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... Brummen!

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gogo1
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 11. Feb 2005, 22:10
Hi,

mein Verstärker Marantz PM-7200 brummt.

Das Brummen ist zwar sehr leise, aber bei leisen Passagen stört es (vor allem mit Kopfhörern) trotzdem. Ich bin die Brumm-Liste durchgegangen und habe alle Kabel abgezogen. Brummen mit Kopfhörern immer noch da.

Was kann ich machen? Ich will nicht so einen komischen Trennverstärker anschließen, da muss es doch eine andere Lösung geben. Ist ein minimales Brummen vielleicht unvermeidbar? Was haltet ihr von einer Netzleiste, z.B. von

http://www.audio-tuning-pithan.de/

? Ich glaube nicht, dass die Elektronik defekt ist, der Verstärker ist noch relativ neu.

Thx
Martin
weuneu
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 11. Feb 2005, 22:21
Hi, ich hatte das Problem auch schon einmal Die Ursache bei meinem amerikanischen Verstärker Counterpoint
lag damals an der nicht geeigneten Hauserdung für dieses Gerät. Habe jetzt einen MacIntosh, wo es keine Probleme gibt. Wenn man die Erde am Stecker abklebt, müßte das Brummen weg sein. Aber das ist nicht zuläßig und verboten.
Habe deshalb damals zu einem Trenntrafo gegriffen, der das Brummmen unterdrückte.


[Beitrag von weuneu am 11. Feb 2005, 22:23 bearbeitet]
The_FlowerKing
Stammgast
#3 erstellt: 11. Feb 2005, 22:37
warum ist das abkleben verboten? vorhin war ich im laden und wollte nen mantelstromfilter (gab natürlich keinen ;)) und der verkäufer meinte auch, dass man die erdung am schuko-stecker abkleben könnte um das zu beheben.
gogo1
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 11. Feb 2005, 22:37
... hmmm, ich glaube nicht, dass mir das hilft. Mein Verstärker hat einen Euro-Stecker, kein SchuKo. Also kann ich nichts abkleben!?
Uwe_Mettmann
Inventar
#5 erstellt: 12. Feb 2005, 12:13

The_FlowerKing schrieb:
warum ist das abkleben verboten? vorhin war ich im laden und wollte nen mantelstromfilter (gab natürlich keinen ;)) und der verkäufer meinte auch, dass man die erdung am schuko-stecker abkleben könnte um das zu beheben.

Hallo,

Der Schutzkontakt am Schuko-Stecker ist nicht dafür da, damit der Stecker fester in der Dose sitzt, sondern er hat eine Schutzfunktion (daher heißt er ja auch so). Wenn dieser abgeklebt wird, geht diese Schutzfunktion natürlich verloren.

Verboten ist das Abkleben wohl nicht, aber wenn etwas passiert, wird dies als grob fahrlässig eingestuft. Daher wird dann keine Versicherung zahlen und Du bist für die Konsequenzen verantwortlich und musst voll haften.



gogo1 schrieb:

Das Brummen ist zwar sehr leise, aber bei leisen Passagen stört es (vor allem mit Kopfhörern) trotzdem. Ich bin die Brumm-Liste durchgegangen und habe alle Kabel abgezogen. Brummen mit Kopfhörern immer noch da. :(

Wenn Du alle Leitungen abgezogen hast, nur der Kopfhörer angeschlossen ist und es trotzdem brummt, ist die Ursache der Verstärker. Es könnte aber normal sein, wenn es im Kopfhörer nur sehr leise und in den Lautsprechern nicht zu hören ist. Ich vermute mal, dass Du die Lautstärke nur sehr gering aufdrehen musst um das Brummen im Kopfhörer zu hören. Wenn das Brummen auch noch bei zugedrehtem Lautstärkeregler vorhanden ist, dann kannst das Brummen reduzieren, wenn Du ein Dämpfungsglied aus Widerständen baust und dieses zwischen Verstärker und Kopfhörer schaltest.

