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Volldigitale Hi-Fi-Architektur

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rauchundschall
Neuling
#1 erstellt: 30. Mai 2012, 14:47
Hallo allerseits,
nachdem ich schon seit Längerem hier im Forum mitlese und gerade die Anschaffung eines Heimkinos inklusive hochwertiger Lautsprecher plane, mache ich mir auch Gedanken über die richtige Verstärkerarchitektur und bin zu der Frage gekommen, ob denn die heutige Art, wie wir unsere Heimkinoanlagen konstruieren, denn schon der Weisheit letzter Schluss ist.
Dabei bin ich zu einem Ergebnis gekommen, welches ich gern mit Euch diskutieren möchte.

Im Moment sehen Heimkino-Anlagen ja meist so aus:

(1) [Digitale Signalquelle] --> [AV-Receiver] --> [Lautsprecher]

Investiert man etwas mehr Geld und trennt den AV-Receiver auf, so sieht es so aus:

(2) [Digitale Signalquelle] --> [AV-Vorstufe] --> [Endstufe] --> [Lautsprecher]

Die AV-Vorstufe sieht im Detail so aus:
(3) [Quellenumschalter] --> [D/A-Konverter] --> [Vorverstärker]

Und die Endstufe – angenommen, wir verwenden einen Klasse-D-Verstärker, so (Quelle: Wikipedia):
(4) [Pulswellenmodulator] --> [PWM-Endstufe] --> [Tiefpassfilter]

In der Gesamtkette sieht man jetzt, dass zwischen Vorverstärker und Pulswellenmodulator ein analoges Signal übertragen wird, welches anschließend wieder - wenn auch in anderer Form - digitalisiert wird. Pulswellenmodulation könnte zum Beispiel auch sehr einfach in einem DSP durchgeführt werden – also vor der D/A-Konvertierung, während das Signal noch digital ist. Außerdem kann ich die Endstufe direkt mit dem digitalen Signal ansteuern, woraus sich folgendes Blockschaltbild ergibt:

(5) [Quellenumschalter] --> [DSP] --> [PWM Endstufe] --> [Tiefpassfilter]

Der Vorteil ist, dass ich das zu verstärkende Signal direkt aus dem DSP gewinne – sogar ein herkömmlicher D/A-Wandler entfällt!
Falls aktuelle AV-Receiver tatsächlich so funktionieren, hieße das, dass ich durch das herkömmliche Auftrennen wie in Diagramm 2 beschrieben ja eine Qualitätseinbuße ergibt. Neben den meist erheblich höheren Preisen hätte ich also erstmal einen klanglichen Nachteil, sofern nicht gleichzeitig hochwertigere Komponenten verbaut werden. Konstruktionsbedingt haben dann solche Geräte keinen Vorverstätkerausgang – außer, man baut parallel dazu noch einen herkömmlichen Vorverstärker ein.

In einer letzten Ausbaustufe wäre es noch denkbar, die Frequenzweiche der Lautsprecherboxen in den DSP zu verlagern und für jedes Chassis eine eigene PWM-Endstufe und Tiefpassfilter zu bauen – pulswellenmoduliertes Bi-Amping oder Tri-Amping sozusagen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Bi-Amping liegt der Vorteil hier jedoch darin, dass ich weniger analoge Komponenten verbauen muss, da die Frequenzweiche ja entfällt.
(6) [DSP] -- [Chassis-PWM-Endstufe] --> [Chassis]
Sinnvoll ist dieser letzte Schritt nur für Aktivboxen.

Meine Fragen sind nun folgende:
(i) Wie funktionieren aktuelle AV-Receiver-Modelle mit Class-D-Verstärker? Nach der herkömmlichen Konstruktionsweise wie in (2) dargestellt oder volldigital wie in (5)?

(ii) Falls diese noch wie in (2) dargestellt funktionieren, warum ist das so? Historisch gewachsen? Ist einfach noch niemand auf die Idee gekommen?

(iii) Gibt es überhaupt Produkte, die die Schaltbilder (5) und (6) realisieren und idealerweise noch nach Hi-Fi klingen?

