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Schutzvorrichtungen für gesamte Elektronik

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LightMyFire
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Jan 2013, 23:03
Hallo zusammen,

unter

http://www.hifi-foru..._id=108&thread=14513

habe ich ein Problem beschrieben, das ich kürzlich nach einem Stromausfall hatte. Nun frage ich mich ganz allgemein:

1. Wie kann ich meine Elektronik vor Stromausfällen und Blitzschlägen schützen? Obiges Problem hätte mir auch erst nach zwei Wochen auffallen können, da ich oft auf Reisen bin. Weiß jemand Abhilfe? Ich weiß, dass es Steckerleisten mit Überspannungsschutz in allen erdenklichen Preissegmenten gibt, aber bringen die etwas? Wenn ja, wieviel muss man ausgeben?

2. Abhilfe wäre sicherlich, die Elektronik jedes Mal bei längerer Abwesenheit vom Netz zu trennen. Ist häufiges Aus- und Einschalten schädlich für die Elektronik? Falls ja, hängt der Grad der Schädigung davon ab, ob ich sämtliche Elektronik per Steckerleiste mit einem Mal vom Netz nehme bzw. einschalte oder ob ich dies für jedes Teil einzeln tue?

Vielen Dank vorab für Euren Input.
WAmpere
Stammgast
#2 erstellt: 27. Jan 2013, 13:59
Ganz einfach, Netzstecker ziehen, Antennenkabel trennen, ebenso beim Telefonanschluß und allem anderen wo ein Kabel aus der Wand kommt.


Nachtrag: Techn. Schutzvorrichtungen können versagen, darum ist manuelles Trennen immer am sichersten.


[Beitrag von WAmpere am 27. Jan 2013, 14:01 bearbeitet]
frikkler
Stammgast
#3 erstellt: 08. Feb 2013, 12:00
WAmpere schrieb:
Techn. Schutzvorrichtungen können versagen, darum ist manuelles Trennen immer am sichersten.

Stimmt genau,denn die Überspannungsschutzleisten funktionieren wenn ein Blitz einschlägt meistens nicht, da dort dann ein Lichtbogen übersprigen kann und der Strom dann trotzdem nicht getrennt ist.

Also:Immer Stecker ziehen und Antennenkabel abklemmen.
germi1982
Moderator
#4 erstellt: 10. Feb 2013, 00:27
Das mit dem Antenne ziehen stammt aus der Zeit als man noch Antennen auf dem Dach hatte. Wenn man aber eine Zimmerantenne hat, oder einen Kabelanschluss, dann ist das nicht nötig.


ebenso beim Telefonanschluß


Das ist nicht nötig...die Kabel verlaufen rein unter der Erde, darüber wird kein Blitz kommen. Dann hätten auch früher die Telefone alle abrauchen müssen, denn da KONNTE man die nicht vom Telefonnetz trennen. Die waren innerhalb der Telefondose fest verdrahtet, nicht so wie heute mit Stecker zum rausziehen. Aber da gehörten einem die Telefone auch nicht, sondern die wurden gemietet...


[Beitrag von germi1982 am 10. Feb 2013, 00:29 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#5 erstellt: 10. Feb 2013, 01:42

LightMyFire (Beitrag #1) schrieb:
1. Wie kann ich meine Elektronik vor Stromausfällen und Blitzschlägen schützen?

Ein 100%tiger Blitzschutz wäre unwirtschaftlich. Nach DIN EN 62305 (VDE 0185) kann man ein wirtschaftlich vernünftiges Schutzkonzept entwickeln, welche alle ins Gebäude ein- und ausgehenden Energie-, Telekommunikations- und Antennenkabel mit energetisch koordinierten Blitzstrom- und Überspannungsableitern absichert.

LightMyFire (Beitrag #1) schrieb:
Obiges Problem hätte mir auch erst nach zwei Wochen auffallen können, da ich oft auf Reisen bin. Weiß jemand Abhilfe? Ich weiß, dass es Steckerleisten mit Überspannungsschutz in allen erdenklichen Preissegmenten gibt, aber bringen die etwas?

Ein ganzheitliches Konzept besteht aus Grob-, Mittel- und Feinschutz. Der größte Blitzstrom muss am Hauseintritt mit SPD 1 Blitzstromableitern als Grobschutz gegen Erde abgeleitet werden. Ist er erst einmal an der Steckdosenleiste angelangt, kann kein Mittel- oder Feinschutz mehr wirken. Und die Spielzeuge mit oft nur einer Glimmlampe sowieso nicht.

germi1982 (Beitrag #4) schrieb:
Das mit dem Antenne ziehen stammt aus der Zeit als man noch Antennen auf dem Dach hatte.

