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Sogenannte Fachhzeitschriften

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Autor
Beitrag
DrRock
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Dez 2008, 00:05
Hallo liebes Forum,
da alle abfälligen und lustigen Themen zum Thema
'Fachzeitschriften' meist schon älter als 2 Jahre
sind wird es mal Zeit für einen Neuen.

Ich bin ja noch relativ neu auf dem HiFi Gebiet,
und dachte mir so, kaufste dir doch mal das
Stereo Jahrbuch für 9,90€. Da hats jedemenge
Tests drin, kannste dir mal n Überblick verschaffen.
Hätte ich Dussel doch bloß meine Augen aufgemacht
und mir das Geld gespart.

Es mag sein das man mehrere Verstärker auseinanderhalten
kann, aber was da an blumigen Beschreibungen ventiliert
wird finde ich sehr lächerlich.
Wie gesagt einen teuren Topplayer von einem Billigen
unterscheiden, ok. Aber wenn jemand 50 Verstärker
am klang voneinadner unterscheiden kann, dann ab zu
'Wetten das'.
Genau, dahin sollte man diese ganzen Redakteure von
diesen Fachblättchen hinschicken. Mal sehen ob sie
ihre tollen Maschinchen auch noch erkennen wenn sie
nicht sehen welche Marke es ist und was es gekostet hat.

Und überhaupt, das zieht sich ja durch die Bank bis hin
zu Tonabnehmern für Plattenspieler. meiner Meinung
nach stehen so viele Variablen zwischen Tonabnehmer und
dem was aus dem Lautsprecher kommt, dass man den Abneher
allein kaum beurteilen kann.
Und allein die Unverfrohrenheit so etwas zu
veröffentlichen und den Leuten diese sogenannten Tests
als Fakt unter die Nase zu reiben bringt mich echt
fast an die Decke, naja davor beschließe ich meistens
doch lieber zu schmunzeln.

Im großen und ganzen sind die Testergebnisse immer recht
vorhersehbar und linear. Man bekommt wofür man bezahlt.
Wer eine Teure Anlage kauft, hat auch eine Bessere.
Man hört das vielleicht nicht aber man hat ja schließlich
eine Zeitschrift die einem das attestiert.
3rd_Ear
Inventar
#2 erstellt: 16. Dez 2008, 00:14

Dazu fällt mir ein:

Apfelkernverkäufer: "Kaufen Sie Apfelkerne! Davon wird man schlau! Nur 50 Cent pro Apfelkern!"

Apfelkernkäufer: "Geben Sei mir zehn"

(kaut die Apfelkerne)
(überlegt)
(überlegt nochmal)
(runzelt die Stirn)

"Verdammt! . Hätte ich mir ganze Äpfel für die 5 Euro gekauft, dann hätte ich jetzt Unmengen an Apfelkernen gehabt!"

Apfelkernverkäufer: "Sehen Sie?! - Es wirkt schon!"
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 16. Dez 2008, 10:41
Das Geld für "sogenannte" Fachzeitschriften spendet man wirklich besser dem Roten Kreuz. Das ist in sämtlichen Bereichen so: Hifi, Foto, Wanderschuhe...
Mag sein, dass es früher "besser" war, aber heute sind diese Blätter zu 90% reine PR-Veranstaltungen für die Anzeigenkunden. Ähnlich wie in der Politik gibt es in den Tests eigentlich nur noch Sieger. Die Analogie kommt nicht von ungefähr.
Aufgrund der Abhängigkeit von den Anzeigenkunden bleibt den Redakteuren kaum eine Möglichkeit, ihr Herzblut in Wallung zu bringen. Das liegt mehr an der Situation, weniger an der Motivation der Redakteure selbst. Viele würden bestimmt anders, dürfen aber nicht. Auch sind wissenschaftliche Tests von Geräten mit großem Aufwand verbunden. Wer kann sich den heute schon leisten?
Was bleibt also? Datenblätter abtippen. Und die schönen Fotos, die man so gerne anguckt: Der größte Teil sind Katalogbilder der Hersteller, die bekommt man schließlich umsonst für einen "tollen" Fachbericht.

Außerdem, in vielen Redaktionen fehlen schlicht und einfach die echten Fachredakteure mit einschlägiger Technikausbildung, bzw. es gibt zu wenige. Wer mit abgeschlossenem Ingenieurstudium findet schon den Weg in eine Redaktion? Da gibt es viel besser bezahlte Jobs. Der Fachredakteur muss ja beides können: Technik und Schreiben. Viele Techniker sind aber keine Schreib-Naturtalente, und viele Schreiber haben keine Ahnung von der Technik. Und über zwei Ausbildungen - Techniker und Journalist - verfügen die wenigsten.

Auch hier gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir fällt auf Anhieb die PC-Welt ein, die hat sich vor vielen Jahren einmal mit Microsoft angelegt. So etwas können sich nur Blätter mit hohen Auflagen leisten.
aloitoc
Inventar
#4 erstellt: 16. Dez 2008, 10:41
nenne mir eine "Fachzeitschrift" die objektive und nachvollziehbare Tests liefert?
Uwiest
Stammgast
#5 erstellt: 16. Dez 2008, 10:50

aloitoc schrieb:
nenne mir eine "Fachzeitschrift" die objektive und nachvollziehbare Tests liefert?


Test, auch wenn jetzt viele Hifi-Fans die Nase rümpfen. Viele deuten das Fehlen von blumigen Klangbeschreibungen als mangelnde Sachkompetenz.

Feuer frei!

Uwe
Rillenohr
Inventar
#6 erstellt: 16. Dez 2008, 11:07
Test ist wirklich noch eine der besten Publikationen. Ist allerdings auch keine Fachzeitschrift im engeren Sinne, sondern eben eine Testzeitschrift für die Verbraucherberatung allgemein.
gambale
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 16. Dez 2008, 11:08

Rillenohr schrieb:
Das Geld für "sogenannte" Fachzeitschriften spendet man wirklich besser dem Roten Kreuz. Das ist in sämtlichen Bereichen so: Hifi, Foto, Wanderschuhe...
Mag sein, dass es früher "besser" war, aber heute sind diese Blätter zu 90% reine PR-Veranstaltungen für die Anzeigenkunden. Ähnlich wie in der Politik gibt es in den Tests eigentlich nur noch Sieger. Die Analogie kommt nicht von ungefähr.
Aufgrund der Abhängigkeit von den Anzeigenkunden bleibt den Redakteuren kaum eine Möglichkeit, ihr Herzblut in Wallung zu bringen. Das liegt mehr an der Situation, weniger an der Motivation der Redakteure selbst. Viele würden bestimmt anders, dürfen aber nicht. Auch sind wissenschaftliche Tests von Geräten mit großem Aufwand verbunden. Wer kann sich den heute schon leisten?
Was bleibt also? Datenblätter abtippen. Und die schönen Fotos, die man so gerne anguckt: Der größte Teil sind Katalogbilder der Hersteller, die bekommt man schließlich umsonst für einen "tollen" Fachbericht.

