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E-202 - rechter Kanal setzt aus

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crapdetector
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Mai 2004, 20:31
Hallo,

ich habe ein Problem mit meinem Vollverstärker Accuphase E-202. Kurz nach dem einschalten verabschiedet sich der rechte Kanal. Es klingt wie eine Art Wackelkontakt, also unsauber (wie ein gestörter Radioempfang) und es schwankt (wird lauter und leiser). Ich habe allerdings keinen Tuner, das mit dem Radioempfang schreibe ich nur um das Problem besser zu beschreiben. Es sind nur ein Plattenspieler und ein CD-Player angeschlossen.
Mit dem linken Kanal scheint alles okay zu sein. Ich habe den Verstärker schon von innen etwas entstaubt und einige Kontakte gesäubert bzw. nach kalten Lötstellen gesucht. Da ich aber kaum Kenntnisse von Elektrotechnik besitze weiß ich leider nicht genau wo ich anfangen soll zu suchen. Ich habe beide Phonoeingänge und die Speakeranschlüsse überprüft und kann die als Ursache ausschliessen. Am Dreher und dessen Kabeln liegt es ebenfalls nicht.
Woran könnte es also liegen??
Vielen Dank für Eure Tipps,
Micha
Gnob
Inventar
#2 erstellt: 02. Mai 2004, 07:31
Hallo

In erster Linie sind für derartige Aussetzer die Verschleißteile verantwortlich, sprich -> Lautstärkepoti, Quellenwahlschalter, diverse Relais, Balanceregler etc.
Kalte Lötstellen wären zuerst im Bereich der eigentlichen Endstufentransistoren zu suchen.
Potis mittels Kontaktspray zu "säubern" bringt dir imho nicht wirklich was, zumindest nicht auf langer Sicht hin, sie sollten dann schon erneuert werden!
Hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Gruß
crapdetector
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Mai 2004, 18:18
Hallo Gnob,

ich werde es morgen nochmal mit Kontaktspray/-Reiniger versuchen. Ich habe bisher bloß den von Dir erwähnten Quellenwahlschalter bzw. den Speaker-Regler gesäubert und das auch nur mit Isopropylalkohol.
Mir ist allerdings aufgefallen, das bei reinem Kopfhörerbetrieb alles in Ordnung ist, also liegt es wahrscheinlich am Wahlschalter für die Speaker. Mal schauen.

Grüße,
Micha
crapdetector
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Mai 2004, 10:24
Es scheint wirklich am Relais zu liegen, denn wenn der Kanal wieder seine Aussetzer bekommt und ich am Relais direkt neben dem Power-Schalter etwas herumwackel (Puh, hört sich ja richtig professionell an)ist für kurze Zeit wieder alles okay. Verschleißt ein Relais denn mit der Zeit? Lohnt eine Reparatur oder ist hier definitiv ein Tausch fällig?
Noch was, nach dem einschalten klackt es mehrmals hintereinander, das ist doch sicherlich auch das Relais, oder?

Grüße,
Micha

Habe wohl im falschen Forum gepostet, gehört eher ins Elektronikforum, Mist.
Albus
Inventar
#5 erstellt: 04. Mai 2004, 12:24
Tag,

ach, so verkehrt ist die Stelle hier nicht. - Wenn's denn das Relais ist, dann für "Muting & Speaker Protection", bestimmt für Stummschaltung (Unterdrücken der berüchtigten Einschaltknackse, Ausschaltplops) und Schutz gegen Überlast, Gleichspannung. Derartige Relais sind gasdicht, können dennoch altern bis hin zur Zerstörung der Kontakte. Ein solches Relais ist als Bauteil zu ersetzen, Preis um 1 Euro (für gute Typen), es ist Massenware in Standard-Qualitäten.

MfG
Albus
crapdetector
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 04. Mai 2004, 13:22
Hallo Albus,

ich habe das Relais gerade ausgebaut (einfache Steckverbindung) und es sah eigentlich noch wie neu aus, Es ließ sich einfach öffnen (gasdicht?)und die Kontakte machten alle noch einen guten Eindruck. Ich kann mir kaum vorstellen das das Ding für 1,- Euro zu haben ist, ist ein ganz schön großer Klopper. Da das Gerät schon fast 3 Jahrzehnte auf dem Buckel hat dürfte ich ja auch kaum noch Ersatzrelais bekommen?
Was mir aber gar nicht einleuchtet ist das der rechte Kanal mit der Zeit immer schlechter wird, also kleinere Aussetzer hat und unsauber klingt. Entweder der Kontakt ist da oder nicht, oder was passiert da im Relais?

