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Wieso stört der Mensch den Radioempfang?

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Volc0m
Stammgast
#1 erstellt: 11. Mai 2007, 11:26
Hallo!

dieses "Phänomen" ist sicherlich jedem bekannt:

Man bewegt sich innerhalb eines Raums welcher per Radio beschallt wird, und plötzlich ist der Empfang weg.
Bewegt man sich ein kleines Stückchen weiter, bzw. kommt dem Radiogerät etwas näher oder entfernt sich von ihm, so ist der Empfang schlagartig wieder da.


Woran liegt das eigentlich? Ist der Mensch unvorteilhaft geladen? Steh ich den Radiowellen im weg ?


Hab dafür eigentlich noch nie den Grund gehört, würd mich mal interessieren



Gruß, Volc0m
cr
Moderator
#2 erstellt: 11. Mai 2007, 11:41
Du stehst den Wellen im Weg. Je kurzwelliger, desto weniger gehen Wellen um die Ecken (UKW ist mit 3m schon relativ kurzwellig, MW zB geht daher viel besser um Hindernisse).
darkphan
Inventar
#3 erstellt: 11. Mai 2007, 12:18
UKW steht alles Mögliche im Weg. Mein Radiowecker im Schlafzimmer z.B. ist nicht in der Lage, SWR1 sauber zu empfangen, obwohl der Funkturm nur einen Kilometer entfernt und nicht mal ein Berg dazwischen ist. Fass ich die Wurfantenne an, bin ich anscheinend die verlängerte Antenne und hab Empfang. Ist nur etwas ungemütlich, sich die Wurfantenne nachts an den Finger zu binden...
Volc0m
Stammgast
#4 erstellt: 11. Mai 2007, 12:36
Fein, schon bin ich etwas schlauer

Und woran liegts nun dass man (eigentlich fast immer) einen besseren Empfang hat wenn man mit der Antenne in Kontakt kommt?
Ist man wirklich die "Verlängerung" oder hat das was mit der Masse (Erdung?) zu tun?


Greetz
cr
Moderator
#5 erstellt: 11. Mai 2007, 12:48
Dann bist du die Antenne

Wirklich guten HiFi-würdigen, rauschfreien Stereoempfang gibts nur mit Dachantenne
cr
Moderator
#6 erstellt: 11. Mai 2007, 12:52
Zwischen Mono- und Stereoempfang ist übrigens ein Riesenunterschied. Um Stereo gleich rauschfrei wie Mono zu empfangen, muß das Signal mindestens 10x so stark sein. Daher kann man auch in schwierigen Empfangslagen mit einem guten Tuner rauscharm Mono hören, aber Stereo ist eine Katastrophe (und drum gibts auch den manuellen Monoschalter).
Volc0m
Stammgast
#7 erstellt: 11. Mai 2007, 13:02
Naja, HiFi und Radio ist in meinen Ohren immer ein Widerspruch in sich...
Kann evtl. daran liegen dass ich noch nie einen "High End Tuner" gehört hab, doch denk ich ist bei UKW einfach nicht mehr drin
darkphan
Inventar
#8 erstellt: 11. Mai 2007, 13:07
Nunja, böse Zungen behaupten, UKW sei immerhin mehr HiFi als die gute alte Schallplatte oder die Tonbandkassette - optimaler, dh. störungsfreier Empfang vorausgesetzt...

Soweit ich weiß, macht UKW bei 15.000 Hz. zu. Das muss ein analoges Aufnahmemedium erst mal sauber hinkriegen.

*duck und wech*
cr
Moderator
#9 erstellt: 11. Mai 2007, 13:36
Mit einer guten Dachantenne und einem der Top-Tuner von Onkyo, Pioneer oder Revox hat man die Schallplatte um Längen geschlagen! Kannst mir glauben, habe jahrelang so auch Klassik gehört (Rundfunkmitschnitte), da konnte keine LP mithalten. Daß die Frequenzen nur bis 15 kHz gehen, merkt man ja praktisch kaum und in allen anderen Daten war ein solcher Tuner der LP deutlich überlegen.

