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Welche Box für welche Zimmergröße????

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mott
Stammgast
#1 erstellt: 26. Mai 2004, 12:03
Ich möchte mir wahrscheinlich 2 Standlautsprecher von JBL anschaffen,genauer die LX 2004. Mein Zimmer ist aber nur so ca. 3 auf 4m groß und ich hab in einem Test gelesen, dass so grose Boxen meistens zu viel Bass für so ein kleines Zimmer haben. Wie seht Ihr dass?

Ich werde die Boxen wahrscheinlich auch an die Wand stellen, ob das was zu sagen hat, ich hab keine Ahnung.
Esche
Inventar
#2 erstellt: 26. Mai 2004, 12:13
tag mott

auf 12 qm könnte der bassbereich tatsächlich zum problem werden. wenn du deine ls an die wand stellen musst, wird der bass noch mal angehoben. habe selber ein musikzimmer mit 11,5 qm. höre mit kompacktboxen, die auf ständern stehen. da ich im nahfeld höre, d.h. ca 2m von den speakern entfernt, ist eine kompackte box besser. ein mehrwegesystem hat auf kurze distanz laufzeitunterschiede.
der bassbereich ist durch das kleine raumvolumen auch mit wenig membranfläche ausreichend.

grüße esche
mott
Stammgast
#3 erstellt: 26. Mai 2004, 12:19
Und wie macht sich das bemerkbar? Ist der höhere basspegel wirklich deutlich hörbar oder ist der Unterschied nur für Profis da?
Esche
Inventar
#4 erstellt: 26. Mai 2004, 12:24
hi mott

der bassbereich macht sich negativ bemerkbar. der bass wird ungenauer und neigt zum dröhnen. durch eine wandnahe aufstellung wird der bass deutlich lauter als mittel oder hochton.

grüße esche
Klaus-R.
Inventar
#5 erstellt: 26. Mai 2004, 14:23
Moin mott,

bei Frequenzen, die unterhalb der kleinsten Raumresonanz liegen, wird der Bass mit 12 dB/Oktave (mit abnehmender Frequenz) verstärkt. In Deinem Raum liegt die tiefste Resonanz bei 43 Hz. Tiefer sollten die LS nicht gehen, ansonsten kannst Du mit überhöhtem Bass rechnen, auch landläufig Bassdröhnen genannt. Raumresonanzen haben eine Bandbreite von etwa 5 Hz, d.h. liegt die Erregerfrequenz 5 Hz höher oder tiefer, wird die Resonanz angeregt.

Also entweder Du kaufst LS, die tiefer gehen aber eine Anpassung/Bassabsenkung ermöglichen (die meisten aktiven Studiomonitore können das, die passiven vielleicht auch, mal abchecken), oder Du kaufst welche, bei denen der -3 dB-Punkt bei etwa 45 Hz liegt.

Wandnahe Aufstellung : jede nahe Raumbegrenzungsfläche verstärkt den Bass mit 3 dB, macht 9 dB für eine Eckposition. Nun gibt es LS, die für wandnahe Aufstellung konzipiert sind, z.B. viele englische, oder wieder Studiomonitore mit Ortsanpassung.

Ich kenne die JBL nicht, ich würde erstmal die technischen Daten abchecken und auch, ob sie für wandnahe Aufstellung geeignet sind.


Grüsse

Klaus
Rollei
Inventar
#6 erstellt: 26. Mai 2004, 15:47
Kleiner Tip,

kaufe Dir gescheite Regallautsprecher, wird bei dieser größe wesentlich besser sein. Mit Standlautsprechern wirst Du bestimmt probleme bekommen. Geht mir bei meinen 20 qm2 manchmal schon so. Dann dröhnt es, obwohl ich die Boxen massiv aus den Ecken geholt habe.

