Hilfe: Unzureichendes Klangergebnis

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GSW
Neuling
#1 erstellt: 21. Jul 2011, 23:11
Hallo Zusammen,

Ich habe wenig Ahnung und niemanden, der sich wirklich auskennt.

Ich habe einen ca 45 qm großen Raum, Den ich mit Musik beschallen möchte. Bislang hat das ein Bose Sounddock erledigt, jetzt wollte ich etwas besseres. Ich habe Grundig Audiorama Kugelboxen und einen Onkyo 811 RDS gekauft und angeschlossen.

Das Klangerlebnis bleibt jedoch hinter dem Bose Sounddock deutlich zurück. Es klingt wesentlich voller und kräftiger, insbesibdere bei niedrigen Lautstaerken. Kann das sein?

Was kann ich tun, um das Klangerlebnis zu verbessern?

Vielen Dank vorab,

Georg
Eminenz
Inventar
#2 erstellt: 22. Jul 2011, 08:28
Hallo Georg,

45qm sind kein Pappenstiel, das verlangt nach ner vernünftigen Anlage mit ausreichend dimensionierten Lautsprechern. Mit kleinen Kugeln, Säulen, Würfeln kommst du da nicht weit.
Zaianagl
Inventar
#3 erstellt: 22. Jul 2011, 08:44
Yo, und die Bose-versauten Ohren müssen auch erst wieder justiert werden...!
GSW
Neuling
#4 erstellt: 22. Jul 2011, 09:54
Vielen Dank schonmal. Heisst das, dass ich besser Bose hätte kaufen sollen, weil die Ohren diesen Standard gewöhnt sind?

Welche Optionen hätte ich mit dem vorhandenen Material? Bringt es ein neuer Receiver-ich hatte gelesen, dass der Onkyom in der Leistung größten nicht wesentlich nachsteht, obwohl er kompakt ist? Oder kann man - wie im Auto- einen kleinen Verstärker dazwischen schalten? Aus optischen Grün würde ich die Boxen gern da lassen, auch das allseitige Abstrahlen spricht bei der Position im Raum für die Audiorama.

Grds. Brauche ich an dieser Stelle nur etwas, dass von der Fülle bei niedrigen Lautstärken ans Bose dran kommt...

Vorab vielen Dank!

Georg
Eminenz
Inventar
#5 erstellt: 22. Jul 2011, 10:08
Da Raum und Lautsprecher den überwiegenden Großteil des Klangs ausmachen, wird neue Elektronik kaum bis nichts bringen.

Ich hätte auf neue Lautsprecher plädiert, aber wenn dir die Optik wichtiger ist, dann musst du mit dem schlechteren Klang leben.

Klang braucht Volumen und je größer der Raum, desto mehr ist davon erforderlich. Die Audioramas sind sicher schöne Lautsprecher für Räume unter 20qm, aber bei 45qm brauchts einen vernünftigen Lautsprecher, wenn man klanglich einen gewissen Anspruch hat. Und wer klanglichen Anspruch mit extravaganter Optik unter einen Hut bringen muss, bezahlt i.d.R. viel viel Geld.
Schnuckiputz
Stammgast
#6 erstellt: 22. Jul 2011, 11:19
Kann es sein, daß der vorhandene Verstärker nur 2 x 50 Watt Nennleistung an 4 Ohm liefert?

Um an kleineren Verstärkern gut zu klingen, sollten diese unbedingt eine Loudness-Schaltung haben, damit den Audioramas im Tieftonbereich mehr Dampf gemacht wird.

Ansonsten sind die 2 x 50 Watt für so einen großen Raum nicht üppig, zumal die Audiorama Boxen (es sind wohl die neuen Audiorama 9000 ?) 120 Watt Sinus vertragen und mit einiger Power "befeuert" werden wollen. Ich würde da in jedem Fall um die 2 x 100 Watt bevorzugen. Preiswert und gut zu haben mit dem Sherwood RX-772 oder RX-773. Oder mit der vom Hersteller für die Audiorama 9000 optimierten Mini-CD-Station (mit Radio) Grundig Ovation 8120 ENC, die ebenfalls 2 x 100 Watt Sinus liefert.