Der Sender muß natürlich auch was taugen, was samals bei den staatlichen Sendern (zB Ö1, Bayern) ja noch der Fall war.
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 11. Mai 2007, 13:52

cr schrieb:
Zwischen Mono- und Stereoempfang ist übrigens ein Riesenunterschied. Um Stereo gleich rauschfrei wie Mono zu empfangen, muß das Signal mindestens 10x so stark sein. Daher kann man auch in schwierigen Empfangslagen mit einem guten Tuner rauscharm Mono hören, aber Stereo ist eine Katastrophe (und drum gibts auch den manuellen Monoschalter).

Kannst du ausführen, wieso das so ist?
cr
Moderator
#11 erstellt: 11. Mai 2007, 14:23
Der Unterschied ist darin gelegen, daß Stereo nicht 2x Mono ist, sondern das Pilottonverfahren gewählt wurde (damit auch die ganzen Kofferradios kompatibel blieben)

in der wikipedia steht dazu:
Bei UKW-Stereo-Radiosendungen wird ein 19-kHz-Pilotton mitgesendet um anzuzeigen dass ein Stereosignal vorliegt. Dieser Pilotton wird verwendet um den zum Demodulieren der Stereoinformation nötigen Unterträger bei 38 kHz (2·19 kHz) durch Frequenzverdopplung zu erhalten, der nicht mitgesendet wird. Die Stereo-Information selbst wird im Bereich 23-53 kHz gesendet. (siehe FM-Stereo)

Der Pilotton selbst trägt keine Information (außer dem Vorhandensein des Stereosignals sowie der für die Demodulation wichtigen Phasenlage des Trägers), allerdings kann ein Pilotton auch für die Übertragung schmalbandiger Daten verwendet werden, z. B. indem er schwach amplitudenmoduliert wird.
--------------------------------
Warum es deshalb einen derartig starken Unterschied in der nötigen Empfangsspannung gibt, kann ich nicht begründen.
Tatsache ist, daß gute Tuner bei einem Monosignal eine Empfindlichkeit bei der Antennenspannung von 1 µV brauchen, für das Stereosignal bei gleichem Rauschabstand aber mehr als das 10-fache (siehe Datenblätter zu diversen Tunern), mein Pioneer TX-9000 hatte hier glaube ich 12 oder 13 µV.
Indirekt siehst du dies auch aus folg. Daten:
50 dB quieting sensitivity, Stereo 36.1 dBf
50 dB quieting sensitivity, Mono 13.2 dBf
http://www.classic-audio.com/pioneer/tx9500II.html
eine 13fach so starke Eingangsspannung entspricht +22 dB, das wäre in etwa die Differenz des obigen Geräuschspannungsabstandes, dh. Stereosignal 13x so stark >> gleicher Geräuschspannungsabstand

Daher braucht man für rauschfreies Stereo eine Dachantenne. Mit dieser gewinnt man 6, 12 oder mehr dB im Verleich zu einem einzelnen Antennenstab, noch dazu ist im Zimmer der Empfang viel schwächer. Ferner hat eine vielelementige Antenne eine starke Richtwirkung, womit man schwache Sender, die nahe starken liegen uU gut ausblenden kann, sodaß sie nicht mehr den schwachen überlagern. HiFi-Empfang ohne Dachantenne ist ein Murks, und das Kabel ist auch schlechter als ein guter Sender über Antenne.

hier noch mehr
http://de.wikipedia.org/wiki/Stereodecoder
http://de.wikipedia.org/wiki/FM-Stereo

Eine Begründung für den Unterschied in diesem Ausmaß finde ich aber auch hier nicht.


[Beitrag von cr am 11. Mai 2007, 14:34 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 11. Mai 2007, 15:20
Danke soweit.

Ich höre viel zu selten Radio, derzeit über den digitalen Sat-Receiver.


