oder sonst was "90grädiges" und stelle es so auf den Plattenspieler, das die senkrechte Linie vor dem (angehobenen!) Tonabnehmer ist. Vielleicht musst du dazu den Teller abnehmen. Ist beim Thorens kein Problem. Nun hast du eine "Referenzlinie" mit der du die Nadel (am besten mit der Lupe) senkrecht stellen kannst. Oftmals liest man, der Tonkopf sei absolut wagrecht einzustellen, z.B. mithilfe einer aufgeklebten Bleistiftmiene. Ich machte jedoch die Erfahrung, dass die Nadel Priorität hat und unbedingt senkrecht stehen muss, auch wenn der Tonkopf letztlich etwas verdreht steht.....

Hallo La hola!
Danke für Deine Tipps. Ganz habe ich sie aber nicht verstanden. Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, bei der Nadel um die optimale senkrechte und nicht die waagrechte Einstellung. Die Nadel selbst ist aber viel zu klein und zu konisch, um die Einstellungen dort zu beobachten. Was die waagrecht Einstellungen des Tonabnehmers betrifft, so habe ich eine Art umgekehrtes eckiges U (war beim Thorens dabei), wobei die Spitzen, auf die LP aufgesetzt, die Kontrolle der Einstellung ermöglichen. Für die Einstellung des optimalen Überhangs bzw. Winkels in der waagrechten Ebene habe ich zwei Schablonen. Eine Testplatte besitze ich ebenfalls, daher die my-Angaben zuvor.
Gruß
Robert
Robert
Gast
#10 erstellt: 22. Okt 2002, 16:04
Hallo Holger!
Vielen Dank für die Adresse. Ich habe heute mit Herrn Lukaschek telefoniert, wobei er meinte, dass das Spulenkreuz auf keinen Fall über max. 1 Grad, also nicht sichtbar, verdreht sein darf, da es sonst verzerrt. Ich sende das System zur Übehrprüfung daher morgen nach Neuhausen.
Grüße
Robert
lahola
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 22. Okt 2002, 16:45
Hallo Robert

Die Schablone, von der du sprichst, ist zum Justieren des sogenannten tangentialen Spurfehlwinkel. Das ist die eine wichtige Einstellung, die du wahrscheinlich korrekt vorgenommen hast. Eine andere Einstellung ist den Tonarm waagrecht oder - was bei dir der Händler gemacht hat - etwas geneigt einzustellen. (Von der Seite gesehen) Der Halter für den Tonkopf, wenn du den Tonabnehmer von vorne siehst, ist auch beim Thorens höchstwahrscheinlich drehbar. Mit dieser Drehung stellt man den sogenannten Azimut ein. Idealerweise läuft die Nadel absolut senkrecht in der Rille, damit sie beide Flanken (Kanäle) gleichmäßig abtastet. Hast du so einen TA, muss der Kopf nicht verdreht werden. Leider sitzen sehr viele Diamanten leicht schräg auf der Nadel, so dass der Tonarmkopf leicht verdreht werden muss. Bei dieser Einstellung haben sich die Geister schon immer geschieden. Es gibt Hersteller, die beharren auf einer absolut waagrechten Position, andere - wie eben Benz mit dem einen Grad - lassen eine leichte Verkanntung zu. Probier es selber aus.

Gruß
la hola
Carlos
Neuling
#12 erstellt: 03. Nov 2002, 14:13
Hallo Robert,
vielleicht noch ein kleiner Hinweis,. Meines Wissens nach kommen die "preiswerteren" Benz Systeme mitlerweile auch nicht mehr aus Lukascheks eigener Schmiede, und können von daher auch schon mal Reklamationsbedürftig sein. Die edlen Stücke werden allerdings weiter in der Schweiz gefertigt, und hier ist die Serienkonstanz dann schon eher wörtlich zu nehmen.

Gruß Karlheinz
Gast:shake your wife
Gast
#14 erstellt: 05. Nov 2002, 21:58
ein guter Händler sollte bei Systemen in der Preisklasse sich bestens auskennen und auch so montieren das es einfach 100%ig passt. Das ein Fehler in der Fertigung auftritt kann passieren, das sollte dein Händler aber wortwörtlich unter die Lupe nehmen und nach Justage anhören. Denn du sollst ja musikhören und nicht drann rumpopeln.
Udo
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 08. Nov 2002, 13:33
Evtl. hilft Dir, auch bei dem umgetauschten System, ein kleiner Taschenspiegel in der Dicke einer LP weiter auf den Du die Nadel (statt auf eine LP) absenkst. Es gab/gibt solche Spiegel auch zu kaufen. Gleich als Einstell-Lehre ausgearbeitet. Der Diamant wirkt dann doppelt so lang und es ist deutlich besser zu sehen ob er verkantet ist. Für die Feineinstellung gehts dann am besten mit einer Test-LP weiter. (ich hab z.B. noch eine von Shure rumliegen, icl. dem anderen Krempel, auch ohne LP-Dreher. Man weiß nie was noch kommt.) Mit kann man dann vorsichtig auf niedrigste Verzerrungen und beste Abtastfähigkeit fein-einstellen.
Lauschangriff
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 15. Dez 2002, 13:30
So, die Odysse hat ein Ende. Das System war - so wie ich vermutet hatte - wirklich etwas verdreht. Es wurde nun bei Benz optimiert und funktioniert wunderbar. Ich möchte mich hier auch herzlich bei allen Antwortenden bedanken.
Robert
Holger
Inventar
#17 erstellt: 18. Dez 2002, 16:44
Hallo Robert,

Hat die Adresse von Benz gestimmt ?
Lauschangriff
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 18. Dez 2002, 23:08
Ja, vielen herzlichen Dank!
Robert
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