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Soundkarte - Verstärker - Parasitäre Schwingungen?

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Jud4s
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 21. Dez 2009, 23:15
Guten Abend allesamt.

Da ich zum ersten Mal hier bin, bin ich mir nicht sicher, ob ich im richtigen Subforum gelandet bin um meine Frage zu stellen, aber vllt kann sie mir hier ja jemand beantworten, der damit Erfahrung hat.

Kann es mit der Ausgangsimpedanz der Soundkarte zusammenhängen, dass die Soundkarte am Eingang einer hochwertigen Röhren-Vorstufe eine sägezahnähnliche, lautstärkeunabhängige Schwingung (ca. 8Hz) produziert, aber an einem Transistor-Verstärker nicht?

Bei der Soundkarte handelt es sich um eine Focusrite Saffire 6
und beim Vorverstärker um einen Vincent SA-T1.

Wäre für jede hilfreiche Antwort sehr dankbar, da ich mit meinem Latein weitestgehend am Ende bin.
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 22. Dez 2009, 09:47
Hallo!

Ersteinmal willkommen im Forum.

Ein solch tieffrequentes Pumpen kann etliche Ursachen haben. Wie hast du es gemessen?

Tritt das Pumpen ständig auf oder nur unter Last? Wie hoch im Vergleich zum Nutzsignal ist das Störsignal?

Möglicherweise existiert das Störsignal unabhängig vom Soundkartenanschluß bei dem verwewndeten Verstärker ständig und wird durch das Netzteil verursacht. Ein tieffrequentes Pumpen ist bei vielen Rohrengeräten ein recht bekannter Effekt.

Sollte der Effekt hingegen nur bei der Digitalisierung von Schallplatten auftreten wäre es wh en Rumpler der durch das Laufwerk oder die Tonarm-Tonabnehmerkombination verursacht wird.

Um näheres über die Verträglichkeit beider Komponenten an sich aussagen zu können wären die Schalt- b.z.w. Stromlaufpläne beider Geräte nützlich.

MFG Günther
Jud4s
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 22. Dez 2009, 11:45
Danke schonmal für die Antwort Günther.

Das ganze trat bei einem mir befreundeten Lautsprechermanufakteur auf - er baut seit etwa 45 Jahren seine Röhrenlautsprecher und hat ein recht großes Wissen über seine Geräte. Nur fehlt ihm jegliche Erfahrung mit Soundkarten etc. Wir hatten das ganze bei ihm getestet aufgrund der Klangtreue etc, inwieweit sich die Konstellation PC - Soundkarte - Vorverstärker - Endstufe - Lautsprecher verträgt.

Messen konnten wir die Frequenz aufgrund eines defekts seiner Messgeräte leider nicht, das war reine Schätzung. Das Pumpen tritt jederzeit auf, d.h. wenn die Soundkarte ein Signal ausgibt, allerdings auch wenn sie das nicht tut. Bei Last übertönt die Musik das Pumpen, da es wie gesagt Pegelunabhängig ist - Ohne Signal kann ich den Verstärker voll aufdrehen, ändern tut sich nichts.
Die Ausgänge der Soundkarte, die wir genutzt haben, waren -10 db Cinch, ich könnte es, wenn ich ein passendes Kabel besorgt habe auch über den +4 db 6,3-Klinken-Ausgang testen, allerdings weiss ich nicht, ob das irgendetwas ändern wird. Die Abbildung der Karte ist unglaublich präzise, kam mir sogar noch präziser vor als beim teuren CD-Spieler, wenn auch etwas rauher. Schallplatten habe ich nicht auf dem Plan.
Schaltpläne oder weitere Werte der Geräte stehen mir leider nicht zur Verfügung, lediglich die Werte, die der Hersteller Vincent über seine Geräte auf der Homepage angibt.

Gruß, Linus

PS: Wenn ich mich recht erinnere, war das Pumpen selbst dann noch da, wenn man den Input des Verstärkers auf einen anderen Kanal gewechselt hat.


[Beitrag von Jud4s am 22. Dez 2009, 11:51 bearbeitet]
sakly
Inventar
#4 erstellt: 23. Dez 2009, 11:45
Hi,

alles, was Du beschreibst, spricht dafür, dass es nicht die Soundkarte ist, sondern der Effekt aus der Röhrenvorstufe kommt. Deshalb tritt der Fehler wohl auch nur in Kombination mit der Röhrenvorstufe auf. Gerade der letzte Satz spricht eindeutig dafür:

Wenn ich mich recht erinnere, war das Pumpen selbst dann noch da, wenn man den Input des Verstärkers auf einen anderen Kanal gewechselt hat.


