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Equalizer

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Receiverjunkie
Stammgast
#1 erstellt: 05. Sep 2003, 22:38
Hallo,

wenn Ihr denn einen Equalizer verwenden würdet, wie müßte er denn beschaffen sein, und unter welchen Umständen würdet Ihr es denn überhaupt tun?


Fragt und freut sich:

RJ
Peter_H
Inventar
#2 erstellt: 05. Sep 2003, 22:51
Hi,

also ein Equalizer hat mich früher nie interessiert, fällt bei mir unter die gleiche KAtegorie "Nutzlos" wie der noch am Verstärker vorhandene Höhen- und Tiefenregler oder die Baßanhebung.

Ist die Musik halbwegs sauber aufgenommen und der Verstärker/die Boxen von wenigstens mittelmäßiger Qualität, vergurkt man letzendlich nur die ursprüngliche Musikaufnahme damit.

Aber ist nur meine Meinung...
EWU
Inventar
#3 erstellt: 05. Sep 2003, 23:49
Ein EQ ist wichtig wie Grippe im Urlaub.
Die meisten Hitparaden und Superstars CD´s werden ja schon beim Abmischen so verstümmelt da kann auch ein EQ nichts mehr anrichten.
Und wenn die Aufnahme und das Equipment gut sind, dann braucht man auch keinen EQ.
zucker
Moderator
#4 erstellt: 06. Sep 2003, 02:36
hi empfänger, auch dazu etwas
ein EQ gehöhrt zur kategorie "effektgeräte"
es gibt im hi-fi wissen auch eine rubrik dazu.
vielleicht soviel,
ein EQ ist ein frequenzkorrekturgerät - ein gerät mit vielen bass, mitten, höhenreglern. er kann durch geschickten einsatz mankos im freg-bereich "ausbügeln" - will heißen durch anhebung oder senkung der einzelnen freq-bandbereiche können peak`s abgeglichen werden, die durch die ls und ihre ungenauigkeit hervorgerufen werden.
keinesfalls ist der EQ aber ein allheimittel. es ist unklug den 25Hz regeler auf anschlag zu stellen und zu hoffen, dass mehr bass kommt wenn es der ls sowieso nicht tut. im ungünstigsten fall liegt dann die membran auf dem teppich denn man kann von einer anlage nichts verlangen was sie nicht kann.
es gibt graphische und parametrische EQ
beim graphischem sind für jedes freq-band einzelne schieberegler nebeneinander angebracht, die meißt zwischen +12db und -12db regeln. gut ist ein 31-regler EQ pro kanal. man spricht dann von einem terzband-EQ
beim parametrischen hat es potis und der kann auch noch die bandbreite einstellen. man nennt das die güte. gute geräte schaffen eine bandbreite von 0,08 - 2 oktaven das braucht man bspw. bei der suche nach feedback`s von mikrofonen, weil diese sich meißt nicht in ein vorgegebenes raster stecken lassen.
hat man nun einen EQ mit analyzer geht fast alles automatisch. der analyzer misst das freq-band und gibt anweisung zur korrektur, welches dann der EQ vornimmt.
das wird mit messmikrofon und rosa rauschen bestimmt.
das mal so grob dazu
gruß henry
funny1968
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 06. Sep 2003, 08:42
Über die mehr oder minder schlechten Aufnahmen aktueller Musik kann man sich schon ärgern. Aber ist ja vieles für Kiddies aufgenommen und muß auf Blödmarktplayern und im Auto gut klingen. LeierNENA, Küblböck ..

Ein Equalizer kann Raumplobleme durchaus lösen.

Wenn mal eine Hörplatzeinmessung gemacht hat und dann das Ergebnis vergleichen hat, der ist durchaus beeindruckt.

Nur für den Bassbereich gilt das nicht. Denn was in der Wohnung mitschwingen will, schwingt eben mit.

Es gibt offensichtlich Frequenzen, die geschluckt oder überbetont werden. Ich war zumindest von den Ergebnissen beeindruckt.