(iv) Gibt aus Eurer Sicht irgendwelche Nachteile bei einer solchen Konstruktion abgesehen davon, dass man alles neu kaufen müsste und dass die Lautsprecherkabel-Voodo-Mafia sich neue Ideen überlegen muss, warum ich denn trotz volldigitaler Verkabelung 10.000 Euro pro Meter ausgeben sollte?

(v) Wenn es so etwas gäbe, würdet ihr es kaufen? Bedenkt, dass man alles neu verkabeln müsste, da bis auf die letzte Meile alles digital ist. Außerdem gäbe es in einem solchen System ausschließlich Klasse-D-Verstärker – also keine Röhren und keine Class-A-Boliden. Und bei (6) auch nur noch Aktivboxen, die wahrscheinlich noch einen Netzwerkanschluss bräuchten, um dann per iPhone oder iPad die Lautstärke regulieren zu können....

(vi) Sind meine obigen Überlegungen überhaupt korrekt? Oder stelle ich mir das alle zu einfach vor?


[Beitrag von rauchundschall am 30. Mai 2012, 15:36 bearbeitet]
weimaraner
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 30. Mai 2012, 16:21
Hallo,

ich lasse erstmal den richtigen Technikfreaks den Vorrang deine Fragenliste abzuarbeiten,

wenn du in der Zwischenzeit Lautsprecher kaufen möchtest:

http://www.backesmueller.de/bm/de/bm50.htm

Gruss
Highente
Inventar
#3 erstellt: 30. Mai 2012, 16:49
Ein AV Receiver wandelt in 2 Stufen.
1. Der Dolby Digital /DTS Decoder dekodiert die 5.1 Signale in einzelne Tonspuren.
2. Der DA Wandler wandelt diese Tonspuren dann in analoge Signale.

Dir fehlt die Dekodierung

Highente
cr
Moderator
#4 erstellt: 31. Mai 2012, 01:40
Konsequent ist nur, aktive Lautsprecher mit digitaler Frequenzweiche digital anzusteuern.
Alles andere ist eine halbe Sache.
Derartige Lautsprecher sind teuer.
Mit passiven Boxen lohnt sich das alles nicht.
derschröder
Stammgast
#5 erstellt: 31. Mai 2012, 11:03
Ich glaube MERIDIAN macht so was.....
flyingscot
Inventar
#6 erstellt: 31. Mai 2012, 11:09
Interessante Idee. Den einzigen kleinen "Denkfehler", den ich gefunden habe ist der Pulsweitenmodulator: Der ist nicht klassisch "digital", da das Timing der Flanken analog ist. Aber mit entsprechend hoher Zeitauflösung von einigen MHz sicher auch direkt durch einen DSP herstellbar.
Passat
Moderator
#7 erstellt: 31. Mai 2012, 11:17
Ja, Meridian macht das.

Das Problem bei der Geschichte ist die Lautstärkeregelung.

Die erfolgt bei solchen Konzepten in den Lautsprechern, die Vorstufe dient nur als Controller, der über Steuersignale die Lautstärkeregelung der Lautsprecher fernbedient.

So etwas gabs in den 90ern auch von Philips:
Controller DSC 950 und Lautsprecher DSS 930 und 940.

Grüsse
Roman
cr
Moderator
#8 erstellt: 31. Mai 2012, 11:34
Ist aber nict unbedingt nötig.
Mit 24 Bit zum LS hin kann man die 16 Bit der CD ohne Verluste bis -48dB absenken und dann ist es so leise dass die ab dann einsetztende Reduktion der Auflösung unhörbar ist.
Apalone
Inventar
#9 erstellt: 01. Jun 2012, 05:02

rauchundschall schrieb:
......
(iii) Gibt es überhaupt Produkte, die die Schaltbilder (5) und (6) realisieren und idealerweise noch nach Hi-Fi klingen?
....


Thema ist nicht neu. Gute Aktivlautsprecher gabs/gibts u.a. von B & M, T+A, und weitere mehr.

