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50 Jahre Stiftung Warentest; Glückwunsch!

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8bitRisc
Stammgast
#1 erstellt: 16. Sep 2014, 18:49
Die Stiftung Warentest feiert heute Ihren 50igsten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.
Im DLF wurde heute darüber berichtet. Es wurde erwähnt, daß sie jährlich vom Staat 5,5Mio € bekommt. Auch die werbefreien Magazine und die wirtschaftliche Unabhängigkeit wurden erwähnt. Die Stiftung ist somit in der Lage neutrale Tests ohne Vorbehalt durchzuführen.
Wie sieht es denn nun bzgl. der Tests von Video und Audioprodukten aus ?
Werden eigentlich noch klassische HIFI Geräte wie Stereo Verstärker oder CD Player getestet ?
Ich kann mich noch daran erinnern, daß in früheren Zeiten durchaus HIFI Geräte getestet wurden.
Mich würde mal interessieren wie dort Klangqualität beurteilt wird. Das Geschwurbel, welches in den bekannten Fachmagazinen zum Thema HIFI häufig vorkommt, wird es bei der Stiftung Warentest doch sicherlich nicht geben.
Vor ca. 3 Jahren habe ich am Zeitschriftenstand mal so einen Testbericht zum Thema "Flachbildfernseher" durchgeblättert. Ich war erstaunt darüber, daß die meisten Geräte sich mit der Note "befriedigend" begnügen mussten. In den anderen Videomagazinen gab es zur gleichen Zeit dagegen eigentlich immer die Note "gut" oder "sehr gut".
thewas
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Sep 2014, 08:51
Klassisches Hifi wird natürlich weniger oft als früher getestet da andere Heimelektronik Produkte heutzutage einen höheren Stellenwert haben, hier kannst du dir einen Überblick erschaffen, ältere Tests sind sogar kostenlos. http://www.test.de/multimedia/musik-audio-hifi/tests/ Ich finde die Tests immer noch näher an der Wahrheit als von der restlichen degenerierten Werbepresse, aber leider sind sie auch hier nicht mehr so detailliert und technisch wie früher.
spawnsen
Inventar
#3 erstellt: 17. Sep 2014, 09:29
Freue mich immer darüber, dass die Stiftung die Produkte kritisch betrachtet und nicht vor schlechten Wertungen zurückschreckt. Mitunter sind die Testkriterien für HiFi-Fans zwar schwer nachvollziehbar - wenn plötzlich die "Schadstoffanteile" in einem Kopfhörer stärker gewichtet sind als deren klangliche Eigenschaften – aber immerhin müssen sie sich nicht gegenüber ihrer Werbekundschaft behaupten bzw. sich durch überproportional gute Bewertungen empfehlen.

Daher: Glückwunsch!
8bitRisc
Stammgast
#4 erstellt: 17. Sep 2014, 18:35
Ich habe mir mal einige ältere Testberichte angeschaut. Man erkennt gleich, daß sehr sachlich und neutral getestet wird. Lautsprecher werden in einen Blindtest gehört. Das macht meiner Meinung nach Sinn. Den Klang eines Lautsprechers soll jeder selbst zuhause beurteilen steht als Zusatz geschrieben.
Bei AV Receivern wird erwähnt, daß Klangunterschiede zwischen den Modellen eher gering sind. Das kann ich zumindest bei meinen Stereoverstärkern bestätigen.
Es fällt auf, daß Exoten und superteure Gerätschaften außen vor bleiben. Die Tests sind eher für Normalverbraucher gedacht, welche sich eine Anlage kaufen und dann auch nicht weiter groß darüber nachdenken. Die Testurteile fallen generell schlechter aus als in den bekannten Fachzeitschriften.
Mich würde mal interessieren wie dei Stiftung in ihrer Anfangszeit Röhrenradios getestet hat.


