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Musikanlage und Boxen durch Laptop beschädigen

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Autor
Beitrag
derpeppy
Neuling
#1 erstellt: 02. Okt 2006, 16:24
Hallo zusammen,

hoffe mal, dass ich hier im richtigen Forum bin.

Ich habe folgendes Problem:

Vor ein paar Tagen haben wir in einem Vereinshaus eine
kleine Feier gehabt und den ganzen Abend über die
Musikanlage laut Musik gehört.

Am nächsten Tag wurde uns dann unterstellt, dass wir die
Musikanlage kaputt gemacht haben. Einzeln abgespielt haben
sich die Boxen (drei von vier) tatsächlich defekt angehört.
Wenn alle Boxen zusammen liefen, so war vom Defekt nichts zu
hören (deswegen waren wir etwas verwundert, da auf der Feier
nichts von einem Defekt zu hören war).

Im Fehlerbericht der beauftragten Werkstatt steht unter
anderem folgendes:

[...]Der Equalizer wurde durch zu hohe
Eingangsleistung auf die Vorstufe des Gerätes zerstört. Da
ein Laptop mit Kopfhörerausgang an das Mischpult
angeschlossen wurde lässt es nur den Schluss zu, dass die
Lautstärke des Laptops zu hoch eingestellt wurde und dann am
Mischpult der Pegel auf volle Leistung gestellt wurde.
Dadurch lag zu viel Leistung auf dem Eingang des Equalizer.
Dadurch wurde das Gerät warm (überhitzte) und es gingen
mehrere Bauteile im Gerät kaputt[...]


Uns wird ein Bedienfehler an der Anlage vorgeworfen.

Der Bericht hört sich schön und gut an, aber kann ein Laptop
wirklich eine Anlage zerstören, die eigentlich dafür gedacht
ist, den ganzen Abend in einem Vereinshaus zu laufen?

Der Laptop hat Sound und Board – nicht eine
High-Tech-Soundkarte. Ich zweifele etwas daran, dass ein
Laptop (auch bei voller Ausgangsstärke) ein so hohes Signal
ausgibt, dass es zu solchen Defekten kommt. Außerdem denke
ich, dass ein gute HiFi-Komponenten bei Überlastung (z.B.
wenn sie zu warm werden) von selbst abschalten.

Oder ist es tatsächlich nicht sehr unwahrscheinlich, dass
wir mit einem Laptop drei von vier Boxen sowie einen
Equalizer zerstört haben?


Vielen Dank schon mal!

Gruß,
Peppy


[Beitrag von derpeppy am 02. Okt 2006, 16:24 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 02. Okt 2006, 16:47
Hallo!

Falls der EQ wirklich durch ein zu hohes Eingangssignal zerstört wurde muß er eigentlich der allerletzte Müll gewesen sein. Diese Geräte sind üblicherweise Kleinleistungsschaltungen in Class A oder mit Operationsverstärkern ausgestattet. Eine Überhitzung durch ein zu hohes Eingangssignal ist auf alle Fälle Unsinn. Allerdings kann der EQ falls er ein zu hohes Eingangssignal abbekommen hat, ein derart verzerrtes Ausgangasignal geliefert haben daß die Endstufen die Hochtöner gekillt haben. Wenn die Ursache der zerstörten Klausprecher der defekte EQ war, war er unter umständen schon defekt bevor ihr ihn bekommen habt, allerdings könt ihr daß ohne einen Fachmann eurens Vertrauens vor Ort nicht beweisen. Mein Vorschlag wäre eine zweite Fehleranalyse durch einen Fachmann der neutral ist einzuholen. Das könnte allerdings wenn er feststellt daß ihr die Verursacher wart zu zus#ätzlichen Kosten führen, andererseits euch auch entlasten.

MFG Günther
HiFi_Addicted
Inventar
#3 erstellt: 02. Okt 2006, 16:57
Ich sag nur Software EQ bei dem mindestens 1 Regler im positiven bereich für Clipping sorgte.