Die Verlagerung der Wandlung in die Box ist nur eine örtliche Verlagerung. An irgendeiner Stelle muss schließlich gewandelt werden. Boxen mit digitalen Eingängen gibts häufiger im PA-Bereich, auch für kleines Geld.
Apalone
Inventar
#10 erstellt: 01. Jun 2012, 05:13

cr schrieb:
Konsequent ist nur, aktive Lautsprecher mit digitaler Frequenzweiche digital anzusteuern.
.....
Derartige Lautsprecher sind teuer.
...


Aber heutzutage kostet Digitaltechnik nichts mehr. Für 500,- gibts es schon brauchbare Digitalweichen (auch die Behringer Ultradrive kann man dafür schon nehmen) und analog verstärken muss man halt irgendwann sowieso.

Im Jahre 2000 (= erster Umsetzungsversuch der "volldigitalen" Kette mit T+A CD-Laufwerk in Sony Digitalweiche) war praktikable Lautstärkeregelung noch das größte Problem. Nachdem sich aber herausgestellt hatte, dass der Verzicht auf den Vorverstärker eher klangliche Nachteile hatte, wurde wieder konventionell via VV die Lautstärke geregelt - und nicht mit 3 Stereopoties...

Ob eine "volldigitale Kette", sprich nur digital in eine entsprechende Aktivbox rein, besser klingt als eine mit Wandlung vorher und externen Zuarbeitern, muss dann noch geprüft werden.

Ich würde nicht zwingend wetten, dass die "volldigitale" Lösung die bessere ist!
Passat
Moderator
#11 erstellt: 01. Jun 2012, 07:05
Zu Volldigital noch etwas:

In den 80ern hat sich Sony an einem volldigitalen Lautsprecher versucht, der ohne Wandelung und Analogverstärker auskommt.
Es war ein 16bit-Prototyp, für jedes Bit gabs einen eigenen Breitband-Schallwandler, d.h. 16 Stück!

Wie genau das funktioniert hat, weiß ich leider nicht.
Es ist bei diesem einen Versuch geblieben.

Grüsse
Roman
rauchundschall
Neuling
#12 erstellt: 05. Jun 2012, 17:03
Die B&M- und Meridian-Lautsprecher sind interessant und auf jeden Fall einen Blick wert. Das schöne ist, dass man sie digital ansteuern kann – was anscheinend bei den wenigsten Aktivboxen der Fall ist. Das Problem mit der Lautstärkeregelung war eher früher ein Problem – heute gibt es dafür elegante Lösungen (Smartphone, Tablet o.ä.). Die digitale Frequenzweiche hat in der Tat ihren Reiz.

@flyingscot: Genau das ist mir auch gerade eingefallen: So reizend wie es ist, eine Anlage ohne herkömmlichen D/A-Wandler zu bauen, so schwierig ist es. Bei der Pulsweitenmodulation sind zwar die Schaltzustände diskret, jedoch nicht die Pulsweite, da sie analog erzeugt wird.
Der digitale Pulsweitenmodulator müsste eine zeitliche Auflösung haben, die der analogen PWM-Frequenz multipliziert mit der Auflösung des Tonsignals: Bei 1 MHz analoger PWM-Frequenz und 16 Bit=65536 Zustände wären das also 65,536GHz! Bis wir dort angekommen sind, dauert es noch ein Weilchen.
Möglicherweise reicht es auch schon, die Abtastfrequenz mit der Auflösung zu multiplizieren: 22.1kHz mal 65536 = 1.45GHz, wo wir bereits im technisch machbaren wären.


Apalone schrieb:

Thema ist nicht neu. Gute Aktivlautsprecher gabs/gibts u.a. von B & M, T+A, und weitere mehr.
Die Verlagerung der Wandlung in die Box ist nur eine örtliche Verlagerung. An irgendeiner Stelle muss schließlich gewandelt werden. Boxen mit digitalen Eingängen gibts häufiger im PA-Bereich, auch für kleines Geld.

