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Stereoplay und falsche Tatsachen

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dommii_old
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 18. Mai 2011, 12:40
Liebes Forum,

in der aktuellen Stereoplay findet sich dieses Zitat zum Goldkabel Sound Edition, welches in 3fach-Koaxaufbau gefertigt wird:

Dass diese Variante keinen identischen Querschnitt für den Hin- und Rücktransport besitzt, hält Ehrhart [der Chef von Goldkabel] für ein klanglich relevantes Konstrukionsmerkmal.


Natürlich ist das ein indirektes Zitat des Herren Ehrhart, der auch mit diesem Zitat punktete:

Man kann einen Dreifach-Koaxaufbau mit einem klassischen Zwillingsleiter nicht direkt vergleichen, deshalb geben wir nicht den Querschnitt an


Trotzdem hört sich das erste Zitat so an als ob die unterschiedlichen Querschnitte für Hin- und Rücktransport eine Tatsache wäre, die nur von Ehrhart als klanglich relevant gewertet wird. Schon alleine die Tatsache ansich ist aber (weil wegen Wechselstrom) falsch.

Diese Ausgabe war somit meine erste (und letzte) und wurde nur von mir gekauft um den Kabeltest zu lesen, einfach aus Interesse eines klassischen Holzohres der auch noch Physikstudent ist. Leider bestätigten sich damit alle meine Vorurteile solchen Blättchen gegenüber.

Sind euch auch schonmal solche Aussagen aufgefallen? Habt ihr schonmal einen Leserbrief zu solchen Aussagen verfasst und wenn ja wurde dieser beantwortet?
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 18. Mai 2011, 15:45
Hallo!

Das ist nicht nur bei Stereoplay so, neben offentsichtlichen Recherchefehlern und gedankenlos 1-1 abgeschriebenen Werbebroschüren werden auch grob unrichtige technische Angaben veröffentlicht und aus dem Netz munter per "Copy and Paste" Texte übernommen.

Damit liegen diese "Gazetten" aber nur im allgemeinen Trend. Echte Journalistische Arbeit wird der gesamten Presse offenbar zu teuer.

Selbst in seriösen Historischen Beiträgen auf Arte häufen sich die Schnitzer, erst kürzlich gab es hier einen Beitrag bei dem ein angebliches Geschäft zwischen August dem Starken und Friederich dem Großen zur Sprache kam.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 18. Mai 2011, 15:46 bearbeitet]
cbv
Inventar
#3 erstellt: 18. Mai 2011, 15:56

Hörbert schrieb:
Echte Journalistische Arbeit wird der gesamten Presse offenbar zu teuer.

Richtig. Selbst die FAZ macht aus der USS Cole schon einmal einen Flugzeugträger. Von den Tipp-, Grammatik- und Setzfehlern (in der Papierausgabe) will ich gar nicht erst anfangen...


[Beitrag von cbv am 18. Mai 2011, 15:56 bearbeitet]
BassTrombone
Inventar
#4 erstellt: 19. Mai 2011, 06:11
Verstehe die Beschwerde über die "angeblichen falschen Tatsachen" nicht...die genanten Textbeispiele sind doch ganz klar als als Meinungen und Zitate gekennzeichnet....
dommii_old
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 19. Mai 2011, 06:51
Der unterschiedliche Querschnitt wurde als Tatsache hingestellt, die klangliche Bewertung fand dann durch den Chef statt. Ich werde mir definitiv keine weiteren Hifi-Blättchen kaufen, da kauf ich lieber ne gute CD.
Giustolisi
Inventar
#6 erstellt: 19. Mai 2011, 08:04

Trotzdem hört sich das erste Zitat so an als ob die unterschiedlichen Querschnitte für Hin- und Rücktransport eine Tatsache wäre, die nur von Ehrhart als klanglich relevant gewertet wird. Schon alleine die Tatsache ansich ist aber (weil wegen Wechselstrom) falsch.

Selbst bei Gleichstrom wäre es egal.
Man kann mit seinem Geld so viel besseres anfangen als es für Goldkabel auszugeben.
verbrennen --> gibt warm
aus dem Fenster werfen --> sieht zumindest lustig aus wenn die bunten Scheine umherflattern
ein Konzert besuchen --> dann kann man auch mal das Original hören
oder man kauft sich bessere Komponenten, um wirklich einen klanglichen Fortschritt zu erzielen.
Archibald
Inventar
#7 erstellt: 19. Mai 2011, 10:05
Hallo Dominic,

Deine Einschätzung

da kauf ich lieber ne gute CD

kann ich nur bestätigen.Das Thema ist für mich seit etlichen Jahren abgehakt.

Gruß Archibald
cbv
Inventar
#8 erstellt: 19. Mai 2011, 10:22

dommii schrieb:
Ich werde mir definitiv keine weiteren Hifi-Blättchen kaufen

Wozu auch? Der Hifi-Händler Deines Vertrauens hat die doch sowieso ausliegen und lässt Dich in Ruhe darin blättern. Oder sollte er zumindest.
Accuphase_Lover
Inventar
#9 erstellt: 19. Mai 2011, 14:49

cbv schrieb:

Hörbert schrieb:
Echte Journalistische Arbeit wird der gesamten Presse offenbar zu teuer.

Richtig. Selbst die FAZ macht aus der USS Cole schon einmal einen Flugzeugträger. Von den Tipp-, Grammatik- und Setzfehlern (in der Papierausgabe) will ich gar nicht erst anfangen...



