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Kaufberatung LS + AVR < 1000€

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koder
Neuling
#1 erstellt: 13. Apr 2016, 10:34
Guten Tag allerseits,

mal wieder ein Neuling mit Beratungsbedarf. Bräuchte überhaupt erstmal eine grobe Richtung, vielleicht helfen euch ja die folgenden Angaben, mir dabei zu helfen!

Besitze ich seit gefühlten Jahrzehnten Logitech-PC-LS, das wars. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, vielleicht mal etwas 'schöner' Musik hören zu können, und mein Idealbild hätte so ausgesehen: Möglichst von allen möglichen Quellen (TV, Radio, CD, DVD, iPhone/iPad über BT/Airplay, am besten auch noch PC über WLAN, irgendwie) abspielen zu können mit möglichst wenig Gerätepark. Somit bin ich dann auf AV-Receiver gestoßen, und wenn ich das richtig verstehe sollte das die richtige Richtung für mich sein.

Was LS anbelangt bin ich völlig unbedarft. Bei einer schnellen Amazonsuche kamen z. B. die offenbar hinlänglich bekannten Canton GLEs, die ich nun mal live im Laden gesehen (noch nicht gehört) habe. War dann doch etwas unschlüssig, ob diese "Größen"-Ordnung für einen wie mich nicht Perlen vor die Säue ist. Zudem, wie auch unten nochmal angedeutet, kann ich die LS eigentlich nur fast direkt (10cm oder so...) vor die Wand stellen. Hier wäre ich für eine Einschätzung oder jegliche Idee dankbar, was da Sinn macht, Regal, Stand, was ganz anderes...!

Fragebogen anbei, soweit ich ausfüllen konnte:

-Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
Ich dachte so an LS ~500, AVR ~300. Alles plus/minus. Nur vierstellig muss es nicht unbedingt werden, glaube das reicht zum Einstieg. Irgendein Discplayer müsste ja dann auch noch dazu.

-Wie groß ist der Raum?
Die Gesamtgrundfläche des Raumes sind ca. 30m², davon entfallen 6x4=24m² auf den Wohnzimmer'teil', um den es hauptsächlich geht, der Rest ist Flur und muss nicht toll beschallt werden. LS sollen an die lange Wand, Skizze s. u. Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass die Decken >3m hoch sind. Es stehen 2 Regale, ein PC-Schreibtisch, Eckcouch+Couchtisch im Raum, mit Teppich vor der Couch, ansonsten alles Parkett.

-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden? (eine kleine Skizze mit Aufstellungsort, Möbeln und Hörplatz ist sehr hilfreich)
Skizze angefügt. Abstand zur HP ca. 2,5m. Abstand zwischen den LS wären ca. 1,5-2m, viel mehr werde ich bei der jetzigen Konstellation nicht hinbekommen. Kann nicht einschätzen ob das ein Problem ist. Allerdings Fakt: Muss wohl oder übel sehr wandnah stellen!
http://i751.photobucket.com/albums/xx157/shuttle737/raum.jpg

-Sollen es Standlautsprecher, Kompakte, ein Sub/Sat System oder sonst was werden?
Da bin ich auf eure Expertise angewiesen. Rein vom Gefühl her will ich weder Surround, und auch keinen Sub. Habe jetzt erstmalig bewusst ein paar Stand-LS im Laden stehen sehen, wenn man das nicht gewohnt ist dann sind 1m hohe Kästen im Wohnzimmer schon ganz schöne Klopper. Weiß aber nicht was bei der gegebenen Raumgröße etc. angemessen ist.

-Wie groß dürfen die Lautsprecher werden?
Egal, was auch immer sinnvoll ist.

-Steht ein Subwoofer zur Verfügung? (wenn ja, bitte genau beschreiben)
Nein

-Welcher Verstärker wird verwendet?
Noch gar keiner. Aufgrund meiner Idealvorstellungen s. o. bin ich auf so etwas gestoßen wie VSX-830 oder vergleichbares, bin für Hinweise/Vorschläge dankbar.

-Was soll über die Lautsprecher gehört werden ?
80% Musik (CDs, FM-Radio, evtl. Streaming über Geräte s. o.), davon wiederum 80% Klassik, der Rest Rock/Pop/Jazz, nur nichts Elektronisches. Wenn's möglich ist soll auch der TV angeschlossen werden, da habe ich aber keine großen Ansprüche, solange es vielleicht eine Steigerung zu den eingebauten TV-LS ist.