[Beitrag von Amperlite am 11. Mai 2007, 15:20 bearbeitet]
cr
Moderator
#13 erstellt: 11. Mai 2007, 21:08
Ich schon lange fast gar nicht mehr und wenn über den Sat-Receiver via SPDIF. UKW im stationären Betrieb ist einfach überholt.
Bertl100
Inventar
#14 erstellt: 12. Mai 2007, 10:52

Warum es deshalb einen derartig starken Unterschied in der nötigen Empfangsspannung gibt, kann ich nicht begründen.


meines wissens läßt sich das folgendermaßen begründen:

bei frequenzmodulation ist der rauschabstand (im wesentlichen) vom modulationsgrad abhängig. und NICHT vom frequenzhub. der hub ist z.b. 40 oder 70kHz bei vollaussteuerung. der modulationsgrad ist aber frequenzhub/modulationsfrequenz.
das heißt: bei höheren modulationsfrequenzen sinkt bei gleichem hub der modulationsgrad (eta).

bei 50Hz ist z.b. eta ca. 1000 (50kHz hub/50Hz).
bei 15kHz dagegen nur noch ca. 3.

nun wird beim FM rundfunk (erst mal mono) der rauschabstand für die höhen dadurch verbessert, dass man die höhen senderseitig anhebt, und im empfänger wieder absenkt.
faktisch bedeutet das, dass der modulationsgrad oberhalb der grenzfrequenz des deemphasis-gliedes nicht weiter absinkt.

nun hängt der rauschabstand aber auch davon ab, wie hoch das eingangssignal ist (klar).

das oben schon erläuterte multiplex-verfahren, wo das stereosignal (R - L) übertragen wird, liegt noch oberhalb des hörbereiches. so ca. 23 - 51kHz.
dort oben ist der rauschabstand noch viel schlechter.
daher ist das stereodiffernzsignal immer deutlich mehr verrauscht als das monosignal.

soweit hab ich das in erinnerung...

Gruß
Bernhard
cr
Moderator
#15 erstellt: 12. Mai 2007, 20:30
Das klingt recht plausibel ....
Mülleimer
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 12. Mai 2007, 21:17
Wenn der Empfang sich durch Anfassen der Antenne verbessert, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, daß die Antenne zu kurz ist. Man nehme ein Stück Draht und verlängere solange, bis de Empfang optimal ist.

Gruß - Olaf
darkphan
Inventar
#17 erstellt: 13. Mai 2007, 12:35
Klar, ich leg 5 Meter Draht im Schlafzimmer aus... *lol*

Ich benutze den Radiowecker eh nur noch als Uhr. Denn im Radio kommt nur noch Müll: Alle drei Minuten das Jingle der Station, dann das Jingle des schnellsten, aktuellsten Verkehrsservices und nicht zu vergessen das beste Wetter wo gibt - das kann ich alles keine 10 Minuten mehr ertragen. Der Privatsender ist noch schlimmer: Dessen Wortbeiträge in der "Morningshow" beschränken sich auf das ständige Hinweisen auf irgendein blödes Gewinnspiel. Ich vermisse den SWF3-Radiowecker mit Schwarzwaldelch und Top-Moderatoren wie Frank Plasberg oder Andreas Ernst. Die Radio-Designer, die auch den SWR-Sendern diese nervtötenden Jingles und das obligatorische "Life is for Living" nach 10 Uhr in SWR 1 verpasst haben, sollte man erschießen...

In meiner Verzweiflung war ich zum eher beruhigenden und informativen DLF gewechselt, doch der Empfang ist noch schlechter als der SWR-Empfang, so dass ich, wie gesagt, schon lange ganz aufs Radio als Wecker verzichte...
Mülleimer
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 13. Mai 2007, 12:58
Die Resonanz einer UKW- Antenne liegt bei etwa 1,50m *gähn*

Ansonsten voll meiner Meinung. Hier im Norden genau der selbe Mist: "Nur wir spielen keine Widerholungen, Wh.Wh Wh Wh Wh Wh..."

Bin auch bei DLF angelangt. Alles ist gleichgeschaltet; fast wie damals.
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