@Apalone: Das Thema ist in sofern neu, dass es hier auch um die Frage geht, was man überhaupt digital und was analog macht. Betrachtet man digitale Frequenzweichen und digitale Pulsweitenmodulation, so ergibt sich auf einmal eine ganz neue Hi-Fi-Kette – mit anderen Komponenten und vertauschten Reihenfolgen in der Kette, was wiederum Auswirkungen auf Bedienung, Verkabelung, etc. hat.
Natürlich wird es auch hier die Diskussion geben, die es schon immer gab: Vinyl oder CD? Röhre oder Transistor? Und wenn Transistor, dann Class A oder class D? Gerade bei dem in (5) propagierten Schaltbild wird es so sein, dass Einsteiger und High End immer dichter zusammenrücken: Bei digitalen Bausteinen gibt es die großen Unterschiede wie im Analog-Hifi nicht. Eine High-End-Anlage kann sich nur noch durch PWM-Frequenz und intelligenter DSPs und Modulationsverfahren von Einsteigermodellen unterscheiden.
Aber dennoch wird das Hören einer Schallplatte über den Röhrenverstärker immer seinen Reiz behalten


[Beitrag von rauchundschall am 05. Jun 2012, 18:03 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#13 erstellt: 06. Jun 2012, 05:21

rauchundschall schrieb:
....heute gibt es dafür elegante Lösungen (Smartphone, Tablet o.ä.)...


Ob das elegant ist, muss aber noch geklärt werden. Wie umgehen die Teile den Nachteil der verminderten digitalen Auflösung, wenn die Lautstärke reduziert wird?
audioangler
Stammgast
#14 erstellt: 06. Jun 2012, 08:37

rauchundschall schrieb:

Und wenn Transistor, dann Class A oder class D?

Weder noch, sonder ein AB

Spaß zur Seite, bis auf die digitale Weiche bezweifle ich, dass das volldigitale Konzept klangliche Vorteile bringt.
Die digitale Weiche könnte man aber auch in einer DSP im AVR realisieren.
Zum Lautsprechern müsste man dann entweder
- über mehrere Lautsprecherkabel zu einer Pasivboxoder oder
- über mehrere symetrische Verbindungen zu einer Aktivbox.
Die hätte den Vorteil dass die Lautsärkeregelung analog im AVR realisiert werden kann.
Das wäre aus meiner Sicht die optimale Lösung
cr
Moderator
#15 erstellt: 06. Jun 2012, 09:57

Die hätte den Vorteil dass die Lautsärkeregelung analog im AVR realisiert werden kann.
Das wäre aus meiner Sicht die optimale Lösung


Sehe ich nicht so. Weil alle Quellen digital sind, findet eine völlig unnötige DA/AD-Wandlung statt. Unter volldigitaler Architektur verstehe ich schon was anderes. Und professionell ist das auch nicht. Zudem bringt die erneute AD-Wandlung des lautstärkereduzierten Signals genau dieselbe "Verschlechterung", wie wenn man man es gleich digital reduziert. Plus Verschlechterung der weiteren Wandlung!

Wie gesagt, eine Auflösung von 24 Bit zur Klangregelung bringt bei 16 Bit-Quellen keine Einschränkung (siehe oben)
Passat
Moderator
#16 erstellt: 06. Jun 2012, 10:08
Doch.
Da bleibt ein Spielraum von 48 dB, ab da nimmt die Qualität ab.

Zimmerlautstärke ist bei meinem AVR um die -45 dB, Maximum ist +16,5 dB. Ich höre also 61,5 dB unter Maximum.
Das sind aufgerundet 11 bit, ich würde also bei Zimmerlautstärke bei CD die Auflösung schon auf 13 bit reduziert haben.

24 bit reichen nicht.
Und wenn man HD-Tonformate wie DVD-Audio nimmt, dann erst recht nicht.
Man muß da schon auf 32 bit gehen.

In den späten 80ern hatte Grundig auch mal eine rein digitale Vorstufe angedacht. Da wurde die Lautstärkeregelung sogar mit 48 bit vorgesehen.

