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Nach einmessen alle LS gleich?

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matz64
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Jul 2010, 09:42
Hallo,

in meinem Schädel ist neulich eine Frage entstanden, zu deren Beantwortung ich eure Hilfe brauche.

Wenn ich meine Lautsprecher auf den Hörplatz einmesse, müssten doch auch deutlich hochwertigere, ebenfalls eingemessene Lautsprecher, bei gleicher Aufstellung, eigentlich gleich klingen.
Abgesehen von einer eventuell höheren Dynamik, anderen unteren Grenzfrequenz und einer besseren "räumlichen Auflösung/detaillierteren Darstellung" (schwierig, das genau auszudrücken). Aber rein vom "Klang" her sollte sich das Ergebniss doch gleichen, oder?

Oder erzeugen Gehäusevolumen, Abstrahlverhalten und unterschiedliche Chassis-Parameter doch noch einen anderen Klang, obwohl auf linearisierte Wiedergabe hin optimiert? Welche Parameter spielen hier eventuell noch eine Rolle?

Bis denne,
matze
ton-feile
Inventar
#2 erstellt: 28. Jul 2010, 19:34
Hi,


matz64 schrieb:

Oder erzeugen Gehäusevolumen, Abstrahlverhalten und unterschiedliche Chassis-Parameter doch noch einen anderen Klang, obwohl auf linearisierte Wiedergabe hin optimiert?

Auch wenn es sich auf Achse gleich misst und die erste Wellenfront damit tonal identisch ist, wird es durch unterschiedliches Abstrahlverhalten im Raum trotzdem unterschiedlich klingen.
Das Diffusschallfeld hat ja auch einen großen Anteil am Klangeindruck.

Gruß
Rainer
matz64
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 29. Jul 2010, 09:06
Hallo Rainer,

vielen Dank für Deine Antwort, leuchtet mir ein

Den Einfluss des Raumes kann man ja durch Einsatz von Basotect, Mineralwolle etc. deutlich mindern, so das der Direktschallanteil eindeutig überwiegt. In dem Fall sollte sich doch der "Klang" mit steigendem Raumakustikaufwand zunehmend angleichen, oder?

Meine Überlegungen bei der Geschichte sind folgende:
Wenn man a) die Lautsprecher einmisst, und b) die Raumakustik optimiert, lohnt es sich dann klanglich (ab einem gewissen Qualitätsniveau der verwendeten Lautsprecher) überhaupt noch, in deutlich teurere/hochwertigere Lautsprecher zu investieren?
Ergeben sich da noch (gravierende) Änderungen/Verbesserungen, und stehen diese dann noch in irgendeiner Relation zum erhöhten finanziellen Aufwand?

Dabei habe ich jetzt mal persönliche Vorlieben wie Optik, Verarbeitung etc. ausser Acht gelassen. Ebenso, ob Breitbänder oder 2/3 Wege-Konstruktion.

Bis denne,
matze
ton-feile
Inventar
#4 erstellt: 29. Jul 2010, 09:22
Hallo matze,

Ein Raum der so behandelt ist, dass der Diffusschall keine Rolle mehr spielt, ist imO praktisch unbewohnbar.

Es gibt außerdem abgesehen vom Amplitudengang, auch noch andere Kriterien, die einen Lautsprecher qualitativ beschreiben.
Klirrverhalten, IM-Verzerrungen, Impulsverhalten usw.
Da bleiben auch nach der tonalen Entzerrung noch genug Unterschiede übrig.

Ob sich die Investition in teure Lautsprecher lohnt, ist ohnehin schwer zu sagen, zumal die ja auch erfahrungsgemäß gar nicht unbedingt besser sein müssen.

Gruß
Rainer
matz64
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 29. Jul 2010, 09:43
Hallo Rainer,

vielen Dank für die schnelle Antwort, dann kann ich mich jetzt ja getrost auf die Suche nach besseren Schallwandlern begeben
War nur etwas unsicher, ob sich der finanzielle Aufwand überhaupt noch grossartig rentiert (bin derzeit auch nicht unzufrieden, aaaber...).


Ob sich die Investition in teure Lautsprecher lohnt, ist ohnehin schwer zu sagen, zumal die ja auch erfahrungsgemäß gar nicht unbedingt besser sein müssen. ;)


Tja, da hilft dann wohl nur ausgiebiges testen.

Danke nochmals für Deine Bemühungen,
matze
andre11
Inventar
#6 erstellt: 29. Jul 2010, 10:03

matz64 schrieb:
Wenn ich meine Lautsprecher auf den Hörplatz einmesse, müssten doch auch deutlich hochwertigere, ebenfalls eingemessene Lautsprecher, bei gleicher Aufstellung, eigentlich gleich klingen.

Das wäre mal eine segensreiche Erfindung, die auch gleich jeglichem Hörgeschmack Eunhalt gebieten würde.
Alle Klangstreitereien wären passé, der Markt überschaubarer (weil man nur noch ein Ls-Modell in ein paar verschiedenen Farben braucht),
und von den Zuspielern ganz zu schweigen.

Die Einmeßfunktion ist einfach nur ein Equalizer.
Der kann aber nur Frequenzgänge verbiegen und keine Klangfarben/Abstimmungen verändern.

matz64 schrieb:
Wenn man a) die Lautsprecher einmisst, und b) die Raumakustik optimiert, lohnt es sich dann klanglich (ab einem gewissen Qualitätsniveau der verwendeten Lautsprecher) überhaupt noch, in deutlich teurere/hochwertigere Lautsprecher zu investieren?

Ja, tut es.

Ergeben sich da noch (gravierende) Änderungen/Verbesserungen,

Jap, obwohl sie immer kleiner werden je teurer das Zeug wird.
In bestimmten Regionen ist es aber schwierig von besser zu sprechen. Anders ist dann eher der Ausdruck der Wahl.

... und stehen diese dann noch in irgendeiner Relation zum erhöhten finanziellen Aufwand?

Das kann nur jeder selbst entscheiden, wo seine Grenze ist.
Nur ist es schwierig aufzuhören wenn man einmal gehört hat was möglich ist, aber schließlich
ist es das Ziel eines jeden Hobbys den minimalsten Nutzen mit dem maximalen Aufwand zu erreichen.....


Gruß

André
Passat
Moderator
#7 erstellt: 29. Jul 2010, 11:09
Mit der Einmessung wird nur der Frequenzgang am Hörplatz linearisiert.

Die übrigen Eigenschaften eines Lautsprechers ändern sich dadurch nicht.
Ein kleiner Lautsprecher wird danach nicht tiefer spielen können, der Lautsprecher wird nicht lauter spielen können. Das Impulsverhalten und die Verzerrungen (Klirrfaktor) eines Lautsprechers ändern sich nicht.
Ebensowenig wie die Abstrahlcharakteristik etc. etc.

Grüsse
Roman
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