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20% über Nennleistung?

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Autor
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Josif_Boskov
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Jun 2006, 14:42
Tag, ich habe mal vor langer Zeit in einer Fachzeitschrift gelesen, dass man völlig unbedenklich einen Laustsprecher, mit 20 % über seiner Nennleistung betreiben sollte. Bzw. dies wurde von Profis sogar empfohlen. Es sei wohl völlig unbedenklich und zugleich "verträglicher" für den LS, als würde er nur mit halb soviel Leistung betrieben. Auch das Klangergebnis soll dabei verbessert werden. Ein Fachmann hier um die Ecke, meinte das Gleiche. Inwiefern ist diese Aussage Korrekt? MfG
Sopur
Stammgast
#2 erstellt: 07. Jun 2006, 14:48
Hm - ich denke, es geht darum, dass man einen Verstärker hat, der eine maximale Leistung mit 20% mehr hat, als die Lautsprecher.
Da selten die ganze Leistung eines Verstärkers verwendet wird, werden die Boxen dann doch nicht mit zu viel Leistung betrieben.
Zu wenig Leistung kann anscheinend (habe ich nur schwach in Erinnerung) z.T. bei Pegelspitzen zu Kurzschlüssen führen..
M
F
G
Sopur
Shadow-HH
Stammgast
#3 erstellt: 07. Jun 2006, 15:04
Diese Aussage meint hauptsächlich, daß ein entsprechend groß dimensionierter Verstärker auch größere Ausgangsleistungen sauber und unverzerrt abgeben kann. Ein kleiner Verstärker wird viel eher an seine Leistungsgrenze kommen und dann anfangen zu clippen. Das heißt, es entstehen starke Oberwellen - diese können sehr schnell die Hochtöner zerstören.
20% ist ja auch noch keine große Überlastung . . . . ich habe hier schon verschiedene Canton-LS mit mehr als 100% überlastet und nichts ist kaputt gegangen. Das darf natürlich kein Dauerzustand sein, aber kurzzeitig ist das nicht schlimm. Bei meiner derzeitigen Kombination liegt die Nennleitung auf Center und Rear auch gut 50% über der Nennbelastbarkeit der LS

Gruß Olaf


[Beitrag von Shadow-HH am 07. Jun 2006, 15:04 bearbeitet]
Josif_Boskov
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 07. Jun 2006, 15:08
Also wenn ich hier einen Subwoofer habe, der mit 2x150 Watt Nennleistung angegeben ist, dürfte es kein Problem sein jenen mit einer Endstufe zu betreiben die 2x180 Watt Nennleistung hat? MfG
Sopur
Stammgast
#5 erstellt: 07. Jun 2006, 15:24
Genau - vielleicht einfach nicht voll aufdrehen ;-)
M
F
G
Sopur
Josif_Boskov
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Jun 2006, 19:45
Naja, äh, also sollte schon etwas weiter aufgedreht werden und dies auch über eine längere Zeitspanne. Also eher nicht und ein Modell auswählen welches über, bzw. gleich der Nennleistung des Verstärkers ist...
Shadow-HH
Stammgast
#7 erstellt: 07. Jun 2006, 19:58

Josif_Boskov schrieb:
Naja, äh, also sollte schon etwas weiter aufgedreht werden und dies auch über eine längere Zeitspanne. Also eher nicht und ein Modell auswählen welches über, bzw. gleich der Nennleistung des Verstärkers ist... :?


Was heißt denn "etwas weiter"? Wenn der Beispiel-Amp dauerhaft die volle Leistung von 2 x 180 Watt in den Sub (mit 2 x 150 Watt) schiebt, ist das sicherlich nicht sehr gesund. Ich kenn nun die einzelnen Komponenten nicht, aber ein wenig kenne ich mich schon mit Subwoofern aus. Wenn man in einen reinen Sub mit üblichem Wirkungsgrad derart viel Leistung reinschiebt, ist der Pegel schon sehr heftig. Zum Vergleich: Mein letzter aktiver Sub lieferte bei normalem Musikprogramm und maximaler Leistung des Receivers auf den Frontkanälen grade mal rund 70 Watt. Mehr war für einen ausgewogenen Sound nicht nötig.
Außerdem spielt bei einem Sub die mechanische Belastbarkeit meistens eine viel größere Rolle, als die elektrische. Für 2 x 150 Watt auf nem Sub würde ich schon mindestens zwei 30er Tieftöner verbauen.