Außerdem, in vielen Redaktionen fehlen schlicht und einfach die echten Fachredakteure mit einschlägiger Technikausbildung, bzw. es gibt zu wenige. Wer mit abgeschlossenem Ingenieurstudium findet schon den Weg in eine Redaktion? Da gibt es viel besser bezahlte Jobs. Der Fachredakteur muss ja beides können: Technik und Schreiben. Viele Techniker sind aber keine Schreib-Naturtalente, und viele Schreiber haben keine Ahnung von der Technik. Und über zwei Ausbildungen - Techniker und Journalist - verfügen die wenigsten.

Auch hier gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir fällt auf Anhieb die PC-Welt ein, die hat sich vor vielen Jahren einmal mit Microsoft angelegt. So etwas können sich nur Blätter mit hohen Auflagen leisten.


das kann man hier alles nur voll unterschreiben

die "Stereo" ist ein Paradebeispiel für ein Blatt, wo es vor Halbwissen und Voodoogläubigkeit unter den Redakteuren nur so wimmelt.... Der Leserschaft wird Monat für Monat der immerselbe Dünnsinn offeriert, aber es gibt dafür eben halt auch Kunden bzw Leser...
mroemer1
Inventar
#8 erstellt: 16. Dez 2008, 11:16
Aber als grobe Marktübersicht ohne lang im Internet suchen zu müssen taugt so ein Stereo Jahrbuch schon.
lumi1
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 16. Dez 2008, 11:21
Moin!

"Fachzeitschriften" zum Thema Hifi(Voodoo)/Heimkino(Spielzeug), von gaaaanz wenigen Ausnahmen abgesehen, spontan fallen mir nur zwei halbwegs brauchbare ein (AVS,AVFB), tragen wenigstens schon die richtige Bezeichnung;
das ist das beste an ihnen.

Ab in´s "Fach" für Papier-Sondermüll.
Und schön "flach" stapeln, daher der Spitzname "Flachpresse".


Wer ließt eigentlich noch diese meist durch und durch werbe-geschwängerten, im Rausch-Schwurbel-Müll formulierten besseren Toilettenpapier-Blätter?


MfG.
mroemer1
Inventar
#10 erstellt: 16. Dez 2008, 11:22
Ich, im Supermarkt aufem Weg zur Kasse, da bleiben sie dann aber auch liegen!
Highente
Inventar
#11 erstellt: 16. Dez 2008, 11:29
Es gibt jetzt für Journalisten von Technikmagazinen einen neuen Studiengang.Da muss man mal abwarten ob sich das auf die Kompetenz auswirkt.

http://fb03.fh-bonn-rhein-sieg.de/technikjournalismus.html

Gruß Highente
gambale
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 16. Dez 2008, 11:39

lumi1 schrieb:
Moin!

"Fachzeitschriften" zum Thema Hifi(Voodoo)/Heimkino(Spielzeug), von gaaaanz wenigen Ausnahmen abgesehen, spontan fallen mir nur zwei halbwegs brauchbare ein (AVS,AVFB), tragen wenigstens schon die richtige Bezeichnung;
das ist das beste an ihnen.

Ab in´s "Fach" für Papier-Sondermüll.
Und schön "flach" stapeln, daher der Spitzname "Flachpresse".


Wer ließt eigentlich noch diese meist durch und durch werbe-geschwängerten, im Rausch-Schwurbel-Müll formulierten besseren Toilettenpapier-Blätter?


MfG.

ach im Kiosk zum Ablachen als Realsatire einfach wunderbar..
fibbser
Inventar
#13 erstellt: 16. Dez 2008, 11:40
Moin moin,

vor gut 20 Jahren hatte ich diese Zeitschriften quasi verschlungen.
An deren Erscheinungstag, schnappte ich mit deren 4 (Stereoplay, Audio, Stereo und Hifi Vision), fuhr heim, machte die Anlage an und der Tag war gerettet

Ich ging nicht mehr vor die Tür bevor ich sie Alle durchgelesen, verschiedene Produkte in versch. Zeitschriften verglichen, viele Platten und CDs aufgelegt, eine Flasche Rotwein........hach, waren das noch Zeiten

Nachdem ich gut 15 Jahre nahezu weg war von HiFi, erinnerte ich mich letztes Jahr mal wieder an die Freuden vergangener Tage. So zog ich nun aus in die Weite Welt, zu erwerben eine Einzige der Gottesblätter..

Ich fand Eine an unserem lokalen Supermarkt (Tankstelle) in Form einer Stereo.

Also nix wie ab heim, Anlage an, CD drauf, Rotwein geholt...

ABER: Oh Schreck, es stellte sich keinerlei Wohlgefühl mehr ein. Im Gegenteil nach dem Lesen der ersten beiden Tests empfand ich innerliche Aggressionen

Der Stil in Schreibweise und Objektivität hatte sich in den letzten 1,5 Jahrzehneten dermaßen zum Negativen entwickelt.
Mein Anspruch auf einigermaßen objektive Information konnte nur ansatzweise, in Form der Info über die Marktverfügbarkeit neuer Geräte, erfüllt werden. Also ein schlechterer Katalog für viel Geld.

Fazit: Kommt mir nicht mehr ins Haus! Wenn ich diesbezüglich was lesen will, kaufe ich mir die HiFi-Bild, da habe ich wenigstens keine Erwartungshaltung und günstiger ist die auch

PS: Vielleicht versuche ich es nochmal mit Klang & Ton...kennt die jemand von heute?
Schili
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 16. Dez 2008, 11:51

Das Geld für "sogenannte" Fachzeitschriften spendet man wirklich besser dem Roten Kreuz.


Ui. Ist das nicht der Verein, der das für ein Wurstbrot gespendete Blut für ein Schweinegeld äußerst gewinnbringend weiter verhökert ? Aber das ist ja nicht Thema...


