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Suche warme Vollverstärker und CDP Kombi bis 1000€ je Gerät

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Beitrag
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Dez 2009, 14:29
Hallo!

Ich suche eine Vollverstärker- und CDP- Kombi für meine Focal Chorus 836 V Standlautsprecher.

Was die Wahl der Lautsprecher angeht lässt schon vermuten, dass ich kein Freund von analythscher Wiedergabe bin, sondern Musik gerne warm und emotional - manche würden sagen weichgespült - höre, mich gerne mitreißen lasse.

Was mir bei der Kombi daher wichtig ist:
- sauberes und präzises Bassfundament (die Focal hat einen schön trockenen Bass)
- gute Auflösung und Detaillierung im Hoch- und Mittelton
- warme Abstimmung (wegen der Raumakustik s.u.)
- sollten den emotionalen und mitreißenden Charakter der 836 unterstreichen

Ich habe die Focal schon an der 1500er Kombi von Denon und an der Evo2 Kombi von Creek gehört und muss sagen, dass die Denon mit den Focal gar nicht harmonieren im Gegensatz zu den Creek, die fand ich schon richtig gut.

Nun wollte ich mir gerne noch ein paar andere Kombis im Vergleich zu den Creek anhören und das am besten in ihrem späteren Lebensraum (akustisch leider nicht der günstigste):
- ca. 30m²
- Steinboden
- Holzdecke (kompensiert den Hallcharakter des Bodens etwas)
- 2 Wände mit Fenstern
- ca. 2m breite (eigentlich immer offene) Schiebetüre mit Ankopplung ans Esszimmer
- spartanische Einrichtung

Um möglichen Hallproblemen vorzubeugen, sollten die Verstärker daher eher warm abgestimmt sein.

Was könnt ihr mir denn da in der Preisklasse von max. 1000€ pro Gerät so empfehlen?
Der Preis darf gerne darunter bleiben und auch etwas gebrauchtes is durchaus vorstellbar.


Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus!


Viele Grüße
Markus
xutl
Inventar
#2 erstellt: 01. Dez 2009, 14:35

DerBöseGolf4 schrieb:
Was könnt ihr mir denn da in der Preisklasse von max. 1000€ pro Gerät so empfehlen?

ALLES, was Dir gefällt und im von Dir vorgegebenen Preisrahmen liegt.

Die Klangcharakteristik eines Verstärkers in der von Dir anvisierten Klasse (sofern überhaupt vorhanen / hörbar) hat einen um Größenordnungen geringeren Einfluß auf den Klang in Deinem Wohnzimmer, als das Zimmer selber bzw. dessen Einrichtung.

Ein dicker Perser auf dem Boden....
DAS macht einen DEUTLICHEN Unterschied.
Erik030474
Inventar
#3 erstellt: 01. Dez 2009, 14:46
Ein sehr musikalischer Vollverstärker wäre der HEED OBELISK, von der geringen Leistung sollte man sich nicht irritieren lassen. Bei Bedarf lässt der sich auch modular ausbauen und so in der Leistung steigern.

Ein sehr schönes Teil, auch vom Design, habe selbst den ION OBELISKen, einen Vorläufer.

Mit dem zusätzlichen DACtilus hättest du auch einen "perfekt abgestimmten CD-Player" dazu.

Gibt seit neuestem auch ein CD-Laufwerk, da entbehrt die Preisgestaltung jedoch jeglicher Grundlage.
jottklas
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 01. Dez 2009, 14:53

Erik030474 schrieb:
Ein sehr musikalischer Vollverstärker wäre der HEED OBELISK...


Was ist das denn? Ich dachte immer, ein Verstärker wäre ein rein technisch funktionierendes Gerät...

"Musikalität" würde ich mir dagegen von den Interpreten der Musikquellen und in gewissem Maße noch vom aufnehmenden Tontechniker wünschen.

Gruß
Jürgen
Erik030474
Inventar
#5 erstellt: 01. Dez 2009, 15:13
Sorry, wollte eigentlich schreiben: Ein Schönspieler aller oberster Kanone.

Dass ein Hifi-Stereo-Verstärker "musikalisch" ist versteht sich von selber!

lorric
Inventar
#6 erstellt: 01. Dez 2009, 15:17
Hi,

Creek hast Du schon entdeckt. Heed wurde auch schon genannt. Ich werfe jetzt noch Arcam in Rennen. Gebrauchte Diva A80, 85 oder 90 an einem CD 73, 92 oder gar 192. Die neuere Generation soll allerdings noch einen Touch "wärmer" klingen. Kann ich nicht beurteilen. Habe noch keine davon gehört.

Der A90 z. B. liefert das gesuchte Bassfundament. Imo ohne dabei den Rest zu vernachlässigen

Gruß
lorric
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Dez 2009, 15:20
Hi

Du suchst einen "warmen" Vollverstärker", dann schau Dich mal bei Class A AMP´s um, die werden schön warm!

Nein, mal im ernst, die klangliche Abstimmung eines Verstärkers wird Dich hier nicht wesentlich näher an dein Ziel bringen.
Hier solltest Du dir die Aussage von xutl zu Herzen nehmen und etwas an der Raumakustik ändern oder verbessern, das bringt viel mehr.

