Yamaha A2020 nach Boxen Wechsel leiser?

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Stada
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Mai 2017, 20:17
Hallo, ich habe den Yamaha RX-A2020. Bisher hatte ich eine aktiven Subwoofer (Canton Sub 12.2) und mein altes Sony Surround Set aus den 90ern angeschlossen. Die Sony Boxen sind recht klein, der Sub ist dagegen riesig und soweit klanglich ein echte Bereicherung.
Nun habe ich mir von Teufel 2x Definion 3 Frontboxen, 1x Center und 2x Rear Definion 3s inkl neuer Kabel angeschlossen und mit YAPO eingemessen sowie etwas korrigiert, den Sub habe ich belassen. Der Sound ist soweit super!
Nur ist die Lautstärke jetzt gefühlt geringer. Bei normalen Fernsehen drehe ich auf mind. 35 auf, hier hatten wir mit den alten Boxen ca. 42 - bei Filmen bin ich schnell bei 25, da hatten wir sonst um die 30. Ist das normal das durch die größeren Boxen jetzt auch weiter aufgedreht werden muss weil diese mehr Leistung verlangen?

Gruß
steelydan1
Inventar
#2 erstellt: 16. Mai 2017, 23:19
Hallo

Boxen verlangen keine Leistung sondern sie haben lediglich eine bestimmte Belastbarkeit.
Was du aktuell beobachtest hängt mit dem unterschiedlichen Wirkungsgrad von Lautsprechern zusammen. Dieser gibt an wie effizient ein Lautsprecher elektrische in akustische Leistung umwandelt oder anders ausgedrückst wieviel Lautstärke der Lautsprecher aus einer bestimmten zugeführten Leistung erzeugt. Gemessen wird immer der Schalldruck in 1m Abstand zum Lautsprecher bei einer Leistungszufuhr von 1 Watt, so sind verschiedene Lautsprecher in dieser Hinsicht vergleichbar.
Deine alten Sony-LS hatten mit ziemlicher Sicherheit eine besseren Wirkungsgrad als die neuen Teufel Definion, daher musst du jetzt den AVR etwas mehr aufdrehen um die gleiche (gefühlte) Lautstärke zu erhalten.
Mit dem Klang hat das letztlich wenig zu tun, allerdings benötigt man bei LS mit geringem Wirkungsgrad entsprechend kräftige Verstärker um hohe Lautstärken zu erzielen.
Bontaku
Stammgast
#3 erstellt: 17. Mai 2017, 11:40
Wurde eigentlich schon alles gesagt, daß liegt am unterschiedlichen Wirkungsgrad der Boxen. Je schlechter desto mehr Power wird vom Verstärker für die gleiche Lautstärke benötigt.
Stada
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 17. Mai 2017, 17:35
Danke für die Info!
Mickey_Mouse
Inventar
#5 erstellt: 17. Mai 2017, 17:48

steelydan1 (Beitrag #2) schrieb:
Gemessen wird immer der Schalldruck in 1m Abstand zum Lautsprecher bei einer Leistungszufuhr von 1 Watt, so sind verschiedene Lautsprecher in dieser Hinsicht vergleichbar.

so sollte es theoretisch sein, wird in der Praxis aber nicht gemacht!

ein passendes Beispiel liefern die hier besprochenen Teufel Definition3.
Da gibt Teufel 86dB/1m an, aber nicht bei 1W sondern bei 2,83V!
bei einer Impedanz von 4Ohm entsprechen 2,83V aber 2W, das passt nur für 8Ohm.
86dB sind eh schon nicht so wahnsinnig viel, durch den 2W "Schwindel" muss man aber nochmal 3dB abziehen -> 83dB/W(1m).

bei den Sony LS kann es sich um Breitband LS handeln oder der TMT läuft im Vollbereich und eine Kalotte kommt oben rum mit einem Kondensator getrennt dazu. Das ergibt dann einen guten Wirkungsgrad.