MfG Christoph
derpeppy
Neuling
#4 erstellt: 02. Okt 2006, 17:10
Danke schon mal für die Antworten!


HiFi_Addicted schrieb:
Ich sag nur Software EQ bei dem mindestens 1 Regler im positiven bereich für Clipping sorgte.
MfG Christoph

Was bedeutet das für mich?



Hörbert schrieb:
Allerdings kann der EQ falls er ein zu hohes Eingangssignal abbekommen hat, ein derart verzerrtes Ausgangasignal geliefert haben daß die Endstufen die Hochtöner gekillt haben.

Was pasiert in dem Fall genau? Wird die Frequenzweiche zerstört? Geht die Box dann noch (Tief- und Mitteltöne), oder ist von der Box nichts mehr zu hören?
HiFi_Addicted
Inventar
#5 erstellt: 02. Okt 2006, 17:17
Wenn du einen Frequenzbereich anhebst und einen Überlauf über +0db erzeugst entstehen massenhaft Verzerrungen die die LS beschädigen. Dazu kommt noch dass MP3s auf bei der Decodierung gernen einen Überlauf verursachen....

Die Frequenzweiche dürfte zu 99% nix abbekommen haben allerdings kann es alle Chassis dabei erwischen. Es kommt halt drauf an was wie angehoben wurde aber der Hochtöner macht in der Regel als 1. Schlapp.

MfG Christoph
Monsterle
Inventar
#6 erstellt: 02. Okt 2006, 17:31
Mir scheint der Reparaturbericht (respektive: die Diagnose) der Werkstatt reichlich konfus. Fassen wir nochmal zusammen:
- Die Vorstufe des Equalizers sei angeblich kaputtgegangen.
- Der Defekt wurde angeblich verursacht, da am Mischpult der Master- und/oder der Kanalpegelsteller voll aufgeregelt war.
- Dadurch wurde der Equalizer überhitzt (wo?) und es kam so zum Defekt.

Wo habt ihr den Laptop angeschlossen? Am Mischpult? Ein Mischpult hat gewöhnlich VU-Meter. Haben die Übersteuerung angezeigt? Hat sich der Klang bereits bei geringer Lautstärke verzerrt angehört? (--> das würde auf eine Übersteuerung des Mischpults durch den Laptop schließen lassen) Wie standen die Klangregler des Eingangskanals für den Laptop am Mischpult? Normalerweise sollte aber ein Equalizer Übersteuerungen, wie sie so provoziert werden können, trotzdem klaglos überstehen. Es sei denn... und das seh ich genau so wie Hörbert - der EQ ist der letzte Schrott.

Gruß Monsterle
Monsterle
Inventar
#7 erstellt: 02. Okt 2006, 17:44
Normalerweise ist es für ein Mischpult oder EQ aus der PA-Technik / DJ-Bereich kein Problem, wenn sie um bis zu +6dB (also mit der doppelten Eingangsspannung) übersteuert werden. So robust sind die Teile. Es wird sich natürlich dann verzerrt anhören.

Bei Verzerrungen entstehen, wie Hifi-Addicted schon andeutete, Oberwellen, also zusätzliche hohe Frequenzen, die nicht mal mehr hörbar sein brauchen. Diese können für Hochtöner gefährlich werden. Bei manchen Boxen wird aber versucht, über bestimmte Sicherungen (z.B. einen PTC) eine Überlastung zu verhindern.

Gruß Monsterle
derpeppy
Neuling
#8 erstellt: 02. Okt 2006, 17:54

Monsterle schrieb:

Wo habt ihr den Laptop angeschlossen? Am Mischpult? Ein Mischpult hat gewöhnlich VU-Meter. Haben die Übersteuerung angezeigt? Hat sich der Klang bereits bei geringer Lautstärke verzerrt angehört? (--> das würde auf eine Übersteuerung des Mischpults durch den Laptop schließen lassen) Wie standen die Klangregler des Eingangskanals für den Laptop am Mischpult? Normalerweise sollte aber ein Equalizer Übersteuerungen, wie sie so provoziert werden können, trotzdem klaglos überstehen. Es sei denn... und das seh ich genau so wie Hörbert - der EQ ist der letzte Schrott.