Ich denke aber, daß die beiden relativ kleinen Boxen den doch recht großen Raum vor allem im Tieftonbereich nur mit Mühe ausreichend beschallen werden. Von den beiden 14 cm Tief-Mitteltönern pro Kugel darf man in puncto Schalldruck keine Wunder erwarten. Wenn die Audioramas ein "Muss" sind, könnte man vier von der Sorte einsetzen und sie im Tieftonbereich evtl. zusätzlich mit 1-2 Subwoofern unterstützen.

Du wirst also wohl vor Ort etwas herumexperimentieren müssen, bis Du Deinen "Wunschklang" gefunden hast.
sakly
Inventar
#7 erstellt: 23. Jul 2011, 10:37
Hi,

die Leistung ist definitv nicht Dein Problem, wenn Du keine Disco haben willst (auch wenn Du jetzt Disco-Kugeln hast ). Mit 50W kannst Du schon so laut hören, dass Du da vermutlich nie, bzw. nicht so schnell hin kommst. Und mit 100W schaffst Du auch nur 3dB mehr Pegel, was man eh kaum wahrnimmt.
Die Lautsprecher entsprechen einfach nicht dem, was Du erwartest. Bei zwei von diesen Dingern in 45m² würde ich auch keine Wunder erwarten...

Gruß
Schnuckiputz
Stammgast
#8 erstellt: 23. Jul 2011, 11:00
Natürlich kann man auch mit 2 x 50 Watt die Audioramas betreiben. Aber dann muß eine Loudness-Schaltung für das Bass-Fundament her. Ich habe sogar mal testweise die Kugeln mit einem alten DUAL Verstärker von 2 x 20 Watt Sinus in einem 25qm Raum laufen lassen (mit Loudness-Schaltung). Das hörte sich subjektiv besser an als ein viel stärkerer Digitalverstärker ohne Loudness.

Als Alternative kann man versuchen, einen kleinen Verstärker vorzuschalten und den über den regelbaren Kopfhörerausgang an den Hauptverstärker anzuschließen.

Die Audiorama 9000 kann durchaus ordentlichen Bass machen, braucht aber dafür viel Power ... oder ein Signal, bei dem der Basspegel vorher angehoben wurde. Obwohl ich bei 45 qm auch so meine Zweifel habe, ob man da mit zwei Kugeln hinkommt.
Zaianagl
Inventar
#9 erstellt: 23. Jul 2011, 11:11
Du bist tasächlich der Meinung, daß bei nem 150 Watt Amp mehr Baß aus den Ramas kommt,als bei nem 50 Watt Amp? Beide auf neutral.
sakly
Inventar
#10 erstellt: 23. Jul 2011, 11:21
Hi Schnuckiputz,

ich hoffe ebenfalls, dass das Geschriebene nicht so ernst gemeint ist, wie es klingt, wenn man es liest.
Leistung und Bassfundament bei der Wiedergabe haben gar nichts miteinander zu tun.
Dass die Bassfähigkeiten mit einem elektronisch modifizierten Signal, dass mit mehr Bassanteilen ausgefüllt wird, verbessert werden, ist natürlich korrekt. Dafür reichen aber auch 20W aus.

Gruß
Schnuckiputz
Stammgast
#11 erstellt: 23. Jul 2011, 11:25

Zaianagl schrieb:
Du bist tasächlich der Meinung, daß bei nem 150 Watt Amp mehr Baß aus den Ramas kommt,als bei nem 50 Watt Amp? Beide auf neutral.