Der Fachredakteur muss ja beides können: Technik und Schreiben. Viele Techniker sind aber keine Schreib-Naturtalente, und viele Schreiber haben keine Ahnung von der Technik. Und über zwei Ausbildungen - Techniker und Journalist - verfügen die wenigsten.


Das ist zwar sicherlich goldrichtig - aber, sein wir mal ehrlich: grad für eine HiFi-Zeitschrift muß man als Redakteur nicht zwingend eine Edelfeder sein. Da reichen tatsächlich eher sehr durchschnittliche schreiberische Fähigkeiten, gepaart mit technischem Verständnis. Es ist kein investigativer Journalismus, man muß keine Geschichte erzählen. Es reicht im Grunde, Bedienungsanleitungen massenkompatibel in abwechslungsreichem Schriftdeutsch in ein wenig blumige Zeilen zu kleiden.

Und das klappt m.A.n. eigentlich ganz gut. Die Jungs und Mädels solcher Blätter stecken sicherlich in einem kleinen Dilemma: man ist werbeabhängig, muß aber Unabhängigkeit vorgaukeln.Heikel. Dazu giert der Leser nach Entscheidungsfindung. Oder Bestätigung. Was also tun, wenn neben einem erklecklichen preislichen Unterschied tatsächlich nur nuancierte klangliche Unterschiede vernehmlich sind ? Schwer,schwer.... :D. Wie verkauf ich´s dem Leser ?

Es ist sicherlich nicht ganz einfach für die Macher/Schreiber/Redakteure. Zumal die Luft durch die (technische Aufklärung) in einschlägigen Foren ein wenig dünner geworden ist. Leser Doof(also solch´ technische Laien wie ich z.B: )beginnt langsam aber stetig, irgendwelchen Klangpunkt-Tabellen nicht mehr unkritisch Glauben zu schenken.



[Beitrag von Schili am 16. Dez 2008, 11:52 bearbeitet]
lumi1
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 16. Dez 2008, 12:09

Ich, im Supermarkt aufem Weg zur Kasse, da bleiben sie dann aber auch liegen!

Ok, ich geb´s zu, das tu´ ich auch ab und an.
Sonst könnte ich ja nicht über den dünnsinnigen inhalt hier mitlästern...

Oder wenn ich mal mit Frauchen zu deren Arzt gehe;
der hat immer die "Video" rumgammeln, da lese ich auch schnorrerisch.
Dumm nur, das an dem Papier die Bazillen "kleben".
Da bekommt man von der Flachpresse auch noch Schnupfen....


MfG.
stefansb
Inventar
#16 erstellt: 16. Dez 2008, 12:17
HI,
so wie fibbser ist es mir auch ergangen, vor 22 jahren alle hefte gekauft, dann 18 jahre abstinenz, eine stereoplay gekauft, durchgelesen, und danach war die lektüre dieser hefte für mich erledigt.
was ich mir jetzt zu gemüte führe sind die diy-magazine hobbyhifi und klang+ton.
deutlich weniger geschwurbel, und deutlich mehr gut verständliches fachwissen.

gruss stefan
sm.ts
Inventar
#17 erstellt: 16. Dez 2008, 12:30
Hallo,

neuerdings gibts auch die Hifi-Stars, ist der image Hifi sehr ähnlich und recht unterhaltsam.
Audio und Stereoplay lese ich auch nicht mehr, zu oberfächlich und zuviel Sourround und so Zeugs.
STEREO ? Lese ich gerne, mir macht das "Geschwurbel" nichts aus wenn keine Steine oder Hollographen oder so beschrieben werden.
jottklas
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 16. Dez 2008, 13:04

sm.ts schrieb:

STEREO ? Lese ich gerne, mir macht das "Geschwurbel" nichts aus wenn keine Steine oder Hollographen oder so beschrieben werden. :)


Aha, und wo beginnt bei dir der Unfug?

Gruß
Jürgen
Schili
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 16. Dez 2008, 13:07
Bei manch´Beiträgen fühlt man sich doch gleich wie bei einem Templer-Prozess...

sm.ts
Inventar
#20 erstellt: 16. Dez 2008, 13:13

jottklas schrieb:

sm.ts schrieb:

STEREO ? Lese ich gerne, mir macht das "Geschwurbel" nichts aus wenn keine Steine oder Hollographen oder so beschrieben werden. :)


Aha, und wo beginnt bei dir der Unfug?


Der Unfug beginnt bei mir bei Chips die E-Smog absaugen, bei so Holzgestellen hinter den LS die angeblich das Klangbild viel räumlicher machen oder so "Sachen wie sie 4 Steps ahead anbietet. Als da wären blaues LED Licht für 450 Euro ( was es genau machen soll weis ich nicht mehr), ionisierte Granitplatten für CD`s oder LPßS für 380 bzw. 980 Euro, ect. Da hört für mich der Spaß auf oder fängt er an, je nach Sichtweise.
nanesuse
Stammgast
#21 erstellt: 16. Dez 2008, 13:18
Ja ja, die "Fachzeitschriften". Kaufe ich so gut wie nie; ich kann sie mir ausleihen. Interessant sind für mich manchmal die Musikrezensionen.

Die sog. "Tests" betrachte ich eigentlich eher als eine Form von Realsatire. Von echten Tests würde ich erheblich mehr verlangen als das, was da geboten wird. Dazu würden z.B. auch klare, offene Worte gehören über Haltbarkeit, über Probleme, über Macken und Zicken von Geräten usw.
Von Fachzeitschriften würde ich etwas ähnliches wie etwa den Ratgeber Technik in gedruckter Form erwarten - aber das könnte ja Werbekunden vergraulen.
Ich erinnere mich noch gut an eine Jubelarie in STEREOPLAY über den Cyberhome DVD 635. Dem Gerät wurde bescheinigt, es schöpfe zwar das Klangpotential von SACD und DVD-A nicht voll aus, sei aber auch in dieser Hinsicht schon sehr gut; Einstufung (selbstverständlich) in die "absolute Spitzenklasse".

Nun, den Kasten hatten wir auch mal hier. Er spielte keine einzige SACD fehlerfrei ab, und im Internet konnte man einiges dazu finden, daß es sich wohl um einen nicht behebbaren Serienfehler handelte.
Falls nicht ein Wunder geschehen war (oder Cyberhome ein ganz "spezielles" Exemplar an die Redaktion geschickt hatte), hat bei STEREOPLAY offenbar niemand etwas davon bemerkt. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob sich überhaupt jemand in der Redaktion näher mit diesem Schrotthaufen beschäftigt hatte, oder ob der Redakteur nicht einfach nur einen Werbetext von Cyberhome abgetippt hatte.
Über die vieldiskutierten Probleme mit Harman/Kardon habe ich auch noch nichts in diesen Publikationen lesen dürfen.