Rollei
mott
Stammgast
#7 erstellt: 27. Mai 2004, 08:22
Und wenn ich mir das nächst kleinere Modell der Standlautsprecher hole, LX 2003, der Frequenzbereich liegt bei 45Hz bis 22khz, Wirkungsgrad 89dezibel. Übrigens ich hab mal genau nachgemessen, mein Zimmer hat 19,5m2. Boxen würden aber trotzdem in der Ecke stehen.
Esche
Inventar
#8 erstellt: 27. Mai 2004, 08:58
hi mott

da du ja jetzt fast 20 qm zur verfügung hast, wird lx 2004 eine gute wahl sein.

viel spaß damit !

esche
mott
Stammgast
#9 erstellt: 27. Mai 2004, 09:03
Danke ESCHE!
@ROLLEI
Wie siehst du das mit den LS, wie Esche es mir geschildert hat? Ich könnte zwischen Lx2004; Lx2003; Lx2002 wählen, Lx2004 und Lx2003 sind Standlautsprecher, Lx2002 ist Kompaktbox.
Holg
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Mai 2004, 11:59
Hallo Klaus R,

kann man aus dem Volumen des Raumes direkt auf die tiefste Resonanz schließen? Gibt´s da Umrechnungstabellen?
Wenn man also den unteren -3dB-Punkt der LS kennt, kann man direkt angeben, wie groß der Raum mindestens sein muss?

Ich kenn mich da nicht aus, darum wäre Aufklärung willkommen.

Gruß, Holg
Rollei
Inventar
#11 erstellt: 27. Mai 2004, 15:32

Danke ESCHE!
@ROLLEI
Wie siehst du das mit den LS, wie Esche es mir geschildert hat? Ich könnte zwischen Lx2004; Lx2003; Lx2002 wählen, Lx2004 und Lx2003 sind Standlautsprecher, Lx2002 ist Kompaktbox.



Hi, da ich die Modelle jetzt aktuell leider nicht kenne, kann ich dazu wenig sagen. Sorry

Rollei

Riker
Inventar
#12 erstellt: 28. Mai 2004, 06:17

bei Frequenzen, die unterhalb der kleinsten Raumresonanz liegen, wird der Bass mit 12 dB/Oktave (mit abnehmender Frequenz) verstärkt. In Deinem Raum liegt die tiefste Resonanz bei 43 Hz.

Wie kommst du denn auf die 43 Hz? Gibt es da eine allgemein gültige Berechnungsart der kleinsten Raumresonanz, bzw. müssen da nicht diverse Faktoren einbezogen werden (neben der Länge und Breite noch die Höhe, Baustoffe, Möbel, Raumform??) - vielleicht kannst du mir da ja weiterhelfen.
_Dass_ ich eine etwas basslastige Aufstellung habe, das weiss ich nicht erst seit gestern.

Riker
Klaus-R.
Inventar
#13 erstellt: 28. Mai 2004, 07:17
Hallo Holg, Riker


die Raumresonanzen werden durch die Abstände der Begrenzungsflächen, sprich Wände, Decke und Boden bestimmt.

Formel ist

f= 343/2d

343 = Schallgeschwindigkeit in Luft in m/s
d = Abstand in m

Die grösste Raumabmessung bestimmt demnach die tiefste Frequenz, d.h. bei 4 m ist sie 42,875 Hz.

Obige Formel gilt für die axialen Resonanzen, bei denen nur 2 gegenüberliegende Flächen einbezogen sind. Danach gibt es noch tangentiale (4 Flächen) und oblique (6 Flächen) Resonanzen, die Formeln dafür sind komplizierter. Es gibt im Internet websites, die diese Resonanzen berechnen, man muss lediglich die Raumabmessungen eingeben, z.B. hier

http://www.mcsquared.com/metricmodes.htm


Hat man die untere Grenzfrequenz, kann man die grösste Raumabmessung berechnen, die zu diesem LS passen würde, allerdings nicht das Raumvolumen. Bei meinen LS ist die untere Grenzfrequenz 30 Hz, die grösste Raumabmessung dürfte also nicht kleiner sein als etwa 5,70 m. Der untere -3dB-Punkt liegt bei 27 Hz, berücksichtigt man eine Resonanzbandbreite von 5Hz, kommt man auf eine minimale grösste Abmessung von 7,8 m. Unser Raum ist 8,6 m lang(entspricht also 20 Hz), demnach ist da ein kleines Loch von 2 Hz, was mir nicht weiter aufgefallen ist.

