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K&H O 300 D - Digital - Aber wie?

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ochse
Stammgast
#1 erstellt: 08. Okt 2006, 18:39
Hallo!

Hier mal eine Frage für Leute die sich mit Studiotechnik auskennen:

Der O 300 D hat ja einen analogen und einen digitalen Eingang. Um den digitalen geht's mir!

Womit (d.h. mit welchen digitalen Geräten, Gerätetypen/Hersteller usw, ... ??) wird der digitale Eingang eines Studiomonitors eigentlich angesteuert?

Diese Geräte müssten doch eigentlich eine digitale Lautstärkeregelung haben, oder ...??

Danke für ein paar erleuchtende Kommentare (aber BITTE keine Diskussion über das Für und Wider digitaler Lautstärkeregelung!!).

Gruss,
Winfried
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 09. Okt 2006, 19:39
Hi!

Die Frage habe ich mir auch schon mal gestellt.
Würde mich als O300D-Besitzer ebenfalls interessieren.

Grüße

Frank
Bruxelles
Stammgast
#3 erstellt: 10. Okt 2006, 09:47
Hallo,

ohne jetzt eine O300d hier vorliegen zu haben:

Angesteuert werden soll der Lautsprecher vermutlich über die Abhörschiene eines Mischpults. Da beim Rundfunk eigentlich nur noch Digitalgeraffel verbaut wird, wird auch die Abhöre Pultintern digital geschaltet und in der Lautstärke geregelt. Danach erfolgt die Wandlung.
Findet diese im Lautsprecher statt, kann man immerhin von der Verbindungssicherheit des AES-3-Protokolls profitieren.

Das ist nicht unerheblich, da die Audioelektronik in Rundfunkstudios nicht im Regieraum selbst untergebracht ist, sondern immer in einem Geräteraum. Das Pult ist quasi nur ne "Fernbedienung". Und da können schon mal ein paar Meter Kabel zwischen Monitorausgang und Lautsprecher liegen...


Das wird vermutlich der einzige Grund sein, denn alle professionellen Pulte geben das Monitorsignal mit Sicherheit auch irgendwo Analog raus.

Da die gängigen Digitalschnittstellen alle mindestens zweikanalig sind, wird man am Lautsprecher noch irgendwo umschalten können, ob L oder R wiedergegeben werden soll.
ochse
Stammgast
#4 erstellt: 24. Okt 2006, 19:39
Hallo!

Entschuldigung! Ich hab mich ja gar nicht für die aufschlussreiche Antwort bedankt! Also hiermit nachtraglich: DANKE!

Auf der K&H Website wird der Kanalumschalter an der O300D erwähnt, soweit ich mich erinnere.

Die Erklärung mit dem digitalen Monitorausgang leuchtet ein, obwohl viele Leute immer wieder sagen, dass digitale Lautstärkeregelung Dynamik kostet und darum ´schlecht sei... Wie dem auch sei, ich suche nach einem "digitalen Vorverstärker mit digitalem Ausgang", aber sowas scheint's einfach nicht zu geben...

Gruss,
Winfried


[Beitrag von ochse am 24. Okt 2006, 19:39 bearbeitet]
Scutum
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Okt 2006, 20:27
Hallo ochse

Der digitale Weg in die O300D führt beispielsweise, aber nicht besonders billig, über den Pro C 28 von Klein und Hummel. Bei mehreren Digitalquellen in Kombination mit einem Digitalumschalter wie ein CAS von Funk- Tonstudiotechnik.

Rolf
Poison_Nuke
Inventar
#6 erstellt: 24. Okt 2006, 20:33
wie schaut es aus:

kann man an denen auch eine digitale PCM Quelle wie einen PC direkt anschließen?

Oder muss das Signal im AES/EBU Format vorliegen?
Scutum
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 24. Okt 2006, 20:58
Von dem gehe ich aus. Hat einen SP-DIF BNC-Eingang. Man braucht nur eine BNC-Cinch-Kupplung (Seite 5 der Bedienungsanleitung). Das Ganze ohne Gewähr. Besitze diesen Lautsprecher (noch) nicht.