[Beitrag von 8bitRisc am 17. Sep 2014, 18:52 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 17. Sep 2014, 19:10


[Beitrag von thewas am 17. Sep 2014, 19:12 bearbeitet]
8bitRisc
Stammgast
#6 erstellt: 17. Sep 2014, 19:44
Hallo Thewas,
danke für die Links. Interessante Testberichte und schön zu wissen, daß mein Dual 1229 damals die Note "sehr gut" bekam. Beim Tonbandgerätetest hat man leider die Revox A77 außen vor gelassen. Aber die passte wohl vom Preis her nicht so in das Testfeld.
Hi-Fi_Mokak
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Sep 2014, 19:03

spawnsen (Beitrag #3) schrieb:
Mitunter sind die Testkriterien für HiFi-Fans zwar schwer nachvollziehbar - wenn plötzlich die "Schadstoffanteile" in einem Kopfhörer stärker gewichtet sind als deren klangliche Eigenschaften


Wenn das Teil stundenlang an den Ohren liegt, hätte ich es schon gern wenn da keine Allergene - oder Chrom VI - drin sind ,,, das wäre mir tatsächlich wesentlich wichtiger als der Klang. Und bei den Chinakrachern kann man sich heutzutage wirklich nicht darauf verlassen dass die schadstoffrei sind,
Lars_1968
Inventar
#8 erstellt: 20. Sep 2014, 20:11
Ich habe zu Stiftung Warentest ein ambivalentes Verhältnis. Auf der einen Seite ist es für mich die Institution, die vorurteilsfrei, neutral, ehrlich, Waschmaschinen, Sauger, Toaster etc pp testet und das seit 50 Jahren, jemandem dem man vertraut, einem "gut" auch wirklich glauben kann. Auf der anderen Seite genau das "Problem", das mein Vorredner angsprochen hat: Wie viele Fachleute beschäftigt Stiftung Warentest, damit sie im Detail erkennen, welcher AVR unter welchen Bedingungen der beste ist? Ich habe das mal gegoogelt aber ich habe nichts dazu gefunden, vielleicht habe ich auch die falsche Frage gestellt.
thewas
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 20. Sep 2014, 23:44
StiWa beauftragt immer externe Themenspezialsierte Institute und Fachleute, alles andere wäre bei der Vielfalt von testobjekten nicht seriös.
DiPe2009
Stammgast
#10 erstellt: 21. Sep 2014, 02:13
Ihr solltet euch aber auch mal anschauen, wer in dieser Stiftung sitzt. Ganz vorne dabei, Vertreter der "deutschen Wirtschaft", also der grossen deutschen Konzerne.
Im Grunde wird uns vorgegaukelt, die "Stiftung Warentest" sei so eine Art Verbraucherschutzorganisation, die die Interessen der Konsumenten vertritt. Das ist aber nicht so, es wird noch nicht einmal offiziell behauptet.


Als z.B. in den späten 70ern und frühen 80ern die Japaner immer bessere Produkte auf den Markt brachten, haben die Telefunken, Grundig etc. in den sogenannten "Tests" immer besser abgeschnitten.
Glauben wir der Stiftung Warentest, dann hat "AKAI" wohl die schlechtesten Tonbandgeräte hergestellt, die jemals das Licht der Welt erblickt haben, während mit schwergängiger und kurzlebiger Mechanik ausgestattete Monster von Telefunken und Grundig den Endpunkt jedweder Ingenieurskunst darstellten...

Stiftung Warentest funktioniert so: wir finden alles, was es zu konsumieren gibt, voll geil, solange ihr (die deutschen Hersteller und Profiteure) euch dabei keine wirklichen Patzer leistet. Dann gibt es auch mal ein >Mangelhaft<. Schliesslich wollen wir ja glaubwürdig sein...

Aber sobald mit einem Produkt Geld zu machen ist, wird dieses nicht mehr in Frage gestellt. Ein Beispiel sind die schwachsinnigen und überteuerten Spülmaschinen 5in1, 7in1 usw. Tabs.
Oder die ekelhaften Kaffeepads.