aber wie schon geschrieben wurde, das hat keine Auswirkung auf die Qualität, nur 3dB entsprechen halt immer einer Leistungsverdopplung.
wenn z.B. ein LS "echte" 89dB/1W liefert, dann muss man in die Definition mit 83dB/1W eben 6dB mehr oder 4W rein pumpen, damit sie genauso laut spielen. Diese 6dB entsprechen ja auch in etwa der Differenz zwischen den alten und neuen Lautstärke Einstellungen.
Stada
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Mai 2017, 17:16
Bringt es da etwas an der Verkabelung zu ändern, die beiden Rear Boxen haben noch recht dünnes Kabel (der Weg ist so lang) oder den Receiver auf 8 Ohm (geht das überhaupt) zu stellen? Gruß
Mickey_Mouse
Inventar
#7 erstellt: 19. Mai 2017, 19:29
was heißt "lang" und "dünn"?
Beispiel: 10m 0,75qmm Kabel hat einen Widerstand von 0,4Ohm, also 10% von 4Ohm LS. Für die Lautstärke hat das keine (hörbaren) Auswirkungen.
für die "Kontrolle" der LS würde man damit aber schon in einem Bereich liegen, über den man sich mal Gedanken kann.
allerdings braucht man die nur wenn die LS auch innerhalb ihres Resonanzbereichs eingesetzt werden, gerade Surround LS (aber auch Stereo LS wenn ein
Subwoofer vorhanden ist) sollte man ja aber oberhalb ihrer Resonanz trennen, dann ist es wieder egal.
wenn mein sein Gewissen beruhigen möchte, dann nimmt man bei 10m 2,5qmm (echtes) Kupfer Kabel dann liegt man bei 0,13Ohm und ist damit auf der recht sicheren Seite (Dämpfungsfaktor 30), wenn man es noch "sicherer" haben möchte: 4qmm, das hat weniger als 0,1Ohm und der Dämpfungsfaktor durch das Kabel liegt auch bei 4Ohm LS bei ca. 50.

wenn die "thermischen Umgebungsbedingungen" (genug Belüftung) stimmen, dann sollte man die Yamaha immer auf 8Ohm stellen. Alles andere ist eine Leistungsbremse die schonmal die Leistung auf 1/3 des Wertes bei 8Ohm limitieren kann!
der AVR saugt aber selbst ohne Signal (leise oder Mute) schon mehr Strom und heizt sich stärker auf. Wenn man ihn dann noch fordert kann es eben zu heiß werden wenn er nicht gut genug belüftet wird.
steelydan1
Inventar
#8 erstellt: 19. Mai 2017, 21:10
Ein Yamaha-AVR kommt generell auf 8Ohm-Stellung, auch bei Verwendung von 4Ohm-LS. Außer bei sehr schlechter Luftzirkulation.
Das ist nämlich keine wirkliche Ohm-Anpassung, sondern lediglich eine Leistungsreduzierung um eine EU-Richtlinie über maximale Temperaturen an der Gehäuseaußenseite zu erfüllen. Der unerfahrene Käufer / Nutzer wird für dumm verkauft.

Das Thema Lautsprecherkabel kannst du vergessen. Erstens wird deren Einfluss gewaltig überschätzt (wie von MickeyMouse bereits erklärt). Zweitens bringt der Tausch auf Kabel mit größerem Querschnitt bei den Rears hinsichtlich der Lautstärkeeinstellung am AVR überhaupt nichts.
Die Rears werden beim Einmessen bezogen auf den Hörplatz im Pegel an die anderen LS angepasst. Bei einem dickeren LS-Kabel zu den Rears mit etwas geringerem Leitungsverlust nimmt der AVR - um den Lautstärkeabgleich weiterhin zu gewährleisten - ggf. den Ausgangspegel für die Rears etwas zurück. Ergebnis: Die Endstufen im AVR für die Rears müssen geringfügig weniger Leistung erzeugen, die Lautstärkeeinstellung am AVR und die gehörte Lautstärke bleiben jedoch unverändert.