-Wie laut soll es werden?
Da ich Nachbarn habe und keinen Club aufmachen will, benötige ich keine Schläge in die Magengrube. Eher ist mir wichtiger, dass ich auch mal bei Zimmerlautstärke 'gut' hören möchte (wenn das Sinn macht)

-Wie tief sollen die Lautsprecher kommen (Hz)?
k. A.

-Wird großer Wert auf Neutralität gelegt?
k. A.

- Welche Lautsprecher wurden bisher gehört und was hat daran gefallen/nicht gefallen?
Bislang noch keine, habe noch keine Richtung

-Wird auf irgend etwas Spezielles Wert gelegt (Breitbänder, Sub-Sat Kombination, geschlossene Bauweise, Anzahl der Wege, Hersteller, Aktivbox, Horn...usw.)
k. A.

- Standort + Radius (wg. Händler/Produktempfehlung + wie weit bist Du bereit zu fahren)
Frankfurt, Radius sag ich mal 30km. Will nicht unbedingt die halbe Republik abfahren.

Da mir sicherlich ein Probehören idealerweise in den eigenen vier Wänden empfohlen wird, wie soll ich das machen ohne Verstärker oder jegliches Equipment zu besitzen? Kann man einen mitausgeliehen bekommen...?

Was auch immer ihr für Fragen, Ideen oder Gedanken zu meinen geschilderten Voraussetzungen habt, schießt los!

Viele Grüße
koder


[Beitrag von koder am 13. Apr 2016, 10:38 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 14. Apr 2016, 23:04
Wenn dir Standlautsprecher zu groß sind, worauf würdest du denn Kompakte stellen können?

Generell kann man dir nur wie jedem anderen auch nur raten, erst mal probehören zu gehen, um herauszufinden, was deinem Geschmack entspricht. Http://av-wiki.de/ls-auswahl

Wenn du unbedingt ohne Probehören einen Tipp willst: http://saxx-audio.de

Als AVR einen einfachen Pioneer oder Denon.
JULOR
Inventar
#3 erstellt: 15. Apr 2016, 06:54
Händler findest du bei Google, in den Gelben Seiten oder hier: http://av-wiki.de/probehoeren#plz_6
LS im unteren Preisbereich gibt es auch bei Mediamarkt oder Saturn. Z.b. in dem großen Saturn in der Frankfurter City, dort glaube ich sogar auch eine breitere Auswahl.
koder
Neuling
#4 erstellt: 16. Apr 2016, 08:54
Guten Tag,

erstmal danke für die beiden Antworten.

Kompakte könnte ich eigentlich nur auf die TV-Bank links und rechts neben den TV stellen, wäre optisch dann recht eng. Stand-LS sind mir nicht 'prinzipiell' zu groß. Ich bin nur verunsichert wegen der sehr wandnahen Aufstellung und ob es sich lohnt für jemanden ohne jegliche Hör-Erfahrung in dem Segment.
Ich war inzwischen mal (leider nur kurz und diesmal noch ohne Probehören) bei den Hifi-Profis. Dort erwähnte man auch die Möglichkeit einer Kompaktanlage, was ich eigentlich überhaupt nicht in Betracht gezogen hatte. Auch meinte der Kollege, man könnte auch Stand-LS ruhig näher an die Wand stellen (oder wurde mir das nur wegen meiner offensichtlichen Unkenntis gesagt, weil es für mich evtl. keinen allzu großen Unterschied macht?).

Bei LS ging er eigentlich gar nicht auf konkrete Produkte ein, beim AVR allerdings schon: Nachdem ich ihm meine Wunsch-Eingangsgeräte nannte, riet er zu einem Yamaha-Produkt für 599 Euro, ich weiß leider nicht exakt die Modellbezeichnung, nach Googeln und Bildabgleich der Bedienelemente könnte es etwas in Richtung R-N500 gegangen sein.

Würde das irgendeinen Vorteil bringen gegenüber einem wie z. B. oben angedeuteten Pioneer für gut 300 Euro, der ja ebenfalls meine Wunsch-Eingänge unterstützen sollte, wenn ich richtig gelesen habe?