Kurzum: Die Stiftung Warentest ist keine Verbraucherschutzorganisation und ist nicht unabhängig und vertritt auch offiziell die Interessen der wenig Steuern zahlenden "Wirtschaft", von unseren Steuern finanziert.

Als gehörten Verbraucher und Käufer nicht auch zur "Wirtschaft", aber so funktioniert halt Propaganda.


Dirk


[Beitrag von DiPe2009 am 21. Sep 2014, 02:17 bearbeitet]
puffreis
Stammgast
#11 erstellt: 21. Sep 2014, 08:57
Mag ja sein, dass auch SWT nicht 100%ig neutral ist. Aber im Vergleich zu den anderen sind sie es.
Was hab ich mich in den Achtzigern über die Tests geärgert. Schrieben sie doch tatsächlich, dass es keinen CD-, Verstärkerklang gibt. Mittlerweile nach 30Jahren Nachlauf wissen wir es auch. Gratulation!!!
thewas
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 21. Sep 2014, 09:33
Sorry DiPe aber das ist nicht so. Wenn das so wäre würden nicht oft ganze Produktgruppen wie z.B. die Pedelecs Fahrräder vor 2 Jahren trotz großer Deutschen Industrieinteressen so miserabel abschneiden, ein Test der sehr viel Diskussion und Nachspiel mit sich brachte, ich habe beruflich da Insiderwissen was ich natürlich hier nicht teilen kann.
Lars_1968
Inventar
#13 erstellt: 21. Sep 2014, 09:50
Danke thewas, dass Du meinen Glauben in diese Institution wiederhergestellt hast, bzw. dass nicht alle ihr Fähnlein nach dem in den Wind hängen, der das meiste Geld gibt (Auto, Motor & Sport und der Volkswagen Konzern, um ein Beispiel zu nennen)

Aus dem Bauch heraus, würde ich Stiftung Warentest bei Waschmaschinen, Bügeleisen und Co. durchaus vetrauen, wenn es um eine fundierte Meinung zu LS, AVR.... etc. geht, bin ich hier sicherlich goldrichtig.
8bitRisc
Stammgast
#14 erstellt: 21. Sep 2014, 09:52
MIch würde interessieren, was für Ergebnis rauskommt, wenn die SWT mal einen Single Ended Röhrenverstärker mit einer Ausgangsleistung von 2x10W Sinus bei einem Verkaufspreis von sagen wir mal 2500€ testen würde. Ich denke, da kommt die Note "Mangelhaft" bei raus.
thewas
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 21. Sep 2014, 10:35
Richtig, aber da der Markt dazu viel zu gering ist, wird es keine solchen Tests geben, da die StiWa ihr nicht großes Budget sinnvoll über Produktkategorien verteilen muss.
cr
Moderator
#16 erstellt: 21. Sep 2014, 12:39
Ich kann mich aber auch dunkel erinnern, dass deutsche HiFi-Geräte besser bewertet waren als japanische (in den 70er Jahren) und habe mich damals oft etwas gewundert, denn in den damals noch seriöseren HiFi-Magazinen war das eher im Gegenteil so (außer bei Plattenspielern, wo DUAL idR zurecht gut abschnitt).
thewas
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 21. Sep 2014, 14:34
Man muss ja sehen was besser bewertet wurde, da klanglich die meisten Geräte eh erhaben waren kriegten z.B. deutsche Verstärker oft mehr Punkte durch praxisgerechtere Loudness Funktionen, ähnlich wie auch bei der seriösen damaligen Hifi-Stereophonie. Heutzutage sind die wenigen Deutschen Elektronikgeräte nie auf den Spitzenplätzen, trotz der oft besseren Bedienbarkeit und Lautsprecher weil die restlichen technischen Unterschiede zu groß sind, exemplarisch (Metz und Loewe):
http://www.testberic...-11-2012/347377.html
http://www.testberic...t-8-2013/374162.html


[Beitrag von thewas am 21. Sep 2014, 14:35 bearbeitet]
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