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Frage zur Impedanz

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Beitrag
Ravemaster24
Stammgast
#1 erstellt: 29. Jan 2004, 15:32
Haidihaido

ich stelle mir mal eine frage:
Es gibt im hifi bereich Impedanzen von 2 bis 16 Ohm
Warum gibt es das überhaupt?
Ich meine, kann man denn nicht z.b. einen standart setzen
z.b. auf 4 Ohm? Wozu die vielen Impedanzen?
Was hat das für enn grund?

Grüzi
Master_J
Inventar
#2 erstellt: 29. Jan 2004, 15:51
Ist ein Konstruktionsmerkmal, kein Qualitätskriterium.

Die Nenn-Impedanz gibt auch nur einen Wert an, der in gewissen Grenzen nicht unterschritten werden darf.
Z.B. heisst "4 Ohm", dass die Box an keiner Stelle im Frequenzverlauf weniger als 3,2 Ohm haben darf.

Gruss
Jochen
Ravemaster24
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jan 2004, 15:56
Ja das ist schon klar das es ein konstruktionsmerkmal ist aber warum stellen einfach net alle z.b einen 4ohm lautsprecher her und net der eine z.b. stellt nen 4 der andere 8 der andere 16....ohm her
warum das alles?
Wäre doch praktischer wenn alles 4 ohm hätte ob lautsprecher oder verstäker z.b. oder net?


[Beitrag von Ravemaster24 am 29. Jan 2004, 16:02 bearbeitet]
raw
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 29. Jan 2004, 16:20
gute frage!

würde ich auch gerne wissen...
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Jan 2004, 18:11
...auch wenn es blöd klingt, warum gibt es Rothaarige? Ich will nicht behaupten, dass Menschen mit roten Haaren unnütz sind. Aber bei Lautsprechern wäre es eigentlich nicht nötig, unterschiedliche Impedanzen zu verkaufen. Aber ich behaupte, solange es rothaarige gibt, gibt es auch unterschiedliche Impedanzen...
8 und 16 Ohm kann man allenfalls parallel betreiben, ohne eine Minimalimpedanz zu unterschreiten. Aus dieser Sicht ist eine Auswahl gar nicht schlecht. Was aber beachtet werden sollte, ist die Einhaltung der DIN-Forderungen, auch wenn diese älter sind als viele Foren-Besucher: Mindestimpedanz grösser als 0.8*Nennimpedanz.
Dann wüsste man, mit was man zu rechnen hat...
Cpt._Baseballbatboy
Inventar
#6 erstellt: 29. Jan 2004, 19:10

Ich will nicht behaupten, dass Menschen mit roten Haaren unnütz sind.


Da würde ich mich jetzt auch angegriffen fühlen

Ich denke mal, es wurde nur irgendwann mal eingeführt, um einen Anhaltspunkt zu haben. So kann/konnte man sich den Lautsprecher auch nach der Impedanz aussuchen, nicht das man einen 4Ohmer an einen Verstärker anschließt, der damit total überfordert wäre.

Gruß
Cpt.
PPM
Stammgast
#7 erstellt: 29. Jan 2004, 19:39
Hallo,
die Impedanz ergibt sich in der Tat aus der Konstruktion des Lautsprechers. Sie ist auch nicht linear, sondern verändert sich mit der Frequenz. Da der Antrieb eines Lautsprecherchassis neben einem Magneten auch aus einer Spule besteht, steigt die Impedanz mit der Induktivität dieser Spule zu hohen Frequenzen hin. Einen Impedanzpeak gibt es auch bei der Resonanzfrequenz eines Chassis. Auch die Bauteile einer Frequenzweiche beeinflussen die Impedanz. Dort gibt es wieder die Spulen, sowie Widerstände, die die Lautstärke der einzelnen Chassis aneinander anpassen. Werden dann auch noch zwei Basschassis parallel geschaltet, sinkt die Impedanz im Bass. Auch die Abstimmung einer Bassreflexöffnung sorgt für Schlenker im Impedanzverlauf. Insgesamt ergibt sich so im Impedanzverlauf eine Berg-und Talbahn. Wollte man eine standardisierte Impedanz (meinetwegen 4 Ohm) linear über alle Frequenzen erreichen, würde das erhöhten Bauteileaufwand in der Weiche bedeuten.
Patrick
Master_J
Inventar
#8 erstellt: 29. Jan 2004, 22:40
BTW: Nennt mir eine Box die mehr als 4 Ohm Nenn-Impedanz hat- nein, nicht die "4-8 Ohm"-Lüge...

Gruss
Jochen


[Beitrag von Master_J am 29. Jan 2004, 22:45 bearbeitet]
PPM
Stammgast
#9 erstellt: 30. Jan 2004, 08:00
Moin Master,

wie ist Dein posting zu verstehen? Was ist die 4-8 Ohm-Lüge? Die bezieht sich doch eher auf den Anschluß an den Verstärker (dann verstehe ich das auch als Lüge) als auf die Nennimpedanz (lustiges Wort, ne?) des Lautsprechers an sich! Daß der Impedanzverlauf eines Lautsprechers schwankt (und zwar nicht nur von 4-8 Ohm) ist keine Lüge sondern eine Tatsache.
Es gibt genug Lautsprecher mit mehr als 4 Ohm Nennimpedanz. Ich nenne mal Moth Audio Cicada mit 14 Ohm (typisch für Breitbänder) "Nennimpedanz" als röhrenverträgliches Extrembeispiel. Und was ist mit Lowther, Salabert? Alles hochohmige Chassis.