Der passende Lsp. in Bezug auf die Akustik und Aufstellung, kann hier noch eine Veränderung bringen, aber der Verstärker und die Quelle wohl kaum.
Ich kann auch nicht verstehen, warum Du für den AMP und CDP die gleiche Kaufkraft aufwenden willst als für die Lsp., das macht eigentlich wenig Sinn.

In diesem Sinne......

Saludos
Glenn
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Dez 2009, 15:37
Danke euch erst mal allen für die Antworten!

Ehrlich gesagt hätte ich auch NIE gedacht, dass die Zuspielhardware an einem Lautsprecher so viel ausmachen kann, wie ich es anhand des Vergleichs Denon/Creek erleben durfte!

Der Verkäufer war ebenso überrascht wie ich, wieviel besser (präziesier, detaillierter, einfach harmonischer) der Creek an der Focal geklungen hat, wirklich Welten besser - unglaublich!

Bzgl. der akustischen Verbesserungen...
Was wäre denn da in meinem Fall so zu empfehlen um Schadensbegrenzung zu betreiben?

Die Idee mit dem Hochflorteppich ist ja schonmal gut und war eh geplant.

Ansonsten wäre es sicherlich gut die Fenster abzuschirmen - richtig? Empfehlungen?


Vielen Dank und viele Grüße
Markus
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 01. Dez 2009, 16:00

DerBöseGolf4 schrieb:

Ehrlich gesagt hätte ich auch NIE gedacht, dass die Zuspielhardware an einem Lautsprecher so viel ausmachen kann, wie ich es anhand des Vergleichs Denon/Creek erleben durfte!

Der Verkäufer war ebenso überrascht wie ich, wieviel besser (präziesier, detaillierter, einfach harmonischer) der Creek an der Focal geklungen hat, wirklich Welten besser - unglaublich!


Der Glaube versetzt bekanntlich Berge und eine objektive Beurteilung macht nur Sinn, wenn der Vergleich an deinen Boxen und in den eigenen 4 Wänden stattfindet.
Aber okay, Du hast das so empfunden und daher möchte ich nicht weiter über den Verstärkerklang, ob exsistent oder nicht, weiter diskutieren, Dein Urteil zählt hier.


DerBöseGolf4 schrieb:

Bzgl. der akustischen Verbesserungen...
Was wäre denn da in meinem Fall so zu empfehlen um Schadensbegrenzung zu betreiben?

Die Idee mit dem Hochflorteppich ist ja schonmal gut und war eh geplant.

Ansonsten wäre es sicherlich gut die Fenster abzuschirmen - richtig? Empfehlungen?


http://www.r-t-f-s.de/

http://www.mbakustik.de/main.php

Saludos
Glenn
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 01. Dez 2009, 16:26
Danke für die Links Glenn, werde mir die Inhalte bei Gelegenheit in Ruhe zu Gemüte führen.

Falls jemand noch konkrete akustische Optimierungen für meine im ersten Beitrag beschriebene Wohnsituation hat, dann gerne her damit, genauso wie Alternativen zur Amp/CDP Kombi.


Viele Grüße
Markus
lorric
Inventar
#11 erstellt: 01. Dez 2009, 17:32

DerBöseGolf4 schrieb:
Falls jemand noch konkrete akustische Optimierungen für meine im ersten Beitrag beschriebene Wohnsituation hat, dann gerne her damit, genauso wie Alternativen zur Amp/CDP Kombi.


Habe auch absolut keinen optimalen Raum, ca. 35m². Auch Steinboden (Fliesen), wenig Einrichtung, kaum Dämpfung an den Wänden, zwei groß Fenster.

Kann Deine Erfahrung bestätigen, dass verschiedene Elektronik an LS jeweils ein geändertes Klangbild produziert. Und das in meinen eigenen 4 Wänden, an meiner Anlage und nicht in irgendwelchen Hörräumen.

Die Frage ist inwieweit man sich zum Sklaven von seinem Hobby machen lässt. Natürlich kann man noch einen Teppich hier und irgendwas anderes dort mit einbringen. Man kann aber auch gleich in einen Hörraum einziehen.

Wobei wir es hier noch relativ gut haben. Wenn ich daran denke was Car-HiFi-Freaks alles an akustischen Optimierungen versuchen *gg*

Viel Erfolg noch
lorric
Donld1
Inventar
#12 erstellt: 01. Dez 2009, 17:55
@DerBöseGolf4:

Hast Du noch weitere Verstärker gehört? Ich habe nämlich die gleichen Lautsprecher und suche anscheinend vom Klang her den gleichen Verstärker (zufällig auch in der gleichen Preisklasse) wie du. Ich möchte mir demnächst mal nen Unison Unico anhören. Mit ner Röhrenvorstufe könnte der Interessant werden. Weiterhin hat man mir, neben dem Heed, auch noch den Lector Zax-60 emfpohlen. Scheint aber ein nicht sehr weit verbreitetes Gerät zu sein. Wie genau hast Du denn den Creek emfpunden? An den hätte ich bisher gar nicht gedacht. Spielt er tatsächlich warm und voll mit nicht zu harten Höhen?

Grüsse
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Dez 2009, 19:01
@ Glenn: Klang bleibt natürlich immer eine subjektive Einschätzung, keine Frage!
Wie gesagt hat mich der subjektiv so sehr hörbare Unterschied auch sehr stutzig gemacht, aber umso positiver war ich natürlich überrascht.

