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Das Design von HiFi-Komponenten: Was spricht euch an?

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Volc0m
Stammgast
#1 erstellt: 06. Jan 2010, 06:40
Hallo!

derzeit studiere ich im 7. Semester Industrial Design, und werde als Bachelorarbeit wohl eine kleine Serie von HiFi-Komponenten entwerfen. Welche Komponenten das genau sein werden steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Jedoch wollte ich mich - als eine kleine Anregung für die kommende Arbeit - einmal umhören was euch zu diesem Thema "auf dem Herzen liegt". Jeder hat bestimmt andere Punkte die ihn im Hinblick auf das Design besonders wichtig sind, das ist mir klar.

Es würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn ihr mir ein wenig Feedback geben würdet was ihr, also die Leute die tagtäglich mit HiFi zu tun haben, als "gutes Design" sehen. Dabei sollten nicht nur optische Aspekte berücksichtigt werden, sondern auch Punkte wie Haptik (Materialität, etc.) und die Interaktion mit den Geräten.

Und nein, ich will mir hier auf keinen Fall die Bachelorarbeit von euch "backen" lassen.
Eure Meinungen interessieren mich einfach, und ich würde es toll finden wenn hier eine substanzreiche Diskussion ins Laufen kommt.


Beste Grüße und noch ein gutes Neues,
Robert
Boettgenstone
Inventar
#2 erstellt: 06. Jan 2010, 08:53
Morgen,
viel dickes Metall, dezente, nicht immer und überall blaue Beleuchtung und große Zitteranzeigen.

Ordentliche Schalter und Potis natürlich, "übliche" Wege bei Steckern oder deren Belegung (letzteres ist zwar für mich Bastler kein Problem muss aber trotzdem nicht sein ), gute Spaltmaße, sorgfältigst entgratete Bleche, versenkte Schraubenköpfe.
Wenn Adapter nötig sind haben die beizuliegen.

Fernbedienung ist Fernbedienung ich muss und will das Gerät auch ohne komplett bedienen können, wenn das Gerät ohne FB nicht zu bedienen ist war das für mich das letzte Gerät von diesem Hersteller.
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 06. Jan 2010, 09:26
Meine Wünsche und Vorstellungen gehen an der Realität meiner eigenen Anlage deutlich vorbei.

Real habe ich ganz normale Komponenten von Pioneer, wie sie 1990-92 angeboten wurden. Also alle einheitliche Breite (42 cm), aber weder einheitliche Höhe noch Tiefe. Auch finden sich an den einzelnen Komponenten keine einheitlichen "Rasterungen", also CD-Schublade und Klappe vom Kassettendeck (ja, damals...) sind nicht an den gleichen Stellen der Gehäuse. Displays sitzen nicht an den gleichen Stellen, ....

Das alles ist sehr wohl technologisch begründbar, das Display des Tapedecks ist geradezu riesig, das des CD-Players eher klein - ganz trivial ist eine konsequente Umsetzung von einheitlichen Designrichtlinien also nicht, wenn die Bedienbarkeit nicht darunter leiden soll. Was sie aber selbst bei nicht konsequent umgesetztem Design oft genug tut, wie ich bei manchen Geräten erlebt habe:

- Open/Close-Taste des CD-Players so angeordnet, daß man bei geöffneter Lade nur mit Verrenkungen drankommt
- das gleiche bei Laufwerkstasten: unter der Lade angeordnet, so daß man die Lade z.B nicht mit der "Play"-Taste schließen kann
- (historisch) Tasten, die Aufnahmen zerschießen konnten (Starttaste des Einmeßcomputers am Tapedeck) nicht elektronisch gegen versehentliche Bedienung gesichert


Genug aus dem Gruselkabinett: ich bevorzuge ein Design, wie es T+A bei der R-Serie anwendet: schlicht, sachlich, durchaus edel, Anleihen beim Bauhaus-Design (behaupte ich zumindest zu erkennen, freilich kann man auch behaupten, da hätte Braun Pate gestanden), einheitliche Gehäusegröße.

Die einheitliche Größe ist wichtig beim Stapeln von Komponenten: nebeneinandergestellt sollten sie doch bitte gleich hoch sein und übereinandergestellt sollten doch bitte die Füße des Verstärkers oder Receivers (der wegen der Wärmeentwicklung beim Stapeln nach oben gehört) nicht hinten runterfallen, weil der CD-Player so kurz ist.

Denkbar wäre auch, zwei zueinander passende Bauhöhen anzubieten, z.B. 7.5 und 15 cm, so daß auch komplexere / leistungsfähigere Geräte angeboten werden können, ohne technologisch teure Verrenkungen machen zu müssen. Einfache / doppelte Bauhöhe ermöglicht dann z.B., CD-Player und Tuner (oder was auch immer) aufeinander neben einen leistungsfähigen Verstärker stellen zu können und wieder gleiche Höhe zu haben.

Blaue Leuchtdioden mag ich gar nicht, sie sind grell und nervig. Wenn, dann deutlich abgeregelt in der Helligkeit oder gar mit umgebungslicht-angepaßter Helligkeit. Ansonsten hat die Technik uns schon seit Jahrzehnten angenehme rote und grüne LED für einzelne Betriebsanzeigen spendiert.

Gehäuse bitte vollständig aus sauber gefertigtem Metall, die Frontplatten auch! Auch als Schüler mit wenig Budget habe ich um Geräte mit Kunststoff-Front einen Bogen gemacht.

Tasten ausreichend groß und mit ausreichend Abstand auch für "dickere" Finger. Drehpotis dürfen nicht wackeln und müssen halbwegs "satt" laufen.

3.5er Miniklinke für Kopfhörer ist bei stationären Geräten ein Witz, da gehören 6.3er Buchsen ran.

Logische Anordnung der Tasten entsprechend den Funktions- und Bedienabläufen.

Ich bin ausdrücklicher Freund der "Nahbedienung", sämtliche Fernbedienungen liegen seit jeher ohne Batterien im Schrank. Wehe, ich werde zu einer Fernbedienung genötigt, um Einstellungen am Gerät vornehmen zu müssen, die im täglichen Betrieb üblich sind...

