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Gute Kompaktboxen ? Alt oder neu; gekauft oder gebaut ?

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HerrOhlson
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Jan 2007, 11:42
Moins !

Nachdem ich in diesem Forum bereits säckeweise Threads durchgelesen habe und meine Verwirrung leider nicht kleiner geworden ist, möchte ich mal andersherum das Problem angehen und bitte um eure Meinungen.
Ich hätte gerne neue Frontlautsprecher für eine Surroundanlage, über die aber auch viel Musik in Stereo gehört wird. AV-Receiver ist ein Denon 2106, ab 100hz spielt ein Subwoofer bei Surround und Stereo, der einen ziemlich guten Visaton Tieftöner hat und durch seine geschlossene Bauweise recht präzise und musikalisch tönt.
Bisher habe ich als Frontlautsprecher ein paar 25 Jahre alte Acron 400B. Die sind trotz ihres Alters, durch den Einsatz von Gummisicken und Folienkondensatoren gut in Schuss und klingen wirklich gut. Da fangen meine Probleme. Ich hätte gerne neue Fronts mit Bi-Wiring Anschlüssen, damit ich per Bi-Amping des Verstärkers `besseren Strom` vom Verstärker in die Boxen bekomme. Da Surroundreceiver auch, trotz allen Prospektgetöses de facto kaum mehr als 20 Watt Sinus pro Kanal machen, könnte ich vermutlich mit Boxen, die einen besseren Wirkungsgrad haben als meine Acron noch mehr Musikalität aus dem Verstärker kitzeln.
Was ich also suche ist eine musikalische Kompaktbox mit hohem Wirkungsgrad die, ca. 600€ kostet (Paar) und dabei vor allem bei mittenbetonter Musik wie Klassik, Jazz und Folk gut klingt. Was die Sache vereinfachen könnte ist, dass ich keinen wirklichen Tiefbass brauche und außerdem einen Hörraum habe, der ziemlich gut ist. Er ist 4x5 Meter mit offener Decke, d.h. wie eine kleine Kapelle. Die Seiten sind leicht bedämpft, die Rückwand ist mit einem Gipsputz ziemlich `bröselig´und absorbiert sicher einiges an Schall. Der Boden ist ein Massivholzdielenboden.
Eine Hornkonstruktion scheint mir trotz des guten Wirkungsgrades nicht unbedingt erste Wahl. Ich hatte zuerst mit dem Kauf von Klipsch35 oder Klipsch75 (gebraucht) spekuliert, aber die Haptik und die Klangcharakteristik passt mir da doch nicht so wirklich. Bei den `normalen´ 2-Wege Konstruktionen wie Vento 802, Quantum 603 oder ähnlichem sehe ich aber den Unterschied nicht zu dem was vor 20 Jahren gebaut wurde. Es ist schon lustig zu sehen, dass nach 20 Jahren inzwischen wieder vermehrt Pappe verbaut wird als Membranmaterial. Da können meine Acron gut mithalten ;-))
Momentan tendiere ich zum Selbstbau. Vielleicht ein Minimonitor oder ähnliches. Dort ist ber der Wirkungsgrad auch nicht Brüller. Lange Rede kurze Frage: Hat jemand Hörerfahrung mit älteren Boxen wie den Acron oder den Canton Quinto (Taunussound) im Vergleich zu aktuellen Modellen a la Canton Ergo, Vento oder auch den kleineren Dynaudios ? Wie schneiden denn gute SelbstbauMonitore dagegen ab ? Leider kann man das nie im Vergleich hören. Ich bitte um möglichst neutrale Meinungen. Ich bin völlig wertfrei, was Fertigbau, Selbstbau oder irgendwelche bestimmten Marken angeht. Hat mal jemand von euch sein altes `Schätzchen´ mit zum Händler geschleppt und dort einen Vergleich gemacht ?
Vielen Dank für eure Hilfe.
horstilein
Stammgast
#2 erstellt: 18. Jan 2007, 13:11
Hallo!

Ich bin jetzt mal fies und antworte gar nicht auf deine Frage und stell erstmal selber eine:D

Der Denon 2106 hat doch meines Wissens Pre-outs für alle Kanäle? Du könntest doch einfach einen guten Vollverstärker oder eine Endstufe für deine Lautsprecher einschleifen. Wenn dir der Klang der LS gefällt, warum dann das vorhandene Problem nicht einfach lösen?
HerrOhlson
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Jan 2007, 14:16
Ich gestehe, dass ich noch nicht drauf gekommen bin eine Endstufe zwischen zu hängen. An einen Vollverstärker habe ich bereits gedacht, aber das wieder verworfen.
Das Problem dabei ist die Komplexität des settings und auch die Optik. Meine Frau mag nicht noch mehr Kisten neben dem Fernseher und wenn dann noch ne Fernbedienung mehr auf dem Tisch liegt, samt Anleitung a la, wenn du Musik hörst, musst du noch das Einschalten und da drauf drücken, ... ich glaub dann bin ich bald ein geschiedener Mann.