@Iorric: danke für die subjektive Unterstützung
Deine Hörumgebung scheint wirklich sehr große Ähnlichkeit zu meiner zu haben.
Wie bist du denn mit dem Klang deiner Anlage zufrieden, hast du mit Hallproblemen zu kämpfen? Und hast du mir vllt. ein paar Tipps die ganze Sache etwas zu optimieren (Aufstellung, was eignet sich gut für die Fenster,...)?
Ich strebe auch nach einer Kompromisslösung, da ich den Raum nicht in ein Tonstudio verwandeln möchte - es ist und bleibt ein Wohnzimmer - und zudem sollte die Preis/Leistung stimmen.

@ Donld1: Ich habe den Creek leider nur in einem Hörraum bei Hifi Kemper in Ulm hören können, nicht bei mir zuhause, was schlichtweg daran lag, dass ich die Focals damals noch nicht bei mir hattte.
Die Creek Kombi war für mich einfach stimmig.
Der Bass war richtig schön trocken und die Höhen überraschend warm. Bei Creek war alles schön differenziert - man konnte alle Instrumente selbst bei schlechten Aufnahmen (Timbaland - Shock Value, geniales Album, leider total mies gemischt) hat sich die Musik einfach "gut" angehört und sofort zum "Mitwippen" angestiftet, wohingegen Denon nur "Brei" dargeboten hat.
Also ich würde die Creek Kombi auf jeden Fall mal an den Focal anhören, hat für mich sehr gut gepasst.

Da die bis jetzt genannten Alternativgeräte entweder über meinem preislichen Rahmen liegen (Heed) oder bei keinem Händler in meinem Umkreis aufzutreiben sind (Lector), wird es bei mir dann wohl die Creek-Kombi werden, werde sie mir aber zuvor mal für ein Wochenende ausleihen um mal vor Ort zu testen
Der Preis von gut 1500€ für beide Geräte zusammen ist halt schon heiß und die fehlenden Regler stören mich nicht, da die Abstimmung super zu meinem Geschmack gepasst hat.

Falls doch noch Ideen da sind -> gerne her damit


Viele Grüße
Markus
Erik030474
Inventar
#14 erstellt: 01. Dez 2009, 21:03

DerBöseGolf4 schrieb:
Da die bis jetzt genannten Alternativgeräte entweder über meinem preislichen Rahmen liegen (Heed) oder ...


Ich dachte, 1000 sind der Rahmen für den Verstärker??? Der OBELISK liegt bei 850, der DACtilus bei 400. Dazu ein 50 €DVD-Player und du bist bei 1300 statt der avisierten 2000 ...
lorric
Inventar
#15 erstellt: 02. Dez 2009, 09:09
Hi "böserGolf",

habe 2 Stauballergiker im Haus. Deswegen is nix mit Staubfängern am Boden oder an der Wand. Teppich ist ein NoGo. In einem Fenster ist eine Plisseeanlage und ein paar Orchideen davor. Das andere (Doppelflügel-Terassentür) hat leichte Gardinen davor.

Ich habe keine Hallprobleme, im Raum steht ein Monster von einer Ledergarnitur. Die dämpft ganz erheblich. Ich sollte noch erwähnen, dass der Raum auch extrem schlecht geschitten ist. Schräge Wände. Bei meinen Elac war das ein ganz schönes Gehampel. Habe lange an Aufstellung und Einwinkelung probiert. Das beste Ergebniss erzielte ich mit einer Einwinkelung bei welcher der Kreuzpunkt beider LS-Achsen hinter meiner Hörposition lagen. Dazu leichte Anhebung der Bässe. Damit war nicht nur die Hörposition gut, sondern der Raum wurde auch einigermaßen passabel mit Musik durchflutet.

Der Glücksgriff war dann der Umstieg auf die R7. Absolut unkritisch in der Aufstellung, benötigt kaum Einwinkelung und füllt den Raum sehr schön mit Musik. Wenn die es nicht gebracht hätten, wären die Duevel Planets der nächste Versuch gewesen.

Es kann also durchaus sein, dass Du Dich irgendwann doch von den Focal trennst. Natürlich bringt die Optimierung der Raumakustik viel, aber man kann dem auch mit Unterschiedlichen LS-Konzepten (Bauarten) begegnen. Gerade wenn man am Raum nichts ändern will oder darf.

Gruß
lorric
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 02. Dez 2009, 11:51
Danke für deine Ausführungen Iorric.

Viele Grüße
Markus
Donld1
Inventar
#17 erstellt: 02. Dez 2009, 12:44
HI,

ich habe mir jetzt mal einen Unison Unico P für 875.- bestellt. Mal schauen wie der passt.
lorric
Inventar
#18 erstellt: 02. Dez 2009, 12:53

Donld1 schrieb:
HI,

ich habe mir jetzt mal einen Unison Unico P für 875.- bestellt. Mal schauen wie der passt.


Glückwunsch. Bitte einen Hörbericht darüber. Das wäre nett.