Gerätesdisplays sollten auch aus größerem Abstand ablesbar sein, um z.B. den Sendernamen erkennen zu können.
BadGround
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Jan 2010, 09:31
Moin Robert,

also ich finde mich persönlich bei meinem harman-Verstärker (s. Signatur) wieder, sowohl was Optik, Haptik als auch Bedienbarkeit angeht.
Ist ein eher klassisches Design, die einzige Leuchte ist oberhalb des Power-Knopfs (s. Avatar ) und ansonsten die schlichte Optik der vorwiegend alten Gerätegeneration.
Die Anfassqualität stimmt, die Materialien sind vornehmlich Metall. Die Plastikfummelei (z. B. kleiner NAD-Verstärker) finde ich nicht so toll.
Die Drehregler für Klang und Lautstärke haben ausreichend Widerstand. Alle Funktionen, auf die ich Wert lege und die ich nicht missen möchte, sind vorhanden.
Insgesamt also passt die Sache für mich bestens.

Fernbedienung brauche ich bei HiFi nicht, ich bin 20 Jahre ohne bisher sehr gut klar gekommen und möchte auch alle Funktionen gleich am Gerät bedienen können.

Insofern hat mein ebenso betagter CD-Player zwar eine Menge Tasten, aber die Fernbedienung kann ich mir dadurch im Alltag sparen.
Ohnehin höre ich in letzter Zeit wieder verstärkt LP, was meiner manuellen Vorliebe sehr entgegen kommt.

Soweit das Geschwurbel über meine höchst subjektiven Vorlieben.

Viele Grüße
Sven
Volc0m
Stammgast
#5 erstellt: 07. Jan 2010, 00:08
Hallo zusammen!

erstmal vielen Dank für eure Antworten, genau solche Aussagen wollte ich hören. Auch gut dass ihr gleich auf die Fernbedienung eingegangen seid, welche auch ein Bestandteil meiner Arbeit werden wird.

Die Größenrasterung von Komponenten ist ein ganz interessanter Punkt, mit welchem ich mich mit Sicherheit auch noch beschäftigen werde.

Bei der Materialität scheinen sich die meisten Leute ziemlich einig zu sein, dass Kunststoff (um es nicht immer als Plastik zu beschimpfen ) nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Jedoch will ich an dieser Stelle einmal anmerken, dass es ja nicht nur Kunststoff und Metall gibt. Denk auch gerne mal an Keramik, Textilien, CFK und was euch noch so alles einfällt. Wie steht ihr solch untypischen Materialien gegenüber? Könnt ihr euch solche Werkstoffe im Bezug auf HiFi vorstellen?

Die Beleuchtung wird auch ein eigenes Thema. Ich persönlich fühle mich recht schnell gestört von Displays und Status-LEDs. Bei manchen meiner Geräte habe ich teils sogar Panzertape über die LEDs geklebt
Rückmeldung über Betriebszustände ist schon wichtig. Auch Infos sollten gut kommuniziert werden können, aber es sollte auf keinen Fall als "Sinnesstörung" vorhanden sein.

Über die Anzahl der Bedienelemente gibt es bestimmt total gegensätzliche Meinungen. Ich bin der Meinung "So viel wie nötig, so wenig wie möglich" ist der beste Kompromiss.
So bin ich zwar recht angetan von der klaren Formsprache der verlinkten T+A Komponenten, finde aber dass die Flut an Knöpfen etwas Unruhe ins Gesamtbild bringt. Ein drehbares Panel wäre hier vielleicht eine Lösung, so wie man sie teilweise bei Autoradios sieht. Also eine Seite "blank" oder so nur Display und die andere Seite beherbergt alle nötigen Tasten.

Es wäre auch zu überlegen alten Anzeigen/Bedienelementen neues Leben einzuhauchen. Sprich eine Art Future-Retro zu kreieren.

Dabei fällt mir ein: Bilder zu euren Beispielen sind nie schlecht! Auch wenn ich mich schon seit ein paar Jahren mit HiFi und Heimkino beschäftige, gibt es bestimmt die eine oder andere Detaillösung dir mir nich bekannt ist aber durchaus ihren Reiz hat - nicht zum Kopieren, aber zum Inspirieren


Nochmals vielen Dank für eure Antworten, freut mich wirklich auf Resonanz zu stoßen!

Gruß,
Robert

edit: Ah! Ich hätts glatt vergessen..
Die Bedienung der Gerät sprich das "Interaction Design" wird auch als ein großer Teil eingeplant. Ich werde mich bemühen in diesem Bereich etwas Neues auf die Füße zu stellen. Leider muss ich dazu sagen, dass ich mich über viele Details (Design wie Bedienung) nicht detailliert auslassen werde können, da das ganze ja ein Designkonzept ist und die Konkurrenz nicht schläft

Sollte hier ein Hersteller mitlesen, so wollte ich noch gesagt haben, dass meine Bachelorarbeit gerne auch firmenintern angesiedelt werden kann. Es wäre klasse jemanden an der Seite zu haben der einen in Frage der technischen Realisierbarkeit zur Seite steht. Als "Werkstudent" sozusagen.


[Beitrag von Volc0m am 07. Jan 2010, 00:21 bearbeitet]
ta
Inventar
#6 erstellt: 07. Jan 2010, 01:17
Da fällt mir einiges dazu ein. z.B


Ich mag rote, orangene oder auch dunkelgrüne LEDs. Ich mag keine weißen oder blauen, da zu grell.

Ich bevorzuge schwarze Metallgehäuse.

Der Lautstärkesteller sollte der größte Drehregler an der Front sein, idealerweise aus Metall, mit einer LED als Anzeige, wo er steht und Rasterpotis. Elektronisches getippe für die Lautstärke find ich nervig. Man sollte auf einen Blick am Verstärker erkennen können, wieweit er aufgedreht ist.

Genauso sollte man per Anzeige sofort erkennen können, welche Quelle ausgewählt ist, sei es durch ein Display oder beschriftete LEDs. Am besten ist für jeden Eingang eine eigene Wahltaste.

CD-Player sollten sich auch ohne FB bedienen lassen. Also neben Power, Play/Pause, Stop und Schublade auf/zu mindestens noch Skip FWD und Skip BACK als Tasten haben. Ideal wären noch Repeat1/All, Random, Programmierfunktionen und eine 10er Tastatur zur direkten Titelwahl.

Alle Geräte sollten IMHO einen zweipoligen Netzschalter haben, der sie auf Wusch komplett vom Stromnetz trennt.

