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kein Musikhören mehr in neuer Wohnung möglich

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LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 20. Dez 2014, 10:53
Ich wohne seit kurzem in einer neuen, kleinen Wohnung. Man kann es sich im Haus, wie in einem Hotelflur vorstellen, wo dann die einzelnen Wohnungstüren alle nebeneinander dicht an dicht in einem langen Flur liegen, auf der gegenüberliegenden Seite sieht es genauso aus. Also kurz: ein langer Flur und zu beiden Seiten rechts und links sind die einzelnen Wohnungen dann dicht an dicht gereiht, wie in einem Hotelflur eben.

Das ganze Haus ist normale Bauweise und Dämmung aus den 70ern. Doch durch diese sehr enge und Hotelähnliche Anordnung der Wohnungen, die sehr geringe Größe der Wohnungen (sind alles 1 Zimmer Appartments) ist es nicht möglich dort überhaupt noch irgendeinen Schall von sich zu geben - egal ob von der Anlage oder sonst was, ja selbst der normale Fernsehton ist schon zu viel.

Nun werden viele sagen, alles in Zimmerlautstärke ist erlaubt bis 22 Uhr usw usw - Nur kann ich sagen, das dies hier nicht gilt. Selbst Zimmerlautstärke ist hier schon zu viel, überall zu hören und eine Belästigung.
Selbst die Nachrichten aus dem Fernseher, in normaler Lautstärke mit dem normalem Fernsehton, wären schon in den Nachbarwohnungen hörbar - so sagte es mir schon mein Vermieter beim Einzug. Flüsterlautstärke würde aber wohl noch gehen.

Ich bin zwar mittlerweile auf teure Kopfhörer umgestiegen, um sich von der normalen Musikanlage zu verabschieden, doch ist es nicht das wahre. Ich vermisse einfach Musik über meine Hifikompaktlautsprecher zu hören, so wie es jeder ganz normale Mensch eben tut, auch der, der zur Miete wohnt.

Doch leider ist bei mir hier nicht alles ganz Normal und wohl auch nicht mit einem normalen Mietshaus zu vergleichen, keine Ahnung.

Doch liebe User, was meint ihr - Muss ich wirklich komplett auf alles Verzichten und sogar die Nachrichten jetzt schon, oder generell den normalen Fernsehton, über Kopfhörer hören??! Was ist denn das dann für ein Leben?


[Beitrag von LovemusicXX am 20. Dez 2014, 11:01 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#2 erstellt: 20. Dez 2014, 11:17

LovemusicXX (Beitrag #1) schrieb:
....alles in Zimmerlautstärke ist erlaubt bis 22 Uhr usw usw ....


das ist auch falsch. Wenn schon Zimmerlautstärke stört, dann stört sie eben.

Ein Recht auf Hören bis 22.00 Uhr gibt es nicht.

Aber warum zieht man in eine solche "Wohnung"!?!
std67
Inventar
#3 erstellt: 20. Dez 2014, 12:05
die Frage ist......................darf man solche Wohnungen überhaupt vermieten?
Könnte mir vorstellen das man da gegen so einige Bestmmunge verstößt
mathi
Stammgast
#4 erstellt: 20. Dez 2014, 12:06
Solche Wohnungen kenne ich, wo man sogar hört wenn der Nachbar gerade Pinkelt.

Wird Dir auf Dauer leider nichts anderes übrigbleiben, als nach einer anderen Wohnung zu suchen.
70er Jahre Plattenbauten sind zum Teil echt übel.


[Beitrag von mathi am 20. Dez 2014, 12:08 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#5 erstellt: 20. Dez 2014, 12:27

Apalone (Beitrag #2) schrieb:
Ein Recht auf Hören bis 22.00 Uhr gibt es nicht.

Aber auch kein Recht auf Ruhe.
LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 20. Dez 2014, 13:31
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Habe hier mal ein Foto von dem Haus von außen. Sieht erstmal wie nen ganz normales Mietshaus aus, doch drinnen ist es auf mehreren Etagen dann wie in nem Hotel alles angeordnet, was glaube ich das Übel des Ganzen ist sowie die ohne hin schon geringe Größe der Buden.

Denn so extrem kenne ich es sonst nicht. Kenne viele Leute, die wohnen auch in Mietshäusern aus den 70ern, die wie meins, weder eine schlechte, aber auch keine super Dämmung aufweisen - eben eine normale Durschnittsdämmung. Dazu kommt dann, das diese Mietshäuser eben die klassischen Mietshäuser sind, wie man sie kennt. Man macht die Tür auf und kann durchs Treppenhaus zu den verschiedenen Etagen gehen. Nur das es auf jeder Etage halt nur 2 Wohnungen gibt und diese sich dann auch nur gegenüber liegen.
LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 20. Dez 2014, 13:35
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Hier mal Fotos noch, wie die Wohnungen an sich überhaupt aussehen.