Gruß
lorric
DerBöseGolf4
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 02. Dez 2009, 17:54
Kann mich Iorric nur anschließen, Glückwunsch zu dem feinen Teil.
Freue mich auch schon riesig über deine Höreindrücke an den 836 -> ein Eintrag in den Focal/JM-Lab Lautsprecher Thread wäre dafür vielleicht ganz sinnvoll

Viele Grüße und viel Spass!
Markus
Donld1
Inventar
#20 erstellt: 06. Dez 2009, 20:24
Hi,

habe mittlerweile einen Advance Acoustic MAP305DAII an meinen Focals gehört. Muss sagen, fands super. Der hat mir bisher deutlich am Besten gefallen. Schöner luftiger Klang, mit kräftigem Bass. Die Höhen nicht zu hart. Das einzige Problem das ich habe ist offentsichtlich eine Brummschleife mit dem Verstärker. Aber diese Woche sollte eigentlich noch der Unison kommen.

Grüsse
.TORN.
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 06. Jan 2010, 14:38
Ja wie sieht es denn aus? Irgendwelche neuen Eindrücke?

Ich betreibe die Chorus 836 mit einem Advance MAP 305. Bei einem Freund hängen sie am Unico. Das klingt schon ziemlich unterschiedlich, da der Advance auf Kraft ausgelegt ist und der Unico auf Feinheit (dunkler, mehr Mitten). Mir gefällt der Advance dabei besser da schwungvoller und kräftiger, aber das kann im Bass je nach Geschmack auch schon mal etwas zu viel werden. Der Unico kommt richtig ins Schwitzen, wenn man einen leisen Phono Preamp dran hängen hat und richtig laut hören möchte. Trotz der Wirkungsstärke der Focal ist der kleine Unico da ein bisschen schwach auf der Brust. Der Advance kann aufgedreht werden bis der Arzt kommt. Eher fallen die Fenster raus. Kleiner Nachteil dabei: die Lautstärke des Advance in Verbindung mit den Chorus lässt sich kaum fein einstellen - erst recht nicht über die Fernbedienung.

Mit einem Auge habe ich jetzt aber auch mal auf den Creek Evolution gespäht und frage mich, ob der die Bässe etwas stärker kontrollieren kann als der Advance?

Bitte berichtet mal von euren Erfahrungen.

Grüße

TORN
lorric
Inventar
#22 erstellt: 06. Jan 2010, 16:03

.TORN. schrieb:
ob der die Bässe etwas stärker kontrollieren kann als der Advance?

Zum Advance kann ich nix sagen, aber innerhab der Creek Reihe ist die alte Creek Classic bzw. Evo I kontrollierter im Bassbereich als der Evo II. Der kann schon mal zum "schmieren" neigen. Imo.

Gruß
lorric


[Beitrag von lorric am 06. Jan 2010, 16:08 bearbeitet]
Donld1
Inventar
#23 erstellt: 06. Jan 2010, 20:12

Lautstärke des Advance in Verbindung mit den Chorus lässt sich kaum fein einstellen - erst recht nicht über die Fernbedienung.



Ich betreibe die gleichen Focal mit einem DAII. Da gibt es keine Probleme mit der Lautstärkeregulation über die FB.
.TORN.
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 07. Jan 2010, 00:06
Wenn ich den CD-Player dran habe und auf Nullstellung einmal so kurz wie möglich auf den Lautstärke+ Knopf der Fernbedienung drücke, dann habe ich laute Zimmerlautstärke. Mache ich das nochmal, dann klopfen die Nachbarn. Dazwischen ist leider keine gezielte Lautstärkeauswahl möglich.

Irgendjemand hat mal behauptet, dass in den neueren 305DA IIer Geräten (meines gehört zu den ersten) bessere Potis verbaut wurden, aber das kann ich weder verifizieren, noch hilft es mir weiter. Auch soll Advance hier die Möglichkeit haben via Wiederstand nachzubessern, was sie mir gegenüber jedoch nicht einräumen wollten. Bei meiner Kombi ist definitiv die Fernbedienung hinfällig und auch manuell muss man sich ein wenig Mühe geben, die richtige Lautstärke zu treffen, wenn man nicht generell "viel zu laut" haben möchte. Betreibe ich den (leiseren) Plattenspieler, dann geht es manuell besser, aber per Fernbedienung immer noch zu hakelig.

Davon ab schicke ich das Gerät gerade zum dritten Mal ein. Grund hierfür ist die Qualität der Anzeigepegel (Staub, Statik, ungleichmäßige Beleuchtung, kompletter Ausfall) sowie das verbaute (unbefriedigende) Phonoteil. Schade eigentlich, denn der Klang ist ansonsten wirklich gut.

Vom Creek verspreche ich mir bessere Lautstärkebedienung, bessere (und brauchbare) Fernbedienung und keine Pegelanzeiger als Sollbruchstelle. Davon ab habe ich ohnehin schon einen externen Phono Preamp gekauft, weil der im MAP nichts taugt. Damals im Hörvergleich lag der Map in meinen Ohren ganz knapp vor dem Creek und das hauptsächlich wegen etwas mehr Druck im Bassbereich. Da hatte ich die Chorus aber noch nicht und so denke ich heute, dass der Creek die (geringfügig) bessere Wahl sein könnte. Vordringlich habe ich aber vor lauter Ärger mittlerweile die Freude am Map verloren und erhoffe mir vom Creek wieder neuen Spaß an der Musik.