Vergiß das Ganze. Andere LS, anderer Wirkungsgrad -> etwas andere Lautstärkeeinstellung. Völlig normal.
Ob der AVR im Normalbetrieb auf -30 oder -40 läuft ist nicht relevant, insbesondere nicht bei einem alten Modell wie dem 2020 ohne
YPAO Volume (lautstärkeabhängige Loudness). Du benötigst immer nur einen Bruchteil der Leistung die der AVR maximal bietet.
Dreh die Lautstärke mal hoch auf 0.
Stada
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 20. Mai 2017, 16:20
Hallo, vielen Dank für die nützlichen Infos und das schnelle Antworten. Das mit dem Kabel der Rear LS werden ich später bei Gelegenheit mal auf 2,5 qmm ändern, sind zurzeit je Rear Box ca. 15 m mit 0,75 qmm. Interessanter ist, dass der AVR bei Hitze evtl. die Leistung reduziert. Kann man das irgendwo sehen? Die Lüftung ist nicht allzu gut.
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 20. Mai 2017, 19:18
30m 2,5qmm bekommst du für ca. 30€ (auf "reines Kupfer" oder "OFC" achten, CCA ist genauso gut/schlecht wie 1,5qmm Kupfer), das kann man sich bei diesen LS schon gönnen finde ich. Auch wenn es eher theoretisch und fürs Gewissen ist.

der AVR reduziert die Leistung bei Hitze nur nach dem Motto: an/aus!
wenn es der Schutzschaltung zu heiß wird, dann schaltet die knallhart ab, da wird vorher nicht "vorsichtig" etwas reduziert.
steelydan1
Inventar
#11 erstellt: 20. Mai 2017, 20:56

Interessanter ist, dass der AVR bei Hitze evtl. die Leistung reduziert.

Nein, das hast du falsch verstanden. Der AVR hat kein temperaturabhängiges Throttling wie z.B. eine Computer-CPU oder GPU.
Die Leistungsreduzierung, technisch umgesetzt durch eine niedrigere Spannung am Netzteilabgriff, erfolgt fix durch die Einstellung 4Ohm.


[Beitrag von steelydan1 am 20. Mai 2017, 21:04 bearbeitet]
Stada
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 21. Mai 2017, 21:41
Hallo, eins habe ich noch festgestellt. Meine Frau hat in der App "Adaptive DRC" versehentlich aus gestellt. Nachdem ich das wieder aktiviert hatte ist es jetzt gefühlt etwas lauter, zwar noch nicht ganz so wie bei den alten Lautsprechern, aber schon besser. Nachdem ich nochmals die Bedienungsanleitung gelesen habe, kann das tatsächlich bei etwas geringeren Lautstärken so sein, Oder irre ich mich da? .
ClonDolly
Neuling
#13 erstellt: 21. Mai 2017, 23:10
Hau das ADRC wieder raus, das ist großer Mist.
Hebt Mitten und Höhen bei geringer Lautstärke an, aber wenn es laut wird knallt es trotzdem auf dem LFE, kannst also auch keine Nachbarn mit "schonen".

Dreh einfach 5db höher, da gewöhnst dich dran und dem AVR tut das auch nicht weh.
steelydan1
Inventar
#14 erstellt: 22. Mai 2017, 04:50

Hebt Mitten und Höhen bei geringer Lautstärke an

Falsch. ADRC komprimiert die Dynamik, gleich also die Unterschiede zwischen lauten und leisen Stellen im Film aus.
ClonDolly
Neuling
#15 erstellt: 22. Mai 2017, 12:42

steelydan1 (Beitrag #14) schrieb:
Falsch. ADRC komprimiert die Dynamik, gleich also die Unterschiede zwischen lauten und leisen Stellen im Film aus.


Und dieser Ausgleich entsteht dadurch das die leisen Frequenzen angehoben werden, was ja meistens die Mitten und Höhen betrifft. Die lauten Frequenzen werden aber nicht so stark abgesenkt, kam mir jedenfalls so vor.
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