Soweit ich weiß gibt es nicht sehr viele Hifi-Hersteller, die eine Raumeinmessung anbieten:

T+A, Meridian und Accuphase

fallen mir ein.

Alles nicht gerade preiswerte Hersteller.
Receiverjunkie
Stammgast
#6 erstellt: 06. Sep 2003, 09:41
hi zucker,

das ist mir schon klar; mich interessieren auch nur Eure Erfahrungen/Ansichten.

@funny,

also Mikrophon am Hörplatz aufstellen, Rosa Rauschen generieren und den EQ den Rest machen lassen!?


Schließlich werden doch wohl die meisten einen Kompromiss zwischen Wohnen und Hören finden müssen.
Außer man befindet sich in der glücklichen Lage ein spezielles Hörzimmer sein eigen nennen zu dürfen.

RJ
funny1968
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 06. Sep 2003, 11:05



also Mikrophon am Hörplatz aufstellen, Rosa Rauschen generieren und den EQ den Rest machen lassen!?



Das ist fast alles.

1) Bassbereich von Hand korrigieren, da die meisten Boxen keine linearen 20 Hz schaffen

2) Linken und Rechten Kanal vergleichen (um Meßfehler o.ä. auszuschließen.

3) Evtl. vorher keinen linearen Frequenzgang als "Ziel" vorgeben, denn Viele mögen etwas angehobene Höhen

4) Mehrere Messungungen an verscheidenen Punkten durchführen, um so ggf. einen Kompromiss zu finden. (Raum statt Hörplatzeinmessung)



Gerade wenn man Breitbänder, Hörner, "Hochwirkungsgrad", TQWT, Schallwand o.ä. hört, kann ich einen Equalizer nur empfehlen.
zucker
Moderator
#8 erstellt: 06. Sep 2003, 13:40
@ receiver

ja nun, so ganz einfach ist das auch nicht.
das gerät, das alles von alleine macht hat schon seinen preis. da wären als komplettgeräte bspw.
BSS Varicurve - digitaler param. EQ
Klark DN 3600 - digitaler graph. EQ ohne analyzer
Klark DN 410 - parametr. EQ ohne analyzer
Klark DN 6000 - Analyzer

in einem anderen post hat einer den ultracurve von Behringer gekauft - ist auch gut.
oder einen einfachen graphischen EQ
Alesis - MEQ 230 2* 31 Bänder - den hab ich (500,00 DM) und einstellung nach gehör. geht auch, fehlt vielleicht der letzte schliff - nur wer misst, der misst meistens mißt.

gruß henry
Receiverjunkie
Stammgast
#9 erstellt: 07. Sep 2003, 11:57
@zucker,



tja , dann schau Dir mal den Sansui SE-9 an.




RJ
zucker
Moderator
#10 erstellt: 07. Sep 2003, 12:06
@ receiver

hab bloß den se-8 mit analyzer gefunden - nee du der hat bloß 10 Freq., das ist zu wenig, weil die güte zu gering ist.
der se-9 war nicht dabei
henry
Receiverjunkie
Stammgast
#11 erstellt: 07. Sep 2003, 23:29
@zucker,

naja, zugegeben, 10 Frequenzbereiche sind nicht das pralle Leben; und ein Klark/BSS wird in dem Fall natürlich immer die Nase vorn haben.

ABER: um erstmal rauszubekommen, ob ein EQ-Einsatz überhaupt lohnt, sind 150,- für ein Gerät mit Analyser, welches auch noch Sammlerwert hat, ja nun auch nicht zu teuer.

Das Bessere ist immer des Guten Feind.



RJ
H-Line
Stammgast
#12 erstellt: 08. Sep 2003, 01:11
Einige Hifi-Puristen meinen, das Equalizer nichts mit Hifi zu tun haben, sie hören dann aber trotzdem z.B. schlecht abgemischte Aufnahmen, anstatt mit Klangreglern ein besseres Klangbild zu erreichen.
Gute Equalizer (z.B. Behringer) sind z.B. bei zu dünn klingenden Aufnahmen schon sinnvoll, oder bei 3 Wege LS können sie die oft zu dumpfen Mitten korrigieren.
Es ist halt auch Geschmacksache, wie man zu Equalizern steht.