Inzwischen gibt es ja noch die Funktionen Streaming Client, LAN, Webradio und USB/Karten lesen. Hier hab ich noch kein überzeugendes Konzept gesehen, das in einer Bausteinanlage zu verbinden. Wär am Ende interessant, welche Funktion du welchem Baustein zuweisen wirst. Vor allem bieten sich ja interessante Kombinationsmöglichekeiten, wie z.B. von Webradio auf SD-Karte aufnehmen, wozu man idealerweise digitale Signalpfade zwischen den Geräten benötigen würde.

Was ich mir vorstellen könnte, dass der Vollverstärker in Zukunft auch zwischen digitalen Quellen vermittelt. Und es z.B. digitale Aufnahmewahlschalter/Record selectors gibt.
Dieser Vollverstärker hat auch LAN-Zugang. Diesen braucht er, um über UPnP gesteuert werden zu können. Man kann ihm so Befehle zur Verstellung der Lautstärke oder Quellenwahl schicken oder auch die Betriebstemperatur und den Status der Schutzschaltungen abfragen oder den Boxenschalter betätigen... Über Link-Kabel oder HDMI wird der LAN-Zugang auch anderen Geräten wie dem Webradio zugänglich gemacht.... oder so
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 07. Jan 2010, 11:59
Hallo zurück,


Volc0m schrieb:
Bei der Materialität scheinen sich die meisten Leute ziemlich einig zu sein, dass Kunststoff (um es nicht immer als Plastik zu beschimpfen ) nicht mehr wirklich zeitgemäß ist.

War es das jemals?

Im Ernst: die Japaner vermochten wenigstens, Kunststoff-Frontplatten beinahe wie gebürstetes Aluminium aussehen zu lassen, was Telefunken z.B. hingegen gründlich mißlang. Dennoch bleibt ein etwas billig wirkender Eindruck, beim Anfaßtest disqualifizieren sich Kunststoff-Frontblenden zumindest für mich sofort.


Volc0m schrieb:
Jedoch will ich an dieser Stelle einmal anmerken, dass es ja nicht nur Kunststoff und Metall gibt. Denk auch gerne mal an Keramik, Textilien, CFK und was euch noch so alles einfällt. Wie steht ihr solch untypischen Materialien gegenüber? Könnt ihr euch solche Werkstoffe im Bezug auf HiFi vorstellen?

Im ersten Moment ist der Gedanke daran schwierig. Ich erinnere mich an Lautsprecherboxen mit Leder-Überzug, aber das war dann halt auch was ganz besonderes. An Geräten kann ich mir so etwas kaum vorstellen. "Textilien" wage ich nicht zu beurteilen, da es so viele technische Textilien gibt, deren Oberfläche ich mir kaum vorstellen kann. Letztlich dürfte auch Kevlar als "Textil" durchgehen...

Bedenke bitte: Geräte, die "vor Ort" bedient werden, bekommen immer Fingerabdrücke, sieht man z.B. sehr gut bei aktuellen Geräten von Harman Kardon, die ich auch deshalb nicht unbedingt mag (die Tasten sind auch zu klein und die Beschriftung schlecht lesbar). Die Oberfläche muß also leicht und ohne Zerstörung zu reinigen sein. Bei Verwendung von Textilien erwarte ich also irgendwann den entsprechenden Hinweis, das Gerät regelmäßig "abzuziehen" und den Überzug bei 40 Grad im Schonwaschgang...

Falls es andere Textilien gibt, bei denen dieses Problem nicht auftritt, ist dem Gestalterdrang freilich erstmal keine Grenze gesetzt, aber so dann bitte doch nicht.

Keramik könnte dann freilich wieder was taugliches ergeben, solange sie mechanische Belastung aushält und nicht bricht.


Volc0m schrieb:
Über die Anzahl der Bedienelemente gibt es bestimmt total gegensätzliche Meinungen. Ich bin der Meinung "So viel wie nötig, so wenig wie möglich" ist der beste Kompromiss.

Kommt drauf an, für welchen Einsatzzweck die Geräte konzipiert werden. Der 60-jährige Klassikhörer, der sich um Technik einen Scheißdreck kümmern und einfach nur Musik genießen will, kauft vielleicht bei passendem Budget CD-Player und DVB-Tuner von Restek. Exakt einen Knopf haben die Geräte - den kann man drehen und drücken. Zum CD-Spielen und Radio-Hören mit Senderwechsel reicht das. Im Rumdfunkstudio wiederum wäre das zu wenig, weil schlichtweg dort wichtige Funktionen so schwierig zu erreichen wären oder gar auf eine Fernbedienung ausgelagert werden müssen. Geräte wie der Marantz PMD 340 waren da allerdings auch schon wieder auffällig "komfortabel" - der gestandene ARD-Techniker bevorzugte eindeutig den auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftigen EMT 982 - ein bemerkenswertes Stück Maschinenbau. Der hatte dann auch rundfunkspezifische Tasten: speicherbare Locator-Punkte, eine framegenaue Suchfunktion, einen eingebauten Vorhörlautsprecher und so weiter.


Also: wofür sollen die Geräte genutzt werden? Zum unkomplizierten Anhören einer ganzen CD oder als "Arbeitsgerät" mit Zugriff auf alle Funktionen? Selbst ich kann da für mich keine Antwort geben. Im Wohnzimmer würde ich zu wenig Tasten neigen, an der "Arbeitsanlage" (an der ich auch mal Aufnahmen mache, UKW-Programme miteinander vergleiche oder einfach Titel 8 der CD spielen will), hätte ich gern vieles direkt auf Tasten gelegt.


Volc0m schrieb:
So bin ich zwar recht angetan von der klaren Formsprache der verlinkten T+A Komponenten, finde aber dass die Flut an Knöpfen etwas Unruhe ins Gesamtbild bringt.

Stimmt, T+A hat an den Geräten vergleichbar viele Tasten und die dann alle auch noch gleich groß. Ohne Übung oder Hinschauen ist das zielsichere Auffinden von Tasten nicht möglich. Das war bei älteren R-Geräten von T+A noch heftiger.

Apropos Tasten: Pioneer hat inzwischen an einigen Geräten Sensortasten vorgesehen, die dann halt nahtlos in die Front integriert sind und nicht verschmutzen (kein Spalt) und verschleißen (keine Mechanik) können. Mir würde aber vermutlich der auffindbare "Druck-Punk" (wortwörtlich!) fehlen.