Wie genau der Laptop angeschlossen war kann ich nicht sagen, da der Vermieter schon extra ein Kabel verlegt hat, an das man den Laptop einfach (über Kopfhöreranschluss) anschließen konnte. Da es aber am Mischpult einen Regler für den Laptop gab, vermute ich, dass der Laptop am Mischpult angeschlossen war.

Sowohl der Regeler für den Laptop als auch das Augangssignal des Laptops standen auf Maximum, da sonst der Ton seeehr leise war. Wenn man dann noch den Masterregler bis zum Anschlag aufgedreht hat, dann hat es schon verzerrt angehört.

Der Vermieter hat den Wert des Equilizers mit Pauschal 100 Euro veranschlagt, die er jetzt von uns haben möchte, da eine Reparatur unwirtschaftlich sein soll. Habe keine Ahnung, ob das nun viel oder wenig ist.
HiFi_Addicted
Inventar
#9 erstellt: 02. Okt 2006, 18:26
Wenn er nur 100€ für den EQ haben will kanns nix besonderes gewesen sein. Gute EQs beginnen eigentlich erst über 500€

MfG Christoph
Monsterle
Inventar
#10 erstellt: 03. Okt 2006, 14:46
Die Anlage war also gemietet!

Kann denn ausgeschlossen werden, daß der Defekt bereits bei der Übernahme der Anlage vorhanden war? Oder anders rum: Wurde die Anlage bei der Übergabe durch den Vermieter auf einwandfreie Funktion geprüft?

Eine Reparatur eines solchen Billig-Geräts ist freilich unwirtschaftlich. Angenommen, der EQ hat 150€ gekostet. Nun laß das Gerät mal für 50...60€ die Stunde reparieren, dann bist du recht schnell bei einem Totalschaden (>50 % des Anschaffungspreises). Aber ich würde mal unterstellen, ein solches Billig-Gerät wird man auch mit dem Vorsatz anschaffen, daß bei einem Defekt statt zu reparieren, es durch den nächstbesten Billigheimer ersetzt wird


[Beitrag von Monsterle am 03. Okt 2006, 14:54 bearbeitet]
derpeppy
Neuling
#11 erstellt: 03. Okt 2006, 15:10

Monsterle schrieb:
Die Anlage war also gemietet!

Kann denn ausgeschlossen werden, daß der Defekt bereits bei der Übernahme der Anlage vorhanden war? Oder anders rum: Wurde die Anlage bei der Übergabe durch den Vermieter auf einwandfreie Funktion geprüft?

Nein, die Prüfung der Anlage hat der Vermieter angeblich für sich selbst zuvor durchgeführt. Er meint, dass sie bei seiner Prüfung voll funktionsfähig war.
Als Mieter habe ich natürlich nicht daran gedacht, dass sowas passieren würde und mir lediglich zeigen lassen, wie man den Laptop anschließt. Aber mit laufender Musik wurde nichts getestet...

Monsterle schrieb:

Eine Reparatur eines solchen Billig-Geräts ist freilich unwirtschaftlich. Angenommen, der EQ hat 150€ gekostet. Nun laß das Gerät mal für 50...60€ die Stunde reparieren, dann bist du recht schnell bei einem Totalschaden (>50 % des Anschaffungspreises). Aber ich würde mal unterstellen, ein solches Billig-Gerät wird man auch mit dem Vorsatz anschaffen, daß bei einem Defekt statt zu reparieren, es durch den nächstbesten Billigheimer ersetzt wird ;)