Viele Grüße

Uwe
revolver
Stammgast
#6 erstellt: 12. Feb 2005, 13:22
hi,
mein tipp ist in diesen fällen immer der gleiche, da das brummen an meinem alten verstärker dadurch ausglöst wurde: hast du irgendwelche komponenten auf bzw. unter den verstärker gestellt? wenn ja: stell sie mal beiseite... vielleichts liegts an denen.
gruss
richi44
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Feb 2005, 13:50
Stell den Verstärker mal auf den Wohnzimmertisch, nichts angeschlossen ausser dem Netz, Lautstärke zu, Kopfhörer an. Jetzt darf nichts brummen. Wenn doch, ist etaws im Netzteil Deines Verstärkers kaputt (Elko oder schlechte Lötstelle).
Wenns nicht brummt, ist der Verstärker iO. Also zurück an den üblichen Platz. Ohne Anschluss. Brummts jetzt?. Wenn ja muss da irgendwo etwas einstreuen. Andere Geräte in der Nähe?
Wenn nein, fang an den Rest anzuschliessen. Immer testen. Irgendwann brummts und dann hast Du den "Sündenbock".
weuneu
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Feb 2005, 14:31
Hier mal einige Tipps zur systematischen Vorgehensweise :
Brummen - Ursachen und Abhilfe Habe für Dich mal ein bischen im Internet gestöbert und fündig geworden ( teiweise wörtliche Formulierung zitiert ,teilweise sinngemäß wiedergegeben und mit eigenen Erfahrungen ergänzt......)

Brummen ist eines der am häufigsten auftretenden Störphänomene bei Audio-Geräten. Doch auch das sagt die Statistik: Nur in etwa 20% der Fälle wird die Störung durch einen Fehler in den betroffenen Komponenten selbst verursacht. Besonders ärgerlich wird's dann, wenn Du das Gerät zum Kundendienst gegeben hast , es dem Vermerk "Im Dauertest geprüft - kein Fehler feststellbar" zurückerhalten und das Brummen nach wie vor da ist. Grund genug , ein Paar Tipps zu geben, wie Du das Problem Schritt für Schritt eingrenzen und lösen kannst

1. Schritt: Prüfe die Verbindungsstellen zwischen Stecker und Kabel an Deinen Netz-, Cinch-, Scart- und Lautsprecher-Verbindungen. Sogenannte "kalte Lötstellen", das sind Lötverbindungen, bei denen die Bleiverbindung angebrochen ist, führen zwar (noch) nicht zu einem Totalausfall der Verbindung, können aber bereits die heimtückischen Brummgeräusche verursachen. Empfehlung :Austausch in ein hochwertiges Kabel. Letzteres hat mitunter schon zu überraschenden Ergebnissen hinsichtlich verbesserter Klangqualität geführt.

2. Schritt: Auch Coax-Digitalkabel mit unzureichender Abschirmung können Brummen verursachen. Typischeweise eher schlecht abgeschirmt sind Beipackkabel aus der Originalverpackung von AV-Receivern oder DVD-Playern. Zwar wird hier ein digitaler Datenstrom mit Fehlerkorrekturalgorithmen übertragen, doch es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass dabei mangels analoger Übertragung keine Störsignale entstehen können. Allein die elektrische Art der digitalen Übertragung (anders als z.B. die optische Übertragung via Lichtleiter-Verbindung) kann zum Entstehen einer Brummschleife führen. Ein gut geschirmtes Coax-Digitalkabel muss nicht teuer sein. #

3. Schritt: Häufig entsteht Brummen, wenn sich im Haustromnetz oder bei den Stromversorgern irgendetwas ändert. Die Gründe für dieses "irgendetwas" können sehr diffus sein. Vereinfacht ausgedrückt stellt sich das so dar: Durch elektromagnetische (EMI) und hochfrequente Störungen (RFI) im Netz können optische und akustische Störungen auf Bildschirmen und in Lautsprechern erzeugt werden. Solche Störungen können durch fehlerhafte oder schlecht abgeschirmte Geräte entstehen, sowie häufig durch Regelelektronik (Licht- oder Drehzahlregler). Dies hier technisch tiefergehend zu erklären, würde hier zu weit führen. Jedenfalls tritt als Folge bei Deiner Anlage die sogenannte Brummschleife auf. Typische Fehlerbeschreibung: "Die Anlage hatte nie etwas, aber plötzlich brummt es, wenn ich den Subwoofer einschalte". Kaufe Dir im Rundfunk- und Fernsehfachhandel eine gute Mehrfachsteckdosenleiste mit Netzfilter (ca. 25,00 bis 35,00 Euro) und hängen Sie alle Geräte an diese Netzleiste, also auch Geräte, die vom Brummen nicht betroffen sind. Meist ist in diesen Leisten auch ein Überspannungsschutz (z.B. gegen indirekten Blitzeinschlag) eingebaut, was ohnehin bei hochwertigen Anlagen eine sinnvolle Sicherheitseinrichtung ist.