Volc0m schrieb:
Ein drehbares Panel wäre hier vielleicht eine Lösung, so wie man sie teilweise bei Autoradios sieht. Also eine Seite "blank" oder so nur Display und die andere Seite beherbergt alle nötigen Tasten.

Tasten und Display braucht man sicher gleichzeitig...

Ansonsten: Klappen mit Tasten drunter hat es immer schon gegeben, auch Schubladen mit Tasten drauf. Nicht immer fand ich das gelungen, vor allem nicht bei 80er-Jahre-Kisten, die völlig überfrachtet waren ("seht her, was ich alles kann!"). Grundig hatte bei der späteren FineArts-Serie das ganz gut gelöst: alles, was man nicht täglich brauchte, war unter einer Klappe, die so geschickt konstruiert war, daß man sie erstmal nicht wahrnahm. Ich kenne Besitzer solcher Geräte, die gar nicht wissen, daß da eine Klappe ist: hier geschlossen, hier offen.

Verstärker mit Klappe gibt es ja auch heute noch. Warum dann da die Kopfhörerbuchse und die Lautsprecherwahlschalter drunter sind, weiß ich als alter Kopfhörer-Typ bis heute nicht.


Volc0m schrieb:
Leider muss ich dazu sagen, dass ich mich über viele Details (Design wie Bedienung) nicht detailliert auslassen werde können, da das ganze ja ein Designkonzept ist und die Konkurrenz nicht schläft ;)

Schon klar... ich habe derzeit ein ähnliches Problem. Ich habe ein Konzept eines doch recht komplexen Gerätes im Kopf, suche eigentlich dringend fachkundige Beratung (Analog-, Digital- und HF-Schaltungen, µC-Programmierung, ...) - aber wem verrate ich meine Idee als erstes?



ta schrieb:
Genauso sollte man per Anzeige sofort erkennen können, welche Quelle ausgewählt ist, sei es durch ein Display oder beschriftete LEDs. Am besten ist für jeden Eingang eine eigene Wahltaste.

Tasten für jeden Eingang mit LED drüber: im Dunklen kann man nicht erkennen, welche LED da gerade leuchtet, also welche Taste aktiv ist. Da ist selbst ein Drehschalter (muß ja nur Steuersignale bereitstellen können) mit LED oder LED-Ring besser, dann kann man sich merken, welche Quelle z.B. auf "9 Uhr" steht.

Ein Display am Verstärker, in dem man die aktiven Eingänge in Klartext anzeigen kann (Name frei programmierbar) ist da schon eine feine Sache - aber braucht man das wirklich? Ich würde es bei puristischen Konzepten jedenfalls nicht machen, bei AV-Receivern hingegen schon.


ta schrieb:
CD-Player sollten sich auch ohne FB bedienen lassen. Also neben Power, Play/Pause, Stop und Schublade auf/zu mindestens noch Skip FWD und Skip BACK als Tasten haben.

Ich finde die kombinierten Skip/Search-Tasten zum Kotzen. Nur in einem Fall nicht: in dem CD-Geschäft, in dem ich zuweilen einkaufe, ist diese Taste (vorwärts) per Kabel auf einen Taster im Verkaufstresen herausgeführt, so kann ich auch mal schnell "vorspulen" und nicht nur die Titelanfänge anspringen. Ansonsten finde ich diese Tasten schlimm, bitte wenn möglich getrennte Tasten für Skip und Search.

Sehr fein auch: ein zwischen Daumen und Zeigefinger zu betätigender Drehknopf mit Rastung zur Titelwahl. Da ist man viel schneller unterwegs.

Und noch etwas: ein CD-Player, der, wenn man im letzten Titel eins weiter springt, wieder beim ersten Titel anfängt, bekommt bei mir Pluspukte. Die meisten Geräte tun einfach gar nichts, wenn man dies versucht.

Und CD-Player, deren Restzeitanzeige zwar anwählbar ist, aber nicht beim CD-Wechsel erhalten bleibt, nerven mich. Ich will meist wissen, wie lange ein Titel noch läuft und nicht, wie lange er schon gelaufen ist... vielleicht eine höchst individuelle Macke von mir.


ta schrieb:
Alle Geräte sollten IMHO einen zweipoligen Netzschalter haben, der sie auf Wusch komplett vom Stromnetz trennt.

Sie müssen glaube ich inzwischen sogar. Habe die EU-Verordnung grad nicht zur Hand. Bei allen Geräten außer DVB-Receivern mit Aufnahmefunktion habe ich null Verständnis für Standby-Schaltungen. Wenn ich mit Hören beginne, kann ich auch mal einen Knopf am Gerät drücken.


ta schrieb:
Inzwischen gibt es ja noch die Funktionen Streaming Client, LAN, Webradio und USB/Karten lesen. Hier hab ich noch kein überzeugendes Konzept gesehen, das in einer Bausteinanlage zu verbinden.

geht mir ähnlich. Es gibt Geräte, die das alles können, z.B. den T+A MP1260R. Ist aber viel zu teuer. Die kleineren Kisten (Muvid IR-715) haben eingeschränkte Optik, Haptik, Wandlertechnik und Formatauswahl. Da ist nix mit FLAC 24/96, und das wird massiv kommen.



ta schrieb:
Vor allem bieten sich ja interessante Kombinationsmöglichekeiten, wie z.B. von Webradio auf SD-Karte aufnehmen, wozu man idealerweise digitale Signalpfade zwischen den Geräten benötigen würde.

Oh ja... da ginge noch viel mehr. Ich habe Funktionen im Hinterkopf, die ich hier jetzt nicht ausplaufdern werde.


ta schrieb:
Was ich mir vorstellen könnte, dass der Vollverstärker in Zukunft auch zwischen digitalen Quellen vermittelt. Und es z.B. digitale Aufnahmewahlschalter/Record selectors gibt.