Grüße,
Micha
Sargnagel
Stammgast
#7 erstellt: 04. Mai 2004, 13:31
Wende Dich doch einfach mal an den deutschen Accuphase-Vertrieb, ein gutes Forum für solche speziellen Fragen gibt es dort auch !

www.accuphase.de

Gruß
Peter
Albus
Inventar
#8 erstellt: 04. Mai 2004, 13:49
Tag Micha,

ich war von einem Standard-Relais ausgegangen, wie man sie überall antrifft. Im Falle E-202 ist es dann ein spezielleres Teil, das dann für 1 Euro nicht zu haben ist. Da nicht gasdicht (die sind Einkörper-Bauteile), kann es im Relais zwischen den Kontakten zu galvanischen Reaktionen kommen, insbesondere unter Feuchteeinwirkung. Folge ist dann uU ein Beben der Kontakte, die sich anziehen und abstoßen. - Neuer Gedanke, die vorgängige Unruhe in der Wiedergabe stärker nehmend, es kann auch ein sich ankündigender Ausfall eines Treiber-Transistors sein.

MfG
Albus
crapdetector
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Mai 2004, 14:55
Hallo Albus,

also wie gesagt, das Relais sah von mir als Laien betrachtet noch gut aus. Aber falls es da irgendwelche bebenden Kontakte gibt müßte ich es doch sehen können, ich werd's mal beobachten.

"es kann auch ein sich ankündigender Ausfall eines Treiber-Transistors sein"
Hört sich ja auch nicht gut an. Wie sehen die Teile denn aus und was kostet sowas denn nun schon wieder. Meine Google-Suche nach diesen Transistoren ergab leider nix.

@ Sargnagel
Den Accuphase-Vertrieb habe ich schon kontaktiert.

Ich bin ja gespannt ob ich das selber richten kann. Also ein kurzes "rütteln" am Relais schafft für kurze Zeit Abhilfe. Ich nehme mal stark an das es keinen Sinn hat das Relais mal mit Tuner 600 Spray zu fluten und wieder einzusetzen.

Grüße,
Micha
Albus
Inventar
#10 erstellt: 04. Mai 2004, 15:07
Tag erneut,

Treiber-Transistoren sitzen auf der Endstufen-Platine, SC oder SA-Typen, schwarzes Gehäuse. Den defekten TR fände man durch ausmessen. Nach Ausbau/Einbau ist Justierung von Ruhestrom etc erforderlich. Bestens anhand eines Service Manuals; so etwas rückt der ACCU-Vertrieb nicht heraus.

Aber! Was es denn wirklich ist, wir wissen es doch noch gar nicht.

MfG
Albus
crapdetector
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 04. Mai 2004, 15:41
Genau, und bevor ich jetzt weiter wie ein Schwein ins Uhrwerk gucke, baue ich dieses Relais nochmal aus und versuche mich nochmals an einer Reinigung. Bald habe ich darin richtig Routine
crapdetector
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Mai 2004, 16:07
Hallo,

Ich bin's schon wieder. Kann mein Problem auch mit einem defekten Widerstand zusammenhängen? Ich habe gerade beim herausziehen einer Platine gesehen das die Ummantelung von R33 abbröselt und es um diese Stelle herum leicht verschmort aussieht. Da scheint es mal ziemlich warm geworden zu sein, zerschmolzen ist aber zum Glück noch nix.
Muß solch ein Widerstand aber in jedem Falle gewechselt werden?

Vielen Dank,
Micha
Albus
Inventar
#13 erstellt: 05. Mai 2004, 06:33
Morgen,

wenn die Ummantelung zerbröselt ist, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Widerstand selbst auch beschädigt. Ein bloß zur Bräune erhitzter Widerstand in farblich ähnlich verfärbter Platinenumgebung muß nicht seine Werte geändert haben. Ist aber der R unbrauchbar, dann kann eine Irregularität in einem Schaltungsabschnitt von daher rühren, als Oszillieren beispielsweise. Schaltungen sind nicht immer robust ausgelegt. Man müßte den anschaulich beschädigten R einfach durchmessen oder die Platine am zugehörigen Testpunkt (auf Einhaltung der Spezifikationen). Vertrauenswürdig ist ein solcher Anblick eher zunächst nicht.

MfG
Albus
crapdetector
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Mai 2004, 10:07
Hallo,
ich habe mir nochmals das Relais vorgenommen und alle Kontakte gründlich mit Ballistol gereinigt. Zwei/Drei Stellen auf der Platine nachgelötet die wie kalte Lötstellen aussahen und das ganze wieder zusammengebaut. Und siehe da - es funktioniert. Keine Aussetzer mehr. Ich hoffe das bleibt auch so.
Den Widerstand werde ich bei Gelegenheit mal auslöten und mit zu Conrad nehmen, durchmessen lassen und einen neuen einbauen.
Danke Dir Albus, für fachlichen und moralischen Beistand .

Grüße,
Micha
Albus
Inventar
#15 erstellt: 05. Mai 2004, 11:10
Tag Micha,

da kann man nur gratulieren.

Freundliche Grüße!
Albus
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