Grüße

TORN


[Beitrag von .TORN. am 07. Jan 2010, 00:07 bearbeitet]
Donld1
Inventar
#25 erstellt: 07. Jan 2010, 06:51
Ich habe mein AA erst vor kurzem gekauft. Somit habe ich wohl einer der Neueren, die diese Probleme nicht mehr haben. Oder ich habe halt einfach Glück gehabt.

Grüsse
Laser12
Stammgast
#26 erstellt: 09. Jan 2010, 01:27
Moin,

DerBöseGolf4 schrieb:
Hallo!
Ich suche eine Vollverstärker- und CDP- Kombi für meine Focal Chorus 836 V Standlautsprecher.

Was die Wahl der Lautsprecher angeht lässt schon vermuten, dass ich kein Freund von analythscher Wiedergabe bin, sondern Musik gerne warm und emotional - manche würden sagen weichgespült - höre, mich gerne mitreißen lasse.



DerBöseGolf4 schrieb:
Ehrlich gesagt hätte ich auch NIE gedacht, dass die Zuspielhardware an einem Lautsprecher so viel ausmachen kann, wie ich es anhand des Vergleichs Denon/Creek erleben durfte!

Der Verkäufer war ebenso überrascht wie ich, wieviel besser (präziesier, detaillierter, einfach harmonischer) der Creek an der Focal geklungen hat, wirklich Welten besser - unglaublich!

Für mich klingt das ein klein wenig widersprüchlich: Es darf gerne weichgespült sein aber Präzision und Detailreichtum magst Du lieber.

Die Focal Chorus 836 V sind auch mit eher nüchtern wirkender Elektronik in Ihrer Begeisterung kaum zu stoppen. Ich habe die mal an der T+A R 1230 Elektronik gehört. Das war bei meiner Lautsprechersuche lange die Referenz für mich.

Da Dir der Creek gefällt, nehem ich die Geräte als Ausgangspunkt.

Willst Du in Richtung mehr Musikalität, wie auch die Focals spielen, schlage ich ATOLL 100 vor.

Willst Du mehr in Richtung Detailreichtum und Präzision, würde ich die Cambridge 740er anhören.

Die ATOLL Kombination hat für meinen Geschmack eine leichte Schwäche im Bass. Da ich überdurchschnittlich viel Wert auf Bass lege und die 836er nun wahrlich nicht an Bassarmut leiden, dürfte das passen.

Ich vermute, dass Cambridge in Deinen Ohren besser klingen könnte.
Donld1
Inventar
#27 erstellt: 09. Jan 2010, 07:58
@Laser12

Wie definierst Du musikalisch für dich?

Grüsse
Laser12
Stammgast
#28 erstellt: 09. Jan 2010, 10:28
Moin,

Donld1 schrieb:
Wie definierst Du musikalisch für dich?

warm, lebendig, spielfreudig.
Donld1
Inventar
#29 erstellt: 09. Jan 2010, 10:42
wie oben bereits erwähnt habe ich auch einen AA. Mit ihm bin ich sehr zufrieden. Ich stehe halt auch auf einen kräftigen Bass. Hat mich nur interessiert, da mir einige Händler auch den Atoll empfohlen hatten. Konnte ich aber hier nicht anhören. Deshalb bin ich beim AA geblieben.
.TORN.
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 09. Jan 2010, 13:06
Mir kommt nächste Woche ein Creek Evo2 und ein Naim Nait 5i ins Haus. Mal sehen wie die sich gegen den Advance MAP 305 DA II an den Focal 836 schlagen. Ich werde mal berichten.

Kräftigen Bass mag ich auch, nur übertreibts der MAP 305 ein bissi an den Focals finde ich. Allerdings trifft das eher bei mir auf CDs zu. Schallplatten tut der extra Bass manchmal ganz gut.

Grüße

TORN
Donld1
Inventar
#31 erstellt: 09. Jan 2010, 14:35
unbedingt berichten. Vor allem der Naim hätte mich interessiert.

Grüsse
.TORN.
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 15. Jan 2010, 14:22
So, die Geräte (Naim, Creek) sind heute morgen angekommen und ich habe sie gleich aufgebaut und angestöpselt, damit sie etwas vorglühen können. Nun 4 Stunden später - ich muss leider wie die meisten Menschen arbeiten - ist Mittagspause und ich habe einen "eine Minute Hörvergleich" via CD (einfaches Gerät der 300 Euro Klasse) und meine Focal Chorus 836 gemacht, nur um einen ersten Eindruck zu bekommen. Intensiveres Probehören erfolgt heute Abend mit der ganzen HiFi-Bande und natürlich werde ich dann noch mehr berichten.

Der Naim Nait 5i (neues Modell) ist ein Aussteller und schon etwas eingespielt.
Der Creek Evo2 ist ein Neugerät (nicht eingespielt).
Der Advance MAP 305 DAII ist aus der ersten Bauserie und schon 2 Jahre eingespielt.

Ausgepackt wirken sowohl Creek als auch Naim sehr wertig. Metallfront, gute Regler und Knöpfe. Besonders die digitalen Regler für Gerätewahl und Lautstärke des Creek sowie die digitale Anzeige - die dem Naim völlig abgeht - gefallen. Drehe ich den Lautstärkeregler des Naim etwas fester, dann kratzt der Lautstärkeknopf hinten am Gehäuse an einer Stelle. Nicht so schön. Greift man den Knopf vorsichtig, dann gehts auch ohne zu kratzen. Sollte in der Preisklasse eigentlich nicht so sein. Der Naim ist ein richtiges Leichtgewicht selbst verglichen mit dem Creek, der nun auch nicht wirklich schwer ist. Stellt man beide aufeinander, dann hat man etwa die Masse des MAP, jedoch noch nicht sein Gewicht (!).