Gruß Olaf
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 07. Jun 2006, 21:09
Ich masiere meine B&W 703 mit 8x150W RMS auch die Hochtöner da gibts eigentlich nix......die Weiche hab ich vor die Endstufen verbannt.... Bis jetzt lebt noch alles.....

MfG Christoph
LX-44
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 08. Jun 2006, 15:53
naja, die Hochtöner dürften kaum mit 150 Watt "massiert" werden. Die würden wohl sofort zu nem Klumpen zusammenschmelzen. Recht viel mehr wie 10 Watt halten die in der Regel nicht aus.
HiFi_Addicted
Inventar
#10 erstellt: 08. Jun 2006, 16:15
Zumindest kanns der Amp bringen wenn man will Die Aussteuerungsanzeige für den Hochton bereich leuchtet allerdigns nie.....

MfG Christoph
Amperlite
Inventar
#11 erstellt: 09. Jun 2006, 18:53

Josif_Boskov schrieb:
Tag, ich habe mal vor langer Zeit in einer Fachzeitschrift gelesen, dass man völlig unbedenklich einen Laustsprecher, mit 20 % über seiner Nennleistung betreiben sollte.


Das ist natürlich völliger Blödsinn bzw ist es falsch verstanden worden.

Würde man einen Lautsprecher über seiner Nennbelastbarkeit betreiben, würden die Bauteile schaden nehmen.
Aber davon brauchen wir im Normalfall garnicht auszugehen, denn dabei würden Lautstärken entstehen, die man ohne Ohrenschützer nicht aushält.

Gemeint war: Der maximale Leistungsabgabe des Verstärkers soll 20 % über der maximalen Belastbarkeit des Lautsprechers liegen.
Prinzipiell ist dies nicht verkehrt, aber es ist kein MUSS und hängt vor allem von den Hörgewohnheiten ab.

Meine Boxen haben eine Belastbarkeit von echten 350 Watt und mein Verstärker bringt an 4 Ohm rund 150 Watt. Dies ist mit o.g. Regel in keinster Weise vereinbar und dennoch könnte ich damit so laut hören, dass die Gefahr eines Hörschadens durchaus realistisch ist. Ausserdem würde ein (Homehifi-)Verstärker mit echten 400 Watt weit über 1000 Euro kosten.
Josif_Boskov
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Jun 2006, 08:53
Ich zweifel auch nicht daran, dass ich evtl. etwas falsch verstanden hab. Es kam mir freilich seltsam vor. Leider finde ich jene Zeitschrift nicht mehr. Tatsache ist aber, dass mir ähnliches schon öfters erzählt wurde. Von Laien, wie von Profis. Auch hab ich sowas mit meinem Kollegen mal ausprobiert. Wir hatten einen Subwoofer mit 240 Watt Nennleistung, der lief im Alltag an einer Endstufe mit 200 Watt. Dann nahmen wir eine Endstufe mit 350 Watt NL und ließen jene abenteuerliche Zusammenstellung über 2,5 h auf ner Gartenfeier annähernd unter Volllast laufen. Der Subwoofer produzierte dabei, im Gegensatz zu der anderen ES, ein Vielfaches an Schalldruck. Und nichts ging dabei zu Bruch. Das war vor ca. 3 Jahren und der Sub funzt heute treu im Auto meines Freundes. Ich weiß, das mit den Watt-Angaben ist meistens so ne Sache, mit dem was drauf steht und was wirklich an den Klemmen anliegt. Aber naja...Folgende Zeilen hab ich in einem Ratgeber bei ebay gefunden"Gute Boxen werden selten durch Überlast, aber häufig durch Clipping zerstört. Die Faustformel muss umgekehrt sein! Also Verstärkerleistung HÖHER als die Belastbarkeit der Boxen, so ist man sicher vor Clipping.


[Beitrag von Josif_Boskov am 10. Jun 2006, 08:56 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#13 erstellt: 10. Jun 2006, 15:41
Volllast- und Party-Betrieb ist wieder was anderes.
Wie gesagt, hängt von Hörgewohnheit und Equipment ab.

Mit meinen alten 50 Watt Verstärkern kann ich an meinem Boxen auch keinen Blumentopf gewinnen.
Möhrenmanni
Stammgast
#14 erstellt: 11. Jun 2006, 05:47
Hallo,

aber was passiert dann wenn man den Verstärker mal richtig aufdreht??? Dann werden sich die armen Boxen aber ganz schnell verabschieden.