Alle Resonanzen haben Druckmaxima und -minima. An den Begrenzungsflächen ist immer ein Maximum, alle Resonanzen haben ein Maximum in den Raumecken. Stellt man einen LS in das maximum einer Resonanz, wird diese angeregt, stellt man sie in ein Minumum, nicht. Befindet sich der Hörplatz in einem Druckminimum, hört ma die Resonanz nicht (das menschliche Gehör reagiert auf Schalldruck). Bei Kenntnis von Druckmaxima und -minima kann man LS und Hörplatz geeignet auswählen, um unschöne Effekte zu vermeiden.

Es bedarf schallharter Begrenzungsflächen, um tatsächlich stehende Wellen zu erzeugen, flexible Wände (Spanntuchdecken, Rigipsplatten) können schwingen und so Resonanzen (teilweise) absorbieren.


Grüsse

Klaus
jaywalker
Stammgast
#14 erstellt: 28. Mai 2004, 13:38
Klaus:
Warum interessiert man sich für die tiefste Raumresonanz? Gibt's bei den höheren (57 Hz bei 3*4 m²) kein Bassdröhnen?
Ich hätte jetzt intuitiv gesagt, daß die höchste Resonanzfrequenz ausschlaggebend ist, wie weit die Lautsprecher runter gehen dürfen, ohne, daß Raumresonanzen angeregt werden. Das wäre dann insbesondere bei großen Räumen mit niedrigen Decken ohne Teppichboden ärgerlich.

Grüße
Heiner
Ueli
Inventar
#15 erstellt: 28. Mai 2004, 15:08
Hallo Mott

Bei F=334/2D = Schallgeschindigkeit/Doppelte Raumlänge hat man die Frequenz, die der Raum maximal verstärkt. Die Verstärkung ist aber überall im Raum anders. Sitzt man z.B. im Wellental (meist Raummitte), hört man bereits Frequenzen unterhalb F=334/1D nicht mehr. Deshalb muß es bei F=334/2D nicht überall im Raum dröhnen, wenn der Lautsprecher diese Frequenz noch ohne Pegelabfall wiedergeben kann. Unterhalb der Grenzfrequenz von F=334/2D fällt die Basswiedergabe im Raum mehr oder weniger stark ab.

Meiner Erfahrung nach werden meist zu kleine Lautsprecher im Raum aufgestellt. Lautsprecher sollten wenigsten beim -3 db Punkt noch die Grenzfrequenz von F=334/2D erreichen. Andernfalls ist der Raum zu groß für die Boxen. Diese Erfahrung habe ich schon mit verschiedenen Boxen nach Umzügen machen müssen.

Zum Dröhnen neigen übrigens oft kleinere, wandnah aufgestellte Boxen, die zur Kaschierung des Bassabfalls eine Pegelüberhöhung bei etwa 100 Hz zeigen.

Gruß
Ueli
Klaus-R.
Inventar
#16 erstellt: 29. Mai 2004, 05:14
@jaywalker

Raumresonanzen haben Duckberge und Drucktäler, Resonanzen erster Ordnung haben Maxima an den beiden Wänden und ein Minimum in der Raummitte. D.h. um diese Resonanz anzuregen muss der LS an der Wand stehen und um sie hören zu können muss ich nicht in der Raummitte stehen.

Entsprechendes gilt für alle Resonanzen. Je nachdem, ob die LS in einem jeweiligen Druckmaximum stehen, werden sie angeregt bzw. nicht. Je nachdem wo ich sitze, höre ich sie bzw. nicht.

Es kann in Folge zu erheblichen Schwankungen des Frequenzganges am Hörplatz kommen, von bis zu ± 20 dB.

Unterhalb der tiefsten Resonanz bilden sich keine stehenden Wellen mehr aus, die gesamte Luftmasse des Raumes wird in Schwingung versetzt, egal wo die LS stehen, und dies mit 12 dB/Oktave.

Resonanzen kann man entgegenarbeiten durch geschickte Aufstellung der LS und Wahl des Hörplatzes, man braucht nur zu schauen, wo Druckmaxima und -minima sind.