Ich bin ja auch gar nicht Realitätsfern oder so. Das sich ein Heimkino, dieses auch auskosten dann, und zur Miete wohnen in einem Mehrfamilienhaus ausschließt, ist mir selber klar. Aber das selbst normales Fernsehen und normal Musik hören nicht mehr geht, ist für mich dann doch zu viel des guten Verständnis.


[Beitrag von LovemusicXX am 20. Dez 2014, 13:40 bearbeitet]
OliNrOne
Inventar
#8 erstellt: 20. Dez 2014, 14:35
Den richtigen Ansatz hast doch schon für diese Situation...einen guten Kopfhörer kaufen, das ist nie ein Fehler . Alles andere hat da keinen Sinn.....aber da wirst doch nur übergangsweise wohnen oder?
Das Problem hab ich mittlerweile auch...wollt eben sehr zentral in der City wohnen und möglichst bezahlbar......da kannst eben laute Musik vergessen, wenn dauerhaft friedlich mit den Nachbarn wohnen willst ....
Apalone
Inventar
#9 erstellt: 20. Dez 2014, 15:32

Dadof3 (Beitrag #5) schrieb:

Apalone (Beitrag #2) schrieb:
Ein Recht auf Hören bis 22.00 Uhr gibt es nicht.

Aber auch kein Recht auf Ruhe.



Nun ja, eigentlich ist die Antwort ... wenig brauchbar...

Ein Recht auf Hören gibt es nicht, eine potenzielle Belästigung durch Lautstärke -woher auch immer- kann aber zumindest mit begleitenden Vorschriften aus dem Mietrecht, dem Landesimmissionsschutzgesetz und weiteren ordnungsrechtlichen Vorschriften angegangen werden.

Auf welcher Seite der jeweiligen Argumentation jetzt mehr "Recht" ist, mag sich jeder selbst erschließen.
Dadof3
Inventar
#10 erstellt: 20. Dez 2014, 16:21
Diese Vorschriften enthalten auch nur Gummiparagraphen.

Natürlich kann man sich rechtlich wehren, aber letztlich läuft es darauf hinaus, dass ein Richter die widerstreitenden Interessen des Einzelfalls würdigt. Und das Ergebnis wird weder sein, dass man tagsüber stundenlang mit 100 dB Heavy Metal hören darf, noch dass man zu dieser Zeit nur noch im Flüsterton Musik hören oder Fernsehen kann, sondern ein irgendwo dazwischen liegender Kompromiss.

Zu bevorzugen ist aber immer, dass man sich untereinander einigt und gegenseitig Rücksicht nimmt.
Enfis
Inventar
#11 erstellt: 20. Dez 2014, 17:37
Versuche doch einfach mit den anderen Mietern eine Vereinbarung zu treffen, dass jeder mal an einem Tag in der Woche eine gewisse Zeitlang normal Musik hören kann, oder was auch immer, und die Lautstärke dann von allen geduldet wird. Das Problem haben ja schließlich alle Mietparteien im Haus. Da wird sich vielleicht eine Möglichkeit ergeben, oder? Da muss der Vermieter ja nicht mitmischen, oder wohnt der auch im Haus?
.JC.
Inventar
#12 erstellt: 20. Dez 2014, 18:31
Hi,


LovemusicXX (Beitrag #1) schrieb:
Was ist denn das dann für ein Leben?


für Musikliebhaber ein sehr Eingeschränktes !

umziehen ...
anders geht es nicht.
Cogan_bc
Inventar
#13 erstellt: 20. Dez 2014, 18:42

Also kurz: ein langer Flur und zu beiden Seiten rechts und links sind die einzelnen Wohnungen dann dicht an dicht gereiht


im ersten Moment hab ich gedacht: Er wird schon selbst Schuld sein wenn er jetzt in einer JVA wohnt.
wenn ich das Photo vom Haus sehe kann ich mich nur noch Fragen: Wieso zieht man da ein
Grund wäre nur Hamburg, München oä, wo man ja froh ist überhaupt was zu bekommen und dann noch etwas Geld fürs Essen über bleibt.
Ich wohne schon länger in und um Hannover und mir ist es immer gelungen etwas bezahlbares zu finden wo ich niemand störe und die Instalation einer Sat Anlage möglich ist.
Hat zwar meist etwas gedauert bis es gepaßt hat aber dafür kann ich die Kuh fliegen lassen
Janine01_
Inventar
#14 erstellt: 20. Dez 2014, 22:40
Es gibt nur einen Weg eine neue Wohnung suchen oder du must damit leben ich könnte es nicht Musik und HK ist nun mal mein Hobby ich wohne auch zur Miete in einem 7 Parteienhaus aber bei mir sind alle sehr kulant und das Haus ist auch gut gedämmt.
Als ich vor 4 Jahren eingezogen bin hab ich mich mit meinen Nachbarn geeinigt Musik bis 22 Uhr von Montag bis Freitag und HK am Samstag bis 23Uhr und das klappt Super.
Ich schieb auch ab und an eine Flasche Sekt rüber.
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 20. Dez 2014, 23:26

