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DEC 2496: Frequenzbereiche und Höreindruck

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dec2496
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Feb 2005, 16:13
Hallo Leute,

ich lese hier seit ein paar Monaten mit und finde das ganze hier sehr interessant. Besonders spannend fand ich immer die Threads zu Thema "neutrale Wiedergabe" usw. von den "Technikern" US, A.H. und Co... Fand ich sehr interessant und hat mich zu neuen Erkenntnissen gebracht. Und anderem wohl die, dass das, was ich an meinen LS so liebe, nämlich diese weitläufige räumliche Abbildung, wohl ein Wiedergabefehler aufgrund der D'Appolito-Anordung der Mitteltöner ist... ;-)

Ich hab eingesehen, dass das Streben nach der "richtigen" Wiedergabe für mich der falsche Weg ist. Ich hören Musik aus Spass an der Freude und wenn mir also dieser Wiedergabefehler mehr Spass macht - so what...

Früher waren für mich Klangregler Teufelzeug und ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mir einen Equalizer zu kaufen. Heute wird mir die Sinnlosigkeit einer solchen Einstellung bei all den Einflussfaktoren wie Raumakustik, schlechte Abmischungen usw. erst richtig deutlich.

Und deshalb - muss jetzt endlich mal auf den Punkt kommen ;-) - hab ich mir letzte Woche einen Behringer DEC 2496 zugelegt. Häuptsächlich als eine Art feinfühlige Klangreglung für schlechte (oder besser: bei MIR schlechtklingende) Aufnahmen. Und Juhu: Endlich kann ich meine bisher dünn wie aufm Radiowecker klingende YES 80125 CD ebendso geniesen wie die U2 POP, die bisher immer zu fett bei mir klang... :-) Ich muss sagen, der Kauf hat sich allein schon dafür gelohnt.

Was mich jetzt mal interessieren würde: Kann man konkret beschreiben, welche Frequenzbereiche für welchen Klangeindruck zuständig sind? Etwa in der Art "Wenn man zwischen 4000 und 8000 Hz den Pegel um etwa 2 DB senkt, klingt sanft wie eine Dynaudio" oder "wenn man den Grundton bereich bis 300 HZ anhebt, klingts 'warm' wie eine Sonus Faber"

Oder kann ich durch eine Mittenanhebung in einen bestimmten Bereich eine B&W simulieren? Mir ist schon klar, dass da auch andere Faktoren wie das Abstrahlverhalten reinwirken - aber ansatzweise müsste das doch funktionieren oder?

Was macht also den charakteristischen Sound bestimmter LS-Hersteller aus?

Gruss
Ralph
Franzii
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 23. Feb 2005, 17:37
Hallo Ralph , ich spiele schon seid geraumer Zeit mit den gleichen Überlegungen ! AH ,das Abstrahverhalten eines Lautsprechers prägt überwiegend den Höreindruck ! Das heißt , wenn du einen Dipol - Latsprecher baust ,ist es im Prinzip egal ob Konustreiber oder Magnetostaten ( ich besitze zufällig 2 Paar Apogees, die stehen aber im Keller !) eingebaut werden. Aber warum willst Du eine andere Box imitieren ? Ja, mit Veränderungen des Amplituden - Frequenzganges erzielt man den gewünschten -wenn auch falschen - Klang. Aber schwieriger ist es seinen Hörraum so zu gestalten,daß er im RT 60 funktioniert,sowie einen linearen Diffuss-Schall-Frequenzgang zu erreichen! Ich habe vor, mir den fehlenden Hochtonbereich - den eigentlich fast jede Heim - Beschallungsanlage aufweist - zeitverzögert ,über mehrere zusätzliche Hochtöner ( ab ca. 10000 Hz ) wieder auszugleichen !Die zeitverzögerte Abstrahlung muß natürlich diffus erfolgen. Bin mal gespannt,ob sich dann ein Klavier auch wie ein Klavier anhört. Meine Versuchs -Personen konnten Töne über 10000 Hz nicht mehr orten!. Der Kopf durfte Horizontal nicht ! bewegt werden. Na-ja da hab ich wieder was zu basteln.Aber unter uns,besser wie den Kabel -Heinis das Geld hinterher schmeissen!!! Bei mir liegen normale Beipackstrippen! Gruß Franzii
audio-kraut
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 23. Feb 2005, 18:05

nämlich diese weitläufige räumliche Abbildung, wohl ein Wiedergabefehler aufgrund der D'Appolito-Anordung der Mitteltöner ist... ;-)


Ist eben eine eigentschaft der d'appolitos (die ich als selbstgebaute schon seit fuenfzehn jahre betreibe - aktiv) das sie ein sauberes abstrahlverhalten - im polaren diagramm gezeigt - ohne "ohren" haben, was m.e. nach eine raeumlicher ortung einfach besser moeglich macht. Dazu dann noch eine linkwitz weiche und du hast eine sehr "neutrale" wiedergabe.