Vielleicht würden diese Blätter ihren Zweck besser erfüllen, wenn sie gleich in Rollenform auf weicherem Papier und mit Perforation gedruckt würden.

Vor der Lektüre von STEREO sollte man am besten ein Huhn schlachten, ein wenig Blut und Rum auf die Kabel spucken und sich in Trance versetzen; dann erschließt sich womöglich ein tieferer Sinn.

Zum Abschluß erlaube ich mir noch die Frechheit, mich selbst aus einem anderen thread zu zitieren, in dem es um sog. "Kabeltests" in STEREOPLAY geht:


Es geht nur um die Erzeugung von Unzufriedenheit und Zweifel, der die Geldbörsen öffnen soll.

Nichts fürchtet die Industrie doch so sehr wie den wirklich zufriedenen Kunden, der nicht weitersucht, der sich jahrelang an etwas erfreut, der nicht andauernd Neues kauft, der die Werbung ignoriert oder gar lächerlich findet, der nicht auf jede pompös angepriesene Schein-Innovation hereinfällt bzw. der in der Lage ist, zwischen Schein-Innovationen und echten Innovationen zu unterscheiden.
Die Industrie darf gar keine wirklich zufriedenen Kunden wollen; der ideale Kunde ist einerseits so unzufrieden, daß er ständig etwas Neues will (das Neue ist ja selbstverständlich besser als das Alte), aber doch andererseits auch wieder so zufrieden, daß er einem bestimmten Unternehmen die Treue hält.
Dieses merkwürdige, halb zufriedene, halb unzufriedene Zwitterwesen bringt mehr Umsatz und Gewinn als der wirklich zufriedene Kunde; für dieses merkwürdige Zwitterwesen gibt es die Marketing-Industrie, und auch gewisse "Fachblätter" sind, zumindest in bestimmter Hinsicht, ein geradezu notwendiger Bestandteil dieser Marktschreier-Industrie.



Gruß,
nanesuse
Magnuson
Stammgast
#22 erstellt: 16. Dez 2008, 13:29

Ui. Ist das nicht der Verein, der das für ein Wurstbrot gespendete Blut für ein Schweinegeld äußerst gewinnbringend weiter verhökert ? Aber das ist ja nicht Thema...


Hallo Schili,

du hast nicht die leiseste Ahnung wie viel Gutes das Rote Kreuz weltweit vollbringt. Und wenn du meinst du hast für dein Blut mehr als ein Wurstbrot verdienst, dann geh doch einfach zu den Anbietern die dafür Kohle rausrücken und stopf dich davon bei MCDoof voll.
Was meinst du was das Rote Kreuz mit dem Geld macht das sie dadurch einnehmen. Also die Menschen die ich kenne, welche fürs RK in Afrika und sonst auf der Welt unterwegs sind, sind dadurch alle nicht reich geworden.
Den Dieter Nuhr Spruch schenke ich mir mal zum Schluss!

Edit:

Und zum Thema, muss man diese Sau den immer wieder durchs Dorf treiben? Manche Menschen lesen die Zeitschriften gerne, andere mögen sie nicht und dürfen sich obendrein noch schlau dabei fühlen. So hat doch jeder was davon


[Beitrag von Magnuson am 16. Dez 2008, 13:41 bearbeitet]
RoA
Inventar
#23 erstellt: 16. Dez 2008, 14:27

Uwiest schrieb:

aloitoc schrieb:
nenne mir eine "Fachzeitschrift" die objektive und nachvollziehbare Tests liefert?


Test, auch wenn jetzt viele Hifi-Fans die Nase rümpfen. Viele deuten das Fehlen von blumigen Klangbeschreibungen als mangelnde Sachkompetenz.


Was nützt mir ein Blatt, daß Freizeitparks und Kondome mit der gleichen Inbrunst testet wie Waschmaschinen, wenn alle 6 Jahre mal ein HiFi-Gerät getestet wird?


[Beitrag von RoA am 16. Dez 2008, 14:28 bearbeitet]
jottklas
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 16. Dez 2008, 14:29

Magnuson schrieb:
Was meinst du was das Rote Kreuz mit dem Geld macht das sie dadurch einnehmen. Also die Menschen die ich kenne, welche fürs RK in Afrika und sonst auf der Welt unterwegs sind, sind dadurch alle nicht reich geworden.
Den Dieter Nuhr Spruch schenke ich mir mal zum Schluss!



Ist zwar OT, aber das DRK ist für seinen "Wasserkopf" (Verwaltungsapparat) bekannt, so dass z.B. von jedem gespendeten EURO 60 Cent in die eigene Verwaltung (Büromöbel etc.) fließen...

Gruß
Jürgen
Magnuson
Stammgast
#25 erstellt: 16. Dez 2008, 15:21
Darf man fragen woher du diese Zahl hast Jottklas?


Wiki schrieb:
Finanzierung [Bearbeiten]

Das Budget des IKRK wird zum größten Teil durch die Schweiz als Depositarstaat der Genfer Abkommen und deren Vertragsstaaten sowie die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, und in kleinerem Umfang durch internationale Organisationen wie die Europäische Union und durch Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen aufgebracht. Alle diese Zahlungen erfolgen freiwillig auf der Grundlage von Spendenaufrufen getrennt für die Bereiche interne Betriebskosten und Hilfseinsätze (engl. Headquarters Appeal und Emergency Appeals). Diese Aufrufe werden vom IKRK jährlich an Repräsentanten möglicher Unterstützer übergeben. Die Finanzplanungen des IKRK gelten in diplomatischen Kreisen aufgrund ihrer Gründlichkeit als Frühwarnsystem für humanitäre Krisen.

Das geplante Gesamtbudget für das Jahr 2008 beläuft sich auf etwa 1,09 Milliarden Schweizer Franken, der höchste Stand in der Geschichte des Komitees. Es verteilt sich auf 932,6 Millionen Schweizer Franken (ca. 85,2 Prozent) für Hilfseinsätze und 161,5 Millionen Schweizer Franken (ca. 14,8 Prozent) für interne Kosten. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr beträgt ca. 10,6 Prozent bzw. 1,0 Prozent. Mit einem prognostizierten Gesamtbedarf von 378,8 Millionen Schweizer Franken (43,0 Prozent) liegt der Schwerpunkt der Einsatztätigkeit wie in den Jahren zuvor in Afrika. Der Einsatz des IKRK im Irak ist mit voraussichtlichen Kosten von 107,3 Millionen Schweizer Franken dessen umfangreichste Mission, gefolgt vom Einsatz im Sudan mit 106,4 Millionen Schweizer Franken.