Gruß
Jud4s
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 23. Dez 2009, 14:58
okay, angenommen die Soundkarte ist nicht direkt Schuld am Pumpen, wie könnte man das Problem lösen? Einen Defekt der Vorstufe schließe ich aus, da sie in Verbindung mit anderen Geräten sauber funktioniert. Wäre sehr schade, wenn ich auf diese Vorstufe verzichten müsste und auf einen Transistorverstärker zurückgreifen müsste.
sakly
Inventar
#6 erstellt: 23. Dez 2009, 16:01

Jud4s schrieb:
okay, angenommen die Soundkarte ist nicht direkt Schuld am Pumpen, wie könnte man das Problem lösen? Einen Defekt der Vorstufe schließe ich aus, da sie in Verbindung mit anderen Geräten sauber funktioniert.


Wenn die vorstufe mit anderen Geräten sauber läuft, sollte man überprüfen, wie die schnittstellen aussehen.
Welchen Eingangspegel an welcher Impedanz erwartet die Vorstufe und welche Pegel und Ausgangsimpedanzen liefern die entsprechenden unterschiedlichen Geräte?
Ich glaube zwar nicht, dass man dabei etwas außergewöhnliches finden wird, aber gucken schadet sicher nicht.
Ansonosten habe ich keine Idee, wie man so ein Problem über ein Forum lösen könnte.

Ich würde auch mal an den Schnittstellen mit nem Oscar messen, wie die Spannungen da im Ruhebetrieb aussehen. Dann weiß man schonmal ab wo der Fehler bereits im Signal ist.

Gruß
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 30. Dez 2009, 02:13
Tach.

Ich kenne da einen sehr ähnlichen Effekt bei mir, wo ich gerade was von 8 Hz lese.

Habe einen aktiven Sub an meiner Soundkarte angeschlossen.

Sobald man den Rechner abschaltet kommt es ebenfalls zu diesem Geräusch.

Geht auch erst wieder weg, wenn man den Strom von PC und Sub abschaltet.


Naja, helfen tuts dir sicherlich nicht.

Ich dachte zuerst, es sei ein Schwingkreis! Aber andererseits müsste der ja nach ner Zeit abklingen.

Tut er aber nicht. Naja gut, ne halbe Stunde hab ich jetzt nicht grad gewartet. Aber ich weiß, dass digitale Bauelemente verwendet werden bei dem Sub. Das passt schon eher...
Jud4s
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 16. Jan 2010, 22:11
So...

entschuldigt, dass die Antwort so lange gedauert hat. Wir haben noch etwas rumexperimentiert und eine lösung gefunden - wir haben das ganze an einen separaten Stormkreis angeschlossen und plötzlich war das Störgeräusch verschwunden, dafür hatten wir uns allerdings ein anderes erkauft.

Wir haben dann einmal testweise den Computer (genauergesagt das Laptop) an einen ungeerdeten Stromkreis geschlossen (die soundkarte ist Buspowered) und das Problem war aus der Welt.

Das war alles, ich wollte euch nur wissen lassen, dass der Kern des Problems erkannt ist, danke nochmal für eure Hilfe.

Gruß, Linus
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 17. Jan 2010, 10:32

Jud4s schrieb:
Wir haben dann einmal testweise den Computer (genauergesagt das Laptop) an einen ungeerdeten Stromkreis geschlossen (die soundkarte ist Buspowered) und das Problem war aus der Welt.

Hallo Linus,

nur hat es einen Grund, dass das Notebook-Netzteil einen Schutzleiteranschluss hat. Daher sollte man den Schutzleiter nie abklemmen, denn unter Umständen kann das sonst gefährlich oder gar tödlich ausgehen:



Abgesehen davon hat wohl der Vorverstärker eine Macke. Ich nehme an, dass auch dieser einen Stromstecker mit Schutzleiter hat. Über diesen ist er geerdet und wenn eine zweite Erdverbindung über eine der Eingangsbuchsen hinzukommt, so fängt das Teil an zu schwingen.

So was darf natürlich nicht sein, also lassen den Vorverstärker reparieren.



Gruß

Uwe
Jud4s
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 18. Jan 2010, 18:14
ok, ich werde das ganze vorerst mit dem neuen Vorverstärker ausprobieren, dann wird sich das problem möglicherweise von alleine beheben, danke Uwe für den Beitrag zum Abklemmen von Schutzleitern


[Beitrag von Jud4s am 18. Jan 2010, 18:16 bearbeitet]
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