H-Line

--------------

Jeder kann denken, aber vielen bleibt es erspart.
zucker
Moderator
#13 erstellt: 08. Sep 2003, 09:13
@ empfänger

vollkommen richtig - probieren immer, bevor es teuer wird und dann in der ecke steht.
übrigens - klark oder bss - ich hab mal mit so etwas gearbeitet, bei einer band die ich gut kenne. die dinger sind schon gut aber schweineteuer.
kaufen würd ich sie mir nicht.

@ H-Line

stimme dir voll zu. EQ`s müssen sinnvoll angewandt werden und dann sind die dinger "gold wert". kein raum ist und "klingt" gleich.
ich hab den mittenbereich zwischen 200 Hz bis 1Khz ca 2-3db abgesenkt und einen hervorragenden klaren klang erhalten.
besonders bei live übertragungen. es mulmt nicht mehr und die auflösung der einzelnen instrumente und stimmen, gerade auch bei klassik sind sehr sauber.

henry
funny1968
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 08. Sep 2003, 09:33


naja, zugegeben, 10 Frequenzbereiche sind nicht das pralle Leben; und ein Klark/BSS wird in dem Fall natürlich immer die Nase vorn haben.

ABER: um erstmal rauszubekommen, ob ein EQ-Einsatz überhaupt lohnt, sind 150,- für ein Gerät mit Analyser, welches auch noch Sammlerwert hat, ja nun auch nicht zu teuer.




"Teuer" kaufen oder zweimal kaufen?!?

Preiswert, heiß was?

Um zu sehen, wie das Teil richtig funktioniert, sollte man schon einen rein digitalen Equalizer mit 31 Bändern benutzen. Da rauscht auch nichts.

Und so teuer ist ein Behringer Ultra Curve (Listenpreis ca. 350 EUR, Straßenpreis auch darunter, EBAY?) auch nicht. Aber bitte in digital. Für 150-200 EUR solltest Du bei Ebay dabei sein!


[Beitrag von funny1968 am 08. Sep 2003, 09:36 bearbeitet]
H-Line
Stammgast
#15 erstellt: 08. Sep 2003, 10:22
@zucker

es ist schon bemerkenswert, das man mit einem Equalizer die Mitten etwas herunterregeln kann (etwa 3 db oder mehr) und so wirklich ein angenehmeres Klangbild erreicht.
Sehr sinnvoll ist dieser, wenn die Lautsprecher zu scharf oder zu spitz im Hochtonbereich klingen.

H-Line

---------------------------------

Jeder kann denken, aber vielen bleibt es erspart.
Tantris
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 08. Sep 2003, 12:02
Hallo,

ein bißchen scheinen hier unversöhnliche Fronten gegenüberzustehen, einige meinen, ein EQ wäre Teufelszeug, andere scheinen ihn für ein Allheilmittel bei Raumakustik- oder Lautsprecherproblemen zu halten.

Beides ist natürlich Unsinn. Ein EQ ist ein Gerät zur Klangmanipulation - wer den Sound der Aufnahmen nach eigenem Gusto manipulieren will oder einer bestimmten "Soundphilosophie" anhängt, kommt um ein solches Gerät kaum herum. Wer EQs als Teufelszeug ablehnt, gleichzeitig aber verfärbende Boxen "nach eigenem Geschmack" kauft, hat sich bereits lächerlich gemacht.