Auf jeden Fall sollte ein 150 Watt Amp. für mehr Druck sorgen können. Kommt aber immer auch etwas auf den Verstärker an. Doch Bass auf neutral kannst Du bei den Ramas vergessen, da mußt Du in jedem Fall den Bass höher einstellen, evtl. sogar auf Max. Bei einer Loudness-Schaltung erfolgt ja darüber hinaus bei geringeren Laustärken eine weitere Betonung des Tieftonbereichs. Wie gesagt, die Audioramas brauchen viel "Dampf." Das liegt einmal am relativ geringen Gehäusevolumen, aber auch daran, daß pro Kugel nur je zwei 14-cm Tief-/Mitteltöner zur Verfügung stehen. Die müssen schon ordentlich in Bewegung gesetzt werden!
Zaianagl
Inventar
#12 erstellt: 23. Jul 2011, 11:40

Auf jeden Fall sollte ein 150 Watt Amp. für mehr Druck sorgen können.


Auch das fällt mir schwer nachzuvollziehen... Außer Du meinst Schalldruck, dann ists logisch!
Die (subjektiven) Erfahrungen die ich dahingehend gemacht habe, waren die, daß bei stärkeren Amps das Signal evtl als "kontrollierter" Beschrieben werden kann. Wenn überhaupt!
Allerdings waren die Amps, welche die höhere Leistung hatten, auch im höheren Preissegment angesiedelt.
Könnte auch damit zu tun haben. Oder aber auch mit Autosuggestion...

Ansonsten würde ich dem TE raten, nicht allzuviel in Richtung "mehr Baß" oder "mehr Druck" zu erwarten, wenn "nur" die Leistung erhöt wird...
Schnuckiputz
Stammgast
#13 erstellt: 23. Jul 2011, 11:46

sakly schrieb:

Dass die Bassfähigkeiten mit einem elektronisch modifizierten Signal, dass mit mehr Bassanteilen ausgefüllt wird, verbessert werden, ist natürlich korrekt. Dafür reichen aber auch 20W aus.

Gruß


Genau das sagte ich ja auch mit meinem Hinweis auf den Test mit der kleinen DUAL-Anlage. Das besagt ja im Grunde auch schon, daß es eben nicht nur auf den Verstärker bzw. auf dessen Leistung ankommt. Bei einem optimalen Equipment kann man unter optimalen Bedingungen gewiß alles auf neutral lassen. Der Verstärker muß dann nur das tun, was seine eigentliche Aufgabe ist .. ein Signal unverfälscht verstärken. Doch wann hat man schon mal Idealbedingungen? Mal hapert es an der Akustik, mal an den LS oder an beidem.

Abweichend von der reinen Hifi-Lehre muß man also öfter mal etwas hoch- oder runterregeln, um ein angenehmes Klangbild zu haben. Allerdings würde ich bei einem so großen Raum schon auf mindestens 2 x 100 Watt gehen, denn die Audioramas haben natürlich konstruktionsbedingt nicht den Wirkungsgrad wie große Standboxen.

@ Zaianagl:

Ja, natürlich geht es um Schalldruck, und zwar im speziellen Fall der Audioramas. Ich wollte damit nicht sagen, daß man nur die Leistung hochschrauben muß, um besseren Klang zu kriegen. Sorry, wenn das anscheinend ein wenig anders rübergekommen ist.
WAmpere
Stammgast
#14 erstellt: 23. Jul 2011, 18:31
Wenn es die Audioramas nicht bringen helfen auch keine 2x10kW.
Das Problem liegt hier nicht in der Verstärkerleistung, sondern die LS, der Raum und die Ansprüche des TE passen einfach nicht zusammen.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 24. Jul 2011, 09:18

GSW schrieb:
Es klingt wesentlich voller und kräftiger, insbesibdere bei niedrigen Lautstaerken.


