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Mitteltöner dezentriert? Canton Quinto 540

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Autor
Beitrag
rottwag
Stammgast
#1 erstellt: 16. Mai 2013, 05:50
Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit die Canton Quinto 540 als Abhöre für meinen Produktionstisch besorgt (kein witz - ja, der Schreibtisch ist sehr groß).

Die Dinger klingen super und haben auch viel Membranfäche. Besonders die große Mittelton-Kalotte sehe ich als großen Vorteil...

Soweit so gut.. nun ist mir kürzlich aufgefallen, dass in bestimmten Situationen der Mitteltöner der rechten Box kratzt/krisselt... (z.B. Mondscheinsonate => Klavier).

Dies tritt aber erst aber leicht gehobener Zimmerlautstärke auf (aber definitiv nicht mehr als diese LS lässig verkraften sollten).

Andere Musik klingt einwandfrei - nutzt vermutlich aber nicht dieses schmale Frequenzband, wo der Mitteltöner ein Problem hat?

Ich habe nun testweise mal mit einem Stückchen gefaltetem Taschentuch die Sicke des MT abgetastet und habe dabei festgestellt, dass das gekrisselt sich stark reduziert, wenn ich leicht auf die rechte Seite der Sicke drücke - also mehr berühre (drücken klingt zu stark mit einem Taschentuchschnipsel).

Ich denke nun nicht, dass der MT grundsätzlich defekt ist - aber evtl. ist er nicht mehr ganz sauber zentriert?

Meine Frage ist nun, wie ich das prüfen kann? Kann ich den MT auseinanderbauen und dann selbst versuchen das zu richten? Was habe ich da für Möglichkeiten??

Danke für Tipps

Gruß,
Andi
Amperlite
Inventar
#2 erstellt: 16. Mai 2013, 14:26
Prüfen könntest du das gut mit einem Sinuston-Generator. Gibts am PC in etlichen Programmen und bestimmt auch als Smartphone-App. Mit sowas das vermutete Frequenzband durchorgeln. Bei einer bestimmten Frequenz wird es vermutlich am stärksten auffallen.

Achtung, gefährliches Halbwissen:
Vielleicht ist das Chassis verspannt im Gehäuse montiert und es genügt bereits, einmal alle Schrauben zu lösen und gleichmäßig anzuziehen. Kostet nix, einen Versuch ist es mal wert.
Bei der Gelegenheit würde ich das Chassis auf jeden Fall komplett herausnehmen und nachschauen, ob man Auffälligkeiten sehen/fühlen kann.


[Beitrag von Amperlite am 16. Mai 2013, 14:28 bearbeitet]
cr
Moderator
#3 erstellt: 16. Mai 2013, 18:21
Ferrofluid? Wenn ja, ev. eingetrocknet. Wann wurde die Box gebaut?
Kalotten-MT selber reparieren ist sehr schwierig. Aufschrauben kann man sie meist.
Wenn nicht sonst in der Box was scheppert, wird die Schwingspule des MT am Magneten schleifen.
rottwag
Stammgast
#4 erstellt: 18. Mai 2013, 08:34
Hallo zusammen,

also die Canton Quinto 540 sind von 1981 !
http://www.hifi-wiki.de/index.php/Canton_Quinto_540

Das mit den Schrauben kann ich mal probieren - auch wenn ich nicht glaube, dass die Chassis jemals rausgeschraubt wurden. Die sind nämlich quasi wie neu ansonsten (ein Schnäppchen aus der Bucht) und klingen auch seidig, souverän und schön....

Ich melde mich wieder, wenn ich Ergebnisse habe.

Gruß,
Andi
cr
Moderator
#5 erstellt: 19. Mai 2013, 00:45
Dass man einen Kalottenmitteltöner so verspannen kann, denke ich nicht.
Entweder wurde er mal überlastet, oder es scheppert irgendwas - manchmal kann das auch die Kalottenlitze sein (die zwei feinen Drähtchen, die man sieht), wenn sie wo streift oder brüchig geworden ist.
rottwag
Stammgast
#6 erstellt: 19. Mai 2013, 22:04
Hi!

Also - es ist verrückt, aber ich habe tatsächlich durch Veränderung der Schraubenspannung das gezerrte des Mitteltöners vollständig wegbekommen!!

Und zwar habe ich nicht die äußeren Schrauben gedreht, welche den gesammten Mitteltöner halten, sondern die inneren, welche dicht an der Membran liegen.

Als ich gemerkt hatte, dass es beim Drehen der Schraube überhaupt eine Veränderung gab, hab ich rumprobiert und jedes Mal, wenn das gezerrte aufgehört hat (Loop mit entsprechender Freq. lief im Hintergrund) habe ich die Lautstärke etwas erhöht.Am Ende hatte ich 3 der 4 Schrauben leicht gelockert - wirklich leicht.

Nun spielt die Box wieder 100%ig sauber auch bei hohen pegeln und auch bei schwieriger Musik wie Frauenstimmen und Klavier etc.

SUPER!

Ich hätte es ehrlich vorher nie für möglich gehalten

Gruß,
Andi


[Beitrag von rottwag am 19. Mai 2013, 22:05 bearbeitet]
cr
Moderator
#7 erstellt: 19. Mai 2013, 22:10
Die inneren zentrieren die Schwingspule, würde sagen, Glück gehabt.
Schaut wahrscheinlich so aus (im Bild 4 Kreuzschrauben)

http://www.visaton.d...lotten/g50ffl_8.html
rottwag
Stammgast
#8 erstellt: 20. Mai 2013, 08:01
ja - Glück gehabt....

ja genaus so sieht das aus! Meine MT-Kalotte ist auch ab 800 Hz im Einsatz. Schade, dass es solche Konstruktionen heute quasi nicht mehr gibt....

Gruß,
Andiii
cr
Moderator
#9 erstellt: 20. Mai 2013, 10:08
Doch, doch, gibt es noch, wenn man sucht, siehe auch bei Visaton.
Aktuell sind Mitteltonkalotten sogar wieder etwas im Kommen.
Zweiweger sind halt einfacher und billiger*, darum dominieren sie so. Und bei billigen Dreiwegern sind wiederum die Konusmitteltöner verbreitet, weil billiger.

*) bzw. als überteuerte audiophile Böxchen beliebt, womöglich noch mit der 6-dB-Weichen wegen der "günstigen" Phaseneigenschaften, was völliger Unfug ist.

PS: Auch geschlossene Boxen sind selten geworden, Bassreflex dominiert
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