Im Gegenzug ist es eine wenig gute Idee, Verfärbungsprobleme des Lautsprechers mit einem EQ geradebügeln zu wollen, da wäre doch wohl die Anschaffung eines geeigneteren Lautsprechers das Mittel der Wahl. Ein EQ als Wundermittel gegen Raumresonanzen ist auch ein zweischneidiges Schwert: Man bekämpft die Wirkung (Pegelerhöhung) teilweise, aber nicht die Ursache (angeregte Raumresonanz), das Dröhnen wird allenfalls leiser. Eine vernünftige Raumbedämpfung, Aufstellung der LS etc. wäre eine bessere Methode, letztendlich lindert ein EQ solche Probleme nur, aber kann sie nicht lösen.

Gerade selbsteinmessende EQs sind in Wohnräumen, wo direkter und indirekter Schall oft ähnliche Pegel haben und zeitlich kaum zu trennen sind, nicht wirklich erfolgreich einzusetzen und bringen häufig unbefriedigende Ergebnisse.

Gruß, T.
zucker
Moderator
#17 erstellt: 08. Sep 2003, 14:13
@ tantris,

das wort "unsinn" würd ich an deiner stelle nicht in den mund nehmen, nicht der persönlichen verletzung wegen, nein, sondern der unwahrheit wegen.
ein EQ ist und wird ja gerade wegen der korrektur des wiederzugebenden Frequenzbereiches entwickelt und gebaut. Kein mensch hätte sich mit der analyzertechnik beschäftigt, wenn sie nicht gebraucht würde.
wahr ist doch, daß es utopie ist, die boxen genau dort aufzustellen wo sie richtig wären. die änderung der raumakustik ist ebenfalls ein problem, welches sicher nur 1% der benutzer ausführen können. ich denke dabei nur an mietrechtverhältnisse oder bauliche vorgaben.
sicher ist ein EQ kein all-hilfs-mittel. wer die seitenbänder anhebt und meint hämmerbass und schrille höhen zu bekommen, wird bald membran bzw. schwingspule etwas "freier" betrachten können (die nötige leistung vorhanden vorrausgesetzt).
anhebungen oder absenkungen von 12db sind ein zeichen für verpolung oder falsche weichen berechnungen oder einfach nur ungenau wiedergebende Ls.
ganz klar muß aber auch gesagt werden, daß ein EQ 30 bänder haben sollte, also terzband EQ. unter dieser aufteilung sind sie ungenau, dennoch immer noch besser als eine 3 band klangbeeinflussung.

so, jetzt könnt ihr aber so richtig draufhauen.

gruß henry
Tantris
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 08. Sep 2003, 14:28
Hallo Henry,

das Wort "Unsinn" habe ich nur für die beiden Extremmeinungen benutzt, also Allheilmittel oder Teufelszeug, und das ist doch einsichtig, oder?

Ich sage bewußt nicht, einen EQ braucht niemand oder er nützt gar nichts, das wäre falsch. Aber hier - und besonders auch in der Werbung/Hifi-Presse - wird es oft so dargestellt, als könnten durch einen EQ (oder Raumakustikprozessoren wie den Tact RCS) alle raumakustischen Probleme gelöst werden, und auch das stimmt einfach nicht.

Du weist zurecht darauf hin daß die Aufstellung der Boxen in Wohnräumen und deren Akustik schwierig sind. Die Lösung dieses Problems kann aber NICHT darin bestehen, (überspitzt) beliebige Lautsprecher beliebig hinzustellen und darauf zu hoffen, mit einem EQ wieder alles geradebügeln zu können! Am Anfang einer ernsthaften Optimierung muß die Messung des Raumes stehen, dann die Auswahl eines geeigneten, günstig abstrahlenden Lautsprechers und Berechnung/Simulation von Hörabstand/Aufstellung. Anschließend sollten gröbste Probleme durch Einbringung von Bedämpfungsmitteln (z.B. Resonator in Raumecke) beseitigt und die Aufstellung nach Messung erneut optimiert werden. Erst dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob ein EQ noch verbliebene kleine Probleme lindern kann oder nicht.