Und heute hat man pro Haushalt nicht mehr nur einen röhrenbestückten TV, sondern deren mehrere und weitere Elektronik mit Halbleiterbestückung. Ob es da cleverer ist bei Gewitter an Gebäuden ohne Blitzschutzanlage und Überspannungsschutz die Stecker nicht zu ziehen?

LightMyFire (Beitrag #1) schrieb:
Wenn man aber eine Zimmerantenne hat, oder einen Kabelanschluss, dann ist das nicht nötig.

ebenso beim Telefonanschluß

Das ist nicht nötig...die Kabel verlaufen rein unter der Erde, darüber wird kein Blitz kommen.

Einen Zufallstreffer mit der Zimmerantenne?

Abhängig von der Bebauungsdichte können selbst noch Einschläge in 1 bis 2 km Entfernung über die Energie- und Telekommunikations-Erdleitungen Überspannungsschäden verursachen. Die Schadensummen indirekter Überspannungsschäden sind wesentlich höher als die der direkten Blitzschäden einschließlich abgefackelter Gebäude. Siehe Schadenstatistik des GDV.

germi1982 (Beitrag #4) schrieb:
Dann hätten auch früher die Telefone alle abrauchen müssen, ...

Alle nicht, aber ungeschützte Telefonanlagen rauchen tatsächlich ab und lt. DEHN sind die Schadensanteile der BK- und Telefonkabel sogar höher als die der Stromkabel.

Siehe DEHNacademy Lernschritt 1: http://www.dehn.de/de/seminare/e_learning1.shtml


[Beitrag von Dipol am 10. Feb 2013, 01:47 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#6 erstellt: 10. Feb 2013, 19:01
Hallo zusammen,

Telefon:

Das ist nicht nötig...die Kabel verlaufen rein unter der Erde, darüber wird kein Blitz kommen.

Da kann ich leider so nicht bestätigen!
Aus eigener Erfahrung und der von mehreren Kollegen kommt es sogar sehr häufig vor, dass bei einem Gewitter zwar nicht das Telefon aber das DSL-Modem stirbt.

Die früheren Posttelefone waren von der Technik her Militärtechnik. Praktisch unkaputtbar!
Die heutigen Telefone und Modems sind hingegen normale Consumer-Elektronik!

Gruß
Bernhard
Dipol
Inventar
#7 erstellt: 10. Feb 2013, 20:09

Bertl100 (Beitrag #6) schrieb:
Aus eigener Erfahrung und der von mehreren Kollegen kommt es sogar sehr häufig vor, dass bei einem Gewitter zwar nicht das Telefon aber das DSL-Modem stirbt.

Auch der NTBA, ein ISDN-Telefon oder eine komplette ISDN-Telefonanlage.
frikkler
Stammgast
#8 erstellt: 11. Feb 2013, 14:51
Bertl100 (Beitrag #6) schrieb:

Die früheren Posttelefone waren von der Technik her Militärtechnik. Praktisch unkaputtbar!
Die heutigen Telefone und Modems sind hingegen normale Consumer-Elektronik!

Kann ich nur bestätigen! Hab noch ein W48 und ein normales neues Telefon. Beim letzten Gewitter war das W48 noch ganz und das neue fratze.
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 14. Feb 2013, 20:31

frikkler (Beitrag #8) schrieb:
Bertl100 (Beitrag #6) Kann ich nur bestätigen! Hab noch ein W48 und ein normales neues Telefon. Beim letzten Gewitter war das W48 noch ganz und das neue fratze.

Das hängt wohl auch damit zusammen, dass das alte W48 keine Elektronik beinhaltete. Jetzige Geräte müssen eine Überspannung von 1000 V ohne Defekt überstehen. Klar kann es vorkommen, dass dies nicht ausreicht.


Gruß

Uwe
germi1982
Moderator
#10 erstellt: 14. Feb 2013, 21:14
Ein W48 habe ich auch, allerdings die Neufertigung vom Telefonbau Friedrich Reiner, der auch damals schon Teile und Telefone an die Bundespost geliefert hat. Die bauen die W48 aus Bakelit neu, die haben die alten Formen. Ansonsten alles wie beim alten W48, außer das eine moderne Sprechkapsel drin ist statt einem Kohlemikro. Das kommt dann schon der Sprachqualität zugute.

Und für das alte Teil bekommt man immer noch jedes Teil als Ersatzteil...also wenn mal der Korpus unansehnlich ist, oder der Hörer...gibts alles als Ersatzteil...und das sind keine NOS oder sowas, sondern Neuteile...


[Beitrag von germi1982 am 14. Feb 2013, 21:16 bearbeitet]
frikkler
Stammgast
#11 erstellt: 15. Feb 2013, 19:08
Bei meinem hab ich die Sprechkapseln mal ausgetauscht. Waren noch alte Kohlemikrofone und Lautsprecher drin. Aber das ist ja auch von 1958.
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