Klick

Da versucht man ein Loch von Unwissen zuzuschütten und schon kommst der nächste mit seinem Halbwissen anmaschiert
andre11
Inventar
#26 erstellt: 16. Dez 2008, 15:37
Hallo Gemeinde!

Ich oute mich jetzt mal als bekennender Abonnent der A... Zeitung.

Und sooo schlimm finde ich das gar nicht.
Obwohl auch ich zugeben muß (geht ja auch nicht anders, weil's stimmt), dass sich der Inhalt im Verlaufe der Jahre keineswegs zum Positiven verändert hat.
Die Inhalte sind durchaus flacher geworden und auch für mich immer schwerer nachvollziehbar.

Ich selber maße mir auch an (jetzt nicht steinigen, aber trotzdem weiterlesen), Unterschiede bei Komponenten hören zu können.

ABER: Das gelingt mir bei meiner eigenen Anlage. Bei Anlagen von Freunden wird das schon erheblich schwieriger.
Es ändern sich immer nur minimalste Kleinigkeiten und die kann man auch nur feststellen, wenn man immer die selbe Scheibe benutzt und das dann auch nur nach dem sonstwievielten Hören.

Wenn dann so eine Zeitung mir glaubhaft versichern will, das der in Heft 1 mit Platte A getestete Lautsprecher erhebliche Unterschiede zum in Heft 8 mit Platte D getestetem LS aufweist, ist das schon fragwürdig.

Eigenes Hören ist nach wie vor das einzig Wahre zur Meinungsbildung!

Aber dennoch bietet so eine Zeitung doch auch ein wenig Kurzweil und auch ein klein wenig Übersicht was der Markt, auch außerhalb des Mainstream, so hergibt.

Natürlich sind die aktuellen Jahrgänge längst nicht mehr so attraktiv wie früher.
Inhalt und Umfang waren da deutlich besser!

Gute Kontakte zum Händler vor Ort sind immer noch die besten Vorraussetzungen um mal vergleichen zu können.

Stupides Nachgeplapper von gesundem, angelesenem Halbwissen lese ich aber auch hier viel zu oft.
Wenn sich alle mal an das, schon weiter oben, angeführte Dieter Nuhr Zitat hielten, wäre manches deutlich einfacher
Die "Fachzeitschriften" nehme ich da aber auch nicht aus.

Aber wie Magnuson schon schrieb, ist eine gesunde Portion Toleranz, gepaart mit Objektivität, nun wirklich nicht das Schlechteste.


Gruß

André
Peterb4008
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2008, 15:54
Hey Andre

Sehr schönes Statement

Ich oute mich auch lese jeden Monat die Audio und Stereoplay
ups

Gruß Peter
jottklas
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 16. Dez 2008, 16:02

Magnuson schrieb:
Darf man fragen woher du diese Zahl hast Jottklas?



Habe sie kürzlich in einem Fernsehbericht gehört. War aber anscheinend nicht sauber recherchiert...
Geguugelt habe ich inzwischen, dass wohl nachweislich knapp 20 % bei zweckgebundenen Spenden als Verwaltungskostenanteil einbehalten werden. Bei nicht zweckgebundenen Spenden habe ich keine Zahl ermitteln können.

Gruß
Jürgen
Big-Screen
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 16. Dez 2008, 16:08
Achja, die unabhängige Fachpresse.

Wie wär es damit, seine Werbepartner in der Autobranche, Computerbranche, Werkzeugbranche, Genußmittel(Bier, Süßwaren,usw.) zu suchen. Dann könnte man über die Gerätehersteller herziehen wie man will.

Jetzt bloß nicht sagen, die schalten keine Anzeigen. Beim Fußball gibt es mehr Fremdbranchen als Sportartikelhersteller die da im Stadion oder in der Werbepause werben. Oder gibt ihr euer Geld nur für AV-Geräte aus?

Ganz toll finde ich, einen Test zu lesen über ein Gerät daß man selber besitzt, und merkt daß die das Gerät nie vor sich hatten beim "testen". Es werden Formate angegeben die das Gerät gar nicht kann usw... .

Am besten finde ich, daß es jetzt schon lange die Januarausgaben gibt. Redaktionsschluß war dann Ende November. Sehr aktuell.

Ganz selten finde man noch vereinzelt brauchbare Infos.


Als ich noch in der AV-Branche beruflich tätig war, habe ich oft nicht die Kunden dau bekommen selbst mal hinzugucken oder zu hören. Das Argument war dann immer: Im Test hat der aber nur 87 und der andere 88 Klangpunkte bekommen. Und dann wurde 1:1 der Test zitiert. Das der 88punktige doch mehr " hölzernen Korpus der Gitarre verleiht" als der 87er. Hätte ich gedurft, hätte ich mich totlachen können und den Kunden rausgeschmissen.

Ein Kunde hatte sich für eine Dynaudio und eine B&W interessiert und auch beide zu hause probegehört. Die B&W war damals "Testsieger". Er kam zurück, brachte die Dynaudio wieder und behielt die B&W. Ich fragte ihn also: Dann hat Dir wohl die B&W besser gefallen? Er Antwortete:Nein, die Dynaudio war besser! Hä? Er sagte dann: Die B&W wäre halt Testsieger und er hätte ein besseres Gefühl die zu nehmen.


[Beitrag von Big-Screen am 16. Dez 2008, 16:18 bearbeitet]
gambale
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 16. Dez 2008, 16:28

Big-Screen schrieb:
Achja, die unabhängige Fachpresse.

....Das Argument war dann immer: Im Test hat der aber nur 87 und der andere 88 Klangpunkte bekommen. Und dann wurde 1:1 der Test zitiert. Das der 88punktige doch mehr " hölzernen Korpus der Gitarre verleiht" als der 87er. Hätte ich gedurft, hätte ich mich totlachen können und den Kunden rausgeschmissen.