Die wesentlichsten Probleme im Zusammenhang mit Raumakustik und Lautsprecher sind: zu hohes und frequenzabhängiges Maß an Indirektschall, diskrete Reflexionen an Begrenzungsflächen und zu stark angeregte Eigentöne des Raumes. Gegen die ersten beiden richtet ein EQ Nullkommanix aus, und das Dröhnen durch die Eigentöne kann lediglich gelindert, aber nicht beseitigt werden.

Nochwas: Gerade bei dem beliebten Versuch, die "Dröhnfrequenzen" des Raumes durch einen EQ abzusenken, ist ein graphischer EQ generell weniger geeignet. Schau Dir mal eine (nicht geglättete oder gemittelte) Betriebsschallpegelkurve im Baß an - die Probleme sind so schmalbandig, daß selbst ein EQ-Zug mit 1/3-oktavischer Skalierung nicht genau genug ist. Hier braucht es einen vollparametrischen Equalizer mit stufenloser Frequenzeinstellung und regelbarer sowie im Bedarfsfall auch hoher Güte. Dafür reichen dann oft schon 7 Bänder für so eine Aktion.

Gruß, T.
zucker
Moderator
#19 erstellt: 08. Sep 2003, 14:34
@ tantris

so kann ich dir 100% beipflichten.

was den parametrischen angeht - weiter oben hatte ich das auch geschrieben.

henry
zucker
Moderator
#20 erstellt: 08. Sep 2003, 15:54
@ tantris

da ich gerade las, daß du tontechniker bist - was habt ihr als EQ eingesetzt und hast du erfahrung mit dem GRQ-3101 von sabine?

henry
Receiverjunkie
Stammgast
#21 erstellt: 08. Sep 2003, 23:23
@all,

achgottachgottachgott, da muß meinereiner, der die Diskussion angestoßen hat wahrscheinlich einiges wieder auf die Füße stellen.

Das ein EQ der Weisheit letzter Schluß ist, hab ich nie gefragt, geglaubt, behauptet. Ich habe lediglich vor nicht allzu langer Zeit ein wunderschönes Stück HiFi-Technik erworben (den besagten Sansui SE-9).

Baujahr `82, 10 Band, motorgetriebene Regler, Analyzer, 4 Kurven speicherbar; mit Originalmikro und vollständiger Dokumentation.

Wenn man´s denn mag (ich tu´s), sammelwürdig--So war auch mein "preiswert" zu verstehen.

Das die Wahl des/eines geeigneten LS eventuellen Problemen am ehesten abhelfen kann, geschenkt. Es ist aber leider nun mal so, das ich nicht nach jedem Umzug erneut 1500-2000 Euro für ein paar Neue ausgeben kann und will.

Die letzte Wohnug war Nachkriegsware (entsprechende Materialien und Raumhöhe), jetzt ist es ein Altbau mit 3,60 hohen Wänden und Dielenfußboden.

Klar, Dämpfungselemente in den Ecken aufzustellen hilft in manchen Fällen enorm, aber bei uns findet in den 4 Zimmern auch noch das Leben statt. Platz ist also ein kostbares Gut.

Davon mal abgesehen, wenn HiFi das Streben nach originalgetreuer Wiedergabe--auch Perfektion genannt--ist, soll dann jeder mit dem Schicksal hadern, weil er noch keine Burmeester-Kombi sein eigen nennt?

Ich kann auch in der Philharmonie einen ausgezeichneten Abend verleben ,ohne auf dem teuersten Platz zu sitzen, wo ich vielleicht die Piccoloflöte noch etwas nuancierter hören würde.

So, und wenn ich mit dem renovieren fertig bin, werde ich den EQ auch mal anschließen. Allein, der Anblick desselben erfreut mein Herz jetzt schon.


achja, hab trotzdem einiges gelernt; Danke Euch


RJ
martin
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 09. Sep 2003, 06:57
Hi Receiverjunkie,

kann man sich kaum vorstellen, dass es mal Hifi-Geräte mit EQ und Analyzerfunktion gab, wo doch heutzutage jedes 'überflüssige' Bauteil im Signalweg als Klangkiller ausgemacht ist. Meiner Meinung ist dieser Purismus mehr Modegag als eigentlicher Fortschritt.