Eine Reparatur des Equilizers sollen wir auch nicht bezahlen, da sie laut Fehlerbericht unwirtschaftlich ist. Der Vermieter veranschlagt einfach einen Schaden von 100 Euro, den wir bezahlen sollen.
Die Reparatur der drei defekten Hochtöner lag mit Anfahrtskosten (natürlich nicht beim nächstbesten Elektriker, sondern bei einem aus 35km Entfernung) bei ca. 310 Euro.
HiFi_Addicted
Inventar
#12 erstellt: 03. Okt 2006, 15:16
310€ für 3 Hochtöner und 35km Anfahrt??? Was war den das für ein graffel wenn die Anfahrt schon 70-80€ kostet? +50€ Arbeitstzeit mit ein paar Zigaretten da bleibt für Material nicht mehr besonders viel über.

MfG Christoph
derpeppy
Neuling
#13 erstellt: 03. Okt 2006, 15:39

HiFi_Addicted schrieb:
310€ für 3 Hochtöner und 35km Anfahrt??? Was war den das für ein graffel wenn die Anfahrt schon 70-80€ kostet? +50€ Arbeitstzeit mit ein paar Zigaretten da bleibt für Material nicht mehr besonders viel über.


Hier mal die Auflistung (Überprüfung und Reparatur PA-Anlage - 2 Verstärker, Mischpult, EQ 4 Boxen und DVD-Player):
Fahrtkosten und Transport:
50
Hochtöner (3 Stück zusammen):
28,45
Elektrolytkondensator (3 Stück zusammen):
11,70
Arbeitszeit vor Ort (1,5 Std):
53,50
Arbeitszeit Werkstatt (3,5 Std.):
122,50

Macht Netto 266,15 Euro (308,73 inkl. Steuer)
HiFi_Addicted
Inventar
#14 erstellt: 03. Okt 2006, 15:58

derpeppy schrieb:

Hochtöner (3 Stück zusammen):
28,45
Elektrolytkondensator (3 Stück zusammen):
11,70


Wenn er einen passenden Hochtöner und nicht irgendwas Verbauen will braucht er keinen Elko

Irgendwie hab ich das gefühl dass dich jemand ordentlich Verarschen will.

MfG Christoph
derpeppy
Neuling
#15 erstellt: 03. Okt 2006, 16:10

HiFi_Addicted schrieb:

derpeppy schrieb:

Hochtöner (3 Stück zusammen):
28,45
Elektrolytkondensator (3 Stück zusammen):
11,70


Wenn er einen passenden Hochtöner und nicht irgendwas Verbauen will braucht er keinen Elko

Irgendwie hab ich das gefühl dass dich jemand ordentlich Verarschen will.

MfG Christoph


Das Gefühl habe ich auch. Nur würde ich gerne bei einem Telefonat morgen auch ein paar gute Argumente haben.
Wieso ist das mit dem Elektrolytkondensator so widersprüchlich?


Monsterle schrieb:
Mir scheint der Reparaturbericht (respektive: die Diagnose) der Werkstatt reichlich konfus. Fassen wir nochmal zusammen:
- Die Vorstufe des Equalizers sei angeblich kaputtgegangen.
- Der Defekt wurde angeblich verursacht, da am Mischpult der Master- und/oder der Kanalpegelsteller voll aufgeregelt war.
- Dadurch wurde der Equalizer überhitzt (wo?) und es kam so zum Defekt.

Da ich kein Techniker, würde ich auch gerne wissen, was genau an dem Bericht konfus ist.


------------------


Ich sehe grade, dass es sich um folgende Boxen handeln soll:
MHB 12

Wenn man danach googelt, dann findet man solche Boxen bei Ebay für 30 Euro das Stück.


[Beitrag von derpeppy am 03. Okt 2006, 16:15 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#16 erstellt: 03. Okt 2006, 16:14
Wenn man einen anderen Hochtöner mit anderen Elektrischen Parametern einsetz benötigt man einen Anpassung an der Frequenzweiche. Wird nur ein Kondensator benötigt ist es höchstwarscheinlich eine 6 db Weiche und die hat in einer PA gar nix verloren.