Noch etwas Grundsätzliches - ich will ja prinzipiell nur zwei LS anschließen. Die ganzen AVR sind ja offenbar häufig für 5.2 oder mehr ausgelegt. Gibt es da auch was Spezielles nur für Stereo oder ist das dann halt einfach normal, dass einige Outputs unbelegt bleiben?

Viele Grüße,
koder
Dirk_He
Stammgast
#5 erstellt: 16. Apr 2016, 09:31
-Generell muss man bei Händlern leider etwas skeptisch sein ob sie einem empfehlen was für sie am besten ist oder für dich.
-Stereo-Verstärker oder AVR kann herrlich kontroverse Debatten auslösen. Beides hat Vor- und Nachteile. Da du ja eventuell mit einer suboptimalen Aufstellung unterwegs bist ist die Raumeinmessung, welche es aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen nur bei AVRs oder extrem teuren Stereo-Verstärkern gibt, schon eine Überlegung wert.
-Standlautsprecher wandnah, naja. Definiere wandnah und Standlautsprecher. Bassstärkere Varianten werden halt potentiell dröhnen. Vielleicht sowas mit Subwoofer: ASW Opus
-Kompaktlautsprecher kannst du auf Ständer stellen und damit wie Stand-LS. Je nach Geschmack dann noch einen Subwoofer dazu. Ganz an die Wand ist aber auch da kritisch. Wie weit von der Wand geht denn (in cm)?
-Kannst du dein Bücherregal noch etwas wegrücken. Wandnah gilt in alle Richtungen und das wirkt so wie eine Seitenwand die auch entsprechend Abstand haben sollte.
koder
Neuling
#6 erstellt: 16. Apr 2016, 09:50
Hallo und danke für die schnelle Rückmeldung,

deiner Antwort entnehme ich, dass wenig gegen einen evtl. günstigeren AVR spricht. Einen Sub würde ich sehr gern vermeiden, wenn immer möglich.

Definiere wandnah, ich versuchs mal: Wenn man die Tiefe des LS berücksichtigt, bleiben modellabhängig vielleicht 20 bis maximal 25 cm hinten bis zur Wand. Weiter in den Raum stellen ist tatsächlich gerade unschön, außer ich überlege mir eine generell andere Möbelaufstellung. Zwischenfrage - da ich ja prinzipizell nicht unbedingt wahnsinnig laut hören möchte, ist das Dröhnen denn auch bei geringerer Lautstärke schon stark ausgeprägt?

Zumindest kann ich das Bücherregal problemlos noch weiter weg stellen, da sind noch ca. 80 cm Luft.
RheaM
Stammgast
#7 erstellt: 16. Apr 2016, 10:13
Hallo koder, wandnah und Standlautsprecher geht schon. gerne empfohlen werden die Dali Zensor 5. Die sind da ziemlich unkritisch und auch nicht so mächtig da nur ca. 80cm hoch. Aber etwas über deinem Budget. Preiswerte LS sind auch die Dynavoice, Saxx wurde schon genannt oder Q Acoustics, die kenne ich aber nicht. Prinzipiell bleibt aber das Problem, je mehr Bass die LS haben desto größer die Dröhngefahr.


[Beitrag von RheaM am 16. Apr 2016, 10:18 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#8 erstellt: 16. Apr 2016, 10:16
Im Gegensatz zur Mehrheit hier im Forum, die meint, dass ein Standlautsprecher nah an der Wand immer unerträgliches Gedröhne produziert, bin ich hier eher auf der Seite des Verkäufers.

Fakt ist, dass der Bass nah an der Wand verstärkt wird, aber deswegen muss es nicht zwangsläufig dröhnen, es hat sogar gewisse Vorteile: gerade wenn man leiser hört, ist etwas mehr Bass recht angenehm, und Kammfiltereffekte, wie sie mit Wandabstand auftreten, werden vermieden.