Jedenfalls würden mich Deine Erfahrungen mit dem EQ interessieren.
Grüße
martin
funny1968
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 09. Sep 2003, 08:15
Die Teile bei MERIDIAN und T+A arbeiten auf DIGITALER Basis, also theoretisch, wie wohl auch praktisch, verlustfrei.

Beim ACCUPHASE weis ich das nicht.

Analoge (Schleifkontakt-)Regeler sind zurecht verpöhnt. Die DIRECT Tasten gibt es doch noch bei der Blödmarktware, oder?

Und Purismus gibt es schon seit 20 Jahren, also von Mode würde ich hier nicht reden.
Tantris
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 09. Sep 2003, 08:25
Hallo Henry,

Den EQ von Sabine habe ich noch nie "unter den Fingern" gehabt, kann nix dazu sagen. Bei den graphischen Modellen bin ich sehr gut mit einem Altair EQ230 gefahren, aber auch die gehobenen Modelle von Yamaha fand ich überzeugend. Mit preiswerten graphischen-analogen Equalizern (unter 1000 EUR) habe ich ehrlich gesagt bisher keine gute Erfahrung gemacht (so diese typischen Modelle von Alesis, Sammick etc.), aber weiß nicht, ob man das verallgemeinern kann.

zu RJ:



Das die Wahl des/eines geeigneten LS eventuellen Problemen am ehesten abhelfen kann, geschenkt. Es ist aber leider nun mal so, das ich nicht nach jedem Umzug erneut 1500-2000 Euro für ein paar Neue ausgeben kann und will.


Du hast mich falsch verstanden. Ich habe dafür plädiert, einmal neue Lautsprecher anzuschaffen, die generell in verschiedenen Räumen besser funktionieren, weil sie den Schall derart abstrahlen, daß der Raum viel viel weniger Einflüsse auf die Wiedergabe nehmen kann. Von jedesmal neu kaufen war keine Rede.

Deine Argumentation bzgl. Burmester verstehe ich nicht ganz (davon ab, daß deren Produkte keineswegs so gut sind, wie die Werbung suggeriert): Niemand hat davon gesprochen, daß jeder seine Heimwiedergabe völlig perfektionieren soll, das wird kaum möglich sein. Trotzdem muß doch eine Diskussion erlaubt sein, welche Faktoren bei der Verbesserung der Wiedergabe viel, wenig oder gar nicht helfen, oder?

Zum Konzert: Es muß nicht immer der teuerste Platz sein, aber Plätze, wo man schlecht hört, sind mir ein Graus. Saß neulich mal wieder in der Frankfurter Neuen Oper im 3. Rang (Spontanbesuch), und das hat einfach wirklich keinen Wert.

Gruß, T.
zucker
Moderator
#25 erstellt: 09. Sep 2003, 08:34
@ tantris

hallo
ich stell die frage anders

das problem
laiengruppe (karneval) - saal - jeder agiert mit mikrofon - unwissend - rückkopplung, weil man vor den boxen turnen muß - fazit, "du bist wohl zu blöd uns einzupegeln"
ich hab ja aber nur zehn finger und außerdem bin ich es leid jedesmal zu erklären warum, weshalb bla bla bla

ich wollte einen feedbackkiller und da war mir der von sabine aufgefallen. hast du einen vorschlag.
noch eine grundsätzliche frage - für jedes mikro einen oder kann es auch in der summe aller mikros funktionieren.

henry
Tantris
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 09. Sep 2003, 08:45
Hallo Henry,

achso, also ein graphischer EQ hilft in so einem Fall schonmal nur ganz wenig.

