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Schutzschaltung für alte Lautsprecherchassis?

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zoro17
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Jul 2008, 19:32
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage bzgl. den alten Lautsprecherchassis:
Ich betreibe Greencones und Co. nicht nur an alten Röhrenradios, die bei mir max. 12W Ausgangsleistung haben, sondern auch an z.B. Marantz-Receiver aus den 70er (30-40W). Da ich nicht immer der einzige bin, der am Lautsprecherregler dreht, wollte ich euch fragen, ob es einen sinnvollen Schutz gibt, damit die Chassis nicht den Hitzetod erleiden? Habt ihr da Erfahrungen oder einen Link, der mir zu diesem Thema entgangen ist? Hätte diese Schaltung oder Sicherung einen klanglichen Einfluss?

Für einen Tipp wäre ich dankbar.
Gruss
Mwf
Inventar
#2 erstellt: 19. Jul 2008, 22:24
Hallo Zoro,

gegen thermische Überlastung haben sich Polyswitch-Sicherungen bewährt (Polymer-PTCs).
Einfach in Reihe geschaltet, nur geringe Klangänderung (Widerstand), selbst-rückstellend nach deutlicher Pegel-Reduzierung, preisgünstig ...

Rechnen wir mal den LS mit 6 Ohm und 12 Watt,
ergibt tipptipptipp... etwa 1.4 Ampere.
Erfahrungsgemäß sollte man den halben Wert als Sicherungs-Haltewert vorsehen, also z.B. 0.75 Ampere,
das wäre dieser hier:
http://www.intertech...etail=4654&suchwort=


Gruß,
Michael
zoro17
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Jul 2008, 06:44
Hallo Michael,
vielen Dank für die Antwort. Die Polymer-PTCs sind ja interessante Bauteile, was ich so auf die schnelle lesen konnte.
Ich glaube, dass ich den besten Kompromiss zw. Schutzfunktion und klanglichen Einfluss nur durch testen herausbekomme, da sie ja nicht linear arbeiten. Aber sie kosten ja nicht die Welt...
Danke und Gruss
Mwf
Inventar
#4 erstellt: 20. Jul 2008, 11:03

zoro17 schrieb:
... da sie ja nicht linear arbeiten...

Hi Zoro,

die Dinger arbeiten linear, sei unbesorgt,
das habe ich zu Zeiten genauestens untersucht;).

Der 0.75 Ampere-Typ verhält sich im jungfräulichen Zustand wie ein linearer ~0.3 Ohm Widerstand (*).
Er reagiert ausschließlich auf Temperatur, im wesentlichen wie sie gemittelt über ca. 5 - 10 Sekunden durch diesen Widerstand selbst erzeugt wird.
Im Normalbetrieb tut sich da garnichts (**).
Bei länger andauerndem Hochstrom vergrößert sich der Widerstand, zunächst wenig (kaum hörbar),
dann aber doch innerhalb rund 1/2 Sekunde sich schnell selbst-verstärkend bis auf ~100 Ohm mit ensprechend deutlicher Lautstärkereduktion am LS (typ. 30 dB).
Aber alles ohne irgendwelche sonstigen negativen Effekte.

Nach deutlicher Pegelreduktion am Verstärker läuft der Prozess rückwärts und es kann wider normal gehört werden.
Der Verlustwiderstand liegt direkt nach einem solchen Überlastfall zunächst höher (z.B. 5 - 2 fach), mit entsprechend höherer Sensibilität im Wiederholungsfall.
Nach einigen Stunden/Tagen Ruhe regeneriert sich der PTC aber nahezu auf den jungfräulichen Fall, beim 0.75 Amp-Typ auf ca. 0.5 - 0.4 Ohm.
(größere Sicherungswerte entsprechend niedriger).


Gruß,
Michael

(*) = Das sind im Falle eines 6 Ohm Last weniger als 0.5 dB Pegelverlust, bzw. Dämpfungsfaktor = 20.

(**) = Die Mittelungszeit von mehreren Sekunden ist im Vergleich zu Audiosignalen sehr lang,
z.B. 20 Hz = Periode 0.05 sec, risetime 0.02 sec, also Faktor >>100, typisch >1000.
Dies dürfte der Grund sein warum praktisch kein "Klirr" hör- und meßbar wird.
zoro17
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Jul 2008, 11:19
Hallo Michael,
Danke für die weiteren Infos.
Jetzt habe ich doch ne Frage dazu. Wie verhalten sich diese
Bauteile z.B. bei Ausschaltimpulsen, d.h. wenn man ein Verstärker ausschaltet. Bei einem Röhrenreceiver habe ich so einen starken Stromimpuls, wenn ich ihn ausmache.
Ich dachte schon, dass meine Greencones hin sind, da sie
diesen Impuls superschnell übertragen haben (gab einen schönen
Knall). Bei gängigen Chassis war der Impuls kaum zu hören.
In diesem Fall kann ja die Wärmeentwicklung am Bauteil kaum der Rede wert sein oder?
Was hälst Du von "Highend"-Feinsicherungen z.B. 1A. Klar, die
sind kaputt, wenn sie ansprechen...
Gruss


[Beitrag von zoro17 am 20. Jul 2008, 11:20 bearbeitet]
Radiologe
Inventar
#6 erstellt: 20. Jul 2008, 18:33

zoro17 schrieb:

Jetzt habe ich doch ne Frage dazu. Wie verhalten sich diese
Bauteile z.B. bei Ausschaltimpulsen, d.h. wenn man ein Verstärker ausschaltet. Bei einem Röhrenreceiver habe ich so einen starken Stromimpuls, wenn ich ihn ausmache.
I


Hallo,
diese Schutzelemente haben natürlich eine gewisse trägheit.Bei einem kurzen Knall schützen die deshalb nicht.Ich wüßte auch nichts was da schützen würde,ausser einem Relais,welches sofort nach dem ausschalten die Ausgänge zu den Lautsprechern abschaltet.

Es wäre deshalb wohl richtiger,den Verursacher des Knall´s zu überprüfen,statt am falschen Ende zu basteln.Denn der Knall beim abschalten eines Röhrenverstärkers ist nicht normal.Sowas bekommt man immer weg.Meist muss nur der Netzschalter entsprechend Entstört werden(Entstörkondensator parallel zum Schalter).

Von irgendwelchen High-End Sicherungen halte ich übrigens nichts.Sie würden dir bei deinem Problem auch sowieso nicht helfen.

Gruß Markus
zoro17
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Jul 2008, 19:01
Hallo Markus,
ich glaube auch, dass der Ausschaltknacks über Sicherung nicht
in Griff zu bekommen ist. Ein Röhrenreceiver ist bzgl. dem
Knacks schon geheilt, also am richtigen Ende...
Das mit der Sicherung im laufenden Betrieb möchte ich schon
mal ausprobieren. Wenn ich keinen Unterschied höre, lasse ich
sie dran. Beruhigt es die Nerven.
Danke und Gruss
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