[Beitrag von Dadof3 am 16. Apr 2016, 10:16 bearbeitet]
Dirk_He
Stammgast
#9 erstellt: 16. Apr 2016, 10:24
Die Preise für die 2015er AVRs sinken gerade nochmal, da die neuen 2016er kommen. Zu günstig würde ich nicht gehen, aber mit 350 Euro solltest du ordentlich bedient sein. Denon AVR-X1200W oder Pioneer VSX-930 würde ich mal schauen.
Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine AVR. Das oftmals angeführte Argument gegen AVRs ist oft eine höhere Defektanfälligkeit auf Grund der etlichen Komponenten die verbaut sind. Wenn man ein Gerät für die nächsten 20 Jahre sucht, dann ist man mit einem Stereo-Amp vielleicht besser bedient, wobei ich dann bei Verbau von Streaming, Bluetooth, etc. schon nichtmehr sicher bin ob man das so halten kann.
Was die Lautsprecher angeht ist es immer schwierig. Geschmack und Raum. Dröhnen ist in gewissem Maß lautstärkeabhängig, aber was laut ist empfindet jeder anders. So ganz wirst du im Testen nicht drumherum kommen. Ich glaube halbwegs schlanke Stand-LS oder aber auch kompakte auf Ständern würde ich auch nicht zu schnell abschreiben. Da (kompakt) gibt es teilweise einfach mehr Klang (abgesehen von Basskraft) fürs Geld. Klingt gerade bei 80% Klassik nach einer für mich nicht unsinnigen Überlegung.


Edit: Bei mir dröhnt es (Stand-LS), wenn ich zu nah an die Wand gehe und etwas weiter aufdrehe, aber kann natürlich auch an den LS liegen. Weiter aufdrehen heisst für mich 50/98 bei meinen Denon AVRs.
Bei meinen Kompakt-LS unterstütze ich den Vorteil der Bassanhebung von wandnah aber absolut.


[Beitrag von Dirk_He am 16. Apr 2016, 10:35 bearbeitet]
ATC
Inventar
#10 erstellt: 16. Apr 2016, 14:06
Hallo,

frag doch mal nach ob du diese hier mal ausleihen kannst, machen die eigentlich übers Wochenende.
http://www.hifi-prof...oducts/Frankfurt0425

Sind für die angedachte Aufstellung auch nicht ungeeignet.

Schau ob du den Pioneer VSX 830 gleich mit dazu ausleihen kannst,
das wäre jetzt eine Kombi welche deine Vorgaben erfüllen sollte.
Wenn du kannst investier 100€ mehr und nimm den Pioneer VSX 930.

Gruß
Fanta4ever
Inventar
#11 erstellt: 16. Apr 2016, 21:16

Dadof3 (Beitrag #8) schrieb:
Im Gegensatz zur Mehrheit hier im Forum, die meint, dass ein Standlautsprecher nah an der Wand immer unerträgliches Gedröhne produziert

Das hängt ganz vom Lautsprecher, dem Raum und der gehörten Lautstärke ab.

LG
JULOR
Inventar
#12 erstellt: 17. Apr 2016, 06:01
Ist auch eine Frage des Budgets. Genau wie beim AVR. Bei unter 1000€ sind 600€ fürcden AVR zu viel. Und ob es immer Stand-LS sein müssen, auch wenn man für das Geld gerade mal die GLE bekommt - oder eben viele gute Kompaktlautsprecher, stelle ich mal zur Diskussion.
Tywin
Inventar
#13 erstellt: 17. Apr 2016, 08:05
Hallo,


Das hängt ganz vom Lautsprecher, dem Raum und der gehörten Lautstärke ab.




"Wandnah" ... ich meine bei der Stereoplay gelesen zu haben, dass sie bis zu 30cm Wandabstand als "direkt an der Wand" betrachten und 70cm dort noch als wandnah gelten ...

Die Verstärkung im Tieftonbereich durch "Wandnähe" (rundum), wird womöglich mit einer schlechteren Räumlichkeit der Reproduktion, einem unpräziseren Tiefton und Unschärfen in den höheren Tonlagen durch frühe/starke (seitliche) Schallreflexionen erkauft.

Ich verzichte daher - wenn möglich - gerne auf den vermeintlichen Vorteil im Tiefton. Da wird aber jeder andere Erfahrungen machen und andere Schwerpunkte im Rahmen seiner Möglichkeiten setzen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 17. Apr 2016, 08:20 bearbeitet]
Dirk_He
Stammgast
#14 erstellt: 17. Apr 2016, 08:55
Jetzt fängt das lustige Lautsprecherraten an.
Da wirst nur du dir selber helfen können.
Vielleicht mal noch ein Paar Optionen die du testen könntest (online ordern und bei nicht-gefallen zurücksenden).