Alles harmlos !

In der "Quick" stand in den 1980ern mal, Tutanchamun (sic !) habe die Cheops-Pyramide errichten lassen !


[Beitrag von Accuphase_Lover am 19. Mai 2011, 14:50 bearbeitet]
cbv
Inventar
#10 erstellt: 19. Mai 2011, 17:51

Accuphase_Lover schrieb:
In der "Quick" stand in den 1980ern mal, Tutanchamun (sic !) habe die Cheops-Pyramide errichten lassen ! :KR

Das ist verständlich. Zwischen dem Bau der Pyramide und der Geburt Tutankhamuns liegen ja nur knapp 1200 Jahre.

Andererseits sieht ein Flugzeugträger einem Zerstörer ja auch zum Verwechseln ähnlich...


[Beitrag von cbv am 19. Mai 2011, 17:51 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 19. Mai 2011, 21:48

dommii schrieb:
Sind euch auch schonmal solche Aussagen aufgefallen?

Auch die Stereoplay, in der behauptet wurde, dass bei Verwendung von Netzleisten mit Glimmlampe es bei den angeschlossenen Geräten zu einem Totalausfall kommen kann, vermutete Ursache soll die Störaussendung der Glimmlampe sein.

Auslöser für diesen Artikel war, dass sich ein Gerät, dass an einer Netzleiste mit Glimmlampe angeschlossen war, nicht mehr über die Fernbedienung einschalten ließ.


Gruß

Uwe
Weiterso
Gesperrt
#12 erstellt: 23. Mai 2011, 12:40
Wie so viele "Fachzeitschriften" kommt wohl auch die Stereo aus dem Dunstkreis des Bild_Verlages (Springer)
Was das zu bedeuten hat sollte jedem mit einem einigermaßen realen Weltbild klar sein. Brot und Spiele, was im alten Rom funktionierte, gilt auch heut noch für 80 % der Bevölkerung.
Das größte Übel: Die Dummheit.

Beim hören: braucht nicht schön sein Hauptsache laut.
Beim essen: Muss nicht lecker sein, Hauptsache viel.
Beim Wissen: Versteh ich nicht, Haupsache es läuft.
Beim Komponenten Einkauf: Geiz ist geil.
Das ist auch gut so.
Denn dann können wir in Ruhe unserem schönen Hobby > Hifi > nachgehen und die reden uns nicht rein.
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 23. Mai 2011, 12:46
Hallo!

@Weiterso

Sollte es nicht heißen: "Das größte Übel: Die Verdummung"? Gerade diese wird doch durch diverse "Fachblätter" aktiv gefördert.

Ignoranz, Lernresitenz und Nichtbegreifen ist halt Schick.

MFG Günther
Giustolisi
Inventar
#14 erstellt: 23. Mai 2011, 13:47
Für mich ist jede Zeitschrift unseriös, in der Kabeltests mit Klangbeschreibungen abgedruckt sind
Was juckt mich die Leitfähigkeit eines Silberkabels, wenn ich mit dem doppelten Kupferquerschnitt weit billiger wegkomme???
Bei 20kHz über den Skin effekt zu philosophieren ist genau so sinnlos.
Recherche ist das Stichwort. Wer die Mär von richtungsabhängigen Kabeln glaubt hat nicht recherchiert und ist einem Bauernfänger auf den Leim gegangen. Den Wahrheitsgehalt des restlichen Artikels kann man da ruhig hinterfragen.
Weiterso
Gesperrt
#15 erstellt: 24. Mai 2011, 12:30
@Hallo Hörbert,

In ihren Ursachen mannigfaltig, und in Ihrer Verbreitung unabsehbar,ihrer Auswirkung wegen hat sie die Bedeutung einer Weltmacht: Die Dummheit

Als Dummheit (lat. domestos) bezeichnet man einen Mangel an Intelligenz oder einen Überschuss an Einfältigkeit, bzw. auch beides zusammen. In der Regel sind nur Menschen vom Dummheitssyndrom betroffen, vereinzelt ist es aber auch im Tierreich anzutreffen (Hund, Köter und Mops .).

Die Oberschicht an der Côte d’Bêtise: Paris Hilton auf der Suche nach Intellekt.

Beim Menschen sind besonders die beiden äußeren gesellschaftlichen Randgruppen, wie die Angehörigen der so genannten sozialen Unterschicht und die der materiell übergut betuchten Oberschicht , vom Phänomen der Dummheit befallen.

Einzige Ausnahme macht hier das von Wissenschaftlern oft zitierte Beispiel aus der liberalen Mittelschicht "Der Fall Guido W."

Der Albino der Mittelschicht: Guido "D." Westerwelle

Die Messbarkeit von Dummheit erfolgt nicht etwa, wie allgmein oft behauptet, durch einen IQ-Test, sondern durch physikalisch-mathematische Berechnung. Ferdinand Dümmler entwickelte bereits vor über 150 Jahren dazu verschiedene Berechnungsgrundlagen, die er in seinem Standardwerk "Dümmler Formelsammlung" niederschrieb und welche bis heute an ihrer Gültigkeit nichts verloren haben (siehe dazu Dümmlers Formel des Irrsinns).


[Beitrag von Weiterso am 24. Mai 2011, 12:31 bearbeitet]
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