Wird wohl eher kaum noch gebraucht: man nimmt nicht mehr PCM auf der Digitalschnittstelle auf, sondern im Empfänger selbst die (datenreduzierten) Originaldaten wie gesendet. Siehe Festplatten-DVB-Receiver.


ta schrieb:
Dieser Vollverstärker hat auch LAN-Zugang. Diesen braucht er, um über UPnP gesteuert werden zu können. Man kann ihm so Befehle zur Verstellung der Lautstärke oder Quellenwahl schicken oder auch die Betriebstemperatur und den Status der Schutzschaltungen abfragen oder den Boxenschalter betätigen... Über Link-Kabel oder HDMI wird der LAN-Zugang auch anderen Geräten wie dem Webradio zugänglich gemacht.... oder so :prost

In dieser Richtung wird sicher sehr viel kommen, auch Multiroom-Betrieb mit zentralem Empfänger, der das Verlegen dicker Koaxkabel z.B. für Satantennen erübrigt. Erste Konzepte in dieser Richtung existieren bereits.
blackjack2002
Stammgast
#8 erstellt: 07. Jan 2010, 12:50
Servus,

stylisch finde ich die CARAT A57/T57/C57 Serie. Wenn da das Display noch feiner wäre...
Und wie schon geschrieben, ist eine hochwertige Fernbedienung Pflicht (Metall, guter Druckpunkt, ev. Display und die Tasten sinngemäß angeordnet) bzw. gleich eine Multi-Fernbedienung dabei um auch andere Geräte damit zu steuern.

Was auch noch zu überlegen wäre, wäre eine Anlage bzw. ein Anlagendesign für "ältere" Menschen , die sich einfach mit den jetzigen HIFI Anlagen nicht mehr auskennen. O-Ton von meinem Schwiegervater: zu viele Knöpfe, zu kompliziert usw..... ich will doch nur Radio und ab und zu mal eine CD anhören, aber dann doch etwas hochwertiges haben...

Design wie bei den Senioren-Handys ==> nur zum Telefonieren.

Schöne Grüße, Werner
TShifi
Stammgast
#9 erstellt: 07. Jan 2010, 12:57
.....schlicht, dezent mit so wenig wie möglich sichtbaren Bedienungselemneten. Am besten ist es wenn die Anlage optisch in den Hintergrund tritt.

Das hat sich aber gewandelt. Früher waren mir Geräte mit viel "Aluminium" und "großen Auftritt" lieber, Ich wollte was sehen fürs Geld.....

Jetzt mag ich lieber den "Wolf im Schafspelz".

TShifi
Stammgast
#10 erstellt: 07. Jan 2010, 13:04

blackjack2002 schrieb:
ich will doch nur Radio und ab und zu mal eine CD anhören, aber dann doch etwas hochwertiges haben...
Schöne Grüße, Werner


Das gibt es mittlerweile schon "wieder".

Wie der aktuelle Trend zum hochwertigen CD-Receiver bei einigen Herstellern zeigt. Diese Spezies war schon mal ganz "ausgestorben". Nun haben Magnat, Denon, Marantz, NAD, Arcam, Carat so etwas wieder im Angebot.

Sammo82
Stammgast
#11 erstellt: 07. Jan 2010, 14:00
Hallöchen,

ich habe mir jetzt nicht jeden Post hier durchgelesen, deswegen weiß ich nicht, ob jemand das schon genannnt hat.

Für mich ist wichtig, dass das Display noch aus 4-5m (min. 3m)Entfernung (vom Sofa aus) zu lesen ist. (Auch wenn man etwas schräg von oben schaut.)

Eine Metallfront finde ich sehr schon. Am besten gar kein Kunststoff.

Bei der Beleuchtung gefällt mir Blau sehr gut. Auf Wunsch Dimmbar oder ganz ausschaltbar. Oder Wie HK das macht. Nach einer Weile faded das Display aus.

Die Beleuchtung der Fernbedienung ist schon fast ein Muß, sowie programmierbar sollte sie sein, um alle anderen Geräte auch noch steuern zu können.

Wenn du dann in einem Halben Jahr, oder wei alnge du dafür brauchst fertig bist, kannst du ja dein Ergebnis hier reinstellen.

Viel Erfolg


[Beitrag von Sammo82 am 07. Jan 2010, 14:01 bearbeitet]
Hubert789
Inventar
#12 erstellt: 07. Jan 2010, 14:08
Gucke mal hier:



CD-Player mit extrem wertiger Verarbeitung: dicke Alu-Frontplatte und einem motorgetriebenen Laufwerksverschluss (Toplader!). Gehäuse z.T. mit Nextel beschichtet. Bemerkenswert: die Gerätefüße aus gedrehtem Alu.
Weniger bemerkenswert: eine FB aus massivem Alu, was auf den ersten Blick wertig wirkt, aber in der Praxis so praktisch wie ein Backstein ist.

Was gar nicht geht:



Boooaaah, allein schon die Farben...

Und so'n antiquiertes Accuphase-Design inkl. 20 Cent-FB geht auch nicht...

Grüße
Hubert
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 07. Jan 2010, 14:22
Mir gerade noch eingefallen: ich bin ziemlich oldschool mit meinen Anforderungen, das bitte beachten. Was ich gar nicht mag - was aber massiv kommen wird: Bedienung einer Anlage mit bidirektionaler Fernbedienung auf Basis irgendwelcher Handhelds, Mobiltelefone oder sonstwas. Linn tut genau dies mit ihren Streaming Clients.

http://linn.co.uk/gallery/index.php5?id=670&type=0#


Irgendwie gilt den Leuten das als "sexy". Aber ich habe auch schon den iPod nicht verstanden und präferiere eindeutig den alten iRiver H140.
Timo
Inventar
#14 erstellt: 07. Jan 2010, 14:38
Hallo Robert,

ich glaube es ist wichtig mal was ganz anderes zu machen.

Braun- und Apple/iPod-Design? Davon gibt es vermutlich schon tausende von langweiligen, ewig gleichen Bachelorarbeiten. Da werden immer wieder die selben DesignPäpste in den Himmel gehoben. Erst kürzlich habe ich mal wieder ein Designheftchen durchgeblättert- da feiern sich die Protagonisten doch nur noch selber und schieben sich gegenseitig die Auszeichnungen und sog. "Designerpreise" in den A.... . Grauenhaft und peinlich.

Weniger ist mehr,...Dieter Rams..blabla....davon sind wir doch mittlerweile mehr als nur gelangweilt. Von Braun-Atelier-Anlagen(und den mehr-oder-weniger-Nachfolgern T+A) bekomme ich mittlerweile schon vom ansehen Kopfschmerzen.