Grüsse
Roman
cr
Moderator
#17 erstellt: 06. Jun 2012, 10:20
Nichtsdestotrotz hat der obige Vorschlag mit der Analogregelung im AVR genau dasselbe Problem (weil ja das abgeschwächte Signal dann mit reduzierter Auflösung gewandelt werden muss) und ein weiteres dazu.


Zimmerlautstärke ist bei meinem AVR um die -45 dB, Maximum ist +16,5 dB. Ich höre also 61,5 dB unter Maximum.
Das sind aufgerundet 11 bit, ich würde also bei Zimmerlautstärke bei CD die Auflösung schon auf 13 bit reduziert haben.


Stimmt die Berechnung wirklich allgemein?

Wenn Vollaussteuerung zu maximaler Leistung führt, wären dies doch maximal 110 dB.
110-48 = 62 dB und erst ab da wäre dann die Auflösung unter 16 Bit reduziert.


Und wenn man HD-Tonformate wie DVD-Audio nimmt, dann erst recht nicht.

Praktisch fast bedeutungslos als Signalquelle.
audioangler
Stammgast
#18 erstellt: 06. Jun 2012, 11:27

cr schrieb:

Sehe ich nicht so. Weil alle Quellen digital sind, findet eine völlig unnötige DA/AD-Wandlung statt.

Ich glaube ich wurde missverstanden.
Wo würde die AD-Wandlung stattfinden ?

Mein Vorschlag wäre:
- Von BD/DVD/CD ins AVR (digital).
- AVR erledigt im digitalen Bereich (unter anderem) die Aufgabe der Frequenzweiche (digital).
- Dann D/A Wandlung.
- Dann Lautstärkeregelung. (analog)
- Dann analog zu den Lautsprechern (Klein- oder Großsignal abhängig davon ob Pasiv- oder Aktivboxen eingesetzt werden sollen)

Die kompromisslose volldigitale Lösung bringt wegen der Lautstärkeregelung mehr Nachteile als Vorteile.

Mit "Optimale Lösung" meinte ich eher ein maßvolles Einsetzen der beiden Technologien (analog und digital).

Oder ?
cr
Moderator
#19 erstellt: 06. Jun 2012, 14:21
Ich weiß nicht, ob nicht ein digitales FIR-Filter als Frequenzweiche große Vorteile bringt. Nicht umsonst verwenden hochwertige Studio-Aktivlautsprecher im hohen 1000 Euro Bereich das.
Die Nachteile der dig. Volume-Regelung kann ich nicht erkennen, wenn ich unterstelle, dass 24-Bit "0 dB" der Pegel ist, wo eben eine Aktivbox voll ausgesteuert wird, was bei großen Boxen in der Regel eben 110 dB sind, und ex 110 dB hat man dann halt bis 62 dB die volle 16-Bit-Auflösung. Was man darunter dann verliert, ist uninteressant. Und mit 32 Bit wäre man sowieso weit jenseits von gut und böse.


Die hätte den Vorteil dass die Lautstärkeregelung analog im AVR realisiert werden kann.

Wenns ers denn analog macht......
erfordert immerhin ein 14-fach-Poti.
Passat
Moderator
#20 erstellt: 06. Jun 2012, 14:27

cr schrieb:
Wenns ers denn analog macht......
erfordert immerhin ein 14-fach-Poti.


Was kein Problem ist.

In den großen Yamaha AVRs befindet sich ein analoges 13-fach Poti.

Zur Not nimmt man eben 2 solcher Potis.

Grüsse
Roman
audioangler
Stammgast
#21 erstellt: 06. Jun 2012, 14:45

cr schrieb:
erfordert immerhin ein 14-fach-Poti.

Und bei 3-Wege Boxen eben ein 21-faches Poti
4-Wege Boxen müsste per ein EU-Gesetz verboten werden


[Beitrag von audioangler am 06. Jun 2012, 14:47 bearbeitet]
cr
Moderator
#22 erstellt: 06. Jun 2012, 15:09
Bei 7 Kanälen und 3-Weg wären wir aber bei einem 42er Poti.