Hallo,

es wurde eine Möglichkeit genannt welche ich zur Verbesserung dieses Problems in Betracht ziehen würde,

ein Aktivsubwoofer in Richtung Canton AS (25) würde hier zur Klangfülle beitragen,

Gruss
bapp
Inventar
#16 erstellt: 24. Jul 2011, 10:40
In diesem Fall wäre ein aktiver Subwoofer sogar die Lösung.
Er entlastet nebenbei die kleinen 140er TMT, und könnte dadurch zusätzlichen Wohlklang bringen, wohingegen eine Klangverbiegung die Audiorama eher quälen würde.
Ich würde sogar lieber 2 Subs von moderater Größe nehmen, welche aber nicht unbedingt von Canton stammen müssten - da gäbe es noch zig andere brauchbare Marken, wie sich leicht im Subwoofer-Unterforum nachlesen lässt.

Gruß, bapp
Schnuckiputz
Stammgast
#17 erstellt: 24. Jul 2011, 11:00
Ja, in diese Richtung hatte ich ja auch schon gedacht vor zwei Tagen, als ich hier schrieb:

Ich denke aber, daß die beiden relativ kleinen Boxen den doch recht großen Raum vor allem im Tieftonbereich nur mit Mühe ausreichend beschallen werden. Von den beiden 14 cm Tief-Mitteltönern pro Kugel darf man in puncto Schalldruck keine Wunder erwarten. Wenn die Audioramas ein "Muss" sind, könnte man vier von der Sorte einsetzen und sie im Tieftonbereich evtl. zusätzlich mit 1-2 Subwoofern unterstützen.

Nun hat der TE die Qual der Wahl.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 24. Jul 2011, 12:18

bapp schrieb:
welche aber nicht unbedingt von Canton stammen müssten - da gäbe es noch zig andere brauchbare Marken, wie sich leicht im Subwoofer-Unterforum nachlesen lässt.



Deswegen "in Richtung" ,
nur damit der TE sich eine grobe Richtung vorstellen kann.
Reiniman
Stammgast
#19 erstellt: 24. Jul 2011, 15:45
Ich empfehle hier auch einen aktiven Subwoofer.

Richtig eingestellt ist er eine Bereicherung für jede Anlage.

Mein Therapeut rät im übrigen auch immer zu Canton....


[Beitrag von Reiniman am 24. Jul 2011, 15:46 bearbeitet]
Eminenz
Inventar
#20 erstellt: 24. Jul 2011, 16:34
Auch wenn ich nach wie vor für ordentliche Lautsprecher bin, der passt zur Optik.
bapp
Inventar
#21 erstellt: 24. Jul 2011, 19:53
Wenn's preiswert sein soll, würde ich aber vor allem um B+W unbedingt einen großen Bogen machen - grundsätzlich, eigentlich...
ev13wt
Stammgast
#22 erstellt: 28. Jul 2011, 12:20

GSW schrieb:
Vielen Dank schonmal. Heisst das, dass ich besser Bose hätte kaufen sollen, weil die Ohren diesen Standard gewöhnt sind?

Grds. Brauche ich an dieser Stelle nur etwas, dass von der Fülle bei niedrigen Lautstärken ans Bose dran kommt...

Georg



Das ist genau die Mechanik der BOSE Marketing Jungs. Und sie funktioniert.

Denn:

Bei Zimmerlautstarke ist ein BOSE system "besser". Warum? Die Höhen sind angehoben, die Bass auch. Ein DSP gaukelt dann auch noch mehr "Inhalt" vor, und es hört dich "raumfüllend" an.

Da kann (ohne Einstellungen) ein "normales" Stero gar nicht.

Die Frage ist nur: Was gefällt dem Konsumenten? Ich habe auch schon gehört das meine Anlage (2x 12" woofer) kein Bass hätte. Wenn ich dann +12 drehe, ist es ganz plötzlich die geilste Anlage welche er je gehört hat.


[Beitrag von ev13wt am 28. Jul 2011, 12:21 bearbeitet]
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