Denon AVR-X1200W-B Ware

Dynaudio DM 2/6
Focal Chrous 706
ASW Genius 110 - B Ware
Wharfedale Jade 1
Magnat Quantum 803
Saxx CX30

Zum Eingrenzen wäre es natürlich gut, wenn du dir erstmal einige anhören könntest. Aber was hier man hier im Thema wohl auch klar durchlesen kann: Ob das was du beim Händler hörst, dann bei dir zu Hause so klingen wird ist fraglich auf Grund der ganzen anderen räumlichen Bedingungen.


[Beitrag von Dirk_He am 17. Apr 2016, 09:44 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#15 erstellt: 17. Apr 2016, 09:53

Tywin (Beitrag #13) schrieb:
"Wandnah" ... ich meine bei der Stereoplay gelesen zu haben, dass sie bis zu 30cm Wandabstand als "direkt an der Wand" betrachten und 70cm dort noch als wandnah gelten ...

So ist es auch - echte wandferne Aufstellung ist erst bei 2 Meter Wandabstand gegeben - hier treten dann Auslöschungen durch reflektierende Basswellen nur noch unter 43 Hz auf, wo sie faktisch keine nennenswerte Rolle mehr spielen. Das ist natürlich in normalen Wohnräumen so gut wie nie umsetzbar.

Die Bassanhabung setzt etwa ab 1 Meter Abstand ein. Auch das ist nur in wenigen Wohnräumen mit den Ansprüchen an Optik und Stereobasisbreite zu vereinen. Mit dem Effekt muss man also sowieso fast immer leben. Deswegen empfehlen die Studiomonitorhersteller in diesen Fällen ja auch die Flucht nach vorn und eine Aufstellung möglichst nah an der Wand.


Die Verstärkung im Tieftonbereich durch "Wandnähe" (rundum), wird womöglich mit einer schlechteren Räumlichkeit der Reproduktion, einem unpräziseren Tiefton und Unschärfen in den höheren Tonlagen durch frühe/starke (seitliche) Schallreflexionen erkauft.

Ich kann dir nur sagen, dass bei mir zuhause nichts davon zutrifft. Im Gegenteil, die Raumabbildung hat sich durch Aufstellung in den Ecken stark verbessert, und es dröhnt auch kein bisschen mehr (was übrigens auch die Messungen belegen).

Warum meinst du, dass die "frühen/starken (seitlichen) Schallreflexionen" ein Problem sein sollten? Sie dürften vielleicht sogar besser werden. Es ist bekannt, dass das Ohr Direktschall und Erstreflexionen erst bei erheblich größeren Verzögerungen unterscheiden kann. Daher ist keine Beeinträchtigung zu erwarten, wenn der Lautsprecher 20 cm statt 70 cm von der Seitenwand entfernt ist. Im Gegenteil ist es dann so, dass der Winkel zwischen Direktschall und Erstreflexion geringer ist und die beiden (Phantom)schallquellen nicht so weit auseinander liegen. Das könnte durchaus der Raumabbildung zuträglich sein (diese Schlussfolgerung ist aber nur eine These von mir und meines Wissens keine gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis.)

Ich will aus den Höreindrücken bei mir zuhause keinen Verallgemeinerungsanspruch ableiten, ich kann nur sagen, dass ich dort wesentlich besser Musik höre, seit die Lautsprecher in den Ecken stehen, weswegen ich dem Mantra der stets möglichst wandfernen Aufstellung abgeschworen habe. Wenn ich ein Foto von der Aufstellung posten würde, gäbe es hier sofort Aufschreie, dass das doch unerträgliches Gewummere gäbe und man so doch unmöglich Musik hören könne.

Das alles ist natürlich ein Exkurs und wir kommen vom Thema ab. Ich überlege seit längerem, dazu mal einen eigenen Thread aufzumachen, vielleicht nehme ich mir mal die Zeit.


[Beitrag von Dadof3 am 17. Apr 2016, 09:57 bearbeitet]
Dirk_He
Stammgast
#16 erstellt: 17. Apr 2016, 14:24

Dadof3 (Beitrag #15) schrieb:

Das alles ist natürlich ein Exkurs und wir kommen vom Thema ab. Ich überlege seit längerem, dazu mal einen eigenen Thread aufzumachen, vielleicht nehme ich mir mal die Zeit.


fand ich durchaus interessant!
Bei mir steht ein LS in der Ecke (je 40cm zu Rück- und Seitenwand). Der andere nur 40cm zur Rückwand, klang seltsam und ich hab nun ein kleines Schränkchen ebenfalls mit ca. 40cm Abstand daneben gestellt und -vielleicht Placebo- finde, dass es nun homogener klingt. Nur bei 20cm finde ich, dass das Dröhnen doch sehr zunimmt. Das sind aber nun alles subjektive Eindrücke und es nicht ganz unwahrscheinlich, dass der Glaube da mit am Werke ist.
ATC
Inventar
#17 erstellt: 17. Apr 2016, 16:22
Wichtig ist Symmetrie und nochmal Symmetrie.