Ein Kunde hatte sich für eine Dynaudio und eine B&W interessiert und auch beide zu hause probegehört. Die B&W war damals "Testsieger". Er kam zurück, brachte die Dynaudio wieder und behielt die B&W. Ich fragte ihn also: Dann hat Dir wohl die B&W besser gefallen? Er Antwortete:Nein, die Dynaudio war besser! Hä? Er sagte dann: Die B&W wäre halt Testsieger und er hätte ein besseres Gefühl die zu nehmen.


das Problem ist ja oft, das in den Redaktionen oft auch nur Leute sitzen, die man leider nicht selten musikalische Dödel bezeichnen darf. Die verstehn weder was von Musik, noch musizieren sie selbst noch verstehen sie wirklich was von Klangfarben von Instrumenten oder können überhaupt strukturiert hören... dementsprechend lachhaft schwülstig fallen denn oft auch die Beschreibungen des Gehörten aus.
Da klingen die Saiten brillant und die Becken ziselieren und erstrahlen und ähnlich unsäglicher Quatsch. Diese Soße wird dann vom Handel übernommen und der Kunde wird damit dann auch infiltriert . Auf Hifi-Messen kann man diese unreflektierte High-End Verbalsoße dann bis zum Erbrechen "genießen"...


[Beitrag von gambale am 16. Dez 2008, 16:29 bearbeitet]
RoA
Inventar
#31 erstellt: 16. Dez 2008, 16:44

gambale schrieb:
Die verstehn weder was von Musik, noch musizieren sie selbst noch verstehen sie wirklich was von Klangfarben von Instrumenten oder können überhaupt strukturiert hören.


Das fällt insbesondere bei den Plattenrezensionen auf. Manchmal fragt man sich wirklich, was die denn da gehört haben wollen und wo die Expertise ist. Dazu passt es denn auch, wenn die neue Metallica von der Stereoplay mit 7-9 Klangpunkten als audiophil eingestuft wird.
Peterb4008
Inventar
#32 erstellt: 16. Dez 2008, 17:02
Hey Roh

Ok mit der Metallica Aufnahme stimme ich Dir zu.

Aber Ich möchte nicht wissen welche Betäubungsmittel

bei der Plattenrezensionen genommen wurden.

Gruß

Peter
aloitoc
Inventar
#33 erstellt: 16. Dez 2008, 18:58
also wenigstens die CD Kritiken finde ich bei der Stereo fümeinen Geschmack nachvollziehbar. Dies geht mir bei den Blättern aus dem Motorverlag nicht so.
Ist aber Geschmacksache
DrRock
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 16. Dez 2008, 19:52
Kritiken zu CDs lese ich meistens
dann wieder in einschlägigen Heftchen
also in meinem Fall RockHard und ähnliches.

Bei diesen Zeitschriften sind es oft freie
Mitarbeiter die CDs bewerten. Naja, das kann
gut aber auch schlecht sein, je nachdem ob man
es mit einem eingefleischten Fan zu tun hat
der die neue Scheibe seiner Lieblingsband
hört oder jemand der diese Band noch nie leiden mochte.

Am besten verschaft man sich im Plattenladen
oder MySpace einen eigenen Eindruck.
Das ist bei teurer HiFi Hardware oft nicht ohne
weiteres möglich.

Wie schon oben erwähnt bekommt man wofür man bezahlt,
das heißt nahmhafte HiFi Marken bieten in der jeweiligen
Preisklasse wohl Produkte mit ähnlichen Eigenschaften an.
Ab Preis X gibts ne Metalfront und Symetrische Aufbau,
Ab Summe Y Relaisschaltung und komplett vergoldete Anschlüsse. Dazu zahlt man noch den Markenzuschlag
(Der bei manchen Marken wohl sogar den größten Teil ausmacht)
Ein Großteil der Kaufentscheidung wird vermutlich über
Image der Marke und Aussehen der Produkte getroffen.

Aber das ist ja nicht schlimm. Das ist glaub überall so.
Ich fotografiere auch ganz gern, daher kenne ich auch
einige Fotoheftchen. Aber so viel heiße Luft wie jetzt
in meinem Fall bei der 'Stereo', kombiniert mit dem
Anspruch 'geballte Kaufberatung' zu bieten hab ich noch nie
gesehen.
DrRock
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 16. Dez 2008, 20:06
Nebenbei drängt sich mir ncoh die Frage auf, wie eigentlich die Produkte getestet werden. Ich vermute die HiFi-Blättchen bekommt die Hardware zum Test für einige Wochen ausgeliehen.

Oder stapeln sich in den Kellern Redaktionen Generationen
von HiFi Spielsachen.
Das wäre dann ein Grund selber ein solches Heftchen zu verlegen ;-)
andre11
Inventar
#36 erstellt: 16. Dez 2008, 20:13
Du bringst es fast auf den Punkt!

Alles ist personenabhängig!

Das ist nicht nur bei unseren Hifi Zeitung so, sondern auch bei Musik Magazinen (ich blättere gelegentlich im Rolling Stone), Foto, Auto, Motorrad und was weiß ich, was es noch alles so gibt.

Ob sich die Qualität einer Hifi Komponente nun an der Alu Front, oder dem Ruf festmachen läßt, wage ich jedoch zu bezweifeln.
Sicher kann sich ein Großserienhersteller andere Preise erlauben, als ein Kleinhersteller und bietet vielleicht sogar gleiche Ergebnisse.
Bein Kleinen bezahlt man sicher viel direkter die Entwickler, oder auch Philosophien, aber dafür kann man sich auch seinem Klangideal viel besser nähern.
Was einem dieser "Spaß" Wert ist, muß dann jeder für sich selber entscheiden.

Und wie ich bereits geschrieben habe, ist der beste Weg immer noch der Händler vor Ort, egal welcher Branche.

Wenn man aber die Zeitschriften eben genau als solche sieht, nämlich als "Zeitschriften", relativiert sich doch alles.

Und so uninteressiert scheinen wir ja an anderen Meinungen nicht zu sein, oder?
Jedenfalls gehe ich bei Leuten, die sich an Foren beteiligen davon aus.

Beste Grüße

André
sun2down
Neuling
#39 erstellt: 16. Dez 2008, 21:41
Hallo zusammen!

Ich möchte der Diskussion mal eine neue richtung geben, muß dazu aber auf hörensagen zurückgreifen.

