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Suche 4 Ohm TMT Chassi, Ersatz in Monitor 220

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Värsterker
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Mai 2009, 11:51
Wie im Titel beschrieben, suche ich ein gut, besser noch sehr gut, klingendes 175mm TMT Chassi mit 4 Ohm Impedanz. Das einzige was preislich und klanglich gut drin wäre, was ich bisher gefunden habe ist der Monacor sph-176, allerdings hat der 8 Ohm impedanz. Meine Originallautsprecher sind nicht kaputt, jedoch möchte ich bessere. Die Trennung ist bei 3.5 KHZ, was relativ hoch ist für ein so großes Chassi. Ich finde nicht so sehr viele die bis dahin linear gehen oder im angegebenen Frequenzbereich bis 3.5 reichen. Der Preis sollte pro Stück 50 Euro nicht überschreiten. Habe mich beim STrassacker durchgewühlt und an sonstigen stellen, bin aber nicht richtig fündig geworden. Die Boxen (Magnat monitor 220)
haben eine nennimpedanz von 4-8 Ohm. Ich vermute daher es sind 6 Ohm Chassis. Ich glaube es steht nichts drauf. Betreiben will ich das am Denon PMA-300V (2 x 80w an 4 Ohm), mit dem ich sehr zufrieden bin. Wie würde es sich auswirken wenn ich statt vier ohm Chassis 8ter verwende?? Ist dann wirklich nur noch die halbe leistung, und somit die halbe Lautstärke da?? das wäre schlecht. Ich bin jemand der sehr sehr gerne und häufig laut hört (dire straits, eagles, vaya con dios, die Richtung)und komme mit der jetzigen Konfiguration mit Subwoofer ab 100 Herz gerade so hin, bevor alles übersteuert... . Mein Raum hat 18 m².
Also ich möchte ein Chassi, was wenigstens so viel verträgt wie die hier verbauten Orignalchassis, die machen wirklich einiges mit, dabei aber leichter und freier klingen, denn die gesamten Stimmen kommen eben daraus, ich habe das Gefühl, dass die Membran etwas zu schwer ist, daher der Klang zwar warm, aber etwas müde und dumpf. Das Gehäuse ist übrigens modifiziert, stärker bedämmt, längerer Bassreflexkanal, und die linke und rechte Gehäusewand ist mit einer durchgehenden Gewindestange vorgespannt.

Hoffe auf Hilfe

vielen Dank im Voraus

Grüße Markus
ton-feile
Inventar
#2 erstellt: 21. Mai 2009, 06:53
Hallo Markus,

wenn Du einfach andere Chassis ins Gehäuse schraubst, wird es garantiert schlechter, weil Gehäuse, Chassis und Weiche eine Einheit bilden.

Lass am Besten die originalen Chassis drin, wenn Du nicht über akustische Messtechnik und Erfahrung bei der Lautsprecherentwicklung verfügst.

Die Monitor 220 sind außerdem für ihren Preis bis auf die vorlaute Bassabstimmung sehr ordentlich konstruiert.

Gruß
Rainer
Värsterker
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Mai 2009, 12:36
Frequenzweiche ist ohne pegelanpassung nur drei kondensatoren und zwei spulen, hochton ist 18db, tiefton 12db getrennt, habe ich mir schon angesehn und mir ein schlatbild gezeichnet. Das ist also egal. Ich habe Winisd und habe auch schon einige lautsprecher damit gebaut (freund hat schreinerei) das bassreflexrohr ist anpassbar. Ich bekomm das schon hin das das richtig klingt, wenn die parameter gar nicht passen aufs volumen, dann baue ich mir eben ne andere kiste das ist auch nicht schlimm, aber wenigstens die hochtöner und die frequenzweichen will ich übernehmen, und die terminals natürlich. Ich bin außerdem durchaus experementierfreudig und habe geduld genug das auszutüfteln. Wie würde sich das auswirken wenn ich das sph-176 nehme? kann auch auf d'appolito umsteigen um 4 ohm zu erreichen zur not. Aber was würde mit einem einfachen 8 ohm chassi passieren?? wäre das dann viel zu leise?


gruß und danke schonmal
ton-feile
Inventar
#4 erstellt: 21. Mai 2009, 18:37
Hallo Markus,


Värsterker schrieb:
Frequenzweiche ist ohne pegelanpassung nur drei kondensatoren und zwei spulen, hochton ist 18db, tiefton 12db getrennt, habe ich mir schon angesehn und mir ein schlatbild gezeichnet. Das ist also egal.

Wieso ist das denn egal?
Dir ist hoffentlich klar, dass ein Chassis keinen konstanten Widerstand hat. Der schwankt je nach Frequenz und deshalb funktioniert eine Weiche nur mit den Chassis, für die sie entwickelt wurde.
Ein Chassis hat nicht 8 Ohm Impedanz, sondern 8 Ohm Nennimpedanz, die sich auf den kleinsten vorkommenden Wert bezieht. Der darf 20 % darunter liegen.
8 Ohm Impedanz bedeutet, der niedrigste Wert liegt nicht unter 6,4 Ohm.



Hier habe ich mal ein Beispiel:
Das ist ein kleiner 8 Ohm-Bassmitteltöner im Bassreflexgehäuse ohne Weiche. Bei 250Hz hat er ca. 6,4 Ohm Minimum, bei 6kHz sind es dann schon 10,3 Ohm und bei 20kHz 16 Ohm.


Zusätzlich zum Impedanzverlauf, der bei jedem Chassis anders ist, gibt es natürlich auch noch Besonderheiten, was den Frequenzgang angeht und die müssen ebenfalls bei der Weichenkonstruktion berücksichtigt werden.