Rolf
Poison_Nuke
Inventar
#8 erstellt: 24. Okt 2006, 21:00
ich will mir auch ein paar Monitore holen und frage mich halt, ob ein Digitaleingang für mich interessant ist oder nicht.

Auch wenn gleichzeitig die Frage ist: ist der Digitaleingang bei anderen Herstellern ebenfalls so aufgebaut, oder kocht da jeder sein eigenes Süppchen
Scutum
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Okt 2006, 21:32
Ich vertrete die Meinung, dass ein Digitaleingang vor allem dann einen Unterschied macht, wenn dahinter ein FIR-Controller ist. Ob bei einem traditionellen Aktiv-Monitor die Wandlung innerhalb oder ausserhalb des Lautsprechers stattfindet, sollte bei der heutigen DAC-Technik zu keinen signifikanten Klangbeeinflussungen führen. Ich würde im Falle der O300D bei einer digitalen Verbindung mit einer unkonfortablen Lautstärkeanpassung rechnen und sehe klanglich bei guter Wandlerqualität der Quelle keine Vorteile. Dass unterschiedliche Hersteller ihre SP-DIF oder AES/EBU Eingänge nicht normgemäss ausgestalten, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich denke diesbezüglich bestehen keine besonderen Risiken.
Rolf
Reset
Gesperrt
#10 erstellt: 24. Okt 2006, 21:38

Poison_Nuke schrieb:
ich will mir auch ein paar Monitore holen und frage mich halt, ob ein Digitaleingang für mich interessant ist oder nicht.

Auch wenn gleichzeitig die Frage ist: ist der Digitaleingang bei anderen Herstellern ebenfalls so aufgebaut, oder kocht da jeder sein eigenes Süppchen :?


Ja, würde ich sagen

z.B:
http://www.speakrs.ch/Lautsprecher_DVD-Audio.htm
und:
http://www.revox.de/...e3f45&lang=1&iid2=11

Werden digital, jedoch ohne digitale Lautstärkeregelung angesteuert. Die Lautstärke wird im Subchannel des Digitalsignals übertragen und erst vom Verstärker analog geregelt. Da diese Systeme mit 16Bit-Auflösung arbeiten - sind schon einige Jahre auf dem Markt - eine gute Lösung. Bei den heutigen 24Bit ist die digitale Lautstärkeregelung weniger problematisch.

Wie die Lösung bei K+H funktioniert, interessiert mich ebenfalls. Grundsätzlich sehe ich in der digitalen Ansteuerung von DSP-Lautsprechern einige Probleme, da dieses solche Systeme unflexibel macht. Im Idealfall - wenn alle Quellen digital - sind, z.B Rechner als einzige Quelle würde mir eine Lautstärke-Fernbedienung für die Lautsprecher genügen. Sobald analoge und digitale Quellen verwendet werden, scheint mir die analoge Ansteuerung über eine herkömmliche Vorstufe einfacher und flexibler, da sonst dauernd zwischen den Eingängen umgeschaltet werden muss. Ich würde deshalb bei der K+H zur abgespeckten Variante tendieren - sofern sie preislich tiefer angesiedelt ist.

Gruss


[Beitrag von Reset am 24. Okt 2006, 21:44 bearbeitet]
Bruxelles
Stammgast
#11 erstellt: 25. Okt 2006, 10:10

ochse schrieb:
Entschuldigung! Ich hab mich ja gar nicht für die aufschlussreiche Antwort bedankt! Also hiermit nachtraglich: DANKE!


Gern geschehen.

Zum Aufbau landläufiger Digitaleingänge:

geläufig sind S/P-Dif und AES/EBU eingänge, die beide ein AES3-Konformes Signal erwarten. Der Unterschied besteht in der Spannung u, die auf der Leitung erwartet wird und dem elektrischen Aufbau der Eingänge. AES/EBU arbeitet mit einer symmetrischen Leitungsführung, um auch in störungsbelasteten Umgebungen fehlerfrei funktionieren zu können. Und da sind Geräteräume beispielsweise bei Radiosendern nicht unkritisch, bei den zahlreichen, meist Schaltnetzteil betriebenen Geräten die da rumstehen.