Der Händler meines Vertrauens erzählte mir während eines Vergleichshörens, er hätte mal einen Redakteur einer HiFi-Zeitschrift (Namen nannte er nicht) als Kunden gehabt und fragte diesen, wie denn die Testergebnisse gewöhnlich zustande kämen, da er sie in seinem Geschäft nicht nachvollziehen könne. Die übliche Vermutung, es müsse wohl am Druck und der Abhängigkeit von den Werbekunden liegen, konnte er natürlich nicht unerwähnt lassen.
Der Redakteur antwortete darauf, dass dies gar nicht das große Problem sei, viel schlimmer seien die Käufer der Zeitschrift selbst. Denn die wenigsten, die gerade tausende Euro in ihre neue Superanlage gesteckt haben wollen lesen, dass sie Müll gekauft haben. So entstehen Testberichte wider besseren Wissens und der Redakteur geht zum selben Händler wie ich und kauft eben nicht, was er soeben hochgejubelt hat.

Ich empfand das als einleuchtend, daher stimme ich nicht in der Chor ein, der alle Redakteure für unterbemittelt und durch Werbekunden korrumpiert hält.
andre11
Inventar
#40 erstellt: 16. Dez 2008, 22:29
Klingt lustig, aber woher weiß denn die Zeitung was der Kunde gerade gekauft hat?

Oder sind automatisch alle teuren Geräte top in den Tests?

Was war zuerst da?

Die teure Anzeigenkampgne in der Zeitschrift, auf Grund derer der Kunde gekauft hat und nun einen super Test erwartet?

Oder wartet die Zeitung erst die Verkaufszahlen ab?

Was ist mit Modellen, die getestet werden, bevor sie im Handel sind?


Mir fallen noch mehr Sachen ein, die eine solche Behauptung ad Absurdum führen.
Dabei will ich keinen in Schutz nehmen.
Wie schon weiter oben mal geschrieben finde ich die Grundvorraussetzungen für Tests manchmal etwas schwammig, aber ich finde Dein Händler hat eine etwas gewagte Theorie.
cr
Moderator
#41 erstellt: 16. Dez 2008, 22:42

Das fällt insbesondere bei den Plattenrezensionen auf. Manchmal fragt man sich wirklich, was die denn da gehört haben wollen und wo die Expertise ist. Dazu passt es denn auch, wenn die neue Metallica von der Stereoplay mit 7-9 Klangpunkten als audiophil eingestuft wird.


Das war aber schon weiland (vor 2 Jahrzehnten) im Stereoableger FonoForum so. So manche klanglich als Überflieger eingestufte CD hatte ärgste Mängel (übersteuert etc.)
Don-Pedro
Inventar
#42 erstellt: 16. Dez 2008, 22:45
Tipp:

Image Hifi: Kritik auf den letzten Seiten von Jürgen Egger... zumeist köstlich!

Gruß
Rillenohr
Inventar
#43 erstellt: 16. Dez 2008, 22:55

andre11 schrieb:
Klingt lustig, aber woher weiß denn die Zeitung was der Kunde gerade gekauft hat?


Klingt nur im ersten Moment lustig. Die Zeitung muss das gar nicht wissen, weil man ohnehin nur positiv berichtet.
Der Hinweis auf die Leserschaft ist absolut plausibel. Niemand will etwas Negatives über das Produkt lesen, das er gekauft hat, also wird nur noch positiv berichtet. Eine Tendenz dazu gibt es jedenfalls. So ist der Leserschaft gedient und den Anzeigenkunden.
Zufriedene Leser steigern die Auflage, höhere Auflagen treiben die Anzeigenpreise in die Höhe, der Gewinn steigt, alle sind zufrieden: Leser, Anzeigenkunden (zwar nicht über die neuen Anzeigenpreise, aber über die Berichterstattung), Verlag.


[Beitrag von Rillenohr am 16. Dez 2008, 23:07 bearbeitet]
andre11
Inventar
#44 erstellt: 16. Dez 2008, 23:25
Sicher kann man solche Schlüsse ziehen, aber ich lese in solchen Blättern ziemlich oft auch kritische Töne (die ich, wie bereits gesagt, auch manchmal nicht nachvollzeihen kann).

Vergleichstest küren dagegen immer einen Testsieger.
Was ist denn mit den Verlierern?
Auch wenn es immer heißt "Gerät A ist in diesem, oder jenem Aspekt" besser, schlechter, anders, usw....
Werden die dann schlechter verkauft, weil (jemand schrieb es) die Leute auf Testsieger stehen?

Ich denke kritische Leser gibt es genug.
Objektive Meinungen auch.
Der Anteil am Gesamten mag sicherlich gering, wenn nicht zu gering, sein, aber das ist doch fast überall so, oder?

Und der kritische Leser, benutzt die Zeitung eben genau nach seinem Gusto.

Und Geld verdienen ist nun mal nicht verboten.

Aber Testergebnisse und Anzeigenvolumen zu vergleichen?
Könnte man mal 'ne Studie draus machen.

Bei Accuphase könnte man das fast glauben, aber denkst Du, dass in diesem Preissegment wirklich die Verkaufszahlen massiv gesteigert werden können?

Mein Händler hat die Marke auch im Programm.
Aber hier wird objektiv verglichen und beraten (Einzelfall?).

Auch das ist schon geschrieben - der Händler ist immer die letzte, sorry, die vorletzte Instanz.

Was der Kunde aus seinen Informationen macht, bleibt ihm überlassen.
DrRock
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 16. Dez 2008, 23:32
Rillenrohrs Hinweis ist schon irgendwo nachvollziehbar.
Angenommen da steht zB in einer Zeitschrift das
ein bestimmtes Teil wackelig montiert ist oder
einen anderen Mängel hat, wird der verwirrte Besitzer
evtl solange dran rummachen bis er den Mängel entdeckt hat
und das Gerät wutschnaubend zu seinem Händler zurückbringt.

Also ich für meinen Teil möchte nichts über meine Anlage
'lesen' sondern sie nur 'hören'. Wenn irgendjemand dann
daherkommt und aufgrund eines Artikels dranrummäkelt
kann er sich ruhig live bei mir vom Gegenteil überzeugen.

Was er mir dann vorwerfen könnte wäre dann das meine
Boxen für meine Bude völlig überdimensioniert sind.
Aber der Hinweis war ja schließlich leider keiner Zeitschrift
zu entnehmen.
Rillenohr
Inventar
#46 erstellt: 16. Dez 2008, 23:54

andre11 schrieb:

Bei Accuphase könnte man das fast glauben, aber denkst Du, dass in diesem Preissegment wirklich die Verkaufszahlen massiv gesteigert werden können?