[Beitrag von audio-kraut am 23. Feb 2005, 18:06 bearbeitet]
Franzii
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Feb 2005, 19:14
Hast Du ne richtige d'appolito ,hinsichtlich der Wellenlänge der Treiber zueinander gebaut ? Wie sieht deine Konstruktion aus,meine Chassis und Aktiv - Elektronik. Bin auch ab und an Selbstbauer Gruß Franzii
audio-kraut
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Feb 2005, 21:58
hinsichtlich wellenlaenge dre treiber - so dicht wie moeglich zusammengebaut, in eine box so schmal wie moeglich.
http://img53.exs.cx/img53/4320/rackcomplete.jpg

Die boxen sind doppeltes 12mm MDF mit eine lage daemmaterial dazwischen. Die treiber sind vifa, im jetzigen bild haben sie noch den alu kalotten hochtoener, den ic aber inzwischen gegen seiden kalottenhochtoener ausgetauscht habe.

Die front ist zum vermeiden von reflexionen mit schaum beklebt, werde das gegen filz austauschen wenn ich das richtige material finde.
Die boxen koennen auch passiv betrieben werden, auf der rueckwand ist eine passive weiche im stahlgehaeuse aufgeschraubt. Trennfrequenz bei 1800Hz, die mid bass treiber sind auf 60 Hz getunt (bassreflexbox) im falle das ich sie ohne die subwoofer betreiben muss. Die sind im extra gehaeuse, 35mm mdf, isobarischer aufbau. Mit den subs liegt die trennfrequenz bei 80Hz. Das ganze wird korrigiert mit einem deq 2496. Wiedergabe bis 20Hz, etwa -3dB.
Cpt._Baseballbatboy
Inventar
#6 erstellt: 24. Feb 2005, 17:25

dec2496 schrieb:
Was mich jetzt mal interessieren würde: Kann man konkret beschreiben, welche Frequenzbereiche für welchen Klangeindruck zuständig sind? Etwa in der Art "Wenn man zwischen 4000 und 8000 Hz den Pegel um etwa 2 DB senkt, klingt sanft wie eine Dynaudio" oder "wenn man den Grundton bereich bis 300 HZ anhebt, klingts 'warm' wie eine Sonus Faber"


Wie wärs: probiers einfach aus! Du hast doch jetzt die Möglichkeiten, auf Knopfdruck zwischen zwei Einstellungen zu wechseln.
Wenn wir Dir jetzt erzählen, "erhöhst Du den Frequenzgang bei 421Hz um 0,8567dB dann klingts wie ne Blechdos", und Du führst genau diese Operation durch dann klingt das für Dich tatsähclich wie eine Blechdose - weil Du es erwartest.

Also: experiemntiere einfach ein wenig herum, spiele mit Deinen Geräten. Eine bessere Schulung für Dein Gehör gibt es kaum.

Gruß
Cpt.
US
Inventar
#7 erstellt: 25. Feb 2005, 14:23
Hallo Ralph,

ich glaube du hast dies hier gesucht:

http://www.sengpiela...hmungMedianebene.pdf

Über die Amplitude kann nicht nur die Klangfarbe geändert werden, sondern auch die ganze "Räumlichkeit" und Lokalisation.

Gruß, Uwe
Franzii
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Feb 2005, 14:56
Hallo Uwe , du bist doch stolzer Besitzer eines Double Bass Array Systems . Ich plage mich schon seid Jahren mit unterschiedlichsten Bass - Wiedergabemöglichkeiten - Eckhorn , 300 l Reflex oder Dipolbass - die mich aber nicht ansatzmässig befriedigen können. Ich frage mich nur , wie gut dieses DBA in der Praxis klappt ? Gibt es die Möglichkeit , sowas irgendwo vorort probe zuhören ? Danke Gruß Franzii
Plüschus
Stammgast
#9 erstellt: 25. Feb 2005, 16:40
Hallo

dec2496 schrieb:
Hallo Leute,

ich lese hier seit ein paar Monaten mit und finde das ganze hier sehr interessant. Besonders spannend fand ich immer die Threads zu Thema "neutrale Wiedergabe" usw. von den "Technikern" US, A.H. und Co... Fand ich sehr interessant und hat mich zu neuen Erkenntnissen gebracht. Und anderem wohl die, dass das, was ich an meinen LS so liebe, nämlich diese weitläufige räumliche Abbildung, wohl ein Wiedergabefehler aufgrund der D'Appolito-Anordung der Mitteltöner ist... ;-)

Gruss
Ralph

schön das es sie doch noch gibt - die bekennenden D'Appolitologen -
ich kam mir schon immer ganz einsam vor -aber jetzt sind wir schon mindestens zu viert hier im Forum.

Gruß Thomas


[Beitrag von Plüschus am 25. Feb 2005, 16:43 bearbeitet]
xlupex
Inventar
#10 erstellt: 03. Mrz 2005, 21:51
Hallo!
Was ist denn eigentlich genau der (klangliche) Vorteil der D`appolito-Anordnung?

Gruss
Ralf
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