Form follows function,....auch wieder so ein BlaBla, das die sog. Industriedesigner zum Anlass nehmen, um möglichst wenig "designen" zu müssen. Ein wenig Acryl und "Aufsprühchrom" hier und dann noch ein wenig Aluoptik und Pseudo-Alugebürstetes da. Fertig ist das Mainstream-Designer-HighEnd-Gerät mit max. einem Drehregler und fünf Bedien-Knöpfen, welche in ekelhafter LED-Beleuchtung strahlen. Ersteres hat BMW beim Cockpitdesign auch schon mal fast das Genick gebrochen. Ebenso die Änderung zum "nicht-Fahrer-orientiertem" Cockpit. Das hat Audi dann mal eben im damals neuen A6 übernommen- mit vollem Erfolg.

Warum nicht mal ein "nicht zeitgemäßes Gerät" mit schönen, großen Tasten und ohne nervige Menüführung.
Ein Gerät, welches wirklich kinder- oder Rentnerleicht zu bedienen ist. Und bitte ohne hunderttausend sog. "Apps"

Bedienung sollte auch mit Wurstfingern und ohne lesen der hundertseitigen BDA möglich sein. Vielleicht wäre es ja denkbar das Gerät mit einer deutschen Beschriftung zu versehen- ach nein, das ist in Zeiten der Design-global-Anglifizerung dann doch wohl nicht mehr möglich, oder?

Und was will man denn entwerfen?

CDP: veraltet und am aussterben!

Ein Gerät basierend auf iPod und Konsorten?: dann ist das Gerät in 3 Jahren so veraltet, dass eine wertige Ausführung (Material usw.) kaum Sinn macht.

Radio?:...Tja,..in welches neue ,vielleicht digitale Abenteuer soll man sich da wagen?

Nur ein Verstärker und evt. ein Plattenspieler scheint mir persönlich sinnvoll machbar zu sein. Der PS- Markt quillt allerdings schon über. Technics / Panasonic stellt jedoch sein Erfolgsmodell 1200/1210 ein. Da könnte man noch einen würdigen Nachfolger gebrauchen.

Fragen über Fragen



[Beitrag von Timo am 07. Jan 2010, 14:42 bearbeitet]
TShifi
Stammgast
#15 erstellt: 07. Jan 2010, 14:40

Radiowaves schrieb:
Mir gerade noch eingefallen: ich bin ziemlich oldschool mit meinen Anforderungen, das bitte beachten. Was ich gar nicht mag - was aber massiv kommen wird: Bedienung einer Anlage mit bidirektionaler Fernbedienung auf Basis irgendwelcher Handhelds, Mobiltelefone oder sonstwas. Linn tut genau dies mit ihren Streaming Clients.

http://linn.co.uk/gallery/index.php5?id=670&type=0#


Irgendwie gilt den Leuten das als "sexy". Aber ich habe auch schon den iPod nicht verstanden und präferiere eindeutig den alten iRiver H140.


Was hat eine bidirektionale Fernbedienung mit dem Geräte- Design zu tun? Diese könnte bei jedem x-beliebigen Gerät angewendet werden. Ob als zusätzliche nützliche Funktion an Geräten mit vielen Bedienelemneten an der Front oder an Geräten mit FB-Bedienung only.

Ich möchte den Konfort einer bidirektionale Fernbedienung an meinem TEAC WAP nicht mehr missen.

Es sei denn man wohnt in einer 30qm Buchte und hat Geräte mit einem 15 oder 20 Zoll Display.



[Beitrag von TShifi am 07. Jan 2010, 14:41 bearbeitet]
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 07. Jan 2010, 14:53

TShifi schrieb:
Was hat eine bidirektionale Fernbedienung mit dem Geräte- Design zu tun?

Sehr viel, wenn die Geräte nur noch als black- oder white-Box ohne jegliches Bedienelement existieren und einzig die Fernbedienung in Erscheinung tritt.
TShifi
Stammgast
#17 erstellt: 07. Jan 2010, 15:03

Radiowaves schrieb:

TShifi schrieb:
Was hat eine bidirektionale Fernbedienung mit dem Geräte- Design zu tun?

Sehr viel, wenn die Geräte nur noch als black- oder white-Box ohne jegliches Bedienelement existieren und einzig die Fernbedienung in Erscheinung tritt.



Wenn die FB mit einer black- oder white-Box kommuniziert ist es ja egal, da das Gerät ja dann nicht mehr in Erscheinung tritt. Aber die FB könnte auch mit einem Gerät mit Bedienelementen in Verbindung als nützliche Ooption arbeiten. Das gibt es übrigens auch schon.

In beiden Fällen hat es mit dem Gerätedesign nichts zu tun.

Eine bidirektionale Fernbedienung ist nichts weiter als ein sehr nützliches Werkzeug um eine Anlage auch ohne direkten Blickkontakt zu bedienen.

Man könnte auch einen Röhrenamp damit ausstatten.....

premiumhifi
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 07. Jan 2010, 17:27
alles was meine vorlieben betrifft, wurde schon angeführt. nur eines sehe ich spezieller:

ich WILL eine HOCHWERTIGE FERNBEDIENUNG mit allen funktionen drauf ( sitze im rollstuhl )



[Beitrag von premiumhifi am 07. Jan 2010, 17:28 bearbeitet]
TShifi
Stammgast
#19 erstellt: 07. Jan 2010, 17:57

premiumhifi schrieb:
alles was meine vorlieben betrifft, wurde schon angeführt. nur eines sehe ich spezieller:

ich WILL eine HOCHWERTIGE FERNBEDIENUNG mit allen funktionen drauf ( sitze im rollstuhl )

:D


ich auch!
Volc0m
Stammgast
#20 erstellt: 07. Jan 2010, 18:09
eii... da gibts wieder ordentlich zu lesen

@premiumhifi: Jepp, das ist selbst bei einigen hochpreisig angesiedelten Herstellern noch nicht angekommen. Ich bin der Meinung mal sollte den Begriff "Fernbedienung" auch einmal so darstellen wie er geschrieben wird. Und zwar so als würde man tatsächlich das vor einem stehende Gerät aus der Ferne bedienen Hab da schon ein paar Ideen, aber hm.. ihr wisst ja...

Jedenfalls ist es ein echtes No-Go ein edles Gerät mit einer beigelegten (!!!) Ramschfernbedienung zu bedienen.
Gerät und FB sollten aus einem Ei kommen, um es mal so auszudrücken.