Dass der Hochton elko abbrennt kommt eigentlich so gut wie gar nicht vor wenn ein BIPolar Elko verwendet wurde. ein Normale brennt an Wechselspannung bei ungefähr 20% der Nennspannung durch.

MfG Christoph
Monsterle
Inventar
#17 erstellt: 03. Okt 2006, 16:14
Kommt mir auch ziemlich suspekt vor. Die Elkos (vermutlich die auf der Frequenzweiche) sollen also auch das zeitliche gesegnet haben? Und 3 Hochton-Chassis in PA-Boxen für zusammen nur knapp 30 EUR? *kopfschüttel*

Nun ja... mein Gedanke bei der Sache ist: solang es bei den 100 EUR Schadenersatz bleibt, meldet die Sache der Haftpflichtversicherung eueres Vereins und haltet das nächste Mal besser die Augen auf, wo ihr so eine Anlage mietet. Bei der selben Firma aber bestimmt nicht mehr.

Gruß Heinz
derpeppy
Neuling
#18 erstellt: 03. Okt 2006, 16:25
Vermutlich waren es diese Boxen.


Monsterle schrieb:

Nun ja... mein Gedanke bei der Sache ist: solang es bei den 100 EUR Schadenersatz bleibt, meldet die Sache der Haftpflichtversicherung eueres Vereins und haltet das nächste Mal besser die Augen auf, wo ihr so eine Anlage mietet. Bei der selben Firma aber bestimmt nicht mehr.


Es handelt sich beim Gesmatbetrag um eine Summe von knapp 410 Euro (100 EQ, 310 Überprüfung Anlage und Reparatur Boxen).
Da der Pächter des Vereinshauses diese Anlage von privat vermietet hat (Anlage ist nicht Eigentum des Vereins, sondern Privateigentum des Pächters), zahlt hier auch keine Haftpflicht oder Hausratversicherung des Vereins. Meine private Haftpflich und Hausrat zahlt in solchen Fällen auch nicht, da diese Versicherungen eigentlich nie zahlen, wenn man sich etwas leiht oder mietet. Meine Meinung nach muss sich für sowas auch der Vermieter absichern (so wie es Autovermietungen ja auch machen).

Außerdem geht es mir ums Prinzip. Warscheinlich würde ich mich auch aufregen, wenn es nur um 50 Euro ginge. Ich habe einfach das Gefühl, dass man uns über den Tisch ziehen möchte...
Monsterle
Inventar
#19 erstellt: 03. Okt 2006, 16:51

derpeppy schrieb:

Da der Pächter des Vereinshauses diese Anlage von privat vermietet hat (Anlage ist nicht Eigentum des Vereins, sondern Privateigentum des Pächters), zahlt hier auch keine Haftpflicht oder Hausratversicherung des Vereins. Meine private Haftpflich und Hausrat zahlt in solchen Fällen auch nicht, da diese Versicherungen eigentlich nie zahlen, wenn man sich etwas leiht oder mietet. Meine Meinung nach muss sich für sowas auch der Vermieter absichern (so wie es Autovermietungen ja auch machen).


Der Krempel gehört also dem Pächter des Vereinshauses privat. Der ist aber mit dem Verein doch nicht identisch. Wieso also sollte da die Haftpflichtversicherung vom Verein nicht greifen? Und wieso nicht - wenn alle Stricke reißen - eine private? Es wurde doch (falls ihr tatsächlich den Schaden verursacht habt) das Eigentum eines dritten beschädigt.

Andere Frage: Wieso hat der gute Mann denn nicht mit euch zusammen die Anlage in Betrieb genommen? Er müßte doch eigentlich vor Ort gewesen sein als Pächter des Vereinshauses, wo die Party stattfand. Wäre es denn nicht denkbar, daß die Anlage bereits vorher kaputt war? Oder wie will er beweisen, daß ihr die Anlage beschädigt habt?