Trotzdem hätte das seinen Reiz .....

Danke,
Armin
horstilein
Stammgast
#4 erstellt: 18. Jan 2007, 14:32
Das verstehe ich gut...

Das Problem ist, dass dir die Bi-Amping Funktion auch nichts nützt, da das Problem eher in der Stromversorgung der Endstufen liegt.
Benutzt du eigentlich die Steckdose an der Rückseite des 2106? Ich weiß jetzt nicht wie das geschaltet ist, vielleicht wäre es eine ziemlich dumme Idee eine Endstufe da dran zu hängen. Evtl. weiß da jemand anderes besser bescheid? Wenn das ohne Probleme ginge, dann müsste deine Frau da auch nichts weiter bedienen. Bliebe aber trotzdem ein "Kasten" mehr...

Mit Erfahrung bezüglich Selbstbau Monitoren kann ich leider nicht dienen. Aber bei dem Budget lohnt sich Selbstbau schon. Vielleicht mal im DIY Bereich anfragen?
armindercherusker
Inventar
#5 erstellt: 18. Jan 2007, 14:56
Moin HerrOhlson !

Gute Kompaktboxen ? ..... gekauft oder gebaut ?

Ich war lange Zeit auch zufrieden mit Selbstbau-Boxen.
Bis ich gemerkt habe, was eigentlich Klang bedeutet.

Und da muß ich aus heutiger Sicht sagen :
Selbst konstruieren bringt Spaß und auch Erfolge - aber der Aufwand ist unterm Strich höher als wenn ich gleiche Qualität kaufe.

( Selbstbauboxen zum Händler getragen habe ich aber nicht )

Gruß
HerrOhlson
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Jan 2007, 08:58
@horstilein
Ich denke, die Lösung mit der extra Endstufe scheidet aus. Da gibts preislich nicht wirklich interessantes am Markt und bei Ebay ist auch toteHose..
Selbst bei einer sauberen Integration in die restliche Anlage ist das aus optischen und Platzgründen ein NoGo..
Was meintest du denn mit der Stromversorgung ? Meinst du, dass das Netzteil ohnehin zu schwach ist für die versammelten Endstufen ? Da ich kaum wirklich laut höre, glaube ich das eigentlich nicht.
@arminiusdercherusker
Ich habe schon einiges selbst gebaut und war da immer zufrieden. Meine Rear-LS sind ein Paar Peerless Phönix, der Center ist ein Visaton und der Sub ebenfalls.
Allerdings habe ich gestern in der neuen Stereoplay den Bericht über die neue Nubert 381 gelesen und das verstärkt doch etwas meine Vermutung, dass ich mit dem Selbstbau zwar Spaß haben kann und auch mein Wunschfunier verarbeiten kann etc, aber dass ich klanglich und finanziell kaum gewinnen kann, denn die Margenvorteile im Einkauf und die Möglichkeiten der Klangoptimierung bei Nubert kann ich kaum weg machen oder ?
Erstaunlich ist es dennoch, dass es hier im Forum jede Menge Leute gibt, die behaupten mit Selbstbauboxen wie den MiniMonitoren die Qualität von Fertigboxen zu erreichen, die sonst tausende von Euronen kosten würden ...
Letztendlich muss mans wohl wirklich mal hören.
horstilein
Stammgast
#7 erstellt: 19. Jan 2007, 09:29
Nix gegen Nubert, aber vertraue niemals einem Testbericht aus der Stereo(play), audio etc.
Ein 22 cm Chassis mit einer 25mm Kalotte zu kombinieren ist auch nicht gerade das wahre...

Ich habe mal bei speaker-online einen Monitor - Bausatz mit Vifa Bestückung gesehen der auch gut ins Budget passen müsste, leider haben die bis ende Januar geschlossen. Vielleicht kannst du ja später mal bei denen anfragen?
CarstenO
Inventar
#8 erstellt: 19. Jan 2007, 14:47
Hallo HerrOhlson,

ein guter Weg könnte ein aktiver Studiomonitor sein. Die kräftigeren Endstufen sind drin, sie spielen im sensiblen Mitteltonbereich i.d.R. sehr ehrlich und finden an den Vorverstärkerausgängen Deines AVR Platz.