Wenn du mit nem EQ oder DSP die auftretenden Überhöhungen gezielt rausnehmen würdest würde auch unter 20cm nichts mehr dröhnen.
Durch die Eckaufstellung erhält man ca. +6db im Bassbereich,
das alleine dröhnt meist noch nicht, oft sind da einfach noch raumbedingte Erhöhungen in bestimmten Frequenzbereichen welche dann zum Dröhnen führen können.

Manche Lautsprecherhersteller, auch Hifi, geben in ihrer BDA an die Lautsprecher besser mit gar keinem (seitlichen)Wandabstand aufzustellen (also direkt ran), als mit eher geringem Wandabstand (unter 1m),
weil dann das Gehirn dies besser verarbeiten kann, der sehr kurzzeitig verspätet auftretende Reflektionsschall stört nicht in dem Ausmaß wie bei geringem Wandabstand.
Dirk_He
Stammgast
#18 erstellt: 17. Apr 2016, 17:03

ATC (Beitrag #17) schrieb:
Wichtig ist Symmetrie und nochmal Symmetrie.

Wenn du mit nem EQ oder DSP die auftretenden Überhöhungen gezielt rausnehmen würdest würde auch unter 20cm nichts mehr dröhnen.


Das war mal ein "Versuch" ohne Audyssey Einmessung. Bei 40cm dröhnt es erst bei deutlich höherer Lautstärke als bei 20cm. Mit Audyssey hab ich nichts zu beklagen.
Wobei ich mir einbilde, dass es mit dem Schränkchen als Wandersatz auf der linken Seite (Symetrie in Ansätzen) auch mit Einmessung besser ist.
...aber ich weiss auch, dass mein Raum akustisch -gelinde gesagt- suboptimal ist.
Weiß nicht ob so Absorber was bringen würden und wieviel sqm nötig wären, zwingend hübsch ist das ja nicht.
ATC
Inventar
#19 erstellt: 17. Apr 2016, 17:10
Auch wenn du absorbierst,
ist Symmetrie zu beachten. Das ist leider bei unterschiedlichen Wandabständen nicht in jedem Frequenzbereich möglich.
Dadof3
Inventar
#20 erstellt: 17. Apr 2016, 19:53
Bei mir dröhnt es ohne XT32 auch mit 60 cm Abstand - und mehr als 60 cm geht einfach nicht.
Der Unterschied zur Eckaufstellung beim Bass ist dann ziemlich gering.

Nach der Einmessung klingt der Bass in der Ecke genauso sauber und zurückhaltend wie nach der Einmessung mit Abstand.
koder
Neuling
#21 erstellt: 19. Apr 2016, 10:49
Guten Tag,

erstmal danke wieder für die zahlreichen Antworten und die rege Diskussion über wandnah oder nicht

Es sind ja schon einige konkrete Anregungen gefallen, leider wirds bei mir die Woche nichts mehr mit Testen. Sieht wohl so aus als ob ich mir sowieso erstmal den AVR zulegen und mich dann der LS-Thematik widmen sollte, da das ja offensichtlich der Casus knacksus sein wird.

Eine speziellere Frage habe ich noch - derzeit betreibe ich einen Win10-PC - gibt es bei AVRs eine Möglichkeit, über WLAN Musik abzuspielen, über irgendein Programm, WMP, iTunes o. ä.? Konnte das auch aus Handbüchern nicht konkret herauslesen, v. a. nicht ob es definitiv LAN braucht oder ob es auch drahtlos ginge.

Ist bei Kompakten die ganze "Wandnah"-Problematik eine grundsätzlich andere als bei Stand-LS, sprich unkritischer?