Am Rande bemerkt: Ich muss mich mal informieren ob meine Art von "Research" überhaupt erlaubt ist, was die Abschlussarbeit angeht. Nicht dass es am Schluss heißt "Da sehen wir keinerlei eigene Leistung, Herr Xxxx, alles wurde ihnen vorgesagt". Denk ihr versteht was ich mein

Aber hey, lasst euch bis dahin nicht einschränken. Schließlich ist das ja keine Vorschlagsrunde wie ich was tun sollte, sondern einfach eine "Meinungsumfrage" auf die ich mich beziehen kann.

@restliche Antworten: Für euch folgen selbstverständlich noch weitere Antworten.
blackjack2002
Stammgast
#21 erstellt: 07. Jan 2010, 20:09
@tshifi

Das gibt es mittlerweile schon "wieder".

Wie der aktuelle Trend zum hochwertigen CD-Receiver bei einigen Herstellern zeigt. Diese Spezies war schon mal ganz "ausgestorben". Nun haben Magnat, Denon, Marantz, NAD, Arcam, Carat so etwas wieder im Angebot


Es ist auch gut so, aber leider teilweise zu kompliziert ;). Große Tasten für die Umschaltung (zwischen Radio, CD, ev. Plattenspieler,...) die auch als solche leserlich sind und auch in deutsch beschriftet sind (nix mit "Tuner" ). Die Gratwanderung ist eben zwischen Funktionalität und Design. Das Seniorenhandy hat riesige Tasten und ein großes Display. Es ist zwar nicht schön, aber sehr funktionell und die Zielgruppe hat mit dem Handling kein Problem.

Aber ich denke mir, das es da auch für Hifi eine solche Zielgruppe geben wird. Einfach zu bedienen, nicht viel einzustellen bzw. zu "verstellen". Meine Bekannten haben auf ihrer Anlage schon seit Jahrzehnten den selben Radiosender laufen und brauchen nichts anderes . Es gibt zwar Stationstasten für andere Radioprogramme aber warum diese belegen, wenn man nicht mehr braucht .

Ich bin gerade auf den Clean-Trip. Mir gefällt zwar mein Technics SA-TX50 (der mit den großen VU-Meter ) auch noch, aber ...

Schöne Grüße, Werner
TShifi
Stammgast
#22 erstellt: 07. Jan 2010, 20:16

blackjack2002 schrieb:
@tshifi

Das gibt es mittlerweile schon "wieder".

Wie der aktuelle Trend zum hochwertigen CD-Receiver bei einigen Herstellern zeigt. Diese Spezies war schon mal ganz "ausgestorben". Nun haben Magnat, Denon, Marantz, NAD, Arcam, Carat so etwas wieder im Angebot


Es ist auch gut so, aber leider teilweise zu kompliziert ;). Große Tasten für die Umschaltung (zwischen Radio, CD, ev. Plattenspieler,...) die auch als solche leserlich sind und auch in deutsch beschriftet sind (nix mit "Tuner" ). Die Gratwanderung ist eben zwischen Funktionalität und Design. Das Seniorenhandy hat riesige Tasten und ein großes Display. Es ist zwar nicht schön, aber sehr funktionjavascript:insert('%20:prost%20','')ell und die Zielgruppe hat mit dem Handling kein Problem.

Aber ich denke mir, das es da auch für Hifi eine solche Zielgruppe geben wird. Einfach zu bedienen, nicht viel einzustellen bzw. zu "verstellen". Meine Bekannten haben auf ihrer Anlage schon seit Jahrzehnten den selben Radiosender laufen und brauchen nichts anderes . Es gibt zwar Stationstasten für andere Radioprogramme aber warum diese belegen, wenn man nicht mehr braucht .

Ich bin gerade auf den Clean-Trip. Mir gefällt zwar mein Technics SA-TX50 (der mit den großen VU-Meter ) auch noch, aber ...

Schöne Grüße, Werner


Grundsätzlich gebe ich dir da recht. Aber da heute alle Firmen global agieren müssen wird es immer auf einen Kompromis hinauslaufen. Ansonsten sind die Zielgruppen zu klein. Aber eine z.B. Magnat MC 1 ist schon mal ein guter Anfang. Also ich muss sagen, dass mein Vater damit gut zurecht kommt. Und der ist genau so gestrickt wie du es beschrieben hast.

sakly
Inventar
#23 erstellt: 08. Jan 2010, 09:30
Hi,

ich mag klare kantige "hart" gestaltete Fronten aus Metall mit wenigen aber notwendigen Knöpfen vorne drauf.
LEDs bitte weglassen, wo es geht. Ich verstehe nicht, warum ein Gerät 5-6 LEDs vorne leuchten haben muss. Im Prinzip wäre mir das komplett egal, wenn die Geräte eine sinnvolle Dimm-Steuerung hätten, wie es das für Displays ja schon lange gibt. Wenn auch nur 3 oder 4-stufig. Dort könnte man problemlos eine Dimmvorwahl von 0-100% PWM für Display und LEDs machen. ICH würde immer alles abschalten, andere könnten sich die Augen rausbraten lassen.

Fernbedienung gehört heute dazu und sollte ein sinnvolles Konzept beherbergen. Da gibt es viele verschiedene Meinungen. Meine ist, dass viele Grundfunktionen direkt bedienbar sein sollten (Qellenwahl, Play/Stop/vor/zurück, Lautstärke), seltener genutzte aber auch in Untermenüs versteckt werden dürfen (so brauche ich z.B. keine 10er-Tastatur auf einer FB oder am Gerät). So kann man die Knopfmenge kleiner halten, macht es aber nicht über kompliziert.
Das ganze hängt aber natürlich extrem von der Komplexität des Gerätes selbst ab.

Gruß
ev13wt
Stammgast
#24 erstellt: 08. Jan 2010, 12:51
Ich habe die Frage mal umgesetzt.

Ich stelle mir das genau so hier vor:





Gehause ist schon gezeichnet und wird bestellt (In China lol). Dann kommt der Touchscreen und ein Mac mini hab ich hier. Cardreader slot!

Falls das geht gibts echte Pics.

HINWEIS: Der Firmenname ist erfunden, ist keine Eigenwerbung!