Hier einige, die ich schon gehört habe:
http://www.thomann.de/de/event_tr8_aktivmonitor.htm
http://www.thomann.de/de/fostex_pm2_mkii.htm
http://www.thomann.de/de/krk_rp8.htm

Carsten
HerrOhlson
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Jan 2007, 16:56
@CarstenO
Danke für den Tipp. Die Idee hat wirklich Charme. Ich hatte schon beim Umstieg auf eine neue Anlage letztes Jahr mal mit AktivMonitoren geliebäugelt.
Was mich damals störte ist, dass die Boxen separat zugeschaltet (Strom) werden müssen (vermutlich gibts ja eine Zuschaltung bei Signaleingang, nur saufen die Teile dann wieder im Standby Strom ohne Ende. Mein Subwoofer will fürs Nichtstun 18W haben) und es hier im Forum auch Stimmen gab, die meinten das wäre problematisch außerhalb des Nahbereichs, die wären zu analytisch und wenig musikalisch..
Ein Arbeitskollege hat sich danach aber welche gekauft und vielleicht bekomme ich mal die Gelegenheit die zu hören.
Eine Alternative ist das allemal und ich denke nicht dass ein Monitor von Dynaudio grundsätzlich schlechter klingt als eine Focus..
Vermutlich sogar besser, denn die Chassis scheinen sehr ähnlich zu sein.
CarstenO
Inventar
#10 erstellt: 19. Jan 2007, 17:15

HerrOhlson schrieb:

Eine Alternative ist das allemal und ich denke nicht dass ein Monitor von Dynaudio grundsätzlich schlechter klingt als eine Focus..
Vermutlich sogar besser, denn die Chassis scheinen sehr ähnlich zu sein.


Du wirst Dich wundern, wie unterschiedlich die klingen!!
armindercherusker
Inventar
#11 erstellt: 19. Jan 2007, 19:31

HerrOhlson schrieb:
...ich denke nicht dass ein Monitor von Dynaudio grundsätzlich schlechter klingt als eine Focus....

Stimmt - die Crafft z.B. kling besser ( imO )

Die hat aber auch speziell konstruierte Tieftöner und Frequenzweichen ; ist von Außen halt nicht zu sehen.

Gruß
Jazzy
Inventar
#12 erstellt: 19. Jan 2007, 22:06
Hi!
Selbstbau kann schon eine Alternative sein.Allerdings Nachbau eines Vorschlages aus K&T oder HobbyHiFi.Ich habe für den PC z.B. 2Weger für 170,- Euro gebaut,welche wesentlich besser als vergleichbare Serienboxen für 300,- klingen.Optisch allerdings schlechter.Am PC wars mir aber egal.
LaVeguero
Inventar
#13 erstellt: 19. Jan 2007, 22:23
Hi!

Einen guten Wirkungsgrad haben JMLab Focal, Cabasse und Triangle. Allesamt aus Frankreich. Leider neigen alle auch zu einer gewissen Höhenbetonung.

Die Dynaudios sind tolle Boxen, haben aber keinen sonderlich hohen Wirkungsgrad.

Die Canton Vento 802 könnte da ein guter (und gleichzeitig extrem neutral abgestimmter) Mittelweg sein.
armindercherusker
Inventar
#14 erstellt: 19. Jan 2007, 22:26

LaVeguero schrieb:
...haben aber keinen sonderlich hohen Wirkungsgrad....

Was ist denn da schlimm dran ?

Gruß
LaVeguero
Inventar
#15 erstellt: 19. Jan 2007, 22:39
Da ist natürlich nichts schlimm dran. Aber der Threadsteller hat ja nach eben direkt nach kräftigen Boxen gefragt:


HerrOhlson schrieb:

Was ich also suche ist eine musikalische Kompaktbox mit hohem Wirkungsgrad


HerrOhlson
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Jan 2007, 12:34
Danke für eure Tipps. Ich habe gestern mal bei Thomann durch die Studiomonitore geblättert und ich denke, dass ist sicherlich eine Überlegung wert.
Was französische Boxen angeht, so habe ich mir im letzten Jahr mal ein Paar Cabasse Samoa angehört und war etwas entäuscht. Zunächst einmal war es ein echter Akt, das zu organisieren, die mussten extra bestellt werden und ich hatte zweimal eine kleine Rundreise von 80km zu absolvieren. Die Boxen haben mir nicht gefallen. Es fehlte deutlich an Brillianz, der Grundtonbereich war dagegen sehr gut. Vielleicht lag es auch an dem kräftig bedämpften Hörraum und bei mir würden die etwas brillianter klingen.
In Puncto Wirkungsgrad wären sie sicher interessant gewesen, wie auch z.B. die 806V von JmLab, aber die kriegt man hier auch nicht zu hören. Die Vento 802 gefällt mir sehr gut, ich habe sie mal im Mediamarkt im Vorbeigehen gehört, aber die Raumbedingungen dort sind so, dass man sich eh kein Urteil bilden kann.
Das ganze hier wird sich noch hinziehen, denke ich. Ich werde als Nächstes:
- Studiomonitore beim Kollege hören
- Bei Saturn in HH mal die Vento und Ergo 603 hören
- bei Hifisound in Münster beim nächsten Verwandschaftsbesuch die Harwood Monitore anhören.
- evt. bei Nubert eine 381 bestellen
- mit Glück bei ebay blind ein Schnäppchen schießen.

Ich meld mich wenns was Neues gibt.
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