Und bei 3-Wege Boxen eben ein 21-faches Poti


Nur ist das ein ziemlicher Quatsch, denn die analoge Aufteilung auf die Frequenzbereiche kann auch nach dem Poti erfolgen.

Dennoch halte ich in der heutigen Zeit von dem ganzen Analoggefrickel nichts mehr, sobald Aktivboxen ins Spiel kommen.

Aber es liegt leider an den Herstellern, die nichts Brauchbares anbieten.
audioangler
Stammgast
#23 erstellt: 06. Jun 2012, 17:50

cr schrieb:
Bei 7 Kanälen und 3-Weg wären wir aber bei einem 42er Poti.


Und bei 3-Wege Boxen eben ein 21-faches Poti


Wegen Symetrie, oder ?



Nur ist das ein ziemlicher Quatsch, denn die analoge Aufteilung auf die Frequenzbereiche kann auch nach dem Poti erfolgen.

Dann wäre es eine analoge F-Weiche. Dann könnte man es mehr oder wenige so lassen wie es jetzt gemacht wird
cr
Moderator
#24 erstellt: 06. Jun 2012, 17:59
Sorry, habe mich verrechnet
Andererseits: Da hochwertige Stereoverstärker 4-fach Potis verwendeten, hätte ich mich auch rausreden können.
Tatsache bleibt leider, dass es auch heute noch keine durchgängige Lösung für den Consumerbereich gibt.
Dabei wäre eine rein digitale Lösung letzlich das Billigste....
Aber auch bei den CD-Aufnahmen hat es lange gedauert, ohne analoge Zwischenschritte auszukommen
rauchundschall
Neuling
#25 erstellt: 06. Jun 2012, 18:06
Verstehe ich Euch richtig, dass ihr mit dem 21-fach-Analog-poti die Lautstärke für jeden Frequenzkanal eines 3-Wege-7.1-Systems regeln wollt? Abgesehen davon, das es äußerst unflexibel wäre, glaube ich, dass eine analoge Lautstärkeregelung mit digitaler Frequenzweiche keinen Vorteil bringt:
Mit der Lautstärkeregelung hätten wir meines Erachtens nach nur dann ein Problem, wenn diese ebenfalls digital stattfinden soll UND gleichzeitig die PWM digital durchgeführt wird. Denn die höhere Bitzahl würde auch eine höhere PWM-Frequenz erfordern und da sind wir ja schon an der Grenze des Machbaren.
Ansonsten ist eine digitale Lautstärkeregelung überhaupt kein Problem – selbst 128 Bit könnten heutige DSPs problemlos bewerkstelligen – selbst für den krassesten Dynamikfetischisten dürfte das ausreichen und jenseits der Grenze des Messbaren liegen.
Im Übrigen könnte man auch die Aktivboxen mit einer Signalleitung über die gewünschte Lautstärke informieren. Dazu bräuchte man nicht mal ein extra Kabel, denn die Information könnte ja auf das eh benötigte Digitalkabel gemultiplext werden. Damit wäre audioanglers Einwand bezüglich der Verkabelung Rechnung getragen:
Die Lautstärkeregelung erfolgt im AVR (ob ich dann an nem Knopf drehe oder eine App dafür benutze, ist Geschmackssache, die Frequenzweiche – egal ob analog oder digital – befindet sich im Lautsprecher, und die Endstufe ja sowieso.

Aber mal ne ganz einfache, andere Idee: Könnte man nicht einfach die Lautstärke über die Änderung der High-Spannung am Endstufenausgang regeln?

@cr: Ich glaube auch, dass es technisch möglich ist, soetwas zu bauen, das Problem aber daran liegt, es den Kunden zu vermitteln. Und man würde sich ja quasi sein eigenes Geschäft kaputt machen, wenn es kaum noch einen Grund gäbe, tausende Euro für High-End-Hifi auszugeben.