Es darf natürlich auch sonst munter weiterdiskutiert werden

Gruß, koder
Dadof3
Inventar
#22 erstellt: 19. Apr 2016, 12:17
Die meisten heutigen AVRs stellen sich als DLNA-Renderer im Netzwerk bereit und können von jedem DLNA-Controller, also auch Windows-PCs, zur Wiedergabe von Musik von einem DLNA-Server (auch das kann ein Windows-PC sein) angewiesen werden.

Wenn der AVR WLAN eingebaut hat oder man einen externen Empfänger dran hängt, auch darüber (Kabel ist natürlich stabiler und verlässlicher).

Es gibt bezüglich der Aufstellung keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Standlautsprechern und Kompaktboxen, aber da letztere häufig weniger Tiefgang haben, regen sie Raummoden tendenziell weniger an. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an.
Dirk_He
Stammgast
#23 erstellt: 19. Apr 2016, 18:27
Also in der Theorie geht es (wurde ja schon gesagt). In meinen Räumlichkeiten ist der WLAN Empfang von AVRs (Denon und Pioneer) aber bescheiden gewesen. Die Lösung bei mir was dLan/Powerline Adapter. Kannst also WLAN erstmal testen und wenn es nicht geht würde ich bei Amazon Powerline Adapter ordern und testen.

Und @Dadof3: Solltest du dich irgendwann noch näher (in eigenem Thema) dem Thema "Wandnah" widmen wäre das zwar sicher kontrovers aber sehr interessant!
Dadof3
Inventar
#24 erstellt: 19. Apr 2016, 22:08
Ich schau mal, ob ich an einem der nächsten Wochenenden Zeit und Muße finde, meine Erkenntnisse und Messungen zusammenzutragen.
koder
Neuling
#25 erstellt: 25. Apr 2016, 16:54
Hallo,
danke für die vielen Antworten.
Eine kurze Zwischenfrage:

ATC (Beitrag #10) schrieb:

Schau ob du den Pioneer VSX 830 gleich mit dazu ausleihen kannst,
das wäre jetzt eine Kombi welche deine Vorgaben erfüllen sollte.
Wenn du kannst investier 100€ mehr und nimm den Pioneer VSX 930.

Ich habe mich jetzt nochmal nach den Unterschieden umgesehen - wegen was genau würdest du bei meinen Anforderungen eher zum 930 vs. 830 raten?
ATC
Inventar
#26 erstellt: 25. Apr 2016, 17:29
Schon allein wegen dem MCACC Pro, aber insgesamt ist er einfach das Gerät mit mehr Möglichkeiten, auch für die Zukunft,
ne Klasse drüber.
JULOR
Inventar
#27 erstellt: 25. Apr 2016, 19:54
Nach zwei Jahren ist jedes "zukunftstaugliche" elektronische Gerät veraltet. Bei dem schnellen Preisverfall lohnt es kaum, in die Zukunft zu investieren. Außer man weiß genau,was man sich bald anschaffen will. Und dass man den nächsten Trend auslässt.
Ich würde kaufen, was ich jetzt brauche.
Bei Lautsprechern sieht das anders aus. Da kann man langfristig denken.


[Beitrag von JULOR am 25. Apr 2016, 19:55 bearbeitet]
koder
Neuling
#28 erstellt: 25. Apr 2016, 20:47
Danke für den Input. Im Augenblick bin ich tatsächlich unsicher, ob sich meine Anforderungen zumindest in absehbarer Zukunft groß ändern werden, dass sich der große Bruder lohnt. Das kleine Modell scheint zu haben, was ich gern hätte. Aber ich werde mich nochmal damit beschäftigen und abwägen, ob sich die Investition für mich Sinn macht!
Dirk_He
Stammgast
#29 erstellt: 25. Apr 2016, 21:09
Naja, also das MACACC Pro Argument wäre auch meines. Den 830er hatte ich hier und würde dann eher etwas höher anraten. Kommt drauf an ob du gern und viel an Einstellungen rumspielst. Ist die Antwort "Nein", dann würde ich in die Mitte greifen und den Denon AVR-X1200W nehmen.
Das Argument von JULOR ist absolut valide. Aber wenn einen Verstärker mit Einmessung kaufen, dann doch einen der halbwegs (Mittelklasse) passabel ist. Da wären dann der Denon X1200W oder VSX-930 die Geräte der aktuellen Wahl. Die 2016er stehen schon in den Startlöchern, aber werden dann sicher auch erstmal teurer und wieviel die 2015er noch sinken...keine Ahnung.
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