Ich finde, dass die Boxen immer mehr Watt haben müssen als der Verstärker. Denn den Verstärker kann man gar nicht so weit aufdrehen, dass er sich irgendwann verabschiedet (außer wenn er weniger als 140 Watt hat).
Ich habe den 2500er von Yamaha und die Canton Boxen 809.
Die Boxen haben 340 Watt, der Receiver 190 Watt DIN Maximalleistung. Mit der Kombi kann ich auch die höchsten Pegel fahren, über -20db kann man hörtechnisch gar nicht aushalten. Der Receiver wird praktisch in keinster Weise überlastet.

Das ist meine Meinung.

Viele Grüße
Möhrenmanni

schönhörer
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 11. Jun 2006, 22:28
hallo,

@Möhrenmanni:

das mag zwar deine meinung sein, ist aber absolut nicht zweckmäßig.

mit den rel. schwachen ausgangsleistungen eines av-receivers kann man einer großen, belastbaren standbox bei sehr hohen pegeln eher schaden zufügen, als mit einer kräftigen endstufe.

such mal nach dem stichwort "clipping".


aber was passiert dann wenn man den Verstärker mal richtig aufdreht??? Dann werden sich die armen Boxen aber ganz schnell verabschieden.


wie gesagt, mit einem 9x20W receiver eher, als mit einer 2x300W endstufe

liebe grüße,

schönhörer
DynMatti
Stammgast
#16 erstellt: 11. Jun 2006, 23:39

schönhörer schrieb:
hallo,

@Möhrenmanni:

das mag zwar deine meinung sein, ist aber absolut nicht zweckmäßig.

mit den rel. schwachen ausgangsleistungen eines av-receivers kann man einer großen, belastbaren standbox bei sehr hohen pegeln eher schaden zufügen, als mit einer kräftigen endstufe.

such mal nach dem stichwort "clipping".


aber was passiert dann wenn man den Verstärker mal richtig aufdreht??? Dann werden sich die armen Boxen aber ganz schnell verabschieden.


wie gesagt, mit einem 9x20W receiver eher, als mit einer 2x300W endstufe

liebe grüße,

schönhörer



Richtig

mfg

Matthäus
Möhrenmanni
Stammgast
#17 erstellt: 12. Jun 2006, 07:56
also wäre die beste Lösung (auch bei meiner Zusammenstellung???) noch eine starke Endstufe zu kaufen???
Ab welchem Preis fangen diese Endstufen denn an und welche wären zu empfehlen???

Danke und Gruß
Möhrenmanni
schönhörer
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 12. Jun 2006, 10:30
hallo,


also wäre die beste Lösung (auch bei meiner Zusammenstellung???) noch eine starke Endstufe zu kaufen???
Ab welchem Preis fangen diese Endstufen denn an und welche wären zu empfehlen???


wenn du keine pegelrekorde brechen willst, kannst du ohne zusätzliche endstufe natürlich auch glücklich werden.

wenn du im stereo-modus aber mal richtig gas geben willst, würde ich eine rotel rb 981 empfehlen, die gibts gebraucht schon für unter 300€. dann freuen sich deine ventos richtig

was vergleichbares lässt sich in der preisklasse nicht finden.

liebe grüße,

schönhörer
Möhrenmanni
Stammgast
#19 erstellt: 12. Jun 2006, 10:43
danke für die Hilfe und für den Vorschlag.

Gruß
Möhrenmanni
Josif_Boskov
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 24. Jun 2006, 11:05
Seht mal worüber ich gestern im Netz gestolpert bin.

"PROGRAM POWER RATING
For Community loudspeakers the best answer lies in the Program Power Rating. This is the
size amplifier you should use. In case you just missed it, repeat after me: The Community
Program Power Rating is the optimum size amplifier power to use. If you can’t find an
amplifier with that exact rating, multiply the program power rating by 0.8 and also by 1.25 to
find the range of power we recommend. For example, the range for a loudspeaker with a
500W program rating is from 400W (0.8 x 500) to 625W (1.25 x 500). Anything larger is
potentially excessive power. Anything smaller can cause damage from the amplifier clipping
before activating the PowerSense™ protection circuits. Remember that the power amplifier
output you select must be rated for the nominal impedance of the loudspeaker (i.e. 8 or 4
Ohms). If powering two or more identical loudspeakers from the same channel then the
combined impedance must be used (i.e. 4 Ohms for 2 x 8 Ohm speakers)."

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