4. Schritt: Haben weder Schritt 1 noch Schritt 2 Abhilfe gebracht, könnte die Ursache in der Antennenleitung liegen. Das Phänomen tritt immerhin so häufig auf, dass die Industrie ein Zubehörteil namens Mantelstromfilter erfunden hat, das im Handel - häufig in Verbindung mit einem teuren Technikereinsatz - recht gern verkauft wird. Auch den Mantelstromfilter erhälst Du im Rundfunk- und Fernsehfachhandel (etwa 5,00 bis 7,50 Euro). Es handelt sich dabei um eine Art Adapter bzw. Aufsteckbuchse für die Antennensteckdosen, in die die Antennenstecker Deines Antennenkabels eingesteckt werden. Auch dies macht im Sinne einer Vorsorge Sinn, da diese Störströme eigenartigerweise von heute auf morgen auftreten (und auch wieder verschwinden) können.

5. Schritt: z.B Umzug der gesamten Anlage z.B. ins Nachbarhaus: Brummen. Umzug der Anlage in ein anderes Haus: Plötzlich ist das Brummen verschwunden und tritt auch im Dauerbetrieb nicht mehr auf. Mikrowellen, das Gigahertz-Pulsen drahtloser Telefonanlagen oder sonstiger Elektrosmog - was letztlich der Auslöser solcher Störungen ist, wird sich selten zweifelsfrei ermitteln lassen. Ábhilfe gibt es hier aus eigener Erfahrung mit einem Trenntrafo. Aber das ist ein anderes Problem ... Diese Tipps habe ich Dir einmal aus dem Internet gesucht,damit Du in einer systematischen Vorgehensaweise schneller zu Ziel kommst
gogo1
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 12. Feb 2005, 14:42
Schon mal danke für eure Tipps.

Also ich hab folgendes gemacht:

1. alle Kabel/Antennen abgezogen
2. Verstärker ganz alleine hingestellt, nix drauf/drunter
3. Verstärker direkt an eine Steckdose angeschlossen, ohne Stromleiste
4. Volume ganz runter
5. Kopfhörer rein
6. gleichmäßiges Dauer-BRUMMEN. Sehr leise, aber hörbar.

Wenn die Boxen angeschlossen sind, hört man das Brummen nicht, es sei denn, man geht ganz nah an die Box dran.

Defekt? Netzleiste kaufen? Umziehen?
Uwe_Mettmann
Inventar
#10 erstellt: 12. Feb 2005, 15:13
Hallo gogo1,

dann brummt wohl die Endstufe des Verstärkers. Aber wie ich schon geschrieben habe, kann dies normal sein, denn die Spannungsversorgung der Endstufe ist oft nicht stabilisiert und die Brummunterdrückung der Endstufe ist auch nicht unendlich. Dies führt dann dazu, dass eine leichte Brummspannung dem Ausgangssignal überlagert ist. In der Regel kein Problem, da ja das Signal für die Lautsprecher erheblich größer ist, so dass das Brummen auch nicht zu hören ist. Schließt man nun einen Kopfhörer an, der nur einen geringen Pegel braucht, sieht dies schon ganz anders aus, der Brummpegel ist nicht mehr zu vernachlässigen. Daher auch mein Tipp mit dem Dämpfungsglied. Falls Du nicht weißt, wie man so ein Dämpfungsglied baut, Dir aber zutraust, so eins selber zu löten, melde Dich. Ich werde es dann mal mit Werten skizzieren.

Viele Grüße


Uwe
gogo1
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 13. Feb 2005, 13:27
@Uwe:

Leider habe ich zwei linke Hände und keine Löterfahrung. Trotzdem danke.
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