Patrick
Master_J
Inventar
#10 erstellt: 30. Jan 2004, 09:54
Klar, kann die Impedanz im Frequenzverlauf auch mal dreistellig werden.
Aber die Angabe auf der Box soll das Minimum angeben - da ist eine Bereichsangabe irreführend.

http://www.nubert.de/downloads/ts_38-39_impedanz.pdf

Gruss
Jochen
PPM
Stammgast
#11 erstellt: 30. Jan 2004, 10:53
So verstanden gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Die mit einer einfachen Zahl ausgedrückte Nennimpedanz (z.B. 4 Ohm) sagt auch wesentlich weniger über das Verhalten der Box am Verstärker aus, als die Schwankungen im Impedanzverlauf, die der Hersteller dem Kunden nicht mitliefert. "Bereichsangaben" kenne ich nur auf Verstärkern, auf Boxen wären sie unsinnig (machen Sie auf Verstärkern Sinn? Ich denke, nur aus versicherungstechnischen Gründen).

Viele Grüße

Patrick
wolfi
Inventar
#12 erstellt: 30. Jan 2004, 11:03
Hallo,
warum bauen nicht alle Autos mit der gleichen Höhe oder dem gleichen Gewicht - wäre doch bei der Konstruktion von Durchfahrten und Brücken sehr hilfreich, oder ?
Wie die Höhe des Autos ergibt sich eine Impedanz einfach bei der Konstruktion einer Box - PPM hat das bereits dargestellt. Die Impedanz einer LS-Box kann - je nach Frequenz - zwischen 1 Ohm und dutzenden hin- und herschwanken. Die sog. Nennimpedanz gibt nur die untere Grenze an, die nicht um mehr als 20 Prozent unterschritten werden darf. Insofern hat Master J mit seiner " Lüge " Recht, denn entweder liegt der niedrigste Impedanzwert einer Box bei 3,2 o d e r 6,4 Ohm, beides auf einmal geht halt nicht. Es gibt demgemäß übrigens auch 3 Ohm -, 5 Ohm- usw. Boxen. Entschliesst sich zum Beispiel ein Entwickler, bei seinem Produkt störende Resonanzen durch einen Saugkreis zu bekämpfen, sackt in diesem Bereich die Impedanz zusammen, entschließt sich ein anderer, zwei Bässe mit 8 Ohm parallel einzusetzen, um bei gleicher Stellung des Lautstärkestellers eine höhere Leistungsaufnahme und damit höheren Schalldruck zu erreichen, halbiert sich die Impedanz. So wie derjenige Konstrukteur, der ein Auto für den Transport von vielen Menschen baut, dieses größer plant als ein anderer, der für einen Sportwagen für zwei Personen entwirft.
Einheitsimpedanzen führten zu Einheitsboxen - und wer will das ? Oder Einheitshäuser , -autos , -uhren etc.
MH
Inventar
#13 erstellt: 30. Jan 2004, 11:09
warum kauft man sich nicht einfach einen laststabilen Verstärker und muss sich nicht weiter um Impedanzen kümmern?

Gruß
MH
Master_J
Inventar
#14 erstellt: 30. Jan 2004, 11:26

warum kauft man sich nicht einfach einen laststabilen Verstärker und muss sich nicht weiter um Impedanzen kümmern?

[X] Done.

Hatte auch schonmal (zum Spass/Test) unter 1,5 Ohm an meinem grossen Yamaha.
(Kappa 8.2i mit Saugkreis und eine grosse 4-Ohm-Box parallel)

Interessant ist es aber schon, dass die meisten Verstärker lt. Hersteller als Minimum 8 (bzw. mit etwas Glück 6) Ohm verlangen.

Gruss
Jochen
MH
Inventar
#15 erstellt: 30. Jan 2004, 11:38
wow,

das hätte ich von einem Yamaha jetzt nicht erwartet.

Gruß
MH
Master_J
Inventar
#16 erstellt: 30. Jan 2004, 11:45
Ich auch nicht.

Ist der dicke AX-1090.
Wollte nichtmal warm werden.

http://www.jochenseeger.de/schotter/kappa125.jpg

Gruss
Jochen
PPM
Stammgast
#17 erstellt: 30. Jan 2004, 12:39
Und was nützt es mir, wenn ich die "Nennimpedanz", also die Minimalimpedanz kenne? Nichts, wenn ich nicht weiß bei welcher Frequenz das Minimum liegt. Im Bass sind niedrige Werte kritischer als im Hochtonbereich, noch wichtiger für einwandfreien Betrieb würde ich den Schwankungsbereich einschätzen.

P.
wolfi
Inventar
#18 erstellt: 30. Jan 2004, 12:46
Hallo PPM,
ich weiß dann zumindest, dass auch im Bassbereich die Impedanz einen gewissen Wert nicht unterschreitet - vorausgesetzt die Herstellerangabe ist korrekt.
Skylien
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 30. Jan 2004, 14:30
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, bedeutet das, dass meine Lautsprecher eine Nennimpendanz von 4 Ohm haben!? Sind mit 4...8 Ohm gekennzeichnet (Fisher Oktavia 900)
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