Den Feedbacks Terminator von Sabine hatte ich mal für Sprachbeschallungen - der funktioniert ordentlich, ist aber recht unflexibel und mit damals ca. 1900 DM auch nicht gerade ein Schnäppchen. Ich habe allerdings keine großen Erfahrungswerte wie sich das Gerät verhält bei Handmikros, die vor die Boxen bewegt werden - ich wage mal zu prognostizieren, daß es da relativ nutzlos ist. Richtig gut funktioniert es nur, wenn das Rückkopplungspfeifen immer wieder dieselben Töne hat, etwa durch Resonanzen hervorgerufen, die können dann zuverlässig eliminiert werden. Ich hatte es meist bei stehenden Mikrofonen für Sprachbeschallung oder Lavaliers.

In Deinem Fall hilft nur, Beschallung und Mikrofone bzw. deren Aufstellung konsequent aufeinander abzustimmen. Z.B. indem man 2 getrennte Beschallungen für den Saal (FOH) und die Bühne (Monitoring) aufstellt und die Richtwirkungen beachtet: Bei einem Monitoring von der Seite sollten möglichst nur Hypernierenmikrofone eingesetzt werden. Allgemeine Ratschläge an die Leute auf der Bühne, Mikro immer nah an den Mund, nie vor Boxen laufen, den Mikrokorb nicht mit der Hand zudecken. Schonmal über den Einsatz von Headsets nachgedacht? Und: Was bei einer vielzahl von Mikrofonen, die nicht alle gleichzeitig benutzt werden, oft Wunder auch gegen Rückkopplungen wirkt sind Gates, da muß man aber viel experimentieren mit Einstellungen etc.

Übrigens: Gates immer nur kanalweise einsetzen, auch ein Feedbacks Terminator funktioniert meist besser, wenn Du für jedes Mikro einen hast, aber das ist kein Muß.

Gruß, M.
zucker
Moderator
#27 erstellt: 09. Sep 2003, 09:00
@ tantris

bei der sabine ging es mir um die notch-filter und der preis ist machbar (1200,00€), ich bin mir eben nur nicht sicher ob es hilft.
die resonanzen sind nicht unbedingt durch direkte mikro-ls kopplungen, da die boxen in 4 m höhe fliegen - vielmehr ist es die gegenüberliegende wand, also indirekt. mit den semi-param. mitten auf dem mixer kann ich die freq. lokalisieren aber er hat nur einen semi. pro zug. außerdem ist die güte nicht besonders, so das erhebliche verfälschungen auftreten.
monitorplatz hab ich nicht, weil auf der bühne von den frontboxen her alles zu hören ist und FOH, naja alles ander als gut, weil guckloch von 2*1m in 5m höhe. ist aber baulich nicht anders zu machen.
heatset hab ich 4 im gebrauch - die sind ok aber damit muß der "künstler" auch umgehen können (katastrophe). man hat eben im fernsehen gesehen wie die großen leute "auftreten" (es wird oft nicht einmal bemerkt, das der sänger kein mikro hat) und meint das genau so tun zu müssen.

henry
Receiverjunkie
Stammgast
#28 erstellt: 09. Sep 2003, 19:27
@Tantris,

"Du hast mich falsch verstanden. Ich habe dafür plädiert, einmal neue Lautsprecher anzuschaffen, die generell in verschiedenen Räumen besser funktionieren, weil sie den Schall derart abstrahlen, daß der Raum viel viel weniger Einflüsse auf die Wiedergabe nehmen kann. Von jedesmal neu kaufen war keine Rede."


na, wenn es denn so gemeint ist, kann ich Dir im Prinzip natürlich nur beipflichten; ändert aber auch nix an meinen vorhandenen LS, mit denen ich auch im Prinzip recht zufrieden bin.

Burmeester war nur als Beispiel gedacht, hier hätts auch jede andere Hochpreiskombi getan.


"Trotzdem muß doch eine Diskussion erlaubt sein, welche Faktoren bei der Verbesserung der Wiedergabe viel, wenig oder gar nicht helfen, oder?"

Schätze mal, das deswegen doch eine Diskussion erst angefangen wird.


Entscheidend bei allem war der hochallgemeingültige Satz: Kann so sein, kann aber auch anders sein.




mfg.