Wenn ich jedoch LS mit unterer Frequenz von 30 Hz in einem kleinen Raum von 3x4 m betreibe, werde ich unterhalb von 43 Hz den Verstärkungseffekt haben, bei 30 Hz dann schon 6 dB. Um diesem entgegenzuwirken, müsste ich die untere Grenzfrequenz der LS heraufsetzen können.

Die Schröder-Frequenz ist die Frequenz, wo die Resonanzen derart dicht beieinander liegen, dass die einzelne Resonanz nicht mehr hervortritt und störend auffällt. Diese Frequenz hängt ab von Raumvolumen (je grösser, desto niedriger) und von der Nachhallzeit (je kürzer, desto niedriger). Die Nachhallzeit wiederum hängt ab von der Einrichtung des Raumes (Möblierung, Gardinen etc.) sowie von den verwendeten Materialien (Teppich, Parkett etc.). Um die Nachhallzeit auf ein vernünftiges Mass runterzukriegen, habe ich die Spanntuchdecke einbauen lassen.

Wenn ich resonanzbedingte Effekte komplett vermeiden will, müsste ich also LS wählen, die nur bis zur Schröderfrequenz runtergehen, je nach Raum sind das 200-300 Hz. Dass sowas nicht klingen kann, liegt wohl auf der Hand.


Grüsse

Klaus
mott
Stammgast
#17 erstellt: 30. Mai 2004, 16:04
Um nochmal aud die oben genannten SLS zurückzukommen, wie wären die für mein Zimmer? Die liegen nämlich preislich sehr gut, bin für andere LS auch zu haben, einfach Vorschlag machen, Preis bis 350Euro das Paar.

Thanx
Wormatianer
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 31. Mai 2004, 08:47
Ich betreibe in einem etwa 32qm großen Hörraum die T+A Criterion TMR 160 und bin damit vollauf zufrieden.
Nun eine Frage an Klaus und Co. - wenn man ein sehr kleines Zimmer zur Verfügung hätte mit etwa 10 bis 15qm, wäre es dann ggfs. sinnvoll, sich mit einem Satelliten / Subwoofer System anzufreunden? Ich würde den Vorteil in der Aufstellung des BassLS sehen?!
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 31. Mai 2004, 12:24

Ich betreibe in einem etwa 32qm großen Hörraum die T+A Criterion TMR 160 und bin damit vollauf zufrieden.


Hallo,

T+A für 350€, wo???

Markus
Wormatianer
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 31. Mai 2004, 13:22
@ Markus P.: T+A für 350,- Euro? Wohl nicht zu bekommen. NP war 6.500,-DM. Der Hinweis bezog sich in diesem Thread lediglich auf die LS im Verhältnis zu qm.

Zu dem eigenlichen Thema dann die Frage nach dem System. Weil Platz sparend und ein gutes System ist evtl. gebraucht für 350,-EUR zu haben...
Zerwas
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 31. Mai 2004, 14:49
Hi,

habe aus der serie von JBL die LX 2002 und die klingne nicht so überragend !
Ich würde warten und mir dann vielleicht die Canton Le 107 oder so kaufen!!!
Nur ein gut gemeinter tip!!!
Klaus-R.
Inventar
#22 erstellt: 01. Jun 2004, 08:14
@wormatianer

Für subwoofer gilt m.E. hinsichtlich der Bassüberhöhung/Dröhnen das gleiche wie für normale LS. Solange sie keine einstellbare untere Grenzfrequenz haben, kann es Probleme geben. Die meisten subs scheinen aktiv zu sein, wenn ich das richtig sehe. Wenn sie dann eine Pegelregelung haben, könnte diese dem Dröhnen entgegenwirken. Unbedingt erst zu Hause ausprobieren.

Den einzigen Vorteil, den ich bei subs sehe ist, dass man ihn/sie in die Zimmerecke stellen kann, wodurch alle Raumresonanzen angeregt werden, nicht nur einige wenige, was zu einer Vergleichmässigung der Raumantwort im Bassbereich führt.

Kleines Zimmer heisst i.d. R. geringer Hörabstand. Ich würde in diesen Fällen zu LS raten, die für geringe Abstände konzipiert sind.


Grüsse

Klaus
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