[Beitrag von Monsterle am 03. Okt 2006, 16:56 bearbeitet]
trinitaucher
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 03. Okt 2006, 17:02
in den allermeisten Bedingungen von Privat-Haftpflichversicherungen sind Klauseln vorhanden, die gemietete Sachen ausschließen.
derpeppy
Neuling
#21 erstellt: 03. Okt 2006, 17:08

Monsterle schrieb:

Der Krempel gehört also dem Pächter des Vereinshauses privat. Der ist aber mit dem Verein doch nicht identisch. Wieso also sollte da die Haftpflichtversicherung vom Verein nicht greifen? Und wieso nicht - wenn alle Stricke reißen - eine private? Es wurde doch (falls ihr tatsächlich den Schaden verursacht habt) das Eigentum eines dritten beschädigt.

Also private Versicherungen zahlen wohl nie, wenn man sich etwas leiht. Wenn ich nun einfach so an der Anlage eines Freundes (bei ihm zuhause) etwas kaputt gemacht hätte, dann wäre das etwas anderes.
Das die Haftpflichversicherung des Vereins nicht haftet würde ich auch verstehen.

Monsterle schrieb:

Andere Frage: Wieso hat der gute Mann denn nicht mit euch zusammen die Anlage in Betrieb genommen? Er müßte doch eigentlich vor Ort gewesen sein als Pächter des Vereinshauses, wo die Party stattfand. Wäre es denn nicht denkbar, daß die Anlage bereits vorher kaputt war? Oder wie will er beweisen, daß ihr die Anlage beschädigt habt?

Es kann schon sein, dass die Anlage vorher schon kaputt war. Er beruft sich darauf, dass wir ihn nicht angerufen haben, als es mit der Anlage Probleme gab.
Wir haben die Anlage aus einem Regal vorgezogen, da sie zu später Stunde heiß wurde. An diversen Pfingstwochenenden hatten wir ähnliche Probleme mit Heim-Verstärkern. Also haben wir uns nichts dabei gedacht, als die Anlage sich kurz abgeschaltet hat.
Wir dachten uns, dass es für die Anlage besser ist, wenn wir sie aus (der nicht belüfteten Ecke) rausziehen und mit einem Ventilator kühlen. Danach lief sie auch wieder ganz gut. Und da wir den Pächter nicht mitten in der Nacht (so gegen 2 Uhr) angerufen haben, wirft er uns eine Fehlbedienung vor.

Er hätte uns um 2 Uhr in der Nacht auch nichts anderes sagen können, als das die Anlage heiß gelaufen ist und sie sich erstmal abkühlen muss. Also haben wir mal auf so einen Anruf verzichtet...

Im Nachhinein wunder ich mich darüber, dass der Vermieter ein paar mal ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass wir am EQ ja nichts verstellen sollen. Habe mir extra noch (damit der am nächsten Tag nichts anderes behauptet) die Einstellungen skiziert.

Tatsächlich behauptete er dann am nächsten Tag, das wir am EQ rumgefummelt hätten. Die einzigen Elemente, die wir an der Anlage bedient haben, waren jedoch nur die zwei Regler am Mischpult (Laptop- und Masterlautstärke).
silberfux
Inventar
#22 erstellt: 03. Okt 2006, 19:05
Hi, konkrete Rechtsberatung ist problematisch. Ich würde allgemein gesprochen versuchen, mich mit dem Vermieter zu einigen (halbe halbe o.ä.). Ansonsten würde ich mal einen Rechtskundigen konsultieren. Wer Schadensersatz fordert, muss nachvollziehbar darlegen und notfalls beweisen, dass der Schaden durch Euch verursacht wurde, z.B. dadurch, dass Ihr den Eq trotz der Warnung verstellt hattet. Man könnte auch einwenden, dass die Anlage zu einem Zweck vermietet wurde, für den sie gar nicht geeignet war. Oder dass die automatische Abschaltung nicht richtig funktioniert hat, wenn sie erst abschaltet, wenn es bereits zu spät ist. Das wäre dann möglicherweise ebenfalls ein Problem des Vermieters.