Ein Blick auf die Rückseite verrät: Beim Naim wurde alles weggespart, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. So lassen sich Lautsprecherkabel nur über Bananenstecker anschließen. Der Creek bietet zusätzlich eine Schraubmöglichkeit, um die Kabel fest zu zurren. Am Creek sind dann auch mehr Anschlüsse als die kärglichen 4 des Naim. Die Fernbedienungen sind beide aus Plastik und nix dolles (beim Map aus Alu, aber ohne Bedienungsmöglichkeit der anderen Geräte wie CD, ...), wobei die des Creek eine gummierte Rückseite hat und in meinen Augen deutlich schöner aussieht. So auf den ersten Blick hinterlässt der Creek für mich erstmal den besseren Eindruck.

Jetzt wisst ihr das ja sicher schon alles und wollt wissen, wie das an den Chorus so klingt. Ich mach ja schon.

Test CD ist "Extra Muros" von Gianmaria Testa - eine excellente Aufnahme akustischer Musik mit Vocals. Getestet wird die erste Minute des ersten Tracks und entsprechend kurz formuliere ich die "Ergebnisse".

Erst der Creek. Klingt nett. Nach 2 Jahren MAP etwas weniger Bumms aus den Boxen, die ohnehin lebendig und dynamisch zu Werke gehen, kann erstmal nicht schaden. Auch die Höhen sind nicht ganz so hell. Hm, vielleicht auch nicht ganz so klar. Hm. Ok, nicht schlecht, aber jetzt auch keine Überraschung. Alles in allem trifft es "nett" eigentlich ganz gut. Die Focal machen auch so Schwung, ohne dass der Creek dazu wesentlich beitragen müsste/würde.

Jetzt der Naim, die ersten 5 Takte. Äh, hallo? Was ist denn das? Wo kommen plötzlich die klaren Höhen her? Und warum drückt der Bass so? Das war doch gerade noch nicht auf der CD? Das Klackern der Saiten auf den Stegen der Gitarre. Das Klavier schwingt. Die Stimme tritt hervor. Zugegeben ich bin überrascht. Sehr.

"Kann ja nicht sein" denke ich und stecke den MAP dran. Losgespielt und alles wie gewohnt. Der Bass drückt stark, die Höhen warm aber recht klar. Alles sehr kräftig und schwungvoll. Musikalisch aber plötzlich klingt alles nicht mehr ganz so präsent wie zuvor. Irgendwas fehlt. Drecksnaim.

Anschließend noch mal ein anderes Programm im Schnellverfahren (Mittagspause ist fast rum). Moderat (reine Elektronik mit bissi Stimme), Everlast (HipHop Beats mit Vocals), Rammstein (geradeaus voll auf die 12).

Der erste Eindruck bleibt. Der Evo2 ist geradezu vergessen und wird schon mal ein Stück beiseite geschoben. Erinnert mich sehr an den NAD C355 BEE, den ich mal kurz gehört hatte (nicht an den Chorus). Der Naim spielt luftig, dynamisch, schwungvoll und klar. Der MAP verführt ebenso zum Mitwippen, rummst auch ordentlich, löst aber nicht so gut auf. Beim Naim ist alles etwas klarer, feiner, sauberer. "Brillanter" fällt einem dazu ein.

Kurz und knapp. Im ersten Schnelltest gefällt mir der Naim richtig gut. Obwohl ich auch den MAP vom Klang her sehr gut finde, kommt er da nicht ganz mit. Klar, der MAP bietet für knapp 100 Euro weniger deutlich (!) mehr Ausstattung und auch viel mehr Kraft, die man aber mit den Focals wirklich nicht benötigt. Edit: Habe nachgeschaut und laut Liste kosten beide das selbe.

Heute Abend bekomme ich noch mehr Gelegenheit zum Reinhören und dazu noch ein paar andere Höreindrücke von Freunden. Allerdings so schwer es mir manchmal auch fällt, all die kleinen Unterschiede zu hören, so klar sind doch hier die Unterschiede zwischen den drei Geräten. Dafür hat es nur ein paar Takte gebraucht und ich denke, da wird sich heute Abend auch nicht viel dran ändern. Dennoch steht natürlich der Hörtest mit den süßen schwarzen Scheiben quer durch die Musiksammlung noch aus. Ich bin gespannt.

Na und mehr gibts erstmal nicht zu berichten.

Viele Grüße

TORN


[Beitrag von .TORN. am 15. Jan 2010, 16:20 bearbeitet]
distain
Inventar
#33 erstellt: 15. Jan 2010, 15:33
Was für ein Wahnsinnsbericht!
Was mich interessiert, möchtest du bei deinen Lspr. auch aufrüsten? Selbst finde ich die Chorus einfach sehr superb!


[Beitrag von distain am 15. Jan 2010, 15:35 bearbeitet]
.TORN.
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 15. Jan 2010, 16:41

distain schrieb:
Was für ein Wahnsinnsbericht!
Was mich interessiert, möchtest du bei deinen Lspr. auch aufrüsten? Selbst finde ich die Chorus einfach sehr superb!