[Beitrag von ev13wt am 08. Jan 2010, 20:05 bearbeitet]
klguy
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 09. Jan 2010, 08:31

sakly schrieb:
Hi,

ich mag klare kantige "hart" gestaltete Fronten aus Metall mit wenigen aber notwendigen Knöpfen vorne drauf.
LEDs bitte weglassen, wo es geht. Ich verstehe nicht, warum ein Gerät 5-6 LEDs vorne leuchten haben muss. Im Prinzip wäre mir das komplett egal, wenn die Geräte eine sinnvolle Dimm-Steuerung hätten, wie es das für Displays ja schon lange gibt. Wenn auch nur 3 oder 4-stufig. Dort könnte man problemlos eine Dimmvorwahl von 0-100% PWM für Display und LEDs machen. ICH würde immer alles abschalten, andere könnten sich die Augen rausbraten lassen.

Fernbedienung gehört heute dazu und sollte ein sinnvolles Konzept beherbergen. Da gibt es viele verschiedene Meinungen. Meine ist, dass viele Grundfunktionen direkt bedienbar sein sollten (Qellenwahl, Play/Stop/vor/zurück, Lautstärke), seltener genutzte aber auch in Untermenüs versteckt werden dürfen (so brauche ich z.B. keine 10er-Tastatur auf einer FB oder am Gerät). So kann man die Knopfmenge kleiner halten, macht es aber nicht über kompliziert.
Das ganze hängt aber natürlich extrem von der Komplexität des Gerätes selbst ab.

Gruß


Ich kann mich hier nur anschließen, klare Linien, wenig sichtbare knöpfe, wenige dezente in die Front eingelassene LEDs, der Lautstärkeregler sollte bei Verstärkern dominant wirken.
Fraggle04
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 09. Jan 2010, 09:51
Moin,

T+A einerseits und McIntosh andererseits sind meine Lieblinge.

Gruß

Fraggle
Tugendhat
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 09. Jan 2010, 22:11
Was ich niemals begreifen werde, ist: Warum haben fast alle HiFi-Geräte einer Serie unterschiedliche Tiefen? Das ist für mich immer das erste K.O.-Kriterium. Es sieht dermaßen bescheuert aus, wenn ein CD-Player auf einem Verstärker steht, der zehn Zentimeter tiefer ist (und meistens noch 5x so hoch). Noch blöder ist es allerdings, wenn es sich nur um ein, zwei Zentimeter handelt. Warum kann man die Geräte nicht einheitlich gestalten?

Ich habe übrigens kein Problem mit Kunststoffgehäusen, wenn sie nicht auf metallisch getrimmt sind. Ich brauche auch keine fünf Zentimeter dicke Alufront.

Das Display ist mir im Prinzip auch nicht so wichtig. Ich muss es es nicht aus fünf Meter Entfernung ablesen können. Als Information reicht mir auch die Titelanzeige bzw. die Uhrzeit im ausgeschalteten Zustand. Ich mag rote LED-Anzeigen, die ein bisschen Retro aussehen.

Am Gerät sollten so wenig Knöpfe wie möglich sein. Diese aber bitte in guter Qualität. Billige, eiernde Plastikknöpfe (am "besten" noch silbern lackiert) sind mir ein Greuel. Meistens bediene ich das Gerät eh mit der Fernbedienung. Ich mag es nicht, wenn Geräte zu leicht sind, sie müssen aber auch nicht zwanzig kg wiegen.

Ich würde mir eine größere Farbauswahl wünschen. Mattschwarz fände ich, um mal von diesem ganzen Klavierlackschwarz wegzukommen, ganz attraktiv. Olivgrün, weiß oder hellgrau – her damit! Holzgehäuse oder Geräte mit seitlichen Wangen aus Holz (wie beim T+A K1) finde ich hochinteressant.

Alles in allem ist mir ein ehrliches Gerät am liebsten, das mir nicht vorgaukeln will, wertiger und besser zu sein, als es in Wirklichkeit ist. Eine (etwas ältere) Gerätekombination, die mir beispielsweise sehr gut gefällt ist:

BRAUN CSV 250 Verstärker und BRAUN CE 250 Empfänger.

Das ist wirklich hervorragendes Design – nicht einfach nur puristisch (um mal ein Modewort zu gebrauchen, dass ich nicht mehr hören kann) sondern wertig, ehrlich, funktionell und zeitlos schön.
Altgerätesamler
Inventar
#28 erstellt: 09. Jan 2010, 22:30
Hallo zusammen

Mir gefallen Amps am besten, wenn sie ein stabiles Gehäuse haben, die Front aus Aluminium besteht (min 3mm dick) und die beleuchteten Vu-Meter (panel) Anzeigen dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen.

Die Schalter/Knöpfe sollten nicht aus Plastik sein. Am besten auch aus Aluminium.

premiumhifi
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 09. Jan 2010, 22:40
da ich selbst techniker bin: die innereien müssen opulent und makellos aufgebaut sein !
cr
Moderator
#30 erstellt: 09. Jan 2010, 22:48
Massives Alugehäuse.
Ordentliche Knöpfe (wie Accuphase oder die alten Pioneer)
Gravierte Schrift/Symbole (ich hasse es, wenn die Schrift abgeht, was ja inzwischen die Regel ist bei viel benützten Tasten).
Alle wichtigen Funktionen auch am Gerät.
Keine blinkenden LEDs und Farborgien.
_ES_
Administrator
#31 erstellt: 09. Jan 2010, 23:36

premiumhifi schrieb:
da ich selbst techniker bin: die innereien müssen opulent und makellos aufgebaut sein !



Ich denk, du bist techn. Zeichner ?

Marcus, Du Wolf im Schafspelz..
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 10. Jan 2010, 00:11
sorry, ich vergass die hier "" ! wie wärs mit technischer sachbearbeiter oder konstruktionsassistent ?

in jedem fall kommt ein teil meiner ansichten daher.
_ES_
Administrator
#33 erstellt: 10. Jan 2010, 00:24


Zum Thema:

Mir gefällt ein klares Design.

Aufgeräumte Fronten, je weniger Bedieneinheiten, umso besser- das ganze in wertiger Verarbeitung.

Mir fällt da spontan ein CD-Player oder Amp ein, dessen Bedien-Elemente aus diesen vandalismus-sicheren Drucktastern bestehen könnte...mmhh.
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