Du kannst mir glauben, dass das alles andere als egal ist.
Ganz im Gegenteil!

Du kannst nicht einfach ein Chassis tauschen, ohne die Weiche anzupassen.
Dazu müssen die Chassis elektrisch und akustisch gemessen werden, dann wird die Weiche simuliert und entsprechend angepasst.

Das Gehäuse und die Bassreflexabstimmung ist dagegen Kinderkram und für mehr ist Winisd leider nicht gut.

Wenn Dich die Weichenkonstruktion interessiert, kannst Du ja mal hier 'reinschauen.

Ganz ehrlich, lass es einfach. Das bringt keine Verbesserung.
Wenn Du Dich für den Selbstbau interessierst, freut mich das riesig, aber dann bau für den Einstieg erst einmal einen Bauvorschlag nach. Messtechnik kannst Du Dir dann peu a peu anschaffen und Dein eigenes Projekt "Pimp my Monitor 220" starten.

Wenn Du es trotzdem machst, viel Glück, aber leider mit nur sehr wenig Aussicht auf Erfolg.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 21. Mai 2009, 20:26 bearbeitet]
Värsterker
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Mai 2009, 18:41
OK bin dabei, sehr vielen dank für die ausführliche Antwort.

Wenn ich nun anderhersherum vorgehe, für einen Lausprecher eine Frequenzweiche entwickle, messe ich dann den frequenzabhängigen Widerstand, nehme den unteren wert mal 1.25 und habe dann meine lautsprecherimpedanz? (Die Zahl jetzt wegen 6.4 und 8 ) Die gängige praxis bei frequenzweichen ist ja die Lautsprecherimpedanz bei der Berechnung zu berücksichtigen,und nicht die "ist-kurve" mit fertigem Gehäuse. Zumindest in den von mir bekannten Berechnungstools (auf strassacker oder sonstige)dann müsste ich eigentlich nur einen für 8 Ohm impedanz ausgelegten 12db tiefpass bauen und den hochtenbereich der bestehenden frequenzweiche weiter nutzen? Ich kann mir das eigentlich nur so vorstellen, gibt es ja schließlich auch von z.b intertechnik fertigweichen zu kaufen wo auch nur die Trennfrequenz und die Impedanz berücksichtigt wird. Das kann niemals mit hoher wahrscheinlichkeit zu einem schlechten Ergebnis führen. Frequenzgangbesonderheiten gibt es bei dem Chassi keine zu berücksichtigen, das ist schon recht linear. Aber ich würde doch gerne noch wissen wie es sich in der Praxis auswirkt ein 8 ohm chassi zu verwenden, von wegen lautsärke, wenn die jetzigen lautsprecher den gleichen wirkungsgrad hätten, und ich stelle mir satt den jetzigen 6 ohm dann 8 ohm auf, auf wieviel prozent der lautsärke komme ich dann??

Danke, hoffe du hast noch so viel gedult


[Beitrag von Värsterker am 25. Mai 2009, 07:19 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#6 erstellt: 25. Mai 2009, 23:54
Hi,

Värsterker schrieb:
...Aber ich würde doch gerne noch wissen wie es sich in der Praxis auswirkt ein 8 ohm chassi zu verwenden, von wegen lautsärke, wenn die jetzigen lautsprecher den gleichen wirkungsgrad hätten...

Mal ein paar Zahlenspiele mit nominellen Ohmzahlen:

Orig. 4 Ohm = 0 dB (100%)

8 Ohm gleicher Wirkungsgrad,
Filter angepasst: -3 dB (71%)
Filter nicht angepasst: -1.5 dB (84%), Tiefbass -3 dB (71%)

8 Ohm, 2 dB höherer Wirkungsgrad
Filter angepasst: -1 dB (89%), Tiefbass -3 dB
Filter nicht angepasst: +0.5 dB (106%), Tiefbass -3 dB

8 Ohm, 2 dB niedrigerer Wirkungsgrad
Filter angepasst -5 dB (56%), Tiefbass -3 dB
Filter nicht angepasst -3.5 dB (67%), Tiefbass -3 dB

Die %-Angaben beziehen sich auf den physik. Meßwert (Schalldruck),
gehörmäßig sind 10 dB ca. eine Halbierung bzw. Verdopplung.


Fazit:
Der Umstieg auf 8 Ohm-Tieftöner (im gleichen Gehäuse) kostet auf jeden Fall 3 dB an Tiefbass.
Wenn das kein Problem ist, ausprobieren!
Eine Umdimensionierung des Filters auf 8 Ohm verbessert die Sache nicht in jedem Fall.
Die Fehlanpassung des Filters (= Unterdämpfung durch doppelte Lastimpedanz) wirkt z.T. ausgleichend,
also weniger Abweichung im Übergang zu Hoch- und ggfs. Mittel-Töner!


Gruss,
Michael

P.S.: Die Werte sind ein wenig pauschalisiert, um typische Tendenzen anzuzeigen.;)
Große Unterschiede in der Einspannungs-Steifigkeit führen zu etwas anderen Ergebnissen, aber das geht jetzt zu weit...
Värsterker
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Jun 2009, 18:25
entschuldigung, dass ich so lange nicht geantwortet habe aber war ständig wenig zuhause, und mit anderen sachen beschäftigt. Wollte mich nur noch mal für den letzten Beitrag bedanken, und dich fragen woher man sowetwas weiß, bzw. woher du soetwas weißt?

Lieben Gruß
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