[Beitrag von rauchundschall am 06. Jun 2012, 18:07 bearbeitet]
audioangler
Stammgast
#26 erstellt: 06. Jun 2012, 21:25
Nun bin ich auch von der volldigitalen Lösung überzeugt


[Beitrag von audioangler am 06. Jun 2012, 21:26 bearbeitet]
cr
Moderator
#27 erstellt: 06. Jun 2012, 22:30
Bei Lautstärkeregelung in der Box sehe ich ein Schnittstellenproblem, es müßte erst eine Normierung erfolgen, wie das genau aussehen soll. Sonst sicher gut.
32 Bit wäre auch ok (mir reichen auch 24...)

Ein Vorteil wurde noch nicht erwähnt: Der Bassbereich ließe sich aktiv ohne Probleme mit einem gewichtssparenden D-Verstärker realisieren. An passend definierten Lautsprechen sind sie ja gut, nur wenn sie an jeder beliebigen Passivbox funktionieren sollen, werden sie konstruktiv zum Problem...


[Beitrag von cr am 06. Jun 2012, 22:32 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#28 erstellt: 07. Jun 2012, 06:12

rauchundschall schrieb:
....Ich glaube auch, dass es technisch möglich ist, soetwas zu bauen, das Problem aber daran liegt, es den Kunden zu vermitteln. Und man würde sich ja quasi sein eigenes Geschäft kaputt machen, wenn es kaum noch einen Grund gäbe, tausende Euro für High-End-Hifi auszugeben.


Das wird das Kernproblem sein. Die Vorteile von Aktivboxen sind eigentlich seit 30 Jahren einvernehmlich einheitliche Meinung.

Bedeutung am Markt??
das.ohr
Inventar
#29 erstellt: 07. Jun 2012, 07:56
Hallo Allerseits,
die Digitalen Lautsprecher mit PWM und das auch im Dreiwegebereich gibt es schon seit 2004 von Dynaudio und seit 2012 auch im Konsumer Bereich (Xeo) für 1500€ sogar mit Drahtlos Übertragung.

In einer letzten Ausbaustufe wäre es noch denkbar, die Frequenzweiche der Lautsprecherboxen in den DSP zu verlagern und für jedes Chassis eine eigene PWM-Endstufe und Tiefpassfilter zu bauen – pulswellenmoduliertes Bi-Amping oder Tri-Amping sozusagen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Bi-Amping liegt der Vorteil hier jedoch darin, dass ich weniger analoge Komponenten verbauen muss, da die Frequenzweiche ja entfällt.
(6) [DSP] -- [Chassis-PWM-Endstufe] --> [Chassis]

Damit lassen sich dann auch Surroundanlagen aus dem PC ansteuern und bedienen.
Air Serie
Xeo

Gruß
Frank


[Beitrag von das.ohr am 07. Jun 2012, 08:04 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#30 erstellt: 08. Jun 2012, 20:35

cr schrieb:
Dabei wäre eine rein digitale Lösung letzlich das Billigste....

Genau das ist m.E. nicht der Fall. Es ist in der Praxis gar nicht mal so trivial, einem DAC deutlich jenseits der 100 dB an Dynamik zu entlocken, wenn sein Referenztakt nicht gleich nebenan erzeugt wird. (Siehe z.B. die Tücken des E10 in 24 Bit.) Ein guter PGA herrscht dagegen über bis zu 120 dB und ist deutlich pflegeleichter in der Anwendung - zumal diese heute zumeist gleich als Vielbeiner mit integriertem Eingangswähler und Klangstellern verbaut werden (typisch von Renesas, Datenblatt zu den interessanten Typen Fehlanzeige).

Daß die Aktivierung von Lautsprechern auch im Consumerbereich durchaus interessant ist, zeigten schon in den 90er Jahren Kompaktanlagen mit integrierten Aktivweichen. Nur werden derzeit im Hifi-Bereich erst einmal wieder die späten 70er neu aufgelegt, vielleicht reicht es ja diesmal für eine größere Verbreitung der Aktivtechnik. (Aktivmonitore sind ja schon recht beliebt, aber auch das bislang eher im Budget-Segment.)
Weckesser
Neuling
#31 erstellt: 25. Okt 2012, 08:44
Inwieweit ist das Konzept der volldigitalen Signalverabeitung in der SONOS-Serie realisiert?
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