Cogan_bc (Beitrag #13) schrieb:
Grund wäre nur Hamburg, München oä

Zum Beispiel Jena. Erinnert mich fatal an das Zimmer, das ich dort 5 Jahre lang berufsbedingt von Montag abend bis Fretag früh be"wohnte". Da war es das kleinere Problem, daß ich nicht hätte mit Lautsprechern Musik hören können. Das größere Problem war, daß ich ALLES von obendrüber mitbekam, jeden Schritt, das Stühleschieben, jedes Wort. Manchmal lag ich die halbe Nacht wach und habe mich dafür gehasst, in dieser Ghettostadt zu arbeiten. Ich hoffe, dem TE ergehts erstmal nicht so, denn das ist der wahre Horror.

Ansonsten: nimm den Kopfhörer. Ich weiß, es fehlt was. Dafür kommt was anderes dazu. Ich bin seit vielen Jahren fast nur noch Kopfhörer-Nutzer, weil ich überall nur sehr subotpimale Akustik hatte (in meiner richtigen Wohnung habe ich kein gescheites "Stereodreieck" und dazu noch Flatterechos im Wohnzimmer). Ich vermisse inzwischen nichts mehr. Umräumen des Wohnzimmers für bessere Hörbedingungen wäre mir die Sache nicht wert gewesen

Aber sieh zu, daß Du da schnellstmöglich wieder rauskommst. Wenn ich ausschließlich so eine Behausung gehabt hätte und nicht am Wochenende einfach in die richtige Wohnung gefahren wäre, hätte ich in so einer Zelle einen Lagerkoller bekommen.
Blechdackel
Stammgast
#16 erstellt: 21. Dez 2014, 11:24
Wenn ich alleine wohnen müsste, würde ich mir auch so eine Wohnung dieser Größenkategorie mieten, muss ich auch gestehen.
Einfach weil ich keine Lust habe, zuviel Geld Monat für Monat in fremde Taschen zu zahlen und ich bin stolz wenn ich Kapital im Hintergrund ansparen kann, das irgendwann vielleicht zu Wohneigentum reicht oder wenigstens für mehr finanzielle Abhängigkeit reicht.
Hifi ist ein Luxusthema.
Es gibt schon Gründe warum man sich so eine kleine Bude anmietet, die anderen medial oft genannten Gründe, sollten bekannt sein.

Ich wohne jetzt schon seit 22 Jahren in der selben Wohnung.
Da ich meine Lautsprecher nicht anders als auf den Schrank oben stellen kann, bin ich auch nicht über meine MB Quart Regallautsprecher aus 1994 hinaus gekommen.
Deshalb habe ich auf günstige Art und Weise und über den Gebrauchtmarkt eine kleine Kopfhörersammlung angeschafft, wo ich verschiedene Abstimmungen passend für das jeweilige Musikmaterial wählen kann.
Andererseits habe ich noch nie Probleme gehabt mit dem offenen Musikhören.
Andererseits toleriere ich auch die "Prollmusik" meines Nachbarn oberhalb von mir und andersherum lässt man mich auch meine "elitäre" Independent Rock und Jazz Musik spielen.
Wir sind hier drei Mietparteien auf drei Stockwerken in einem Haus aus Mitte der 60er Jahre. Wo alle immer angeblich sagen, es wäre hellhörig.
Im dritten Stockwerk wohnt seit März 2013 ein Berufsmusiker(Musiklehrer an einer Musikschule und Instrumentalist einer türkischen Laute) aber ich habe den noch nie gehört wenn er mal zuhause übt, oder übt er überhaupt zuhause?

Es ist auch eine Sache wie es von den Nachbarn aufgefasst wird und welche Erfahrungen zustande kommen.

Heiko
OliNrOne
Inventar
#17 erstellt: 21. Dez 2014, 14:12
Man kann es auch ein wenig positiv sehen.........mich hat meine hellhörige Wohnung erst zu richtig guten KHs gebracht .....

Also an den TE, man kann schon für nen schmalen Euro gute KHs erwerben.......in der Klasse eines Beyer DT 880 oder AKG K 701............ schon das sind Hörer mit denen lange zufrieden und gut Musik hören kannst ....
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