Da ich kein Kind von Traurigkeit bin, gefallen mir die schwungvollen Focal Chorus 836 sehr gut. Freunde des analytischen Klangs werden an ihnen aber sicher weniger Freude haben.

Besonders gefällt mir an den Focals, dass sie mit Schmiss spielen und wirklich alles quer durch meine Lieblingsmusik aufspielen können: Elektro (sogar Industrial), Jazz, Rock, Metal, Hardcore, Etno, Wave, 80er, 70er. Vor dem Kauf habe ich drei Paar andere Boxen gehört die teurer waren und sicherlich bei Jazz die Stimmen noch etwas feiner modulieren konnten oder bei Klassik ein wenig besser orchestrieren konnten. Legt man dann aber mal eine der krachigen Scheiben oder eine schlechtere Aufnahme auf, dann klingt das auf vielen eher analytischen Boxen ziemlich schauderhaft. So erschienen mir z.B. bei der Klipsch vermutlich durch das Hochtonhorn schlecht aufgenommene Höhen als sehr zischelig. Auch die meist etwas matschigen Hardcoreaufnahmen klingen auf der Klipsch und auf feinen Klassikboxen nochmal eine Stufe schauderhafter.

Letztlich kommen mir die Focal als guter und schwungvoller Allrounder sehr entgegen und der Preis war schließlich auch ziemlich heiß. Viel höher werde ich bei HiFi preislich sicher für einige Zeit nicht gehen.

Allerdings wird meine Phono Kette noch etwas aufgestockt. Der Transrotor Zet1 ist gerade im Zulauf wie man so sagt und dann wird sich zeigen, ob mein Preamp noch ausreicht.

Auch über einen zumindest vernünftigen CD-Player denke ich nach. Da ich aber fast nur noch Schallplatten kaufe (wie früher einmal), ist mir z.B. der kleine Naim doch noch deutlich zu teuer.

Grüße

TORN

PS: Die ersten Versuche vom schwarzen Gold klingen vielversprechend, auch wenn hier der Unterschied der Verstärker ad hoc kleiner zu sein scheint. Vielleicht sind da der Cambridge Audio 540 Preamp oder mein eher bescheidenes System (Ortofon VM Red) oder meine Ohren der beschränkende Faktor. Umso gespannter freue ich mich auf den Zet1.
distain
Inventar
#35 erstellt: 15. Jan 2010, 16:53
Musikgeschmack ist fast identisch mit meinen und ich kann dir sagen, dass die Focal dafür natürlich top ist. Bei mir haben in einigen Nuancen (und designtechnisch) die Canton Vento gegenüber den anderen Kandidaten die Nase vorn gehabt.
Interessant finde ich die Analyse vom Naim! Schon sehr oft nur gute Kritiken gehört und wenn die noch ein vernünftiges Gehäuse hinbekommen würde, dann könnte man fast schwach werden.
.TORN.
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 15. Jan 2010, 17:10
Zugegeben waren die Focal bei mir ein Spontankauf. Ich konnte sie vorher schon ein Jahr bei einem guten Freund hören, der ähnliche Musik hört und sie sehr intensiv ausgesucht hatte. Als ich sie zum halben Listenpreis neu bekommen konnte, bin ich dann halt schwach geworden. Aber das wird jetzt schon zu off topic.

Das Naim Gehäuse finde ich eigentlich völlig ok. Wirkt sehr solide. Es überrascht halt, was aus der kleinen leichten Kiste heraus kommt. Dafür ist die Ausstattung halt sehr mager. Beim Advance hat man Ausstattung satt, bekommt dafür aber einen nicht ganz so sauberen Klang. Der Creek ist "nett" und brauchbar ausgestattet und macht einen feinen, soliden Eindruck, kann mich aber nicht begeistern - gerade im direkten Vergleich. Er ist klanglich das schwächste Glied in der Kette, aber das ist schon Klagen auf hohem Niveau.

Jedenfalls passen alle ganz gut zur Focal (wer tut das nicht?). Einen richtigen Fehlgriff kann man damit nicht machen, wenn mans schwungvoll mag.

Grüße

TORN
distain
Inventar
#37 erstellt: 15. Jan 2010, 17:13
Testest du heute noch weiter?


[Beitrag von distain am 15. Jan 2010, 17:18 bearbeitet]
.TORN.
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 16. Jan 2010, 01:20
So, einige Platten sind durch die Verstärker gesprudelt und auch noch ein paar CDs und wohl auch die ein oder andere gute Flasche Wein (natürlich in den Hals).

Zum Einsatz kamen unter anderem:
Heaven 17, Adam Ant, DAF, Einstürzende Neubauten, Jimi Tenor & Toni Allen, Frankie goes to Hollywood, Minimal Techno vom Label bpitch control sowie maximal Techno von Bonzai Records, The Faint, Michel Petrucciani solo am Klavier und in jazziger Begleitung, John Coltrane, Slipknot, Mulatu Astatke, Fad Gadget, Digitalism, Rammstein, Peter Fox, Johnny Cash, usw.