Aus einer Not heraus (Zeitmangel und nicht die richtige Ausrüstung geliefert bekommen) haben wir mal ein S/P-Dif-kabel per schnell selbstgelötetem Adapter an eine AES/EBU schnittstelle angeschlossen und das empfangende Gerät hat alle Digitaldaten fehlerfrei wandeln können.

Es gibt im semiprofessionellen bereich auch Soundkarten, deren asymmetrische Digitalausgänge man auf beide Formate umstellen kann (u auf der Leitung wird erhöht). Höre mit sowas am Computer Musik

Der Consumer-Lichtwellenleiter funktioniet auch nach AES3. Ansonsten gibts noch viele Schnittstellenformate... ADAT, Madi, TDIF...
_axel_
Inventar
#12 erstellt: 25. Okt 2006, 11:23
Hallo.

Scutum schrieb:
Ob bei einem traditionellen Aktiv-Monitor die Wandlung innerhalb oder ausserhalb des Lautsprechers stattfindet, sollte bei der heutigen DAC-Technik zu keinen signifikanten Klangbeeinflussungen führen.

Das beinhaltet, dass digitale Freq.Weichen ohne FIR gegenüber analogen (hier) keine nennenswerten Vorteile haben.

Ist das wirklich so?
Ich frage aus Unwissenheit.

Oder wird am Ende in (LS wie) der O300D eh immer analog "geweicht" (selbst bei digitaler Ansteuerung)?

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 25. Okt 2006, 11:27 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#13 erstellt: 25. Okt 2006, 11:50

_axel_ schrieb:
Oder wird am Ende in (LS wie) der O300D eh immer analog "geweicht" (selbst bei digitaler Ansteuerung)?

Bin mir ziemlich sicher, dass es genauso läuft.
Der eingebaute D/A-Wandler dient vermutlich nur der Verlängerung der digitalen Signalübertragungsstrecke.
Nach der Wandlung kommt wie gehabt die aktiv-analoge Frequenzweiche.

Grüße

Hüb'
ochse
Stammgast
#14 erstellt: 26. Okt 2006, 19:09
Interessante Abläufe hier...

der O300D ist SICHER analog gefiltert.

Wenn man mal K&H surft, findet man aber den O500C mit eingebautem digitalen LS Controller mit FIR Filtern und so weiter. Aber über die Lautstärkeregelung wird eigentlich nichts ausgesagt, wie beim O300D. Mir kommt's so vor als hätten beide KEINE eingebaute Lautstärkeregelung.
Könnte heissen: vom Studioequipment kommt wohl ein digital geregeltes "Monitor" Signal.

http://www.klein-hummel.de/produkte/o500c/html/o500c_g.htm

http://www.klein-hummel.de/produkte/o300d/html/o300d_g.htm

Wie auch immer... Mein Problem ist noch nicht gelöst.
Ich suche nach einem digitalen VV, der ein geregeltes Digitalsignal ausgibt.
Einen gabs da mal: Z-Systems RDP-1 digital preamp and equalizer.
Aber das ist leider lange her und heute find eich einfach irgendwie keinen den man kaufen könnte...


Winfried


[Beitrag von ochse am 26. Okt 2006, 19:10 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#15 erstellt: 26. Okt 2006, 19:36
Hi!
Gibts den PD 1200 R von T&A auch nicht mehr?
Hörzone
Inventar
#16 erstellt: 26. Okt 2006, 20:04

ochse schrieb:
Interessante Abläufe hier...

der O300D ist SICHER analog gefiltert.

Wenn man mal K&H surft, findet man aber den O500C mit eingebautem digitalen LS Controller mit FIR Filtern und so weiter. Aber über die Lautstärkeregelung wird eigentlich nichts ausgesagt, wie beim O300D.


Die O300 hat keine Lautstärkeregelung, die O500 schon
Hier werden die beiden mit einem Steuerkabel miteinander verbunden und ein Monitor dient dann als Empfangs und Steuermonitor für die Fernbedienung und steuert den anderen an.

Gruß und einen schönen Abend
Reinhard
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