RJ
zucker
Moderator
#29 erstellt: 09. Sep 2003, 19:35
@ receiver

es ist immer gut zu diskutieren, nur dadurch gewinnt man erkenntnis und kann sie auch weitergeben. es hat dir auch bestimmt keiner auf die füsse getreten. überhaupt finde ich den umgang hier hervorragend - es gibt foren die sind direkt bösartig und zielen auf denunzierung

henry
Receiverjunkie
Stammgast
#30 erstellt: 09. Sep 2003, 19:42
@Zucker,


darauf einen Dujardin.



RJ
zucker
Moderator
#31 erstellt: 09. Sep 2003, 19:54
tät ich gern mit dir trinken, obwohl so ein lecker whisky ist noch besser, hab da einen gekauft -Hmmmmmmmmmmmmmmm
"clontarf" irischer, der mit dem schwarzen etikett. einer, nur einer am samsatag nachmittag - musik - nicht zu laut - etwas, was dynamik hat - eine stimme die unter die haut geht - geil

henry
Receiverjunkie
Stammgast
#32 erstellt: 09. Sep 2003, 20:46
mnjammnjam,

kenne ja einige irische Ws., Clontarf ist mir aber noch nicht an die Leber gekommen. Werd ich mal in den Big Market fahren müssen.
Pappnase
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 09. Sep 2003, 23:12
Hi,

möchte da maö einen Punkt erwähnen der meiner Meinung nach beim Thema Equalizer häufig übersehen wird und das ist das menschliche Gehör. In diversen Beiträgen hier in den Foren ist davon ja oft die Rede. Leider gibt es *das* menschliche Gehör aber nicht. Was hilft mir ein optimierter Frequenzgang (linear oder wie auch immer) über die ganze technische Kette, wenn mein Gehör bei bestimmten Frequenzen nicht mehr so empfindlich ist ? Das Gehör dürfte ja wohl das letze und wichtigste Glied in der Kette sein.
Das kann man mit einem Equalizer zu einem gewissen Grad recht gut ausgleichen. Als normaler Alterungsprozess nimmt ja z.B. die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs bei hohen Frequenzen immer mehr ab. Was macht man denn mit einer 20000 Euro Anlage (natürlich ohne Klangregler :D) wenn man denn mal 50 oder 60 ist ?

Besitze selbst den Behringer Equalizer und bin mit dem Gerät äußerst zufrieden.

Die Auswirkung von Whisky Genuß auf das Gehör wäre in diesem Zusammenhang vielleicht auch mal interessant - sollte demnächst mal einen Selbsttest machen
@zucker: Danke für die Anregung

Pappnase
zucker
Moderator
#34 erstellt: 10. Sep 2003, 05:11
hallo pappnase

für diesen zweck ist der EQ bestens geeignet. egal ob die hörgänge vergilbt sind oder die raumakustik - mit EQ läßt sich in der unmöglichsten ecke bis ins hohe alter etwas tun.

im übrigen, für 20.000,00 € würd ich mir im leben keine anlage kaufen.

henry
Receiverjunkie
Stammgast
#35 erstellt: 10. Sep 2003, 08:40
@pappnase,

entscheidend ist nicht, ob man 20.000,- Euro hat, sondern das man sie über hat.


RJ
martin
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 10. Sep 2003, 12:14
Hmmm, vielleicht sollte ich bei meinem nächsten Konzertbesuch den Flötisten bitten, im oberen Register etwas lauter zu spielen
Receiverjunkie
Stammgast
#37 erstellt: 10. Sep 2003, 12:43
@Martin,

WIE? Machste det nich?

Wenn ick bei uns innen Kammamusiksaal wackele, jeh ick vorher imma inne Gadrobe, sach Tach Herr Schneider (det is der Flötennmensch) und jiep ihm nen Piccolo mit den Worten: Ick bins wieda uff meen billjen ssehn-euro-platz. Imma hübsch laut spieln.


Klappt imma.



RJ
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