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Wer kennt sich mit Vevor Schallplattenwaschmaschine aus?+A -A |
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Platin12
Ist häufiger hier |
#1
erstellt: 19. Jan 2026, 17:16
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Servus zusammen, habe mir in youtube beim "Vinyl Nerd" zum Thema Schallplatten waschen was angeschaut. Der sagte für die Mischung braucht man 3Liter Dest. Wasser und 1 Liter Isopropanol für die Vevor Schallplattenwaschmaschine (Ultraschall).Habe 75% dest. Wasser und 25% Isopropanol angemischt und eingefüllt. Dachte mir das riecht aber ziemlich streng. Darauf hab i mal Chat GPT gfragt und der sagt aufgrund meiner Fragestellung: "der Vinylnerd von youtube sagt aber 75% Dest. Wasser und 25% Isopropanol". Als Antwort hab ich folgendes erhalten: "Das ist korrekt zitiert, aber hier ist die entscheidende Einordnung, damit es nicht zu Missverständnissen kommt: 25 % Isopropanol – ja, aber nicht im Ultraschallbad Der „Vinylnerd“ auf YouTube bezieht sich mit der 75 / 25-Mischung (Wasser / Isopropanol) nicht auf den Dauerbetrieb in einer Ultraschallmaschine wie der VEVOR, sondern auf: manuelle Vorreinigung kurzzeitiges Abwischen / Einsprühen Absaugen mit Plattenwaschmaschine punktuelle Intensivreinigung Warum 25 % im Ultraschall problematisch sind In einer Ultraschallmaschine wirken zusätzlich: Kavitation (mechanische Mikroimplosionen) Temperaturanstieg lange Einwirkzeit (5–10 min) In Kombination mit 25 % Alkohol kann das: Weichmacher aus dem PVC lösen die Plattenoberfläche verspröden Labels angreifen langfristig erhöhtes Rauschen verursachen Deshalb geben alle seriösen Ultraschall-Anleitungen (Archivare, Labore, Audio-Foren) für Vinyl folgende Grenzen an: 1–2 % Standard max. 3–5 % kurzzeitig nie 25 % im Ultraschall" Jetzt frag ich mich wer da recht hat. Hab zwar nur Testplatten zum waschen drinn, aber es geht darum ob die Schallplatten dran Schaden nehmen könnten. Weiß jemand das richtige Mischungsverhältnis, falls ich was falsches gemischt habe. |
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Pilotcutter
Administrator |
#2
erstellt: Heute, 10:50
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Moinsen! Ein Grund, warum hier bisher noch keine Antworten eingegangen sind, könnte womöglich darin liegen, dass sich auf das Thema kaum eine punktuelle „richtig oder falsch“ oder Prozentzahl-Antwort geben lässt. Bei der Plattenreinigung – gerade im Ultraschall – ist vieles Erfahrungssache, und man muss sich an sinnvolle Einstellungen und Mischungen meist selbst herantasten. Grundsätzlich sollte man das Ganze aber auch nicht überdramatisieren und im Auge behalten, worum es eigentlich geht: Schallplatten sind nicht so empfindlich, wie es manchmal dargestellt wird. Man bekommt sie nicht so schnell mit Flüssigkeiten kaputt. Ich habe über die Jahre auch schon sehr pragmatisch gereinigt, z. B. mit einfachem Glasreiniger aus der Drogerie, ohne vorher Etiketten zu studieren oder Chemiebücher zu wälzen – das hat den Platten nicht geschadet. Darüberhinaus sollte man sich vor Augen halten, was man eigentlich entfernt: In den Rillen sitzt meist Staub und maximal leichter Schmutz, kein Bitumen oder Baukleber. Entsprechend muss man das Vinyl auch nicht aggressiv behandeln.Für den Ultraschallbetrieb würde ich dennoch empfehlen, das Mischungsverhältnis - vielleicht sogar gemäß der BDA - anzupassen. 25 % Isopropanol mögen für manuelle Kurzreinigung oder Absaugmaschinen durchaus gebräuchlich sein um wirklich sichtbaren Dreck und Rückstände zu lösen, für längere Einwirkzeiten im US-Bad aber auch aus meiner Sicht unnötig hoch. In der Praxis reichen die genannten ca. 3-5 % Isopropanol womöglich völlig aus, um das zu lösen und um so zu reinigen, worum es bei Plattenreinigung geht. Auch bei Zusätzen gilt: lieber sparsam. Einige wenige Tropfen Netzmittel (ich selbst habe z. B. Mirasol 2000 verwendet) halte ich für sinnvoll, um die Oberflächenspannung zu reduzieren und die statische Aufladung nach dem Waschen zu minimieren – damit die Platte nicht sofort wieder Staub anzieht. Mehr braucht es in der Regel nicht. und dann gilt, hören und bewerten. Und wenn knisterfrei und gut, dann gut. Viel Erfolg weiterhin. Freundlichst. Pilotcutter PS: Ich verschiebe den Thread mal in Analogtechnik, dort werden mehr Beiträge dazu eingehen, denke ich. [Beitrag von Pilotcutter am 21. Jan 2026, 19:00 bearbeitet] |
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8erberg
Inventar |
#3
erstellt: Heute, 15:04
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Hallo, Isopropanol zieht keine Weichmacher aus dem PVC (sowieso sind da relativ wenige drin, das eine Platte kein hart-PVC ist liegt mehr am Polyvinylacetat was bei Schallplatten zu etwa 20 % der Masse beigefügt wird. Dieses kann von Alkoholen wie Isopropanol in höheren Dosen angegriffen werden und so sollte man eine höhere Konzentration bei längerer Einwirkzeit unterlassen. Gut ist auch immer wenn Netzmittel (in Kleinmengen leider kaum noch aufzutreiben) verwendet wird. Alternativ ein paar (wenige) Tropfen eines neutralen Spülmittels. Peter [Beitrag von 8erberg am 21. Jan 2026, 15:05 bearbeitet] |
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Entsprechend muss man das Vinyl auch nicht aggressiv behandeln.