Meine Freundin kam heute geschafft von der Arbeit und ich habe sie direkt überfallen mit einer MAP-Creek-NAIM-CREEK Kombi. Entsprechend meinte sie dann zum MAP "Das ist aber ganz schön aufdringlich" - klar wenn man gestresst ist. Der Creek wurde dann mit "Weicher, weniger aufdringlich" empfunden und der Naim "irgendwo dazwischen?". Nach dem ersten Tee und ein wenig Entspannung kam dann nochmal der Creek. Diesmal mit "Kann das sein, dass der ein wenig langweilig klingt?". Ein wenig mehr Naim und MAP hat dann auch ihre Ohren gerade gerückt und den Naim auf den vorderen Rang. Ich habe extra die ganze Zeit nichts gesagt.

Freunde kamen zur Tür rein und meinten "Ne, mach den aus (Creek) und lass mal den andern hören!" und etwa 1 Minute später "Den kannste laufen lassen". Das war dann wieder mal - genau der Naim. Sie selber haben den Unison an der Chorus 836 zu Hause.

Letztlich ist es wohl so, dass der Creek die Bässe nicht so füllt und obenrum nicht ganz so klar herüber kommt. Insgesamt kommt das Tanzbein nicht so richtig in Schwung, auch wenn die Vorstellung nicht schlecht ist. Es ist eher entspannend aber plätschert auch mehr so vor sich hin.

Naim und MAP sind sich von der grundsätzlichen Marschrichtung deutlich ähnlicher. Mehr Bassfundament und mehr Höhen. Klarer, losgelöster und mehr Schwung. Dabei kommt der MAP etwas tiefer im Bass und ist da ein wenig voller, neigt dann aber auch gelegentlich zur Übertreibung. Starke Bässe "rumsen" ein wenig. Der Naim hat trockenere und differenziertere Bässe und ihm fehlt auch nicht ein gewisses Raum füllendes Bassfundament (wie teils dem Creek). Bei den Höhen wärmt der MAP ein wenig, während der Naim klar und dadurch fast schon "hart" wirkt. In den Mitten kann ich hauptsächlich die Stimmen beurteilen. Hier schafft es der Naim, ein klein wenig mehr die Stimme heraus zu lösen. Mit den klareren Höhen zusammen werden dadurch Stimmen sehr präsent.

Insgesamt klingt der Naim dadurch etwas brilanter und der MAP ein wenig deftiger und wärmer. Der Naim gefällt also und wird den MAP bei mir ersetzen.

Ich hoffe meine Beschreibung passt so einigermaßen, denn ich mache sowas nicht gerade jeden Tag. Unter vielen blumigen Begriffen der HiFi-Presse kann ich mir nicht wirklich was vorstellen und so mag es sein, dass ich den ein oder anderen Begriff anders verwendet habe als üblich.

Viele Grüße

TORN
.TORN.
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 17. Jan 2010, 20:26
So, noch ein kleiner Nachsatz. Heute kam noch ein weiterer Bekannter zum Hörtest vorbei und der favorisierte den Creek. Auch interessant. Er mag lieber den mittenbetonten Sound. Dort löst der Creek auch gut auf, ist aber am Bass und in den Höhen zurückhaltender. Für meine Ohren geht das nicht so nach vorn, aber anderen gefällts als "harmonisch" oder "natürlich". Wenn man also diesen Klang mag, ist der Creek möglicherweise die bessere Wahl.

Grüße

TORN

EDIT: Angebot entfernt.


[Beitrag von Hüb' am 18. Jan 2010, 09:22 bearbeitet]
lorric
Inventar
#40 erstellt: 18. Jan 2010, 08:06
Moin,

kann es sein, dass der Creeek mit der Zeit besser wird? Ich trau' mich jetzt fast gar nicht schon wieder "Einspielzeit" zu schreiben (da gibt's hier im Forum immer Haue für) aber soooo schlecht wie Du den Creek anfänglich beschreibst sehe ich den nicht.

Gruß
lorric
.TORN.
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 18. Jan 2010, 09:54
Einspielzeit mag sein, aber die ändert ja nicht grundsätzlich die Charakteristik eines Verstärkers.

Soooo schlecht beschreibe ich den Creek ja auch gar nicht. Ich denke eher, dass es hier um die Hörgewohnheiten und den Geschmack geht. Meine Boxen zeigen ja schon, dass ich kraftvolles Auftreten im Bass und helle Höhen bevorzuge. Der Creek kling auf Anhieb merklich anders (wie auch z.B. der kleine Unison) und der Naim trifft diesen Geschmack perfekt. Von daher beurteile ich rein subjektiv und spontan den Creek als "hm, nö".

Jemand, der mehr auf die Mitten hört und in den Höhen und im Bass etwas mehr Zurückhaltung schätzt oder gewohnt ist - also eine ausgewogenere Abstimmung bevorzugt, wird genau so sicher direkt den Nait oder den MAP als "übertrieben" rauswählen und vermutlich sehr zufrieden mit dem Creek sein.

Jetzt nach dem Wochenende würde ich sagen, dass Creek und Naim beide durchaus sehr gut auflösen, wobei sie aber unterschiedliche Klangwege gehen. Beide Geräte sind gut verarbeitet und leisten für ihren Preis einiges, wobei der Creek - wenn er klanglich gefällt - ja dann eine klare Preisempfehlung wäre.

Grüße

TORN
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