Interessant wären dabei die Einzelheiten der Vereinbarung über die Vermietung.

Gruß Silberfux
derpeppy
Neuling
#23 erstellt: 03. Okt 2006, 20:03

silberfux schrieb:
Hi, konkrete Rechtsberatung ist problematisch. Ich würde allgemein gesprochen versuchen, mich mit dem Vermieter zu einigen (halbe halbe o.ä.). Ansonsten würde ich mal einen Rechtskundigen konsultieren. Wer Schadensersatz fordert, muss nachvollziehbar darlegen und notfalls beweisen, dass der Schaden durch Euch verursacht wurde, z.B. dadurch, dass Ihr den Eq trotz der Warnung verstellt hattet. Man könnte auch einwenden, dass die Anlage zu einem Zweck vermietet wurde, für den sie gar nicht geeignet war. Oder dass die automatische Abschaltung nicht richtig funktioniert hat, wenn sie erst abschaltet, wenn es bereits zu spät ist. Das wäre dann möglicherweise ebenfalls ein Problem des Vermieters.

Interessant wären dabei die Einzelheiten der Vereinbarung über die Vermietung.


Ich sehe das ähnlich wie du. Da wir eine Rechtsschutzversicherung haben, ist es für uns auch nicht ganz so schlimm (außer wir haben den Schaden tatsächlich verursacht). Meine Freundin möchte aber allzuviel Ärger vermeiden und das ganze anders lösen. Mir geht es allerdings ums Prinzip. Mal schauen, was der Techniker (der die Anlage repariert hat) morgen am Telefon zu sagen hat.

Einzelheiten zur Vermietung gibt es eigentlich nicht. Es gab einen kleinen Vetrag (von dem man uns übrigens keine Kopie machen wollte), in dem einzeln aufgelistet alle Mietpreise und Kaution aufgeführt waren. Da die Anlage eigentlich nicht zum Vereinshaus gehört, denke ich, dass diese auch nichts auf dem Mietvertrag zu suchen hat. Augeführt ist sie allerdings.


Naja, scheinbar denken einige von euch auch, dass hier einige Sachen nicht mit rechten Dingen zugehen.
HiFi_Addicted
Inventar
#24 erstellt: 03. Okt 2006, 20:13

derpeppy schrieb:

Naja, scheinbar denken einige von euch auch, dass hier einige Sachen nicht mit rechten Dingen zugehen.


Ich würde eher sagen da stinkt was gewaltig zum Himmel. Immer nur hart bleiben wenn du einen Rechtsschutzversicherung hast umso besser.

MfG Christoph
Hörbert
Moderator
#25 erstellt: 04. Okt 2006, 07:42
Hallo!

Wenn die von dir verlinkten Lautsprecher tatsächlich die Gleichen sind wie die von euch benutzten, dann verstehe ich die Argumentation nicht mit der eine Reparatur des EQ als unwirtschaftlich dargestellt wird, andererseits aber für die Lautsprecher eine Reparaturrechnung aufgemacht wird die dem Wert der Lautsprecher in etwa gleichkommt. Eine Beschädigung des EQ durch Erwärmung ist nicht gerade sehr häufig, (es sei denn ihr habt den EQ auf einem anderen Gerät betrieben das große Wärmemengen abgibt -Grill oder so- eine Übersteuerung alleine führt nicht zu einer Überhitzung sondern eher dazu daß aus einem sauberen Sinus ein ebenso sauberes Rechteck wird das sehr wohl einen Hochtöner braten kann. Selbst wenn ihr den Schaden an den Lautsprechern verursacht habt hat m.E. der Schaden am EQ andere Ursachen als eine Überhitzung. Die gestellte Diagnose steht aus meiner Sicht auf zimlich wackligen Beinen, fehlt jetzt nur noch das der Reparaturmensch der Schwager oder Bruder des PA-Geräte Besitzers ist.


MFG Günther
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