Nur wenn die Leute Kohle haben. Hifi-Geräte sind Luxus-Artikel. Gerade der Verkauf von Luxus-Artikeln ist abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage. Zuerst Brot und Socken, dann Trallala.
Wenn keine Steigerung möglich ist, dann will man die Marktanteile wenigstens halten. Das geht auch nicht ohne Schalten von Anzeigen.
aloitoc
Inventar
#47 erstellt: 17. Dez 2008, 08:55

Don-Pedro schrieb:
Tipp:

Image Hifi: Kritik auf den letzten Seiten von Jürgen Egger... zumeist köstlich!

Gruß



yepp! Hatte ich vergessen, allein dass ist's schon wert.
So viel satirische Begabung macht hier sicher einige neidisch
Highente
Inventar
#48 erstellt: 17. Dez 2008, 09:27
Ich lese sowohl die Stereo als auch die Stereoplay. Unsäglich finde ich immer die Reihentests..."bester Verstärker für 1000.-€" oder " 5 CD Player der Einsteigerklasse" etc. Hier wird vorgegaukelt das es signifikante Unterschiede Klangunterschiede zwischen den einzelnen Geräten gibt die, wenn überhaupt vorhanden, doch tatsächlich nur in feinsten Abstufungen vorhanden sind.Dazu kommen dann Test von tollem,vor allem teuren, Zubehör das ebenfalls signifikante Klangunterschiede bewirken soll.

Einzelgerätetests und schöne Fotos finde ich immer Klasse und lese ich gerne. Ich habe hierfür die Hifi&Records für mich entdeckt.

Seit ich die Magazine lese ist der Musikteil immer wichtiger für mich geworden.

Gruß Highente
ruedi01
Gesperrt
#49 erstellt: 17. Dez 2008, 14:37
Highente schrieb:


Unsäglich finde ich immer die Reihentests..."bester Verstärker für 1000.-€" oder " 5 CD Player der Einsteigerklasse" etc. Hier wird vorgegaukelt das es signifikante Unterschiede Klangunterschiede zwischen den einzelnen Geräten gibt die, wenn überhaupt vorhanden, doch tatsächlich nur in feinsten Abstufungen vorhanden sind.


…aber genau das ist es doch, was die Leute wollen, um daraus eine praktische Kaufentscheidung ableiten zu können.

Das machen doch mittlerweile (fast) alle Blätter so (die Hifi-Postillen schon seit ich denken kann). Guck Dir den Focus an (die Bild unter den Nachrichtenmagazinen). Der beste Rechtsanwalt, das beste Krankenhaus, die beste Geldanlage, News-to-use, das ist das Gebot der Zeit und hat Erfolg, sprich: macht Auflage....

Und wenn man gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, dann kann man bei aller pauschalen Lobhudelei auch durchaus die ein oder andere recht eindeutige Wertung herauslesen, zumindest, wenn der Autor seinen Job gut gemacht hat…

Die Problematik der gesamten Hifi-Branche, und das betrifft alle Beteiligten (Hersteller, Fachpresse, Händler und nicht zuletzt auch die Käufer) ist doch, dass es heute kaum noch echte qualitative Unterschiede gibt, zumindest wenn man einen gewissen Mindeststandard zu Grunde legt und Schallwandler mal ausklammert.

Über was sollen die Gazetten denn noch berichten, wenn eh alles auf nahezu gleich hohem Level ist?!? Und mit technischen Details will man die Leute auch nicht mehr langweilen, als unbedingt nötig…

Dabei böten sich eine ganze Reihe von Ansatzpunkten, wie man heute eine wirklich sinnvolle (Kauf)beratung zum Thema Hifi, bzw. Wohnen mit Hifi aufziehen könnte, als immer wieder die gleichen ermüdenden Vergleichstest zu CD-Spielern, Verstärkern, Zubehör, oder sonstiger Elektronik. Gute Ansätze sind ja auch hier und da durchaus vorhanden.

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 17. Dez 2008, 14:38 bearbeitet]
Skeptisch
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 22. Dez 2008, 18:34
Frau C. T. hat in - Stereoplay? - war aus der Bücherei - über den T+A MusicPlayer "R" geschrieben.
Praktisch nichts über die Bedienung, dabei wäre das wirklich ein Thema. Wie wählt man Titel aus, was ist mit der Fernbedienung - alles Fehlanzeige.
Nur "toll", "so muss es sein". Für mich wertloses Werbe-Geschwafel.
bigscreenfan
Stammgast
#51 erstellt: 22. Dez 2008, 19:03
Ich lese die Audio als einziges magazin mit schwerpunkt HiFi.Mir gefällt sie optisch und (meistens) auch Inhaltlich.Die Auswahl der Gerätestests finde ich sehr gelungen, wenngleich (wie bei den meisten anderen Magazinen auch) die hälfte der Zeitschrift aus werbung besteht.Generell finde ich sollte man den Tests in Fachzeitschriften mit einer gesunden portion Skepsis gegenübertreten. Ich habe selbst schon einige hochgelobte Testsieger und Referenzen gekauft und war dann ziemlich enttäuscht. Zur groben orientierung taugen sie aber meistens doch. Probehören oder Meinungen von Freunden und Kollegen (z.b. hier im Forum) sind allerdings meistens hilfreicher als jeder Test.

gruß Alex
Stereo-Paul
Ist häufiger hier
#52 erstellt: 23. Dez 2008, 03:39
ich habe eine frage: kann man denn nicht zumindest lautsprecher über messungen testen? ich meine, das wird hier im diy bereich doch auch gemacht? wäre das denn keine aussagekräftige methode?

:edit:
ich habe eine ausgabe von sonem diy audio heft hier, weil dort das "viech" drin war. und dort waren bei allen lautsprechern auch messungen dabei. ich weiß nicht inwiefern diese aussagekräfig sind, aber das scheint mir doch relativ objektiv zu sein.


[Beitrag von Stereo-Paul am 23. Dez 2008, 03:43 bearbeitet]
lumi1
Hat sich gelöscht
#53 erstellt: 23. Dez 2008, 09:19
moin!


ch habe eine frage: kann man denn nicht zumindest lautsprecher über messungen testen? ich meine, das wird hier im diy bereich doch auch gemacht? wäre das denn keine aussagekräftige methode?


Natürlich, wurde teilweise früher von einigen der Blätter auch getätigt, heute keine Ahnung.

Am besten man misst die eigenen LS unter den gegebenen Wohnraumbedingungen.
Oder bei den Blättern eben die Testprobanden unter annähernd gängigen Wohnraumbedingungen.

messungen im schalltoten Raum wiederum, genau so, wie heute auch viele LS bereits entwickelt werden, sind dsagegen weniger Aussage kräftig für reale Anwendungen zuhause.
MfG.
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